Aufstieg des Ewigen Dao-Clans · Band 4 · Arc 08
Kapitel 528Der dämonische Brückenkopf

Heimflug

3.856 Wörter · Band 4 — Vorhänge vor dem Himmel

Der einunddreißigste Januar 2137 war ein Sonntag, und auf dem Feld nordwestlich des Biwa-Sees lag Reif.

Und die Heckrampe stand seit 07:40 offen, und vor ihr klebte dieselbe gelbe Linie wie in Shanghai, elf Meter vor dem Blech.

Gu Tian stand um 07:52 an der Linie und trug nichts.

Und was er mitnahm, lag seit dem Vorabend verschnürt im dritten Block, und es war eine Kiste und ein Sack, und beides hatte Fräulein Ma in ihre Liste geschrieben, bevor er auf dem Feld gewesen war.

Die Ladung ging in drei Blöcken hinein, und es waren dieselben drei Blöcke wie am einunddreißigsten Dezember, und zwei davon waren leichter geworden.

Und Fräulein Ma hatte die Ladeliste, und sie las jede Zeile laut vor, bevor eine Kiste die Rampe hochging.

„Messgut.“

„Vollständig“, sagte Luo Shuang.

„Medizinisches Gut.“

„Neun Kisten“, sagte Song Meifeng.

„Und drei bleiben hier, und die drei stehen auf einem eigenen Blatt.“

Fräulein Ma schrieb drei in die rechte Spalte und schrieb nicht dazu, wofür.

Zhou Liangchen ging als Vierter die Rampe hoch, und die rechte Hand lag in einer Schiene, und er trug seinen Sack auf der linken Schulter.

Und Kang Zhiyuan ging als Fünfter, und er ging langsam, weil drei Rippen jeden zweiten Schritt bezahlen.

Niemand half ihnen dabei, und beide hatten das am Abend zuvor so gesagt.

Und Yao Dexin ging zwei Schritte hinter ihnen die Rampe hoch und fasste nichts an, und er hatte den linken Arm weiterhin im Hemd.

Aiko Taira kam um 08:14 aus dem zweiten Wagen und blieb an der gelben Linie stehen.

Und sie trat nicht darüber, obwohl an diesem Morgen niemand auf dem Feld etwas dagegen gehabt hätte.

Herr Cai ging zu ihr hinaus, weil er derjenige war, der ihre Klinge in diesem Monat zweimal gehalten hatte, und sie gaben einander nichts.

Dann kam Lu Chen, und sie sagte ihm vier Sätze, und drei davon standen bereits im gemeinsamen Bericht.

Und Song Meifeng brachte die drei Kisten, die in Japan blieben, an die Linie, und dazu ein Blatt, auf dem stand, was darin lag.

Und Aiko Taira las das Blatt an der Rampe zu Ende, bevor sie es abzeichnete, und sie las es nicht schnell.

Gu Tian ging als Letzter hin.

„Frau Taira.“

„Herr Gu.“

Sie hielt ein gefaltetes Blatt, und es war ihr eigenes Papier, und das erkannte man daran, dass die Linien schmaler standen als auf allem, was japanische Stellen ausgaben.

„Ich habe es in mein Heft geschrieben, ganz vorn und nicht bei den Adern“, sagte sie.

„Was steht darin?“

Erst sehen lassen. Dann schneiden.

Gu Tian nahm das Blatt und faltete es nicht auf.

„Mit Datum?“

„Mit dem achten Januar“, sagte Aiko Taira.

„Und mit dem zweiundzwanzigsten daneben.“

„Gut.“

Und sie sagte danach nichts weiter, und sie ging nicht zurück zum Wagen, sondern blieb an der Linie stehen, bis die Rampe zuging.

Die Maschine rollte um 09:26 und war um 09:40 japanischer Zeit in der Luft.

Und danach lag elf Minuten lang noch Land unter ihnen, und danach fast bis zum Schluss keines mehr.

Innen war es laut.

Und es war dieselbe Art von laut wie im Dezember, die einen nach einer Stunde aufhören lässt, dagegen anzureden.

