Um 06:12 maß Luo Shuang die achte Insel, weil sie sie seit dem zehnten Januar jeden Morgen um 06:12 maß.
Dreiundsechzig.
Und sie schrieb dreiundsechzig hin, und daneben schrieb sie, dass in der Nacht niemand etwas hinausgegeben hatte, und das eine erklärte das andere.
Um 06:40 stand Herr Cai an der Ostkante, dort, wo am Vortag die neunzehn Schleifbänder aufgehört hatten.
Und er stand dort, weil Lu Chen um 06:30 gesagt hatte, dass man an einer Kante anfängt, an der etwas aufhört, und nicht an einer, an der nichts ist.
Unter der Ostkante lag Wasser, und im Wasser lag die achte Insel verkehrt herum.
Und sie lag vollständig darin, mit den drei Stangen im Norden und der halben Mauer und der Wanne, und sie lag darin, wie hier alles darin liegt.
Bis auf eine Stelle.
„Herr Lu."
„Herr Cai?"
„Und hier ist ein Loch im Bild."
Es war vier Meter zwei breit und nicht rund und nicht eckig.
Und darin lag nichts: kein Wolkenband, keine Insel, kein Licht, kein Herr Cai.
Luo Shuang kam um 06:44 und legte sich auf den Bauch und sah hinunter.
„Fräulein Luo, ist das ein Schatten?"
„Ein Schatten ist dunkel", sagte sie. „Das hier ist nicht dunkel. Das hier ist nichts."
Sie nahm ein Stück Kreide und ließ es fallen.
Und die Kreide fiel auf das Wasser neben dem Loch und lag darauf, so wie hier alles auf dem Wasser liegt.
Das zweite Stück warf sie in das Loch.
Und es machte kein Geräusch, und es kam kein Geräusch nach einem Drittel einer Sekunde von unten zurück, und es kam überhaupt keines.
„Herr Gu."
Gu Tian stand seit 06:41 zwei Schritte hinter der Kante.
„Fräulein Luo?"
„Gibt das hier etwas zurück?"
„Nein", sagte Gu Tian.
Er sagte es, ohne vorher hinzusehen, und er sagte den Rest im selben Atemzug.
„Und deshalb weiß ich nicht, wie tief es ist. Ich habe nichts, was zurückkommt, und aus nichts wird kein Maß."
Luo Shuang schrieb beides untereinander und setzte kein Zeichen dazwischen.
Um 07:30 ließ Herr Cai eine Leine hinunter, und am Ende der Leine hing ein Bleistück von zweihundert Gramm.
Und Guo Meixin zählte die Knoten, weil in der Leine alle zwei Meter ein Knoten saß.
Der fünfte Knoten ging durch, und der sechste Knoten auch.
Und bei elf Metern stand die Leine.
Herr Cai zog sie herauf und legte sie über den Arm und ging sie durch die Hand.
„Trocken."
„Ganz?"
„Ganz", sagte Herr Cai.
Und Lu Chen sah eine Weile auf das Loch.
„Fräulein Luo, was ist das?"
„Das weiß ich nicht", sagte Luo Shuang. „Ich weiß, dass es elf Meter hat und dass unten etwas ist, worauf zweihundert Gramm liegen bleiben."
„Und Sie wollen hinunter."
„Ich will das nicht", sagte sie. „Die Bänder gehen dorthin. Ich gehe hinter den Bändern her."
Lu Chen ordnete es um 07:40 an, und er ordnete es in vier Teilen an.
„Acht gehen hinunter. Neun bleiben oben."
„Und die Leine bleibt hängen und wird nicht abgenommen, auch nicht für eine Minute."
„Keiner nimmt eine Uhr mit."
„Und Fräulein Ma steht am Loch und schreibt die Zeit, wenn wir ziehen."
„Warum keine Uhr?" fragte Deng Yuxian.
„Weil ich nicht will, dass wir eine mitnehmen und ihr glauben", sagte Lu Chen.
Es gingen hinunter: Lu Chen, Gu Tian, Luo Shuang, Aiko Taira, Herr Cai, Deng Yuxian, Guo Meixin und Hu Jinglan.
Und Hu Jinglan trug die japanische Schulterkamera, weil sie sie seit dem vierten Januar trug, und niemand hatte sie an diesem Morgen abgestellt.
Herr Cai ging um 08:02 als Erster durch das Loch.
Und er ging hindurch wie durch die Fläche am Südrand, ohne Widerstand und ohne nass zu werden, und um 08:04 zog er einmal an der Leine.
