Der dritte Februar 2137 war ein Mittwoch.
Und in der Heilhalle von Songjiang lagen neun Haltekreise, und Fräulein Luo hatte sie im Winter 2133 gebaut.
Song Meifeng war um 05:52 an der Tür.
Und sie war seit Sonntag zurück, und sie hatte am Montag und am Dienstag nichts gezeichnet, und sie hatte an beiden Tagen gewusst, dass sie es nicht tat.
Auf den Bogen standen dreihundertsechsundzwanzig Namen, und in der Halle lagen an diesem Morgen einundzwanzig.
Und drei Heiler in Songjiang konnten hinsehen, und sie war einer von den dreien, und das stand auf keinem Plan, weil es nie jemand aufgeschrieben hatte.
Neun Haltekreise, und auf vieren lag jemand.
Und das war der Unterschied zu der langen Halle am Biwa-See, und er stand in einer einzigen Zeile: Hier war Platz.
Um 06:10 ging sie einmal außen um die Halle herum.
Und in der Wand steckten zwölf Punkte, und vier Hände lagen darauf, und die Schicht dauerte acht Stunden, und es gab drei davon.
Sie stellte sich an den dritten Punkt und sah einen Wechsel an.
Und die neue Hand lag auf, bevor die alte abnahm, und drei Sekunden lang lagen zwei Hände auf demselben Punkt.
Am Ostufer des Nordbeckens hatte ein Punkt neun Sekunden ohne Hand gestanden.
Und drei Sekunden und neun Sekunden waren nicht dieselbe Sache mit zwei verschiedenen Zahlen. Sie waren zwei verschiedene Sachen.
Zwölf Menschen kauften diese drei Sekunden.
Und in Songjiang stand nirgends, wer die zwölf waren, und Meifeng hatte in vierzehn Jahren nicht danach gefragt.
Um 06:30 legte sie drei Blätter auf den Tisch im hinteren Teil.
Auf dem ersten standen sieben Zeilen, und links stand, was fehlte, und rechts stand, was daraus folgte, und dazwischen lief keine Linie.
Und in keiner der sieben Zeilen stand, wer schuld war.
Und auf dem zweiten standen drei Zeilen, und sie waren nicht ihre.
Ob es vorher war.
Ob es aufhört.
Ob es etwas kostet.
Auf dem dritten stand eine Frage vom dreizehnten Januar, die sie abends geschrieben und nie abgeschickt hatte.
Kann man Heilung so tragen und verteilen, dass sie den nicht aufbraucht, der sie trägt?
Sie las die sieben Zeilen einmal ganz.
Und in der dritten stand zwölf Punkte, drei Halter, und in der sechsten stand eine Leitende ohne eigenen Patienten, und in der siebenten stand keine zweite Halle.
Drei verschiedene Sachen.
Und in allen dreien stand an einer Stelle einer, und daneben stand keiner, und auf ihrem eigenen Blatt vom dreizehnten Januar hieß dieselbe Stelle Mitte.
Und Meifeng legte ein viertes Blatt daneben und schrieb einen einzigen Satz darauf.
Wer sitzt in der Mitte, wenn niemand in der Mitte sitzt?
Und das war keine Zeile mehr, in der stand, was fehlte.
Es war eine Frage danach, wie man etwas legt.
Han Meiyu kam um 07:00, und sie hatte die sieben Zeilen seit Sonntag.
„Frau Song.“
„Frau Han.“
„Frau Han, ich brauche den hinteren Teil für drei Tage.“
„Sie haben ihn.“
„Und ich brauche jemanden, der mir bei jeder Zeichnung sagt, wo einer stirbt.“
„Das tue ich sowieso“, sagte Han Meiyu.
„Frau Han, haben Sie die sieben Zeilen gelesen?“
„Dreimal“, sagte Han Meiyu. „Und die dritte und die sechste stehen bei uns auch, nur mit anderen Zahlen.“
„Die siebente?“
„Die siebente steht bei uns nicht“, sagte sie. „Wer hier liegt, kann verlegt werden.“
„Und?“
„Und das ist keine Leistung von uns“, sagte Han Meiyu. „Das ist Platz.“
Der Stern war ihre Bauart, und sie kannte ihn genauer als alles andere.