Die Sitze standen an den Wänden, und in der Mitte stand die Ladung, und zwischen dem ersten und dem zweiten Block war ein Gang von einem Meter.

Bai Suqing schlief, bevor das Fahrwerk oben war.

Und Deng Ruozhi saß mit dem gebrochenen linken Arm auf der Seite, auf der die Bordwand kalt war, weil er das seit dem sechsten Januar so machte.

Kang Zhiyuan schlief in diesen vier Stunden nicht.

Er saß aufrecht, weil Liegen mit drei Rippen teurer war als Wachbleiben, und er sagte es keinem, und Yao Dexin sah es trotzdem und fragte um 10:20 einmal nach und danach nicht wieder.

Um 11:00 wurden die kalten Kästen ausgegeben, und sie kamen aus der japanischen Basis, und in jedem lag dasselbe.

Und Herr Cai tauschte seinen mit Ren Congzhi, weil in dem einen Fisch lag und in dem anderen nicht, und die beiden machten das seit dem ersten Januar so.

Zhou Liangchen bekam den Deckel nicht auf.

Und Fang Weilin nahm ihm den Kasten aus der Hand, machte ihn auf, gab ihn zurück und sagte dazu kein Wort.

Die Sprechstelle im Heck ging nicht.

An ihr hing seit dem einunddreißigsten Dezember ein Anhänger mit einer Nummer und einem Datum, und in Japan hatte sie niemand angefasst, weil sie nicht auf der japanischen Liste stand, und in China war sie vier Wochen lang nicht da gewesen.

„Herr Lu.“

„Fräulein Ma?“

„Die hinten geht immer noch nicht.“

„Dann geht nur die vorn“, sagte Lu Chen.

„Und wer sie braucht, geht nach vorn.“

Die vorn saß in einem Kasten hinter dem Schott, und der Kasten war so breit, dass ein Mensch hineinpasste und die Tür zubekam.

Und die Leitung lief über das Feld in Shanghai weiter nach Songjiang, und es hörte kein Verbindungsmann mit, und es schrieb keiner mit, weil an Bord dieser Maschine niemand dafür eingeteilt war.

Lu Chen saß am vorderen Block, weil dort die Papiere lagen.

Er hatte vier Bündel, und drei davon waren Abschriften, und das vierte war ein flacher, verschnürter Kasten, den Fräulein Ma auf den Knien hielt und nicht abstellte.

„Was ist drin?“, sagte Duan Yuhe.

„Aussagen“, sagte Lu Chen. „Und ein Eingangsbuch.“

„Wohin?“

„Morgen früh auf einen Tisch in Shanghai.“

„Und nicht auf meinen.“

„Was steht darin?“

„Sieben Zellen“, sagte Lu Chen. „Vier, die wir kannten, und drei, die wir nicht kannten. Keine Führung. Und mindestens eine Person, die nicht dabei ist.“

Duan Yuhe fragte danach nicht weiter, und Fräulein Ma stellte den Kasten nicht ab.

Auf dem obersten Blatt des dritten Bündels stand eine Reihe mit einundzwanzig Stellen, und die dreizehnte war leer.

Und daneben stand nichts, weil daneben nichts zu stehen hatte.

Luo Shuang saß am ersten Block und hatte ihr Gerät auf den Knien.

Sie hatte drei Reihen mitgebracht, und zwei davon waren abgeschlossen, und die dritte war es nicht.

Und ihre beiden Geräte waren seit dem neunten Dezember ein Gerät, und sie schrieb das über jede Reihe, die damit entstand, und sie schrieb es auch dann, wenn es niemand las.

„Fräulein Luo.“

„Herr Lu?“

„Was fehlt Ihnen an der dritten?“

„Eine Zahl von hier, bevor wir hier waren“, sagte Luo Shuang.

„Und die haben Sie nicht.“

„Nein.“

„Und Sie bekommen sie auch nicht mehr.“

„Nicht für den Biwa-See“, sagte sie. „Der Biwa-See ist ab heute ein Ort, an dem wir gewesen sind.“

„Und?“

„Und deshalb steht über der dritten Reihe ein anderes Wort als über den beiden anderen.“

Sie schrieb Angabe über die dritte Reihe und nicht Befund.