Fräulein Ma schrieb 08:04 auf und schrieb einmal daneben.
Und einmal hieß: Ich stehe.
Und um 08:21 standen alle acht unten.
Über ihnen war das Wasser.
Und es hing als Decke, und man sah durch sie hindurch, und was man durch sie sah, war nicht der Himmel, sondern ein zweites Wasser, das ruhig lag und nichts zurückgab.
Das Licht kam durch die Decke und kam abgeschwächt.
Und es reichte, um einen Menschen zu erkennen, und es reichte nicht, um etwas zu schreiben, und Guo Meixin machte die erste Lampe an.
Jeder Mensch hatte zwei schwache Schatten.
Und einer kam von oben und einer von unten, wie oben auch, und darin war hier nichts anders.
Lu Chen sagte ein Wort.
„Stehen."
Es kam nach einem Drittel einer Sekunde von unten zurück, gleich laut.
Und danach kam es noch einmal, von der Decke, und es kam nach demselben Drittel einer Sekunde.
Lu Chen wartete, bis beide durch waren, und sagte danach die Tagesregel neu.
„Ein Wort. Dann zweimal warten."
Der Boden war nicht Stein.
Und er war flach und stumpf und hatte keine Fugen, und wenn man mit dem Absatz aufschlug, hörte man den Schlag und nichts danach.
Luo Shuang stellte ihre beiden Geräte hin und sah sie an.
Und beide standen auf null, und sie standen fest darauf, so wie ein Gerät auf null steht, das nichts anzeigt und nichts anzeigen will.
„Herr Lu."
„Fräulein Luo?"
„Hier zählt nichts."
„Ihre Uhr?"
Luo Shuang hielt sie an das Ohr.
„Sie geht", sagte sie. „Und ich weiß nicht, wie schnell, und deshalb ist sie keine Uhr, sondern ein Geräusch."
Und sie packte beide Geräte weg und packte die Uhr dazu und nahm das Maßband heraus.
„Ein Maßband vergleicht", sagte sie. „Eine Uhr behauptet."
Herr Cai maß die Decke mit der Stange, und die Stange war drei Meter lang und alle zehn Zentimeter gekerbt.
Drei Meter vier.
Und er maß an vier Stellen im Umkreis von zwanzig Metern, und es waren drei Meter vier, drei Meter vier, drei Meter zwei und drei Meter vier.
„Und?"
„Die dritte war zwei", sagte Herr Cai.
„Dann schreiben Sie zwei hin", sagte Luo Shuang. „Und nicht vier."
Aiko Taira sah nicht auf den Boden.
Und sie hatte den Kopf im Nacken, seit sie unten stand, und sie stand still dabei, und um 08:40 nach Fräulein Mas Rechnung sagte sie den ersten Satz des Tages.
„Da laufen Linien."
Sie waren rot.
Und sie lagen in der Decke und nicht darunter und nicht darüber, und sie liefen alle in dieselbe Richtung, und die Richtung war die der neunzehn Bänder vom Vortag.
Die schmalste war einen Finger breit.
Und die breiteste war eine Hand breit, und dazwischen lag alles, und keine von ihnen hörte dort auf, wo das Sehen aufhörte.
„Wie viele?"
„Ich zähle vierzehn", sagte Aiko Taira. „Und ich sage nicht, dass es vierzehn sind. Ich sage, dass ich vierzehn zähle."
Lu Chen ließ sie zeichnen, und Guo Meixin zeichnete daneben, und die beiden Blätter wurden erst nebeneinandergelegt, als beide fertig waren.
Vierzehn und vierzehn.
Dann lief ein Band über die Decke.
Und es war eine Handbreit breit, und es lief von Norden nach Süden, und die roten Linien liefen nicht mit.
Herr Cai zählte die Bänder in einer Minute, die Fräulein Ma oben nahm.
Acht.
„Wie oben", sagte Lu Chen.
„Wie oben", sagte Luo Shuang. „Und das ist das Einzige an diesem Ort, das ich mit etwas vergleichen kann."
Und um 09:12 fragte Lu Chen die Frage, die er seit dem Vortag nicht gefragt hatte.
„Herr Gu, können Sie hinsehen?"
„Ja", sagte Gu Tian.
„Was kostet es?"
„Das weiß ich nicht. Oben ist es die Schale. Hier ist keine Schale."
Lu Chen sah die Decke an.
„Herr Cai, die Stange."
Und Herr Cai stellte sich unter die Stelle und hielt die Stange senkrecht und las ab, ohne dass ihm jemand sagte, dass er ablesen sollte.
