Aufstieg des Ewigen Dao-Clans · Band 4 · Arc 07
Kapitel 514Himmlische See

Der erste Anker fällt

3.976 Wörter · Band 4 — Vorhänge vor dem Himmel

Der fünfzehnte Januar 2137 war ein Freitag.

Und Lu Chen ließ sich die erste Zahl des Tages um 05:40 sagen, so wie er sie sich am Vortag um 05:40 hatte sagen lassen.

„Zweihundertvier", sagte Deng Yuxian.

„Gestern um zwanzig Uhr?"

„Zweihundertsechs."

Zwei Zentimeter in der Nacht.

Und die Wachliste hatte vier Namen und keine Meldung, und es war die vierte Nacht, in der der Stein am Morgen tiefer stand als am Abend.

Und Lu Chen ließ die zwei in die erste Spalte schreiben und in die dritte nichts, weil dort seit dem zehnten Januar ein Wort stand und weil es an diesem Morgen keinen zweiten Platz nötig hatte.

Um 05:50 las Deng Yuxian die vier Anker ab, und sie las sie in der Reihenfolge des Kreuzes ab.

Vierundachtzig. Zweiundsiebzig. Neunundneunzig. Neunundsechzig.

„Und?"

„Dreihundertvierundzwanzig", sagte Deng Yuxian. „Zum neunten Mal."

Lu Chen zog viermal sechsundzwanzig ab und sagte die vier Zahlen laut, weil er wollte, dass Guo Meixin sie beim Abschreiben einmal gehört hatte.

„Der Norden achtundfünfzig. Der Osten sechsundvierzig. Der Süden dreiundsiebzig. Der Westen dreiundvierzig."

Und dann ging er die vier gegen die Liste, und die Liste hatte seit dem sechsten Januar vierzehn Zeilen und seit gestern eine fünfzehnte.

Fang Weilin einundachtzig gegen achtundfünfzig. Yao Dexin sechsundsechzig gegen sechsundvierzig.

Und Bai Suqing einhundertsiebenundvierzig gegen dreiundsiebzig. Deng Ruozhi achtundsiebzig gegen dreiundvierzig.

„Der Zweite in jeder Reihe?"

„Zhou Liangchen vierundsechzig", sagte Deng Yuxian. „Fräulein Hu siebenundvierzig. Herr Duan vierundneunzig. Herr Ren einundsechzig."

„Der Dritte im Westen?"

„Fräulein Guo vierundvierzig."

Vier Reihen hielten einen Ausfall, und eine hielt zwei.

Und Lu Chen schrieb es hin und schrieb keinen Satz daneben, weil er denselben Satz am Vorabend schon geschrieben hatte.

Um 06:40 stiegen drei in das Loch, und die Leiter blieb im Schacht, und Fräulein Ma schrieb oben die Zeit an den Rand.

Und Gu Tian trug die Leiter an das Loch und setzte sie ein und stieg als Letzter hinunter.

Unten war die Rinne sechsundzwanzig Zentimeter breit und elf tief, wie an jedem Tag seit dem dreizehnten.

Und darin stand etwas, und es stand einen Zentimeter unter der Kante.

„Gestern zwei", sagte Herr Cai.

„Gestern zwei", sagte Lu Chen.

Und es stieg acht Mal in der Minute um drei Millimeter und ging wieder hinunter.

Und auf der Höhe der Schwellung standen zwischen ihm und der Kante sieben Millimeter, und Lu Chen ließ es an beiden Marken messen, und beide Male waren es sieben.

„Herr Gu."

„Herr Lu?"

„Wie lange?"

„Heute", sagte Gu Tian.

Er sagte es sofort, und er setzte nichts dahinter, und Lu Chen schrieb heute auf und schrieb kein Fragezeichen dahinter.

Und um 06:58 gingen sie hinauf, und Gu Tian ging als Letzter und nahm die Leiter nicht mit heraus.

Von 07:20 an legten sie die Leinen aus.

Zwei an jedem, der geben würde, und beide an den letzten Trittstein und nicht an einen Menschen.

Und Guo Meixin schrieb neben jeden Namen, an welchem Stein seine beiden hingen, und sie schrieb es viermal ab.