Und sie schrieb es, bevor jemand sie danach fragte, und sie schrieb darunter das Datum und ihren Namen ausgeschrieben.

„Was sagt sie dann?“, sagte Duan Yuhe.

„Sie sagt, dass ich hingesehen habe“, sagte Luo Shuang. „Mehr sagt sie nicht.“

Um 11:14 ging Gu Tian nach vorn.

Und er ging nicht schnell, und er meldete sich bei niemandem ab, und Lu Chen sah auf und sah wieder auf sein Blatt.

Der Kasten hinter dem Schott hatte einen Hörer an einer Schnur und eine Klappe, und die Klappe klemmte, und Gu Tian machte sie mit dem Handballen zu.

Und es dauerte einunddreißig Sekunden, bis Songjiang antwortete, und es antwortete kein Verbindungsmann.

„Tian.“

„Shu.“

Drei Wochen lang war ein Satz von ihm achtzig Zeichen breit gewesen, und ein Satz von ihr war nach zwanzig Minuten gekommen.

Und in diesen drei Wochen hatte er ihr nichts erklärt, sondern gemeldet, weil achtzig Zeichen für eine Erklärung nicht reichen und weil die zweite Zeile zwanzig Minuten später kommt und die erste dann schon nicht mehr gilt.

Und jetzt war da eine Stimme, und sie war zu laut eingestellt, und er stellte sie nicht leiser.

„Wo bist du?“

„Über Wasser“, sagte Gu Tian. „Seit anderthalb Stunden.“

„Wann bist du unten?“

„Kurz vor eins, nach eurer Uhr.“

Sie sagte eine Weile nichts, und in dem Nichts hörte man, dass sie den Hörer in die andere Hand nahm.

„Dann haben wir Zeit.“

„Ja.“

„Tian, fang beim zweiundzwanzigsten an.“

„Am zweiundzwanzigsten hat Frau Taira die Adern getrennt“, sagte er. „Und danach ist sie umgefallen.“

„Wie umgefallen?“

„Sie war weg. Ihr eigenes Team hat sie gestützt“, sagte Gu Tian.

„Und sie ist am dreiundzwanzigsten wieder aufgewacht.“

„Und du?“

„Ich habe sie nicht getragen“, sagte Gu Tian.

Er sagte es, wie man eine Zeile aus einem Bericht sagt, und er sagte nicht dazu, wer das entschieden hatte.

„In der Nacht?“

„In der Nacht bin ich an den General.“

„Sag es genauer.“

„Zuerst die Rüstung. Dann der Vertrag, mit dem er hing. Dann sein Zugriff auf den Kern“, sagte Gu Tian. „Nacheinander, und jede Sache war etwas anderes.“

„Und dazwischen?“

„Dazwischen stand er noch.“

Tang Shu fragte nicht, wie lange es gedauert hatte.

Und sie fragte auch nicht, ob es knapp gewesen war, weil sie beide wussten, dass er darauf eine Zahl geben müsste, die er nicht abgelesen hatte.

„Was war das Gefährliche?“

„Der Ort“, sagte Gu Tian. „Über einer Stadt hing ein offenes Tor. Und alles, was ich groß mache, geht durch das Wasser nach unten.“

„Also hast du es klein gemacht.“

„Ich habe es genau gemacht.“

„Und wenn du danebengegangen wärst?“

„Dann wäre das Tor in den See gefallen“, sagte er. „Und dann hätten wir heute nicht dieses Gespräch.“

Er sagte es nicht leiser als den Satz davor, und er machte danach keine Pause.

„Gut“, sagte Tang Shu. „Weiter.“

„Am Ende hat er etwas durch das Tor geschickt.“

„Wem?“

„Seinen Leuten.“

„Und?“

„Und es ist etwas zurückgekommen.“

Es blieb in der Leitung eine Sekunde still, und das Rauschen ging weiter, weil es keine Pause kannte.

„Was?“

„Das weiß ich nicht“, sagte Gu Tian.