„Einmal", sagte Lu Chen. „Zwei Sekunden."
Nach drei Sekunden lief das Violett am äußeren Rand der goldenen Augen schneller.
Und danach sah Gu Tian zwei Sekunden lang nach oben.
Die Decke kam herunter.
Einundachtzig Zentimeter, und sie stand elf Sekunden lang tiefer, und dann ging sie zurück auf drei Meter vier.
Herr Cai las es zweimal ab und sagte beide Male dieselbe Zahl.
Und Luo Shuang schrieb sie in die erste Spalte und schrieb dazu, dass sie die Zahl nicht selbst gemessen hatte.
„Herr Gu."
„Herr Lu?"
„Die Linien."
„Sie sind nicht in der Decke", sagte Gu Tian. „Sie sind in dem, was die Decke macht."
„Und?"
„Dass es nicht darauf liegt. Es ist darin."
Lu Chen schrieb den Satz auf und sah danach auf.
„Was ist es?"
„Das, was in den Behältern gestanden hat", sagte Gu Tian. „Weiter komme ich mit zwei Sekunden nicht."
Und er sagte nichts dazu, was er stattdessen brauchte, und Lu Chen fragte nicht danach.
Um 09:40 setzte Aiko Taira den Kernprüfstift auf den Boden, handbreit neben ihrem eigenen Fuß.
Und nach sechzig Sekunden stand er auf nichts, und Guo Meixin schrieb die sechzig Sekunden auf, weil eine Grundlinie eine Zeile bekommt wie jede andere Zahl.
Danach gingen sie den Linien nach.
Und sie gingen unter der breitesten her, und Herr Cai und Deng Yuxian zählten Schritte, und Luo Shuang rechnete die Schritte in Meter um, weil sie das Schrittmaß der beiden am fünften Januar genommen hatte.
Nach einhundertvierzig Metern blieb Gu Tian stehen.
Und er blieb ohne Ankündigung stehen, und Deng Yuxian lief noch zwei Schritte weiter und kam zurück.
Das Band lief über die Decke.
Und Gu Tian sah nicht auf das Band, sondern auf das, was hinter dem Band kam.
Er zählte.
Neun.
Und beim nächsten Band waren es wieder neun, und beim übernächsten auch.
„Herr Lu."
„Herr Gu?"
„Und ich brauche zwei weitere Stellen. Weit auseinander."
Und Lu Chen fragte nicht, wofür.
Er ließ die Gruppe zweihundert Meter nach Norden gehen und danach vierhundert nach Süden, und Herr Cai zählte beide Strecken, und Guo Meixin schrieb sie mit.
Im Norden waren es neun.
Und im Süden waren es neun.
Um 10:35 nach Fräulein Mas Zeile sagte Gu Tian den ersten langen Satz des Tages, und er sagte ihn in einem Stück.
„Der Takt ist überall derselbe, und das Fremde sitzt überall gleich weit hinter ihm. Also läuft es nicht im Wasser mit. Es läuft im Takt mit."
„Der Unterschied?"
„Etwas im Wasser kommt weiter weg später an", sagte Gu Tian. „Etwas im Takt kommt überall zugleich an, weil der Takt an einer Stelle gemacht wird und nicht an dreien."
Lu Chen setzte sich auf die Hacken und schrieb.
„Die eine Stelle?"
„Ist die, an der ein Portal seinen Takt macht."
Und es war einen Moment still, und das Stillsein kam zweimal zurück.
„Sagen Sie es so, wie ich es hinschreibe."
„Es ist bis in den Kern eingespeist worden", sagte Gu Tian. „Und ich sage Ihnen im selben Satz, was ich nicht sagen kann."
„Sagen Sie es."
„Wie weit der Kern von hier ist, weiß ich nicht, weil es hier keine Entfernung gibt, an der ich sie messen könnte."
„Und wie viel darin ist, weiß ich nicht. Ich habe keine Zahl abgelesen."
„Wann es hineingegangen ist, weiß ich nicht."
„Und ob gerade jetzt etwas hineingeht, weiß ich auch nicht."
Luo Shuang schrieb die vier Zeilen in die Spalte Was ich nicht weiß und schrieb den ersten Satz in die erste Spalte.
Und sie schrieb daneben, dass der Satz nicht von ihr war.
„Herr Gu", sagte Lu Chen. „In Fujian haben Sie so etwas herausgenommen."
„Ja."
„Und?"
„Hier nicht", sagte Gu Tian.
Und er sagte es sofort, und er sagte den Grund dahinter, und der Grund war eine Sache und keine zwei.