Der Westen ging um 08:16. Der Osten um 08:21. Der Norden um 08:29. Der Süden um 08:33.

Und Lu Chen stand am Nordrand und sah keinem von ihnen nach, weil er die vier Zeiten seit dem Vorabend im Kopf hatte und weil Hinsehen nichts an ihnen änderte.

Um 08:44 kam die erste Meldung, die nicht auf dem Blatt stand.

„Herr Lu, die Leiter steht nicht mehr."

Und es war Hu Jinglan, und sie sagte es über den Kanal, und ihre Stimme kam gleich laut ein zweites Mal.

„Welche?"

„Die letzte im Osten", sagte Hu Jinglan. „Die, die einen Meter neun hinuntergeht."

„Wer ist darauf?"

„Fräulein Ma."

Der Fuß der Leiter stand auf dem vorletzten Trittstein, und der vorletzte Trittstein war einer von denen, die nur bei flachem Unten in einer Linie lagen.

Und das Unten dort draußen wandert in vierzig Sekunden zwischen zwei und neun Grad.

„Fräulein Hu, was tun Sie gerade?"

„Ich halte sie", sagte Hu Jinglan. „Auf der Schulter."

„Ihre Hände?"

„Meine Hände sind an den Holmen, und ich habe nichts genommen."

Und Lu Chen sah auf die Uhr und danach auf das Blatt mit den vier Zeiten.

„Halten Sie sie", sagte er.

Sie hielt sie zwei Minuten und vierzig Sekunden.

Und Fräulein Ma kam in diesen zwei Minuten und vierzig Sekunden eine Sprosse nach der anderen herunter, und sie kam langsam herunter, weil eine Leiter, die auf einer Schulter steht, keine zweite Bewegung verträgt.

Um 08:50 meldeten drei Reihen, dass sie standen.

Der Norden stand. Der Süden stand. Der Westen stand.

Und Deng Yuxian nahm in derselben Minute den letzten Uhrenvergleich, und sie nahm ihn über den Kanal und mit einem gesprochenen Wort, und jedes gesprochene Wort kostete ein Drittel einer Sekunde hin und ein Drittel zurück.

Norden null Komma zwei. Süden null Komma drei. Westen eins Komma fünf.

„Der Osten?"

„Der Osten hat mir nicht geantwortet", sagte Deng Yuxian. „Der Osten hatte eine Leiter auf einer Schulter."

Um 08:53 meldete der Osten, dass er stand.

Und drei Minuten nach den anderen, und alle drei auf dem Anker, und Fräulein Ma zuletzt.

Deng Yuxian versuchte den Vergleich noch einmal, und sie bekam einen einzigen Austausch statt vier.

„Was schreiben Sie hin?"

„Unter drei", sagte sie. „Mehr steht nicht darin, und das ist schlechter als anderthalb."

Und Lu Chen legte den Stift quer über das Blatt.

„Drei Sekunden habe ich. Unter drei nimmt die Uhr im Osten."

„Und?"

„Und dann bleibt nichts."

Er verschob 09:00 nicht.

Und er schrieb stattdessen eine einzige Zeile dazu, und er schrieb sie um 08:55, und er las sie über den Kanal vor, damit alle vier Reihen sie gehört hatten.

Der Osten gibt zweimal. Herr Yao um 09:00 und noch einmal, sobald er sieht, dass nichts passiert ist.

„Herr Yao, haben Sie das zweimal in sich?"

„Das weiß ich nicht", sagte Yao Dexin.

„Und?"

„Und ich habe es noch nie zweimal gebraucht."

Lu Chen schrieb das Nichtwissen mit und schrieb es in die dritte Spalte.

Er verschob 09:00 trotzdem nicht, und niemand fragte ihn ein zweites Mal danach.

Um 08:57 gingen die Zahlen, ohne dass hier jemand etwas gegeben hatte.

„Osten neunundsiebzig", sagte Deng Yuxian. „Süden zweiundneunzig."

„Norden und Westen?"

„Vierundachtzig und neunundsechzig. Zusammen wieder dreihundertvierundzwanzig."

Und der Osten brauchte jetzt dreiundfünfzig, und Hu Jinglan hatte siebenundvierzig.

Und damit hielt der Osten keinen Ausfall mehr, und Lu Chen sagte es laut über den Kanal, weil er nichts wusste, was er stattdessen hätte tun können.