„Hast du es gehört?“

„Ich habe den Anfang gehabt.“

„Und den Rest?“

„Den habe ich abgeschnitten, bevor er da war.“

„Tian, du weißt nicht, was es war.“

„Nein.“

„Und du weißt auch nicht, wer es war.“

„Nein“, sagte er.

Sie schrieb das mit, und man hörte den Stift, und sie sagte nicht, dass sie es mitschrieb.

Und sie schrieb es auf ein Blatt, das in keiner Akte lag, weil sie selbst in keiner Akte stand.

„Das Tor?“

„Das Tor steht“, sagte Gu Tian.

„Und ich habe nicht das Tor genommen, sondern die Verbindung aus dem Kern geschnitten.“

„Warum nicht das Tor?“

„Weil ein Tor über einer Stadt zwei Arten hat, aufzuhören“, sagte er. „Und eine davon nimmt die Stadt mit.“

„Und er?“

„Er hing an dem, was ich geschnitten habe. Der Kanal ist zusammengegangen, und er war darin.“

„Ganz?“

„Ja.“

Und Tang Shu fragte danach nicht weiter zum General, und sie kam auch später nicht darauf zurück.

„Was steht im Bericht über dich?“

„Ein halber Satz.“

„Wie lautet er?“

Trennung der Dämonenverbindung.“

„Wer hat das so hingeschrieben?“

„Wir gemeinsam“, sagte Gu Tian.

„Und ich habe nichts anderes verlangt.“

„Und was steht nicht drin?“

„Was Schicht für Schicht aus einer Wurzel herausgekommen ist“, sagte er. „Die Bindungen an seinen Ort. Und die Nacht zum dreiundzwanzigsten.“

„Und?“

„Und mehr fehlt nicht.“

„Warum nicht?“

„Weil ein Bericht die Sache trägt und nicht mich.“

„Tian, das ist die Antwort für die Einsatzleitung.“

„Ja.“

„Und ich stehe in keiner ihrer Listen.“

„Ich weiß.“

„Dann sag mir den Rest.“

Und er sagte ihr den Rest, und er brauchte dafür einundzwanzig Minuten, und er ließ nichts weg und legte nichts dazu.

Er sagte, wie es ist, wenn ein fremdes Ding antwortet und jedes Mal gleich antwortet, und wie das eigene antwortet, nämlich nie zweimal gleich.

Und er sagte, dass an einer Stelle sein eigenes Wort aufgehört hatte, von unten zurückzukommen, und dass er nicht gemerkt hatte, wann es wieder anfing.

Er sagte auch, dass er an einer Stelle etwas gewusst hatte, das auf keinem Gerät stand, und dass er es trotzdem benutzt hatte.

Und er sagte ihr, was er nicht getan hatte, und dieser Teil war der längere.

Und Tang Shu fragte nicht, woher.

„Der Schlaf?“, sagte sie.

„Ungleichmäßig.“

„Das heißt was?“

„Das heißt, dass ich in der Nacht zum dreiundzwanzigsten nicht dazu gekommen bin“, sagte Gu Tian. „Und danach war es wieder in Ordnung.“

„Und die Abende?“

„Die Abende habe ich alle geschickt.“

„Ja“, sagte Tang Shu. „Und in acht Zeilen stand nichts. Ich habe sie ausgezählt.“

„Und?“

„Und ich habe an keinem dieser acht Abende geglaubt, dass nichts war.“

„An den meisten war nichts“, sagte Gu Tian.

„Und an den anderen?“

„An den anderen hätte eine Zeile nicht gereicht.“

„Dann waren es diese Nächte“, sagte sie.

Und sie sagte es ohne Vorwurf, und sie sagte es auch nicht so, als sei die Sache damit erledigt.

„Ja.“

Es kam an dieser Stelle ein Geräusch von ihrer Seite, das nicht zum Gespräch gehörte, und es war ein Stuhl.

„Setz dich hin“, sagte Gu Tian.

„Ich sitze.“

„Shu.“

„Ich bin aufgestanden, weil das Fenster offen war“, sagte Tang Shu. „Jetzt sitze ich.“

„Wie geht es dir?“

„Achter Monat“, sagte sie. „Die Hebamme war am Mittwoch da und am Freitag noch einmal, und sie sagt, es steht.“

„Und?“

„Und ich glaube ihr.“

„Sagt sie es so?“

„Sie sagt: nichts, was ich anders haben will“, sagte Tang Shu.

