Aufstieg des Ewigen Dao-Clans · Band 4 · Arc 09
Kapitel 532Leben tragen

Dao-Stamm

3.860 Wörter · Band 4 — Vorhänge vor dem Himmel

Der siebte Februar 2137 war ein Sonntag.

Und in der abgeschirmten Heilhalle lagen acht Leinen auf dem Boden, und auf keinem davon lag ein Mensch.

Sie waren am fünften Februar fertig geworden, und sie waren nach dem Faden genäht und nicht nach der Zeichnung, und Punkt eins lag bei allen acht nach Norden.

Und auf jedem Leinen lag ein Anker.

Am Vormittag hatten sie noch auf den Böcken gelegen, und acht waren heruntergekommen, und der neunte war auf dem Bock geblieben, der in den Boden gegangen war.

Ein Anker ist ein Ding und kein Mensch, und das war der ganze Grund, warum in dieser Halle geübt wurde und nicht in der anderen.

Song Meifeng saß seit 14:00 in der Mitte.

Und seit 14:12 stand die Grenze zum zweiten Mal an diesem Tag, und sie wusste nicht, wie sie von außen aussah, weil sie sie von innen sah.

Von innen sah sie so aus: Es ging weiter etwas von ihr weg, und es kam an einer Stelle nicht mehr weiter.

Und die Stelle bewegte sich nicht.

Tang Shu saß vier Schritte davon entfernt auf einem Hocker, den Han Da im Januar zwei Handbreit höher gemacht hatte.

Sie sah nicht auf Meifeng.

Und sie sah auf die Stelle.

Um 14:20 versuchte Meifeng zum ersten Mal an diesem Nachmittag, etwas abzugeben.

Sie nahm den vierten Arm und legte ihn auf den fünften, so wie man ein Gewicht von einer Hand in die andere legt.

Und der Unterschied lief einmal herum und kam in der Mitte an, und er kam nach ungefähr zwei Sekunden an, und er kam vollständig an.

Meifeng nahm die Hände nicht weg.

Denn sobald die Hände weggingen, war es ein Ring, und ein Ring gleicht an, bis alle acht so tief liegen wie der Unterste.

Und das hatte sie am zwölften Januar in Japan gesehen und viermal gezeichnet und viermal durchgestrichen, und beim vierten Mal hatte sie das Blatt umgedreht.

„Meifeng.“

„Ja.“

„Sie sind gerade tiefer gegangen“, sagte Tang Shu.

„Ich weiß.“

„Und?“

„Und ich bin wieder hochgekommen.“

„Nein“, sagte Tang Shu. „Sie sind zurückgeholt worden.“

Es blieb einen Moment still in der Halle.

„Ja“, sagte Meifeng.

Um 15:05 stand Gu Tian an der Tür und nicht darin.

Er stand seit dem Morgen dort, und er hatte seitdem viermal die Stelle gewechselt und jedes Mal wieder eine gefunden, an der die Tür hinter ihm war.

„Ah Tian.“

„Ja.“

„Steht sie?“

„Ja“, sagte er.

Das Violett am Rand seiner goldenen Augen lief so schnell wie sonst.

Und es lief den ganzen Tag so schnell wie sonst.

Um 16:00 legte Meifeng die acht Arme anders.

Sie legte vier lang und vier kurz, und sie legte die vier kurzen nach innen, und sie brauchte dafür eine halbe Stunde, weil sie dabei nichts loslassen konnte.

Und um 16:34 stand es, und um 16:41 lief der Unterschied in die Mitte.

Es war schneller als vorher.

Und das war die einzige Änderung.

Meifeng hatte das im November gerechnet und im Dezember gerechnet und in Japan an einem zu hohen Tisch gerechnet.

Und sie hatte in jeder dieser Rechnungen dieselbe Frage gestellt, nämlich wer in der Mitte sitzt.