Niemand sagte etwas dazu.

Um 08:59 stand Gu Tian am Nordrand, drei Schritte hinter Deng Yuxians Latte, und hielt die zweite Schnur des Lots.

Er hielt sie ruhig, und er hatte an diesem Morgen nichts hinausgegeben.

Um 09:00 und null gaben drei Reihen.

Und der Norden ging um einundachtzig hinunter, und einundachtzig war Fang Weilins Zahl, und Zhou Liangchen und Herr Cai gaben in derselben Sekunde mit, und die Schale nahm nur den Größten.

Vierundachtzig weniger einundachtzig sind drei.

Der Süden ging und hörte nicht bei dreiundsiebzig auf.

Und Bai Suqing hatte einhundertsiebenundvierzig, und einhundertsiebenundvierzig sind mehr, als zwischen einem Stein und seinem Bild Platz haben.

Und der Westen ging um achtundsiebzig, und neunundsechzig weniger achtundsiebzig ist keine Zahl mehr.

Drei Steine lagen um 09:00 und eins auf ihren eigenen Bildern.

Und der Osten stand.

Deng Yuxian sagte nichts, weil sie ablas, und Guo Meixin war nicht hier, und Lu Chen zählte selbst.

Bei eins stand der Osten. Bei zwei stand der Osten.

Yao Dexin gab bei zwei Komma eins.

Und neunundsiebzig weniger sechsundsechzig sind dreizehn, und dreizehn ist weniger als sechsundzwanzig, und der vierte Stein kam auf sein Bild.

Und vier Steine lagen unten, und zwischen dem ersten und dem letzten lagen zwei Komma eins Sekunden, und drei Sekunden hatte Lu Chen gehabt.

Er zählte danach nichts mehr, weil danach nichts mehr zu zählen war.

Unter allen vieren ging die Ader auf.

Und man sah es nicht am Wasser, sondern am Bild darin, und unter jedem der vier lag auf einmal ein Streifen, in dem das mittlere Wolkenband tiefer stand.

Und das Unten unter den vier Ankern kippte und blieb gekippt.

Der Norden zog an Fang Weilin, und Fang Weilin hatte einundachtzig hinausgegeben.

Und seine beiden Leinen standen straff und blieben straff, und er lag danach zwei Meter vom Rand und rührte sich nicht, weil er begriffen hatte, dass Rühren an dieser Stelle nichts kostet und nichts bringt.

Der Süden zog an Bai Suqing, und der Süden zog am stärksten von allen vieren.

Und ihre Leinen hielten, und der letzte Trittstein hielt, und Kang Zhiyuan bekam sie nach vierzig Sekunden am Gürtel zu fassen und zog sie nicht, sondern legte sich neben sie.

Der Westen zog an Deng Ruozhi, und Guo Meixin stand vier Meter weiter und spürte etwas am Handgelenk und sagte es sofort.

Und Ren Congzhi spürte nichts, weil die Schale nur den Größten genommen hatte und weil seine einundsechzig neben achtundsiebzig gestanden hatten und nicht darin.

Im Osten hatte Yao Dexin nach seinem Ausstoß neun Zehntel einer Sekunde.

Die anderen drei Reihen hatten drei Sekunden gehabt, und drei Sekunden reichen, um sich hinzulegen.

Er ging über die Kante.

Und er ging nicht ins Wasser, weil unter dem Anker kein Wasser mehr stand, sondern das gekippte Unten, und die beiden Leinen nahmen ihn an der Schulter statt an der Hüfte, weil er im Fallen den Arm gehoben hatte.

Die linke Schulter ging aus dem Gelenk.

Und am Hinterkopf riss die Haut auf der Länge einer Hand auf, und er hing vierzig Sekunden, und in diesen vierzig Sekunden sagte er nichts.

Hu Jinglan und Fräulein Ma holten ihn herauf.

Und Hu Jinglan zog mit Händen, deren Innenflächen seit 08:47 offen waren, und sie meldete es hinterher und nicht dabei.

Um 09:00 und vier las Deng Yuxian die vier Anker ab.

Sechsundzwanzig. Sechsundzwanzig. Sechsundzwanzig. Sechsundzwanzig.