„Und das ist bei ihr viel.“

„Und du?“

„Ich schlafe auf der linken Seite“, sagte sie. „Und ich stehe langsamer auf als im Dezember, und ich mache die Treppe nicht mehr allein, sondern mit der Wand.“

„Und ich habe Han Da gesagt, dass die Stufe zur Halle zu hoch ist, und er hat sie am Dienstag geändert.“

„Das Kind?“

„Sie bewegt sich abends“, sagte Tang Shu. „Zwischen sieben und neun, und danach ist Ruhe, und das ist seit dem elften Januar jeden Tag so.“

„Und gestern hat sie sich auch mittags bewegt, und das war das erste Mal.“

„März.“

„März“, sagte sie. „Und sie rechnet nicht auf den Tag, und ich habe ihr gesagt, dass ich das von ihr auch nicht anders kenne.“

Er sagte darauf nicht gut.

Und er sagte auch nicht, dass er erleichtert sei, weil er es in dieser Leitung nicht gesagt hätte und weil sie es nicht gebraucht hätte.

In der Maschine war es weiterhin laut, und durch die klemmende Klappe kam der Lärm nicht ganz herein, und deshalb hörte er sie besser, als sie ihn hörte.

„Lin?“

„Zweiundzwanzig Monate“, sagte Tang Shu. „Und übermorgen dreiundzwanzig, und deine Mutter hat gefragt, ob wir das feiern oder ob wir es zählen.“

„Und?“

„Und ich habe gesagt, wir zählen es.“

„Er trägt seit dem sechzehnten Januar ein Stück Holz herum“, sagte sie weiter. „Es ist keins von den Bauklötzen.“

„Und es ist eins vom Hof, und Han Da hat es abgeschliffen, damit er sich nicht die Hand aufreißt.“

„Wie lang?“

„Kürzer als eine Hand“, sagte Tang Shu. „Er legt es nachts neben sich und morgens nimmt er es wieder.“

„Und?“

„Und er zeigt es keinem, und er gibt es auch keinem.“

Gu Tian sagte dazu nichts.

Und in seiner linken Innentasche lag seit dem Dezember ein Keil, drei Finger lang, und er fasste ihn nicht an.

„Er sagt jetzt zwei Wörter hintereinander“, sagte sie. „Nicht viele. Aber zwei.“

„Welche?“

Tor auf.

„Aus dem Hof.“

„Aus dem Hof“, sagte Tang Shu. „Und deine Mutter hat es gehört und sich nicht darüber gefreut, und ich auch nicht.“

„Es ist ein Hoftor.“

„Ja“, sagte sie. „Das habe ich mir auch gesagt.“

Es kam danach eine Pause, und keiner von beiden füllte sie.

Und sie war länger, als eine Pause auf einem Schreibkanal je gewesen war, weil dort zwischen zwei Zeilen immer zwanzig Minuten lagen und niemand sie eine Pause genannt hätte.

„Tian.“

„Shu?“

„Was von dem allen musst du noch einmal machen?“

„Das weiß ich nicht“, sagte Gu Tian.

„Dann lass es so stehen.“

„Ja.“

„Heute Abend?“

„Heute Abend bin ich da.“

„Und?“

„Und ich erzähle es trotzdem“, sagte er. „Es fehlt noch der ganze fünfundzwanzigste bis siebenundzwanzigste, und das ist nur Papier, und du wirst es trotzdem hören wollen.“

„Ja“, sagte Tang Shu.

„Und mach keinen Schluss dran.“

„Nein.“

Er legte den Hörer nicht auf, sondern hielt ihn, und dann sagte sie noch eine Sache.

„Frau Song sitzt bei euch in der Maschine.“

„Am zweiten Block.“

„Dann gib ihr die Leitung, wenn sie sie haben will.“

Gu Tian machte die Klappe auf und ging drei Schritte zurück in den Gang.

Und es war 11:56.

Song Meifeng saß am zweiten Block bei den neun Kisten und hatte drei Blätter auf den Knien.