Sie hatte die Frage jedes Mal beantwortet, und die Antwort war jedes Mal richtig gewesen.

Und etwas ging seit Wochen von ihr weg, das nicht zu den acht Leinen gehörte.

Es war so fein, dass Luo Shuangs Gerät es am achtundzwanzigsten Januar gezählt und nicht gewogen hatte, und es waren an jenem Vormittag sechs gewesen und am Abend drei.

Und Luo Shuang hatte drei Sachen dazu aufgeschrieben, die sie nicht wusste, und keine davon hatte sich seitdem geklärt.

Meifeng wusste an diesem Sonntag nur, dass es immer noch da war.

Und sie wusste nicht, ob es dazugehörte.

Um 17:30 kam der Junge herein.

Er war dreiundzwanzig Monate alt, und er hatte seit dem sechzehnten Januar ein abgeschliffenes Stück Holz vom Hof dabei, kürzer als eine Hand, und er gab es niemandem.

Er setzte sich zwei Meter neben das nördlichste Leinen auf den Boden und schob das Holz mit einem Finger über die Dielen.

Und er schob es an einer Fuge entlang, und wenn es an der Wand ankam, drehte er es um und schob es zurück.

Zweimal sagte er Tor auf, und er sagte es dabei nicht zu jemandem.

Um 18:40 stellte Xuan Ling etwas neben Tang Shu auf den Boden.

Und es war eine flache Schale mit warmem Wasser, und sie stellte sie so hin, dass es nicht nach Sorge aussah, sondern nach einer Schale, die dort ohnehin stehen musste.

Sie stellte keine zweite in die Mitte.

Und dass sie keine zweite hinstellte, war die erste Sache an diesem Abend, die Meifeng am Rücken merkte und nicht an den Händen.

Xuan Ling ging danach zur Tür und blieb neben ihrem Sohn stehen.

„Tian'er.“

„Mutter?“

„Wie lange stehst du hier?“

„Seit heute früh.“

„Gehst du hinein?“

„Nicht heute“, sagte Gu Tian.

„Und morgen?“

„Und morgen weiß ich es morgen.“

Xuan Ling sah in die Halle und danach auf den Jungen auf den Dielen.

„Tian'er, dann bringe ich dir um zehn etwas zu essen“, sagte sie.

„Mutter, das musst du nicht.“

„Und ich bringe es trotzdem.“

Um 19:12 fragte Meifeng ihren Mann etwas, das nichts mit der Halle zu tun hatte.

„Ah Tian.“

„Ja.“

„Als das bei dir angefangen hat.“

„Ja.“

„Was war zuerst da?“

Und Gu Tian antwortete darauf nicht sofort.

„Es fing mit einem Keim an“, sagte er.

„Und wo kam der her?“

„Ich habe ihn nicht gemacht“, sagte er. „Ich habe etwas verstanden, und danach war er da.“

„Und was kam danach?“

„Bei mir?“

„Ja.“

„Etwas anderes“, sagte Gu Tian.

Meifeng fragte nicht weiter.

Und sie fragte nicht weiter, weil eine Antwort auf diese Frage nichts gewesen wäre, was sie hätte brauchen können.

Und weil ein Mann, der sagt ich habe etwas verstanden, damit nicht sagt, was man versteht.

Um 19:50 sagte sie den Satz, für den sie sich am nächsten Morgen keine Zeile aufschrieb.

„Shu, gehen Sie schlafen. Ich halte es.“

Tang Shu sah zum ersten Mal seit einer Stunde von der Stelle weg.

„Meifeng.“

„Ja?“

„Das ist genau die Stelle“, sagte sie.

„Welche?“

„Sie nehmen es mir gerade wieder ab.“

Es sagte eine Weile niemand etwas.

Und der Junge schob sein Stück Holz an der Fuge entlang bis zur Wand und drehte es um.

„Und Sie sind im neunten Monat“, sagte Meifeng.