„Und?"

„Einhundertvier", sagte Deng Yuxian. „Und sechsundzwanzig ist hier keine Ablesung mehr, sondern eine Kante."

Und Lu Chen schrieb einhundertvier hin und darüber dreihundertvierundzwanzig.

Und er zog den Strich, den er neun Tage lang nicht hatte ziehen müssen.

Zweihundertzwanzig.

„Die mittlere Schale?"

„Zweihundertvier", sagte Deng Yuxian. „Wie um 05:40."

„Die fünfte?"

„Einhundertneun. Wie um 05:50."

„Die sechste?"

„Die sechste sehe ich, und ich messe sie nicht."

Lu Chen ließ die zweihundertzwanzig in die dritte Spalte schreiben, und er ließ vier Wörter danebenschreiben.

Nicht bei uns. Nirgends abgelesen.

Danach zählte er die Leute, und er zählte sie mit dem Finger, so wie er sie am sechsten Oktober mit dem Finger gezählt hatte.

Und zwölf standen draußen auf vier gefallenen Ankern.

Und über dem Ostweg und über dem Westweg lagen zwei offene Adern, und über dem Süd- und dem Ostweg lagen zwei weitere.

„Herr Lu, kommt jemand zurück?"

„Nein", sagte Lu Chen.

„Wann?"

„Wenn Frau Taira eine davon zumacht."

Um 09:06 lag Aiko Taira am Nordrand auf dem Stein, und Fräulein Ma war nicht hier, um ihr den Fuß zu halten, und Deng Yuxian hielt ihn.

Und sie sah in das Wasser, und im Wasser stand nichts, worauf sie hätte zeigen können.

Eine Ader steht im Bild als Streifen, in dem das mittlere Wolkenband tiefer liegt.

Und sie steht nur dann darin, wenn das Unten dort draußen flach steht.

Das Unten dort draußen stand nicht flach. Es stand gekippt, und es wanderte nicht mehr.

„Frau Taira."

„Herr Lu?"

„Sehen Sie sie?"

„Ich habe kein Bild", sagte Aiko Taira.

Sie sagte nicht, dass dort nichts liege, und sie sagte auch nicht, dass sie nichts sehe.

Denn sie hatte am Vortag beides auseinandergehalten, und heute war es ein drittes.

Was sie hatte, lag in ihrem eigenen Heft und war gestern zwischen 13:22 und 15:40 entstanden.

Zwei Meter sechs breit, einhundertneunundneunzig Meter lang, einundsechzig davon gesehen.

Und neben jeder Zahl stand derselbe Zusatz, und der Zusatz war einen halben Meter in eine Richtung, die ich nicht kenne.

„Frau Taira, können Sie nach der Karte schneiden?"

„Ja."

„Trifft sie?"

„Das weiß ich nicht", sagte Aiko Taira.

Und sie stand auf und ging drei Schritte vom Rand weg und sagte danach das, was zu sagen war.

„Fräulein Luo, Ihre Ansage kommt hinterher."

„Ja", sagte Luo Shuang.

„Und hinterher habe ich keinen zweiten Schnitt."

„Nein."

Sie sagte es ohne Vorwurf, und Luo Shuang nahm es ohne Widerrede, und beide hatten dieselbe Zahl im Kopf und sagten sie nicht.

Vierundachtzig Zentimeter kostet ein Schnitt, und zweihundertvier trägt der Stein, und zweihundertzwanzig stehen seit 09:00 und vier nirgends.

Und Lu Chen brauchte für die Entscheidung keine Zeit, weil sie in einem Satz stand, den er nur umdrehen musste.

„Dann kommt die Ansage vorher", sagte er.

„Herr Gu."

„Herr Lu?"

„Einmal."

„Ja."

„Fräulein Luo, was kostet das heute?"

„Einundsechzig", sagte Luo Shuang. „Und das ist die Zahl von gestern, und heute steht sie auf einem Stein, unter dem zweihundertzwanzig fehlen."

„Und?"

„Und ich habe keine Grundlinie dafür. Ich messe es."

Der Rand ging flach.

Und die Leinen kamen auf die Schultern, und Deng Yuxian stand am Band und Luo Shuang an der Uhr, und draußen standen noch zwei Ruinen, die etwas nahmen.