Zwei davon waren Verletztenberichte, und auf dem einen stand eine rechte Hand und auf dem anderen drei Rippen, und beide waren in der japanischen Basis ausgefertigt und von Morita Kazue selbst unterschrieben.

Und das dritte Blatt war ihres.

Yao Dexin stand vor ihr und hielt sich mit dem rechten Arm an einer Strebe fest, weil der linke seit dem fünfzehnten Januar im Hemd hing.

„Frau Song, die Hand ist noch einmal aufgemacht worden.“

„Ich weiß. Es steht in der zweiten Zeile.“

„Die Rippen?“

„Die Rippen brauchen niemanden“, sagte Meifeng. „Die Rippen brauchen sechs Wochen.“

„Und einen, der ihn davon abhält, etwas zu heben.“

„Die Hand?“

„Die Hand braucht jemanden, und zwar dreimal in der Woche, und in Songjiang habe ich dafür zwei Leute.“

Sie legte das dritte Blatt oben auf.

Und auf dem dritten Blatt stand keine Rangliste, sondern eine Liste mit sieben Zeilen, und in jeder Zeile stand, was der japanischen Basis fehlte, und in keiner Zeile stand, wer schuld war.

Luo Shuang sah von ihrem Gerät herüber.

„Frau Song, was ist die sechste?“

„Die Mitte“, sagte Meifeng.

„Welche Mitte?“

„Die vom Stern“, sagte sie. „Vier Arme tragen ein Viertel. Die Mitte trägt drei Viertel, und nach dem Drehen der Leinen zwei Drittel, und darunter komme ich nicht.“

„Und?“

„Und in der Mitte sitzt ein Mensch, und er sitzt dort, solange der Stern liegt“, sagte Meifeng. „Und dieser Mensch hat auf dem Bogen keine Spalte.“

Sie sagte den nächsten Satz nicht lauter als die vier davor, und sie sagte ihn über das Blatt und nicht in den Raum.

„Leben muss getragen werden, ohne dass einer allein daran zerbricht.“

Luo Shuang sah drei Sekunden auf das Blatt und dann wieder auf ihr Gerät.

„Dafür habe ich keine Spalte“, sagte sie.

„Ich weiß.“

Yao Dexin ging zu Zhou Liangchen zurück, weil der Kasten auf dessen Knien verrutscht war.

Und Song Meifeng schrieb den Satz nicht auf das Blatt, und sie schrieb ihn auch nicht in den Bericht, den sie am Abend abgeben würde.

Und niemand in der Maschine sagte ja, und niemand sagte nein, und Fräulein Ma schrieb es nicht mit, weil sie an diesem Nachmittag nur die Ladeliste führte.

Gu Tian stand vier Schritte weiter im Gang und hatte es gehört.

Er ging danach zum ersten Block und setzte sich auf den Platz zwischen dem achten und dem neunten Koffer.

Um 12:11 stand Song Meifeng auf.

Und sie ging langsam nach vorn, weil in dieser Maschine alle langsam gingen, und sie hielt sich an keiner Strebe fest.

Sie ging in den Kasten hinter dem Schott und bekam die Klappe nicht ganz zu, weil sie klemmte.

Und Gu Tian saß sechs Schritte davor mit einem offenen Koffer auf den Knien.

„Shu.“

„Meifeng.“

„Die acht Songjianger Leinen“, sagte Meifeng. „Sind die nach dem Faden genäht oder nach der Zeichnung?“

„Nach der Zeichnung. Wie die aus Otsu.“

„Dann brauche ich sie neu.“

„Alle acht?“

„Alle acht, nach dem Faden“, sagte Meifeng. „Und Punkt eins nach Norden.“

„Bis wann?“

„Vor Freitag.“

„Dann fange ich morgen an“, sagte Tang Shu.

„Und zwei sind zerschnitten und müssen doppelt genäht werden, und das sagt Ihnen keine Liste, sondern das sehe ich erst, wenn ich sie auseinandernehme.“

„Sagen Sie es mir, sobald Sie es sehen.“

„Ja.“

Es dauerte insgesamt keine zwei Minuten.