„Ja.“

„Und?“

„Und ich sitze auf einem Hocker, und Sie sitzen auf dem Boden“, sagte Tang Shu. „Und von uns beiden bin ich diejenige, die aufhören kann, wann sie will.“

Meifeng sah auf die acht Leinen.

Und die acht Leinen sahen aus wie ein Stern, und ein Stern hat eine Mitte, und in der Mitte saß sie seit 14:00.

Und sie hatte am neunundzwanzigsten Januar in einer japanischen Halle einem jungen Mann mit einer Binde eine Stunde und zwanzig Minuten lang zugesehen, wie er dort saß, und danach war niemand gekommen, der ihn ablöste.

Um 20:35 ließ sie los.

Sie ließ nicht die Hände los.

Und sie ließ den Gedanken los, dass der Unterschied irgendwohin muss.

Der siebte Arm ging aus.

Er ging nicht laut aus, und er ging nicht langsam aus: Der Anker darauf war um 20:35 und ungefähr vierzig ein Ding, das nichts mehr tat, und um 20:36 lag er da wie ein Stein auf einem Tuch.

Meifeng holte ihn nicht zurück.

Und das war die zweite Sache an diesem Abend, die schwerer war als alles, was in ihren Händen hing.

„Sieben“, sagte Tang Shu.

„Ich sehe es.“

„Soll ich?“

„Nein“, sagte Meifeng.

Ein Stern ist flach.

Und alle Arme liegen in einer Ebene, und sie treffen sich an einem Punkt, und ein Punkt hat keine Länge.

Und was an einem Punkt ankommt, kommt gleichzeitig an.

Ein Punkt kann mit einem Unterschied nur eines machen.

Er kann ihn nehmen.

Meifeng saß um 21:12 auf dem Boden und hatte die Hände im Schoß.

Und sie fragte sich zum ersten Mal seit dem zehnten Januar nicht, wer in der Mitte sitzt.

Sie fragte sich, warum es eine Mitte gibt.

Es gibt sie, weil sieben Arme an einem einzigen Ort hängen.

Und wenn sieben Arme an einem einzigen Ort hängen, dann steht zwischen dem Höchsten und dem Niedrigsten nichts als dieser Ort.

Und der Abstand zwischen dem Höchsten und dem Niedrigsten war an diesem Abend drei.

Drei ist kein Heiler.

Wenn sieben Arme nicht an einem Punkt hängen, sondern an einer Länge, dann hängt jeder an einer anderen Stelle.

Und dann liegt zwischen zwei Nachbarn nicht der Abstand zwischen dem Höchsten und dem Niedrigsten, sondern der Abstand zwischen zwei Nachbarn.

Und der ist klein.

Ein kleiner Unterschied ist ein Heiler.

Und ein großer Unterschied ist etwas anderes.

Und das hatte sie am dreizehnten Januar in eine Zeile geschrieben und dabei an einen Stern gedacht.

Um 21:40 fing sie an, die sieben Arme aufzureihen.

Es ging nicht mit den Händen.

Und es ging auch nicht mit den Leinen, denn die Leinen lagen auf dem Boden, und der Boden war flach, und das Flache war nicht das Problem.

Sie musste es quer dazu tun.

Und quer zu einer Ebene ist keine Richtung, die auf einem Boden liegt.

Um 22:03 stand die Grenze immer noch, und sie war ihr zum ersten Mal an diesem Tag im Weg.

„Shu.“

„Ja?“

„Lassen Sie mich vier Finger breit hinunter.“

„Wie weit ist vier Finger breit?“

„Das weiß ich nicht“, sagte Meifeng.

Und Tang Shu antwortete darauf nicht sofort.

„Ich mache es auf und wieder zu“, sagte sie. „Und ich sage Ihnen nicht, wie lange es offen war.“

„Warum nicht?“

„Weil Sie sonst rechnen, wie lange es beim nächsten Mal offen sein muss.“

Es war offen, und dann war es wieder zu.