Und vier Arme trugen je ein Viertel, und die Mitte trug drei Viertel, und nach dem Drehen der Leinen trug die Mitte zwei Drittel, und darunter war sie nicht gekommen.
Zwei Drittel waren kein Erfolg.
Und sie waren die Zahl, bei der sich zwei Heiler alle zwanzig Minuten ablösen konnten, statt dass einer sitzen blieb.
Und solange der Stern lag, saß in der Mitte ein Mensch.
Das war keine Schwäche der Technik. Es war die Bauart.
Um 07:40 legte sie acht Leinen auf den Boden des hinteren Teils, und wo ein Mensch hätte liegen sollen, lag eine gerollte Decke.
Und eine gerollte Decke hielt nichts und gab nichts.
Ein Modell zeigt, wie etwas liegt.
Und es zeigt nicht, was es tut, und sie wusste das, bevor sie die erste Leine anfasste, und sie legte sie trotzdem, weil man eine Zeichnung an drei Stellen falsch lesen kann und einen Boden an keiner.
Der erste Entwurf stand um 08:05 mit Kreide auf dem Boden.
Zwei Sterne nebeneinander, jeder mit vier Armen, und der vierte Arm des einen war der erste Arm des anderen.
Der Gedanke war einfach: Bei zwei Mitten kann der Unterschied von der einen in die andere gehen, und dann sitzt er nicht fest.
„Was liegt auf dem gemeinsamen Arm?“, fragte Han Meiyu.
„Ein Mensch.“
„In wie vielen Gefällen liegt er?“
Meifeng sah eine Weile auf die Kreide. „In zweien“, sagte sie.
Und ein Mensch in zwei Gefällen ist die Stelle, an der sich zwei Mitten treffen.
Und was zwischen zwei Mitten läuft, läuft durch ihn.
Sie strich den Entwurf um 08:20 selbst durch.
Und zwei Mitten waren ein Ring mit zwei Punkten, und ein Ring gleicht aus, und wenn er ausgeglichen hat, liegen alle so tief wie der Unterste.
Das hatte sie am zwölften Januar in neun Minuten gesehen, und an jenem Tag hatte jemand vier Zahlen auf ein Blatt geschrieben, und die vier Zahlen waren dieselbe Zahl gewesen.
Der zweite Entwurf brauchte keine Leine.
Und sie schrieb ihn in fünf Wörtern auf ein Blatt.
Ein Kern in der Mitte.
Ein Kern gibt gleichmäßig ab, und ein Mensch gibt ungleichmäßig ab.
Und deswegen hatte man am zweiten Januar den Anschlag genommen und den Menschen weggeschickt.
Um 09:10 ging Meifeng an das Bord neben dem zweiten Becken.
Und dort stand eine flache Schale aus Ton, und in der Schale lagen Kerne, und sie hatte sie in vierzehn Jahren nie gezählt.
Sie zählte sie an diesem Mittwoch und brauchte sechs Minuten dafür, weil sie zweimal zählte.
Einundfünfzig.
Sie schrieb die Zahl auf und schrieb daneben, dass sie zweimal gezählt hatte.
Und darunter schrieb sie, wie viele groß und wie viele klein waren, und es waren neununddreißig kleine und zwölf große, und die zwölf großen lagen unten.
„Frau Han, wissen Sie, woher sie kommen?“
„Bei einigen.“
„Bei wie vielen?“
„Das kann ich Ihnen sagen, wenn ich die Bücher hole“, sagte Han Meiyu.
Sie holte die Bücher, und es dauerte eine halbe Stunde, und danach standen auf einem Blatt einunddreißig Zeilen mit Herkunft und zwanzig ohne.
Und bei sieben von den zwanzig stand ein Jahr und kein Haus.
Meifeng schrieb einundfünfzig auf ein Blatt und hängte es über das Bord, und darunter schrieb sie das Datum und ihren Namen, und sie kürzte ihn nicht ab.
„Frau Song, das hat hier nie jemand gebraucht.“
„Ich weiß.“
„Und?“
„Und dann rechnet im März niemand, wir hätten achtzig gehabt“, sagte Meifeng.
Han Meiyu las das Blatt über dem Bord noch einmal.