Und danach machte Song Meifeng die Klappe auf und ging an ihren Platz am zweiten Block zurück, und sie ging genauso langsam wie hin.

Gu Tian nahm den nächsten Wert von Luo Shuang entgegen und hielt den Deckel gegen das Knie, damit er nicht zufiel.

Um 12:20 kam Lu Chen nach hinten und stellte sich vor den zweiten Block.

„Wer geht in Shanghai zuerst runter?“

„Die beiden“, sagte Meifeng. „Und danach die Kisten.“

„Die Presse?“

„Die Presse steht am Zaun“, sagte Lu Chen.

„Und sie hat gestern früh dieselbe Zahl gezählt wie am einunddreißigsten Dezember.“

„Stimmt sie?“

„Siebzehn stimmt nicht mehr“, sagte er.

„Und ich zähle trotzdem nicht nach.“

Er ging danach den Gang zurück und blieb bei Kang Zhiyuan stehen, der immer noch aufrecht saß.

„Kang.“

„Herr Lu?“

„In Shanghai sitzt du im ersten Wagen.“

„Ich kann laufen.“

„Ich habe nicht gesagt, dass du nicht laufen kannst“, sagte Lu Chen.

Um 12:40 ging die Maschine tiefer.

Deng Yuxian machte das Blatt zu, auf dem sie seit dem Start Zahlen sortiert hatte, und Guo Meixin nahm es ihr ab und legte es zu den anderen ins Bündel.

Und Hu Jinglan wickelte die Binden von den Handflächen ab und sah sie sich an und wickelte sie wieder darum.

Und Bai Suqing wachte von selbst auf, drei Minuten bevor das Fahrwerk kam.

Die Maschine setzte um 12:45 Shanghaier Zeit auf, und das war 13:45 nach der Uhr, nach der sie den ganzen Flug gerechnet hatten.

Die Rampe ging um 12:58 auf, und draußen war es heller, als es in Japan gewesen war, und es lag kein Reif.

Zhou Liangchen ging zuerst hinunter, und Kang Zhiyuan als Zweiter, und die fünfzehn dahinter gingen nicht in einer Reihenfolge nach Gewicht.

Am Zaun standen Kameras, und niemand ging zu ihnen hin, und niemand sprach eines der sechs Wörter.

Und Fräulein Ma trug den flachen verschnürten Kasten die Rampe hinunter und stellte ihn nicht ab, bis er im dritten Wagen lag.

Luo Shuang trug ihr Gerät selbst, und in der Tasche daneben lag die dritte Reihe, und über der dritten Reihe stand Angabe.

Und Yao Dexin ging als Einziger noch einmal die Rampe hoch, weil im zweiten Block ein Sack lag, den keiner der beiden Verletzten hatte tragen können.

Song Meifeng blieb oben stehen, bis die neun Kisten unten waren, und dann ging sie hinunter, und ihre Hände waren an diesem Tag nicht kalt, weil sie am Biwa-See seit dem vierundzwanzigsten nicht mehr hingesehen hatte.

Und Gu Tian ging als Letzter.

Unten stand Lu Chen mit dem obersten Blatt in der Hand, und auf dem Blatt stand die Reihe mit den einundzwanzig Stellen.

„Herr Gu.“

„Herr Lu?“

„Morgen um neun in Shanghai.“

„Ja.“

„Und dann sind wir mit Japan fertig“, sagte Lu Chen, und er sagte es so, wie man etwas sagt, von dem man weiß, dass es nur für das Papier gilt.

Der vierte Wagen fuhr nach Songjiang, und es waren fünfzig Kilometer, und Gu Tian saß hinten rechts.

Er hatte Aiko Tairas Blatt seit dem Morgen in der rechten Tasche, und er faltete es auch jetzt nicht auf.

Und der Wagen fuhr die ersten zwanzig Kilometer an einer Baustelle entlang, die im Dezember noch nicht dagewesen war, und keiner der vier im Wagen sagte etwas dazu.

Und in Songjiang war es kurz nach eins, und Tang Shu würde am Abend fragen, und er hatte den fünfundzwanzigsten bis siebenundzwanzigsten noch nicht erzählt.

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