Und Meifeng wusste hinterher nicht, ob es ein Atemzug gewesen war oder zwanzig.

In der Zeit dazwischen fand sie die Richtung.

Sie fand sie nicht als Bild.

Und sie fand sie als etwas, das sich anfühlte wie ein Gewicht, das nicht mehr an einem Haken hängt, sondern an einem Seil, und ein Seil hat oben und unten und dazwischen sehr viele Stellen.

Um 22:58 hing der erste Arm nicht mehr an ihr.

Und er hing an einer Stelle, und die Stelle hing an der nächsten, und die nächste hing an ihr.

Um 23:20 hingen vier so, und um 23:41 hingen sieben so.

Dann stand es, und es stand elf Sekunden, und danach fiel es um.

Und es fiel um, weil sie in der elften Sekunde daran gedacht hatte, dass es steht.

Beim zweiten Aufbauen hängte sie den ersten Arm an eine andere Stelle als beim ersten Mal.

Und sie hängte ihn tiefer, und sie wusste nicht, warum, und sie ließ ihn dort.

Sie baute es zu Ende auf, und es dauerte beim zweiten Mal nicht kürzer.

Und um 00:04 stand es wieder, und um 00:19 stand es immer noch.

Der achte Februar 2137 war ein Montag.

Tang Shu war um 00:19 seit zehn Stunden auf dem Hocker, und sie stand nicht auf, und sie sagte nichts dazu, und sie sah weiter auf die Stelle.

Um 00:31 legte Meifeng die Hände auf den Punkt in der Mitte, so wie sie es seit dem zehnten Januar gemacht hatte.

Es kam nichts.

Sie machte es ein zweites Mal und wartete länger, und es kam nichts.

Beim dritten Mal merkte sie, dass ihre Hände warm waren.

Und sie waren warm, weil nichts hindurchging.

Sie nahm sie weg und legte sie in den Schoß und saß so eine Weile.

Die Mitte war am zehnten Januar sie gewesen.

Und sie war es am dreizehnten Januar gewesen und am neunundzwanzigsten, und sie war es in jeder Zeile gewesen, die sie darüber geschrieben hatte, und in keiner dieser Zeilen hatte es dafür eine Spalte gegeben.

Es war nichts kaputtgegangen.

Es war nur nicht mehr da.

Sie machte die Hände auf und zu.

Und sie sahen aus wie immer, und sie taten, was Hände tun, und sie waren warm.

Man kann ein Gefälle nicht zu einer Länge machen und danach wieder ein Gefälle haben, weil ein Gefälle einen Grund braucht und eine Länge keinen hat.

Und das war keine Entscheidung, die sie um 20:35 getroffen hatte, sondern eine, die um 20:35 getroffen worden war.

Meifeng saß bis 00:52 so.

Dann stand sie in zwei Bewegungen auf und hielt sich dabei an nichts fest, weil neben ihr nichts stand.

Gu Tian stand an der Tür.

Und er sagte nichts, und er machte einen Schritt zur Seite, damit sie nicht um ihn herumgehen musste.

Tang Shu stand um 00:55 vom Hocker auf, und sie stand langsamer auf als im Dezember, und sie nahm den Hocker mit.

Und Meifeng sagte an diesem Punkt nichts, und sie sagte nichts, weil es nicht ihre Sache war, wann Tang Shu aufhört.

Sie schlief von 01:20 bis 05:10.

Und sie schlief in ihrem eigenen Zimmer, und sie hatte in dieser Nacht nichts in den Händen.

Um 05:50 ging sie nicht in die Heilhalle.

Denn abgeschirmt hieß in diesem Haus etwas sehr Bestimmtes: Es hieß, dass die Schutzformation draußen blieb, und die Heilhalle, und der Weltenbaumanteil, der auf diesem Grundstück seit Februar 2135 in allem lag, was wuchs.