Es dauerte drei Sekunden, bis der violette Rand um die goldenen Augen zu laufen anfing.

Aiko Taira zeigte in dieser Zeit mit dem ganzen Arm auf die Stelle, an der sie schneiden wollte.

Und Gu Tian sah zwei Sekunden hin und sagte es, während er noch hinsah.

„Sie zeigen auf die Nordkante."

„Die Mitte?"

„Weiter nach Süden", sagte Gu Tian. „Eine Armlänge."

Er ging drei Schritte, setzte den Stiefel auf den Stein und ließ ihn dort stehen.

„Von hier."

Einundsechzig Zentimeter, und nach sechs Sekunden war die mittlere Schale oben, und draußen lief es zweiundzwanzig Sekunden.

Und Luo Shuang las ab und schrieb einundsechzig und schrieb keinen zweiten Satz.

Und Lu Chen schrieb in diesen zweiundzwanzig Sekunden eine Zeile in die erste Spalte, und sie war eine Regel und keine Anweisung.

Wo keine Ansage hinterher hilft, muss die Mitte breiter sein als der Fehler.

Zwei Meter sechs hat von der Mitte aus einen Meter drei nach jeder Seite.

Und ein halber Meter ist weniger als ein Meter drei, und das war die ganze Rechnung, und Aiko Taira rechnete sie nicht, weil sie sie am dreizehnten Januar schon einmal gerechnet hatte.

Sie nahm eine Leine und legte sie sich um die Hüfte, und Deng Yuxian hielt das andere Ende und schrieb dabei nicht.

Und sie ging an die Stelle, an der der Stiefel gestanden hatte, und sie stellte sich hin, wo er gestanden hatte, und nicht daneben.

Und vor der Schrittfolge drehte sich die Scheide um wenige Grad, und die Klinge blieb darin.

Der Schnitt kam um 09:24.

Und er ging in ein Wasser, in dem kein Streifen stand, und in ein Unten, das nicht dort war, wo es hingehörte.

Er saß.

„Einen halben Meter", sagte Luo Shuang.

„Ja", sagte Aiko Taira.

Und der Streifen, den niemand gesehen hatte, war danach nicht mehr da, und man sah auch das nicht, sondern man sah das Lot.

Es stand seit 09:00 und eins auf sechzehn Grad, und um 09:24 und zwölf stand es auf null Komma neun und lief wieder.

Vierundachtzig Zentimeter.

Und die mittlere Schale kam nach sechs Sekunden herauf, so wie sie es an jedem Tag getan hatte, und Luo Shuang las es viermal ab, bevor sie es hinschrieb.

„Frau Taira."

„Herr Lu?"

„Der Ostweg trägt."

„Ja."

Die drei aus dem Osten gingen um 09:27 los.

Und Yao Dexin ging in der Mitte und hatte den linken Arm im Hemd, und Hu Jinglan ging vor ihm und Fräulein Ma hinter ihm, und die Trittsteine lagen nicht in einer Linie.

Aiko Taira sah ihnen nach, bis sie am dritten Trittstein waren.

Und dann sah sie nicht mehr hin, weil sie am Rand stand und weil unter ihr etwas anfing.

Es fing nicht am Wasser an.

Und das Wasser lag, wie es seit dem vierten Januar gelegen hatte, und das handbreite Band lief acht Mal in der Minute darüber, und keine Welle ging.

Es fing im Bild an.

Die drei Wolkenbänder im Wasser standen nicht mehr unter den drei Wolkenbändern am Himmel.

Und sie standen schräg dazu, und die Schräge wurde größer, während sie hinsah.

Luo Shuangs Lot stand um 09:29 auf sechzehn.

Um 09:29 und zwanzig stand es auf vierzig.

Und um 09:29 und dreißig war es kein Lot mehr, sondern eine Schnur, die waagerecht stand und nach Süden zeigte.

„Neunzig", sagte Luo Shuang, und ihre Stimme kam nach einem Drittel einer Sekunde gleich laut zurück.

Das Bild der mittleren Schale lag nicht mehr unter der mittleren Schale.

Und es kam unter ihr hervor und legte sich neben sie, und es legte sich weit weg, und in dem Spalt, der dabei entstand, stand kein Wasser und kein Stein und nichts.