„Wessen Satz ist das?“
„Frau Moritas.“
Um 10:30 legte Meifeng einen Kern in die Mitte des Sterns.
Und danach lag in der Mitte ein Kern, und auf den vier Armen lagen vier gerollte Decken, und es geschah nichts, weil in einem Modell nichts geschieht.
Sie nahm ihn wieder heraus.
Und der Fehler stand nicht auf dem Boden, sondern seit dem zwölften Januar auf ihrem eigenen Blatt.
Die Mitte war keine Quelle.
Und ein Kern ist eine Quelle, und eine Quelle kann man anschlagen und loslassen, und ein Gefälle kann man weder anschlagen noch loslassen.
„Frau Song, was ist ein Gefälle?“
„Ein Unterschied, der irgendwohin muss.“
„Ein Kern?“
„Ein Kern ist etwas, das da ist“, sagte Meifeng. „Ein Gefälle ist nichts, das da ist. Es ist die Richtung zwischen zwei Sachen, die da sind.“
Und in eine Richtung kann man nichts hineinlegen.
Um 11:20 fragte eine Heilerin aus der zweiten Reihe, ob der hintere Teil den ganzen Tag belegt sei.
„Bis Freitag“, sagte Meifeng. „Und wenn Sie ihn brauchen, nehme ich die Kreide weg.“
„Ich brauche ihn nicht.“
„Sagen Sie es mir, wenn Sie ihn brauchen.“
Sie aß um 11:50 im Stehen und sah dabei auf die durchgestrichene Kreide.
Und der dritte Entwurf war der, den sie seit dem einundzwanzigsten Januar im Kopf hatte.
Die Formation trägt die Mitte.
Um 13:20 ließ sie zwei Leute fragen, die Formationen legten, und sie ließ ihnen sagen, wofür, bevor sie gefragt wurden, ob sie kommen.
Sie kamen um 13:50 und brachten Kreide und einen Faden, und einer von beiden hatte um sechzehn Uhr eine Schicht an der Wand.
„Dann bis sechzehn Uhr“, sagte Meifeng.
Um 14:00 lag dort, wo vorher der Kreidepunkt gewesen war, ein Knoten aus Fäden.
Und der Knoten hielt vier Enden, und er hielt sie um vierzehn Uhr so, wie er sie um fünfzehn Uhr hielt.
Das war der Grund.
Und das war der Fehler.
„Frau Song, was macht er, wenn es zu viel wird?“
„Nichts.“
„Und ein Mensch?“
„Ein Mensch hört auf“, sagte Meifeng.
Eine Formation hält.
Und sie nimmt nicht.
Und was in der Mitte hing, wollte nicht gehalten werden, sondern weggenommen, und dafür hatte ein Knoten aus Fäden keine Stelle.
Um 15:40 nahm sie die Fäden heraus und sagte den beiden, dass es nicht gegangen war.
Und sie sagte es ihnen, bevor sie gingen, und nicht am nächsten Tag.
Danach saß sie bis 19:10 an dem Tisch, und vor ihr lagen drei durchgestrichene Blätter, und auf keinem davon stand etwas, was sie nicht schon am zwölften Januar gewusst hatte.
Der Tagesbericht hatte an diesem Mittwoch elf Zeilen.
Und in Zeile zwei stand einundfünfzig, einunddreißig mit Herkunft, und in Zeile sechs stand drei Entwürfe, keiner trägt.
Zeile elf gehörte nicht zum Bericht.
Ich habe heute dreimal etwas in die Mitte gelegt.
Sie strich sie nicht.
Der vierte Februar 2137 war ein Donnerstag.
Und die elf Tage waren an diesem Donnerstag zu Ende.
Sie hatte am vierundzwanzigsten Januar hingesehen und seitdem bei niemandem, und sie schrieb es auf und schrieb keine Folgerung darunter.
Der vierte Entwurf fing um 06:40 an, und er fing damit an, dass sie die Mitte gar nicht erst zeichnete.
Sechs Arme.
Und zwischen den Armen kurze Striche, von jedem Arm zu seinen beiden Nachbarn, und keiner der Striche lief nach innen.
Der Gedanke war der Unterschied zwischen einem Zustand und einer Schwankung.