Und alles, was sie in dieser Nacht gebaut hatte, hatte nur innerhalb dieser Abschirmung gestanden.

Vom Wohnhof bis zu der Stelle, an der der Weltenbaum steht, sind es zweihundertzehn Schritte.

Und sie ging sie um 06:11.

Es war kalt, und über dem Hof stand kein Licht, das man Tag nennen konnte, und die Erde zwischen den Wurzeln war weich, weil sie dort nie gefror.

Tang Shu kam um 06:22.

Und Xuan Ling kam mit dem Jungen um 06:26, und Gu Tian kam als Letzter und blieb drei Schritte weiter außen stehen als alle anderen.

Meifeng fragte um 06:34 jeden einzeln.

Und sie fragte getrennt, und sie fragte niemanden vor jemandem, und sie ließ nichts weg und schwächte nichts ab.

„Es legt sich an Sie an. Es nimmt Ihnen nichts. Und wenn es Ihnen etwas nimmt, ist es falsch gebaut, und dann höre ich auf.“

„Und Sie können Nein sagen. Und wenn Sie Nein sagen, steht darüber nirgends etwas.“

Gu Tian sagte ja.

Und er sagte es mit einem Wort und sah dabei nicht auf die Wurzeln, sondern auf seine Frau.

Tang Shu sagte ja.

Und sie fragte vorher, ob es die Grenze berührt, und Meifeng sagte nein, und danach sagte sie ja.

Xuan Ling sagte nein.

Meifeng nahm sie heraus.

Und sie schrieb nichts darüber, und sie sagte nichts dazu, und es fragte sie an diesem Morgen niemand danach.

Den Jungen fragte sie nicht.

„Warum nicht?“, fragte Tang Shu.

„Weil er nicht Nein sagen kann“, sagte Meifeng.

„Und?“

„Und deswegen liegt er nicht darin.“

Sie legte es um 06:41 an.

Es war nicht zu sehen, und es war auch nicht zu hören, und der Junge, der einen Meter davon entfernt in der Erde grub, merkte nichts davon und hätte auch nichts davon gemerkt, wenn er hineingehört hätte.

Zwei Menschen und sieben Anker.

Und die Anker lagen noch in der Halle, und das machte nichts, weil eine Länge nicht daran hängt, wo etwas liegt.

Der Junge grub mit beiden Händen und legte die Erde auf einen Haufen, und dann trat er den Haufen um und fing wieder an.

Und er tat das ungefähr eine Viertelstunde, und es sah ihm dabei niemand zu außer seiner Großmutter.

Um 06:53 fing es an zu schwanken.

Und es schwankte an Tang Shu, weil ein Mensch im neunten Monat anders atmet als ein Anker auf einem Leinen.

Der Ausschlag ging in die Länge hinein und kam auf der anderen Seite kleiner heraus, und danach war er weg, und es hatte ihn niemand bezahlt.

Meifeng sah nach, ob jemand ihn bezahlt hatte.

Und sie sah zweimal nach, und beim zweiten Mal sah sie an einer Stelle nach, an der sie beim ersten Mal nicht nachgesehen hatte.

Es hatte ihn niemand bezahlt.

„Shu, es nimmt niemandem etwas.“

„Und wenn doch?“

„Dann ist es falsch gebaut“, sagte Meifeng. „Und dann ist der, der abgibt, kein Knoten, sondern ein Patient.“

Um 07:04 legte sie die linke Hand flach an die Rinde.

Und sie legte sie nicht hin, um etwas zu tun, sondern weil sie stand und weil etwas neben ihr war, an das man eine Hand legen kann.

Dann war das, was sie hielt, einen Atemzug lang nicht bei ihr.

Es war nicht leichter.

Es war nicht bei ihr.

Und danach war es wieder bei ihr, und es war genauso schwer wie vorher, und es fehlte nichts, und es war nichts dazugekommen.

Meifeng nahm die Hand nicht weg.