Aiko Taira hatte zwei Schatten gehabt, seit sie am vierten Januar hindurchgegangen war.

Und der eine kam vom Licht und der andere vom Wasser, und der zweite lief jetzt um sie herum, und er lief über den ersten und danach an ihm vorbei.

Dann kam das Unten.

Und es kam nicht von unten, sondern von der Seite, und es war keine Bewegung des Bodens, sondern eine Richtung, in die alles wollte, was Qi trug.

Sie hatte vierundachtzig hinausgegeben, und das war an diesem Vormittag das Zweitgrößte auf diesem Stein.

Der linke Fuß ging über die Kante, und die Leine an ihrer Hüfte stand straff, und Deng Yuxian ging zwei Schritte mit und nicht drei.

Und dann lag eine Hand über ihrem Ellbogen, oberhalb des Gelenks, und die Hand schloss sich und blieb.

Gu Tian stand dabei auf beiden Füßen und stand da, wo er vorher gestanden hatte.

An ihm zog nichts.

Er zog sie nicht.

Er hielt, bis der Fuß wieder auf dem Stein stand, und danach nahm er die Hand weg und sagte nichts dazu, und sie bedankte sich nicht.

Draußen lagen zwölf Leute auf vier Ankern und an vierundzwanzig Leinen.

Und die Leinen standen nach Süden, alle vierundzwanzig, und die Trittsteine standen quer dazu.

Auf dem Ostweg gingen drei, und der Mittlere hatte einen Arm im Hemd, und alle drei gingen auf den Knien weiter.

Und zwei Meter neun tiefer, in einem Gang von einem Meter sieben Höhe, kam die Rinne über die Kante.

Sie war sechsundzwanzig Zentimeter breit und elf tief, und was darin stand, war seit dem dreizehnten Januar acht Mal in der Minute um drei Millimeter gestiegen.

Und es stieg nicht mehr nach oben, weil oben nicht mehr oben war.

Es ging nach Süden, über die Kante der Rinne, über den Boden des Gangs und durch die offene Südseite hinaus.

Es fiel nicht.

Es lief in der Luft weiter, so wie es auf dem Stein gelaufen war, und es lief nach Süden und hörte nicht auf.

Um 09:36 stand Lu Chen am Nordrand und sah einhundertsiebenundneunzig Meter weit über den Stein.

Und am Südrand, dort, wo das Bild der Schale nicht mehr lag, stand eine Säule aus etwas, das in der Mitte fast schwarz war und an den Rändern braun.

Sie stand, und sie floss dabei.

Und Guo Meixin war nicht hier, um sie zu zeichnen, und Deng Yuxian legte das Band weg und nahm den Winkelmesser.

Dann stieg etwas darin.

Und es stieg langsam, und es stieg gerade, und es stieg ohne ein Geräusch, das nach einem Drittel einer Sekunde zurückgekommen wäre.

Zuerst kam eine Schulter.

Die Schulter war gepanzert, und die Panzerung war nicht angelegt, sondern gewachsen, und die Platten lagen übereinander wie die Schuppen an der Unterseite eines Fisches.

Und in den Nähten stand kein Licht.

Er stand danach über dem Wasser und nicht darauf.

Und er stand aufrecht in einem Unten, das nach Süden zeigte, und er stand darin so, wie ein Mann in einem Zimmer steht.

„Sechs Meter zwei", sagte Deng Yuxian.

„Und?"

„Und ich habe es zweimal genommen."

Das handbreite Band lief acht Mal in der Minute über das Wasser.

Und es lief um ihn herum, und es lief an beiden Seiten an ihm vorbei, und dahinter lief es wieder gerade.

Unter ihm stand kein Bild.

Der spiegelnde Ozean gibt alles zurück, und er gibt es fehlerfrei zurück, und er gibt seit dem vierten Januar auch das zurück, was kein Auge ist.

Und ihn gab er nicht zurück.

Jeder Mensch auf diesem Stein hatte zwei Schatten.

Er hatte keinen.

Er drehte den Kopf einmal.

Und er drehte ihn nach Norden, und die Drehung dauerte ungefähr so lange, wie es dauert, bis ein Wort von unten zurückkommt.