Und ein Zustand ist das, was in der linken Spalte steht, und eine Schwankung ist das, was zwischen zwei Ablesungen geschieht und in keiner der beiden steht.
Und sie steht auf keinem Bogen, weil man einen Bogen zweimal am Tag liest und eine Schwankung eine halbe Minute dauert.
Die Mitte hatte nie den Zustand getragen.
Und sie hatte die Schwankung getragen, und zwar die von allen, und alle auf einmal.
Wenn jeder Arm die Schwankung seines Nachbarn zu einem Sechstel mitnimmt, dann hat die Schwankung sechs Stellen statt einer.
Und dann braucht die Mitte niemanden.
„Frau Han, lesen Sie hier auch die linke Spalte?“
„Zu zweit und getrennt“, sagte Han Meiyu. „Solange die Halle steht.“
„Und wenn die beiden verschiedene Zahlen schreiben?“
„Dann steht die niedrigere auf dem Bogen und beide daneben.“
„Und?“
„Und um achtzehn Uhr liest sie jemand anders.“
Um 09:40 maß sie die Leinen nach, Punkt eins zu Punkt drei, mit einem Faden und nicht mit einem Gerät.
Ein Meter zwei, bei allen acht, und der Faden lief längs, und in Songjiang war er das seit dem Winter 2133 gewesen.
Und die Striche zwischen den Armen hatten kein Maß.
Sie zeichnete sie in drei Längen und sah sie an und wusste bei keiner, warum es diese sein sollte.
Um 10:15 hatte sie zwei Striche umgelegt und einen weggelassen, und um 11:00 sah es aus, als ginge es.
Und es sah zum ersten Mal seit Mittwoch nach etwas aus, das man legen konnte.
Han Meiyu stellte sich um 11:20 an die Kante der Kreide und sah eine Weile hin.
„Frau Song, ich gehe es Ihnen durch.“
„Gehen Sie es durch.“
„Auf Ihren sechs Armen liegen eine Fünf, eine Fünf, eine Vier, eine Drei, eine Drei und eine Zwei.“
„Ja.“
„Die Zwei schwankt um zwanzig nach drei in der Nacht.“
„Ja.“
„Und die Schwankung geht über Ihre Striche in fünf Menschen, und jeder nimmt ein Sechstel.“
„Ja.“
„Das ist wenig.“
„Das ist wenig“, sagte Meifeng.
„Und um zehn vor vier schwankt sie wieder“, sagte Han Meiyu. „Eine Zwei, die schwankt, hat einen Grund, und ein Grund hört um drei Uhr nachts nicht auf.“
„Und Ihre Striche wissen nicht, dass es dieselbe Schwankung ist. Sie geben sie jedes Mal weiter, als wäre sie neu.“
„Am Morgen ist die Zwei eine Zwei“, sagte Han Meiyu. „Und die Fünf ist eine Fünf.“
„Ja.“
„Am elften Tag ist die Fünf eine Vier.“
„Und ich kann Ihnen nicht sagen, wann es passiert ist“, sagte Han Meiyu. „Es gibt keine Minute, in der etwas passiert ist.“
„Der Mann mit der Fünf wollte am neunten Tag nach Hause.“
Und dann sagte sie den Rest, ohne die Stimme zu heben.
„Der Tote in Ihrer Zeichnung ist nicht der mit der Zwei, Frau Song. Der mit der Zwei liegt am elften Tag noch da.“
Meifeng sagte eine Weile nichts.
„Am zwölften Januar sind vier Zahlen dieselbe Zahl geworden“, sagte Han Meiyu. „In neun Minuten, und es war die niedrigste, und es steht in Ihrem eigenen Bericht.“
„Es steht darin.“
„Das hier ist dasselbe. Es ist nur langsamer.“
Ein Ring, den man nicht sieht, weil er zu langsam ist, um an einem Tag aufzufallen.
Meifeng versuchte es an diesem Nachmittag dreimal.
Beim ersten Mal machte sie die Striche einseitig.
Und ein Strich, der nur in eine Richtung läuft, nimmt an dem einen Ende und gibt an dem anderen, und dann liegt auf dem Arm kein Mensch mehr, sondern eine Quelle.
Sie strich es durch und brauchte dafür keine Minute.