„In Fujian lag die Quelle unter der Platte, auf der ich stand. Hier wird der Takt dort gemacht, wo ich nicht stehe."
„Und wenn Sie es von hier aus versuchen?"
„Dann ist es ein Ausstoß."
Gu Tian sah nach oben, wo die Decke auf drei Meter vier stand.
„Und einundachtzig Zentimeter waren zwei Sekunden Hinsehen."
Lu Chen schrieb nicht von hier hin und schrieb nichts dahinter.
Um 11:20 kam die vierte Linie von Norden herunter.
Und sie kam schräg aus der Decke heraus und ging bis auf den Boden, und wo sie den Boden traf, lag ein Hügel.
Er war achtundsechzig Zentimeter breit und in der Mitte elf Zentimeter hoch.
Und er war dunkel und nicht rot, und im flachen Licht ging ein brauner Ton hindurch und darunter ein zweiter, der nicht braun war.
Aiko Taira setzte den Kernprüfstift an.
Und er schlug in weniger als einer Sekunde an, und sie zog ihn zurück und setzte ihn ein zweites Mal an, und wieder unter einer Sekunde.
„Zwölf Sekunden an menschlichem Blut", sagte sie. „Neun an dem Rest aus Otsu. Unter einer hier."
„Und in den Behältern?"
„Unter einer", sagte Luo Shuang.
Und sie schrieb es hin und schrieb ihren Satz vom Vortag noch einmal daneben, weil er noch immer galt.
Das ist keine Gleichheit. Das ist eine Klasse.
An der Südseite fehlte ein Stück des Hügels.
Und es fehlte nicht frisch, und es lag nicht daneben, und die Bruchfläche stand fast senkrecht und war so groß wie eine Handfläche.
„Herr Lu, ich schlage nichts ab."
„Das habe ich auch nicht gefragt."
„Und ich sage es trotzdem", sagte Luo Shuang. „Hier ist schon eine Bruchfläche. Ich nehme die."
Sie legte sich auf die Seite und ließ Guo Meixin die Lampe flach halten.
Und im flachen Licht war die Bruchfläche nicht glatt, sondern gestreift.
Dunkel, hell, dunkel, hell.
Und Luo Shuang zählte die dunklen Streifen mit der Lupe, und danach zählte Deng Yuxian sie, und danach zählte Aiko Taira sie.
Dreiundzwanzig. Dreiundzwanzig. Dreiundzwanzig.
„Und die hellen?"
„Zweiundzwanzig", sagte Luo Shuang. „Zwischen dreiundzwanzig liegen zweiundzwanzig."
Der äußerste dunkle Streifen war nicht hart.
Und der Fingernagel ging hinein, und einen Millimeter unter der Kruste war er nass, und über dem Hügel stand die Linie und ging in die Decke.
„Fräulein Luo, was ist das?"
„Das ist ein Ort, an dem etwas dreiundzwanzigmal ausgelaufen ist", sagte sie. „Und dazwischen zweiundzwanzigmal nicht."
Lu Chen ließ das stehen und ließ sie weitermessen.
Sie maß die hellen Streifen einzeln, und sie maß von der Innenseite nach außen, und sie brauchte bis 12:50 nach Fräulein Mas Zeile.
Und die hellen waren zwei Komma eins Millimeter dick oder zwei Komma vier, und dazwischen lag nichts.
„Zwei Werte?"
„Zwei Werte", sagte Luo Shuang. „Neunzehn Mal zwei Komma eins und drei Mal zwei Komma vier."
Und sie schrieb die zweiundzwanzig Zahlen in einer Reihe auf, und sie schrieb sie von innen nach außen, und danach saß sie eine Weile davor.
„Herr Lu, kommen Sie einmal her."
Lu Chen kam.
„Nehmen Sie zehn davon heraus", sagte sie. „Von der achten bis zur siebzehnten."
„Und?"
„Drei davon sind breiter. Und sie sitzen an der zweiten, der fünften und der achten Stelle."
Lu Chen sah sie an und sagte nichts, weil er es nicht wusste.
Und Luo Shuang wusste es, weil sie es am siebten Dezember im Lagezentrum in Songjiang mit einem Bleistift auf einer Tafel gehabt hatte.
„Anlage zwei", sagte sie. „Die Wachstumstafel vom Biwa-See. Elf Stufen zwischen dem vierzehnten September und dem vierten Dezember."
„Und?"
„Sieben Tage. Acht Tage. Sieben. Sieben. Acht. Sieben. Sieben. Acht. Sieben. Sieben."