Danach bewegte er sich nicht mehr.

„Herr Gu."

„Herr Lu?"

„Ist er es?"

„Ja", sagte Gu Tian.

„Ist er fertig?"

„Nein."

Lu Chen ließ beides in die erste Spalte schreiben und stellte die dritte Frage nicht, weil er die Antwort am Vortag um 12:22 bekommen hatte.

„Sie bleiben stehen", sagte er.

„Ja", sagte Gu Tian.

Luo Shuang maß von 09:41 an, und sie maß vom Nordrand aus, und zwischen ihr und der Säule lagen einhundertsiebenundneunzig Meter vier und ein Loch von einem Meter elf.

Und sie legte beide Geräte nebeneinander, so wie sie sie am dritten Januar nebeneinandergelegt hatte.

Sie brauchte neun Minuten.

Und danach klappte sie den Koffer zu und legte die Hand darauf und ließ sie liegen.

„Fräulein Luo, sagen Sie eine Zahl."

„Meine Tafel reicht bis S", sagte Luo Shuang.

„Ich weiß."

„Und darüber ist sie gerechnet und nicht abgelesen, und ich habe seit dem neunten Dezember zwei Geräte, die ein Gerät sind."

„Und?"

„Ich sage Ihnen trotzdem eine."

„Warum heute?"

Luo Shuang sah nicht auf die Säule, sondern auf das Blatt, auf dem seit 09:00 und vier die zweihundertzwanzig standen.

„Weil Sie nicht wissen wollen, wie groß er ist", sagte sie. „Sie wollen wissen, ob einer von uns über ihm steht. Und dafür brauche ich zwei Zahlen und nicht eine, und Schweigen ist hier auch eine Antwort und die falsche."

„Dann sagen Sie sie."

„Ungefähr SSS-2."

Es blieb still am Nordrand, so lange es dauert, bis ein Wort von unten zurückkommt, und danach noch etwas länger.

„Das Wort ungefähr?"

„Das Wort ungefähr ist bei mir zwei Sterne breit", sagte Luo Shuang. „Und es ist nach oben genauso breit wie nach unten."

„Und der höchste Eintrag im Einsatzplan?"

„SS-9."

„Und das sind?"

„Ein voller Rang und ein Stern", sagte Luo Shuang.

„Sagen Sie mir, was das heißt."

Und sie sagte es so, wie es in der Tafel steht, und sie sagte es, ohne einen Satz von sich dazuzutun.

„Ein Stern lässt sich ausgleichen. Ein voller Rang verlangt Ausnahmebedingungen. Zwei volle Ränge gelten als nicht überwindbar."

„Und SS-9?"

„SS-9 ist die höchste Zahl, die die Behörde vergibt", sagte Luo Shuang. „Was das über einen Menschen sagt, steht nicht darin."

„Und wer im Einsatzplan steht über ihm?"

„Niemand."

Und Lu Chen ließ es in die erste Spalte schreiben, weil es eine gemessene Zahl war und keine Hoffnung, und er ließ ungefähr mitschreiben und ließ es nicht weg.

Und Gu Tian stand drei Schritte weiter am Rand und hielt die zweite Schnur des Lots, und die Schnur stand waagerecht und zeigte nach Süden.

Er sagte nichts.

Um 09:52 gingen zwei Zeilen hinaus.

In der ersten stand, dass vier Anker um 09:00 gefallen seien und dass zwölf Leute draußen an Leinen lägen und einer verletzt sei.

Und in der zweiten stand eine Zahl mit dem Wort ungefähr davor, und das Feld daneben blieb leer.

Um 10:04 kam eine Zeile herein.

Verstanden. Feld leer. Nichts anderes eingetragen.

Über dem Stein standen drei Wolkenbänder, das oberste am schmalsten.

Und im Wasser standen drei, und sie standen quer.

Vier Ruinen lagen auf ihren eigenen Bildern und hielten viermal sechsundzwanzig, und zweihundertzwanzig standen nirgends, wo Deng Yuxian sie hätte ablesen können.

Und einhundertsiebenundneunzig Meter vier vom Nordrand entfernt stand etwas Gepanzertes in einem Unten, das nach Süden zeigte, und der Ozean, der alles zurückgibt, gab es nicht zurück.

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