„Warum so schnell?“
„Weil ich sonst jemanden fragen müsste, ob ich ihn benutzen darf“, sagte Meifeng. „Und auf diese Frage gibt es keine Antwort, die ich annehmen würde.“
Und Han Meiyu schrieb das auf und las es zweimal.
Beim zweiten Mal setzte sie einen Zähler an die Striche: Kommt dieselbe Schwankung dreimal, geht der Strich zu.
„Wer merkt, dass es dreimal dieselbe ist?“, fragte Han Meiyu.
Ein Mensch merkt es.
Und dann sitzt wieder ein Mensch in der Mitte, und diesmal heißt die Stelle nicht Mitte, sondern Nachtzeile, und in Songjiang stand in der Nachtzeile niemand, der ausfallen konnte.
Beim dritten Mal machte sie die Striche dünner.
Ein Zwölftel statt ein Sechstel, dann ein Vierundzwanzigstel, und sie rechnete es zweimal aus und kam zweimal auf dasselbe.
Elf Tage sind keine Größe.
Und elf Tage sind eine Dauer, und ein dünner Strich über elf Tage ist ein dicker Strich.
Um 16:30 hörte sie auf.
Und alle drei Versuche waren Mengen gewesen, und die Frage war keine Menge.
Sie hängte die Zeichnung nicht auf und strich sie nicht durch.
Und sie ließ sie auf dem Boden liegen und stellte den Kreidekasten an die Ecke, damit niemand darüberging.
Um 17:50 ging Meifeng die vier belegten Haltekreise ab und blieb bei niemandem stehen.
Und sie tat es, weil sie sonst stehen geblieben wäre.
Auf dem dritten Haltekreis lag eine Frau, die am Montag aufgenommen worden war, und links stand bei ihr eine Drei.
Und Meifeng wusste, dass sie eine Drei war, weil zwei Heiler sie getrennt gelesen hatten, und nicht, weil sie hingesehen hätte.
Der Tagesbericht hatte an diesem Donnerstag neun Zeilen.
Und in Zeile drei stand Netz mit sechs Armen, Querstriche, Rückkopplung über elf Tage, und in Zeile vier stand Frau Han, elfter Tag, die Fünf wird eine Vier.
Zeile neun gehörte nicht zum Bericht.
Frau Han hat recht, und ich habe keine zweite Zeichnung.
Sie strich sie nicht.
Der fünfte Februar 2137 war ein Freitag.
Und Tang Shu kam um 08:20 in den hinteren Teil und brachte das Hausbuch mit.
„Frau Song.“
„Frau Tang.“
„Frau Han.“
„Frau Tang.“
Han Meiyu stellte einen Stuhl mit Lehne an die Kante der Kreide, bevor jemand etwas gesagt hatte.
Und Tang Shu setzte sich darauf und legte das Hausbuch auf die Knie.
„Frau Tang, wie viele Häuser hängen an dem Netz?“
„Vierzig“, sagte Tang Shu. „Neun stehen nicht in China, und bei vieren steht nicht, seit wann.“
„Und wie viele halten hier die Punkte?“
„Zwölf. Vier gleichzeitig.“
„Und wenn einer von den zwölfen ausfällt?“
Tang Shu blätterte nicht. „Dann halten elf zwölf Punkte“, sagte sie. „Und dann steht ein Punkt sechs Sekunden ohne Hand, und das steht in keinem Plan, weil es noch nicht war.“
„Und?“
„Und danach steht es in einem Plan“, sagte Tang Shu.
Sie las die Zeichnung danach zwölf Minuten lang und sagte in diesen zwölf Minuten nichts.
Und dann stellte sie eine Frage, und es war nicht die, die Meifeng erwartet hatte.
„Was passiert an dem Ende, an dem es aufhört?“
„Es kommt bei einem Menschen an“, sagte Meifeng.
„Das ist, wo es ankommt“, sagte Tang Shu. „Ich frage, wo es aufhört.“
Meifeng sah auf ihre eigene Zeichnung und suchte die Stelle, und es gab keine.
Und alles auf diesem Boden gab etwas weiter.
Und nichts auf diesem Boden hörte auf.