Und sie stellte eine Frage, und sie stellte sie ohne Wörter, weil sie nicht wusste, in welcher Sprache man sie stellt.

Es kam keine Antwort.

Und es kam auch nichts, was wie eine Antwort ausgesehen hätte und keine war.

Sie legte die Hand um 07:06 noch einmal an dieselbe Stelle.

Es passierte nichts.

Und es passierte an diesem Montag auch nicht noch einmal.

Tang Shu hatte hingesehen.

Und sie sagte an diesem Morgen nichts dazu, und sie sagte auch später nichts dazu, und in ihrem eigenen Blatt stand danach eine Uhrzeit und daneben nichts.

Um 07:15 ging der Junge zwischen zwei Wurzeln und drückte sein Stück Holz senkrecht in die lose Erde.

Und es stand.

Er sah es an, und dann ging er weg und sah nicht zurück.

Es war das erste Mal seit dem sechzehnten Januar, dass er es irgendwo ließ.

„Tian'er.“

„Mutter?“

„Was ist das?“

Gu Tian sah hin.

„Ein Stück Holz.“

„Und jetzt steht es“, sagte Xuan Ling.

„Ja.“

Und Xuan Ling nahm die Hand des Jungen und wischte ihm die Erde ab.

„Tian'er, ein Stück Holz, das steht, ist ein Stamm“, sagte sie.

Es sagte einen Moment lang niemand etwas.

Um 07:31 sagte der Junge etwas zu Meifeng, und sie antwortete ihm, und sie antwortete ihm zwei Sätze lang.

Und in diesen zwei Sätzen dachte sie nicht an das, was sie hielt.

Es stand trotzdem.

Am Sonntag war es jedes Mal umgefallen, sobald sie an etwas anderes gedacht hatte.

„Meifeng.“

„Ja?“

„Ich stehe seit 06:41“, sagte Tang Shu.

„Ich weiß.“

„Und es ist seit 06:41 gleich geblieben.“

„Besser?“

„Nein“, sagte Tang Shu. „Gleich.“

„Ist Ihnen etwas weggegangen?“

Und Tang Shu antwortete darauf nicht sofort, weil sie zuerst nachsah.

„Nein“, sagte sie.

Sie sah ein zweites Mal nach.

„Nein“, sagte sie noch einmal.

Um 07:52 sagte Xuan Ling den Grund, nach dem sie niemand gefragt hatte.

Und sie sagte ihn nicht zu Meifeng, sondern in den Hof hinein, während sie dem Jungen die Ärmel hochschob.

„Ich möchte einmal sehen, wie es ohne mich aussieht.“

Meifeng sah auf die Stelle zwischen den zwei Wurzeln, an der das Stück Holz stand.

Und sie sagte nichts dazu, und sie schrieb es sich später auch nicht auf, weil man sich einen Satz nicht aufschreibt, den man behält.

„Meifeng.“

„Ja?“

„Wie heißt das?“, fragte Tang Shu.

Und Meifeng antwortete darauf nicht sofort.

„Ich weiß es nicht“, sagte sie.

„Und?“

„Und Ihre Schwiegermutter hat es vor sechsunddreißig Minuten gesagt.“

Es blieb einen Moment still unter dem Baum.

Und Xuan Ling sah dabei nicht auf Meifeng, sondern auf ihren Enkel, der jetzt einen Stein wollte.

Um 08:10 nahm Meifeng es ab.

Und sie nahm es in der Reihenfolge ab, in der sie es angelegt hatte, und es dauerte länger als das Anlegen.

Danach saß sie auf dem Absatz der Stufe und hatte die Unterarme auf den Knien.

Gu Tian setzte sich neben sie, und er setzte sich so hin, dass er zwischen ihr und dem Wind saß.

Er sagte dabei nichts.

„Ah Tian.“

„Ja.“

„Ich kann die Mitte nicht mehr.“

Und Gu Tian sah in den Hof.