„Frau Tang, ich habe drei Tage lang etwas gesucht, das trägt.“
„Sie brauchen etwas, das aufhört“, sagte Tang Shu. „Meine Uhr gibt nichts.“
„Was tut sie?“
„Sie trennt.“
„Frau Tang, wenn ich Yin und Yang dazulege, habe ich eine dritte Kraft im Netz“, sagte Meifeng. „Dann habe ich dasselbe Problem und eine Kraft mehr.“
„Sie legen sie nicht dazu“, sagte Tang Shu. „Sie legen sie darum.“
„Der Unterschied ist, ob man mehr Kraft hineingibt oder eine Grenze zieht, an der etwas aufhört.“
Und Meifeng schrieb den Satz auf, und sie schrieb ihn genau so auf.
Sie las ihn danach zweimal und strich in ihrer eigenen Zeichnung nichts durch.
Und an der Zeichnung war nichts falsch. Es fehlte etwas darum herum.
„Frau Han, gehen Sie es noch einmal durch“, sagte sie.
„Die Zwei schwankt um zwanzig nach drei.“
„Ja.“
„Und sie läuft in fünf Menschen.“
„Bis zur Grenze“, sagte Tang Shu.
„Dahinter?“
„Dahinter läuft sie nicht“, sagte Tang Shu. „Nicht weniger. Nicht langsamer. Nicht.“
Han Meiyu schrieb etwas auf und las es zweimal.
„Um zehn vor vier?“
„Dann läuft sie wieder bis zur Grenze“, sagte Tang Shu. „Und die Grenze steht dort, wo sie um zwanzig nach drei gestanden hat.“
„Elf Tage lang?“
„Eine Grenze wird nicht müde“, sagte Tang Shu. „Sie gibt nichts her, und deswegen kann ihr nichts ausgehen.“
„Was kostet sie?“, fragte Han Meiyu.
„Etwas“, sagte Tang Shu.
„Und?“
„Und wie viel, sage ich Ihnen heute nicht, weil ich es auf einem Boden, auf dem nichts liegt, nicht weiß.“
Han Meiyu legte den Stift hin.
„Und wer hält die Grenze?“
Es sagte eine Weile niemand etwas.
„Das weiß ich heute nicht“, sagte Tang Shu.
Und Meifeng schrieb die Frage auf ein eigenes Blatt und schrieb keine Antwort darunter.
Um 11:30 stand Han Meiyu auf und stellte sich neben den Stuhl mit der Lehne.
„Frau Tang, ich möchte, dass Sie das nicht halten.“
„Ich halte nichts“, sagte Tang Shu. „Ich sitze, und ich sage Sätze.“
„Und wenn Frau Song es legt?“
„Dann halte ich es.“
„Frau Tang, Sie sind im neunten Monat.“
„Ja“, sagte Tang Shu. „Und ich rechne mit, seit ich hier sitze, und ich habe mich bis jetzt nicht verrechnet.“
„Ich schreibe es auf.“
„Schreiben Sie es auf“, sagte Tang Shu und hielt ihr das Handgelenk hin, bevor sie darum gebeten wurde.
Han Meiyu maß, schrieb zwei Zahlen untereinander und keine Folgerung darunter und setzte sich wieder auf ihren eigenen Stuhl.
Und Meifeng sagte dazu nichts, und zwar zu keiner von beiden.
Um 12:40 stellte Tang Shu die zweite Frage, die niemand gestellt hatte.
„Wie viele Grenzen brauchen Sie?“
„Eine um jeden Arm.“
„Sechs.“
„Sechs“, sagte Meifeng.
„Und wenn ein siebenter dazukommt?“
„Dann sieben.“
„Und wer sagt Ihnen, wo die siebente steht, wenn Sie nicht wissen, wo der siebente liegt?“
Darauf hatte Meifeng an diesem Freitag nichts.
Um 13:00 fragte Han Meiyu etwas anderes.
„Frau Song, warum sehen Sie nicht einfach hin?“
„Bei wem?“
„Bei einem von den sechs.“
„Das Hinsehen dauert zwölf Minuten“, sagte Meifeng. „Danach zwei Stunden Hände, die nichts halten, und danach elf Tage nichts.“
„Die elf Tage waren gestern zu Ende.“
„Ja.“
„Und?“
„Und ich habe eines“, sagte Meifeng. „Und ich habe sechs Arme.“
Genau deswegen stand die Frage überhaupt auf dem Blatt.