„Nein“, sagte er.

„Und?“

„Und ich habe es gesehen“, sagte er.

„Du warst an der Tür.“

„Ja.“

Meifeng sah ihn an.

„Hast du hingesehen?“

„Nein.“

Und sie hatte es die ganze Nacht gewusst, weil das Violett am Rand seiner Augen so schnell gelaufen war wie sonst.

Sie fragte trotzdem.

Um 08:30 schrieb sie vier Zeilen.

Und sie schrieb sie in der Reihenfolge, in der sie zählten, und nicht in der Reihenfolge, in der sie passiert waren.

Ein Stamm fängt keinen Sturz. Wer fällt, braucht eine Hand und keine Länge.

Und sie schrieb es als Erstes.

Denn wer ein Verfahren weggibt und den Preis nicht dazuschreibt, gibt kein Verfahren weg, sondern ein Versprechen.

Das Netz fängt Schwankungen ab und nimmt keine Kraft. Wer Kraft abgibt, liegt darin und hält es nicht.

Es wird gefragt, und zwar einzeln. Wer nicht Nein sagen kann, liegt nicht darin.

Nichts steht darin, was nicht auch ohne einen Einzelnen steht.

Unter die vierte Zeile schrieb sie ein Datum und keinen Namen.

Und sie schrieb neben keine der vier Zeilen, dass sie funktionierten, weil sie es an zwei Menschen und sieben Ankern gesehen hatte und an sonst nichts.

Um 09:00 kam Tang Shu mit zwei Bechern und stellte einen davon hin, ohne ihn anzubieten.

„Meifeng.“

„Ja?“

„Am sechsten März steht ein Termin“, sagte sie.

„Ich weiß.“

„Und?“

„Und heute ist der achte Februar“, sagte Meifeng.

Tang Shu setzte sich, und sie brauchte dafür etwas länger als im Januar.

„Gut“, sagte sie.

Sie tranken den Tee, und er war zu heiß, und sie tranken ihn trotzdem, weil beide seit dem Vortag nichts getrunken hatten, was warm gewesen wäre.

Der siebte Anker lag noch in der Halle.

Und er lag da wie ein Stein auf einem Tuch, und Meifeng ging an diesem Vormittag nicht hin und holte ihn nicht zurück.

Sie hätte ihn am Sonntag um 20:35 halten können.

Und sie hätte dafür in der Mitte sitzen bleiben müssen, und in der Mitte hätte an diesem Abend gesessen, wer immer dort saß, und das wäre sie gewesen.

Das stand in keiner der vier Zeilen, und sie schrieb es auch nicht dazu.

Um 10:20 ging sie noch einmal zu dem Baum.

Das Stück Holz stand zwischen den zwei Wurzeln, und der Junge war nicht da, und es hatte es niemand umgestellt.

Meifeng legte die Hand nicht an die Rinde.

Und sie stand ungefähr eine Minute dort und sah auf die Stelle, an der sie sie am Morgen angelegt hatte.

Sie wusste nicht, was es gewesen war.

Und sie wusste auch nicht, ob es etwas gewesen war, das man ein zweites Mal bekommt.

Sie stellte die Frage nicht noch einmal.

Am Nachmittag lagen die Dienstpläne für den zehnten Februar auf dem Tisch, und Meifeng las sie und änderte an ihnen nichts.

Und sie schrieb die vier Zeilen an den Rand ab, und darunter schrieb sie, dass am Mittwoch an niemandem geübt wird, der nicht gefragt worden ist.

Am Abend schrieb sie eine Zeile, die in keinen Bericht ging.

Dao-Stamm.

Und ich schreibe keine Zahl daneben.

Sie strich sie nicht.

Und sie war an diesem Montag um 21:00 so müde, wie sie es in Japan an keinem Tag gewesen war, und sie schrieb auch das nicht auf, weil es dafür keine Spalte gab.

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