Und wer eines hat und sechs braucht, muss etwas anderes legen.
Sie sah an diesem Freitag nicht hin.
Um 14:10 fing sie die Zeichnung neu an, und zwar auf Papier und nicht mit Kreide.
Sechs Arme, zwölf kurze Striche dazwischen, und um jeden Arm eine Linie, an der etwas aufhörte.
In der Mitte zeichnete sie einen Kreis und füllte ihn nicht aus.
Und sie hatte seit dem zehnten Januar siebzehn solcher Kreise gezeichnet, und sechzehn davon hatte sie ausgefüllt.
Und in jedem ausgefüllten Kreis hatte ein Mensch gesessen, und in elf von ihnen war es sie gewesen.
Um 15:40 legte sie den Daumen auf die Mitte.
Und die Zeichnung sagte danach dasselbe wie vorher.
Und das hatte bis zu diesem Nachmittag keine ihrer Zeichnungen getan.
Meifeng saß eine Weile und nahm den Daumen nicht weg.
„Frau Han, sehen Sie es sich an.“
Han Meiyu sah es sich sieben Minuten lang an und stellte in diesen sieben Minuten vier Fragen, und drei davon konnte Meifeng beantworten.
Die vierte war, ob die Grenze auch dann steht, wenn der, um den sie steht, sie nicht will.
„Dann steht sie nicht“, sagte Meifeng.
„Ist das eine Regel?“
„Das ist die einzige, die ich bis jetzt habe.“
Han Meiyu schrieb auch das auf.
Und danach war es weiterhin Papier.
Gelegt war nichts, und niemand war gefragt worden.
„Frau Song, wann fragen Sie?“
„Wenn ich den Satz habe, der davor kommt“, sagte Meifeng.
„Welchen Satz?“
„Ich habe den danach“, sagte Meifeng. „Und Sie können Nein sagen, und es steht nichts darüber auf Ihrem Blatt. Den habe ich seit dem zwölften Januar.“
„Und den davor?“
„Den davor habe ich nicht. Ich kann noch nicht sagen, wozu jemand ja sagt.“
Tang Shu ging um 16:20, und Han Meiyu ging bis zur Tür mit und sagte auf dem Weg nichts.
Um 18:30 lagen auf dem Tisch im hinteren Teil vier Blätter.
Die sieben Zeilen. Die Frage vom dreizehnten Januar. Der Satz von Frau Tang. Und die Zeichnung.
Meifeng legte ein fünftes daneben.
Ob es vorher war.
Ob es aufhört.
Ob es etwas kostet.
Es war Fräulein Luos Blatt vom neunundzwanzigsten Januar, und darauf standen auch die vier Zahlen: sechs, drei, zwei, sieben.
Und die siebente war nach Westen aus einer Halle hinausgegangen, in der in dieser Richtung niemand lag.
Und Meifeng hielt das Blatt neben die Zeichnung.
Auf der Zeichnung gab es sechs Arme, sechs Grenzen, zwölf kurze Striche und einen Kreis, den sie nicht ausgefüllt hatte.
Und es gab auf ihr keine Stelle, an die eine der drei Zeilen gehört hätte.
Sie schrieb nichts darunter.
Um 19:20 ging sie noch einmal außen um die Halle herum.
Und an den zwölf Punkten lagen vier Hände, und an dem dritten wechselte gerade jemand, und drei Sekunden lang lagen zwei Hände auf demselben Punkt.
Und sie ging danach nicht gleich hinein, sondern stand draußen, bis der nächste Wechsel kam, und es waren wieder drei Sekunden.
Der Tagesbericht hatte an diesem Freitag vierzehn Zeilen.
Und in Zeile vier stand Grenze statt Kraft, Frau Tang, und in Zeile acht stand Mitte leer, auf Papier, und in Zeile neun stand nichts gelegt, niemand gefragt.
Und in Zeile zwölf stand Fräulein Luo, sieben, davon eine nach Westen, und daneben stand nichts.
Zeile vierzehn gehörte nicht zum Bericht.
Wer hält die Grenze.
Sie schrieb kein Fragezeichen dahinter.
Und sie strich die Zeile nicht.