Und es kam zweimal zurück, und niemand redete darüber.
„Zehn Abstände", sagte Luo Shuang. „Drei davon breiter. An der zweiten, der fünften und der achten Stelle."
Lu Chen legte sein Blatt neben ihres.
„Und das ist dasselbe."
„Das ist dasselbe."
„Fräulein Luo, kann das andersherum passen?"
„Nein", sagte sie. „Ich habe es andersherum gelegt, bevor ich Sie gerufen habe. Andersherum sitzen sie an der dritten, der sechsten und der neunten. Und in der Tafel sitzen sie nicht dort."
Sie schrieb es hin, und sie schrieb es zweimal, weil es zwei Sachen waren.
Die Reihe passt in einer Richtung. Also weiß ich jetzt auch, welches Ende älter ist.
Und Deng Yuxian rechnete um 13:05 laut vor, weil Luo Shuang nicht laut rechnete.
„Von der achten bis zur siebzehnten ist der vierzehnte September bis zum vierten Dezember."
„Und darüber?"
„Fünf Abstände. Bei sieben Komma vier Tagen sind das siebenunddreißig."
„Der vierte Dezember und siebenunddreißig Tage?"
„Der zehnte Januar", sagte Deng Yuxian.
Niemand sagte etwas darauf.
Und Herr Cai sah nach oben, und Hu Jinglan sah nicht nach oben, und Aiko Taira schrieb die Zeile auf ihr eigenes Papier und legte den Stift daneben.
„Und darunter", sagte Lu Chen.
„Sieben Abstände unter der achten", sagte Deng Yuxian. „Sieben mal sieben Komma vier sind zweiundfünfzig."
„Der vierzehnte September weniger zweiundfünfzig Tage?"
„Der vierundzwanzigste Juli."
Und Luo Shuang nahm den Stift und schrieb den vierundzwanzigsten Juli nicht hin.
Sie schrieb in die dritte Spalte, was sie hinschreiben konnte. Sieben Abstände vor dem vierzehnten September.
„Warum nicht?"
„Weil sieben Komma vier ein Mittelwert ist", sagte sie. „Ein Mittelwert trägt zehn Abstände. Er trägt keinen einzelnen."
„Der vierundzwanzigste Juli?"
„Der steht in Herrn Dengs Rechnung", sagte Luo Shuang. „Und in seiner Rechnung stimmt er. Ich schreibe ihn in meine Spalte nicht."
Lu Chen schrieb ihn in seine, so wie er am Vortag die dreitausendvierhundertachtzig geschrieben hatte, und setzte den Namen dahinter.
„Fräulein Luo, was fehlt Ihnen?"
Und sie hatte es schon aufgeschrieben, bevor er fragte, und las es ab.
„Erstens: Ich nehme an, dass das Helle gleichmäßig kommt. Ich habe das nicht gemessen und kann es hier nicht messen."
„Und zweitens: Ich nehme an, dass die Abstände unter der achten dieselben sind wie darüber. Unter der achten habe ich keine Tafel."
„Drittens: Die Tafel ist nicht meine. Ich habe am siebten Dezember die Rohwerte verlangt, und ich habe sie nie bekommen."
„Und viertens: Ein dunkler Streifen ist ein Auslaufen. Ich weiß nicht, ob ein Auslaufen eine Zugabe ist."
Lu Chen schrieb alle vier ab und strich keine durch.
„Und was bleibt stehen, wenn ich alle vier abziehe?"
„Dreiundzwanzig getrennte Male", sagte Luo Shuang. „In einer Ordnung, die sich nicht ändert."
„Und?"
„Dass es nicht von selbst kommt."
„Sagen Sie es länger."
Und Luo Shuang sagte es länger, und sie sagte es so, wie sie es hätte hinschreiben können.
„Etwas, das von selbst kommt, kommt entweder immerzu oder einmal. Es kommt nicht in Portionen."
„Und dieses hier kommt in Portionen. Dreiundzwanzig davon, in Abständen von einer Woche und ein bisschen."
„Und?"
„Die Tafel sagt, dass das Tor an denselben Stellen gewachsen ist, an denen hier eine Portion liegt. Zehn von zehn."
Und Lu Chen sah auf die zwei Blätter nebeneinander.
„Was kam zuerst?"
„Das weiß ich nicht", sagte Luo Shuang.
„Und trotzdem sagen Sie es."
„Ich sage etwas anderes", sagte sie. „Ich kann nicht sagen, was zuerst kam. Ich kann sagen, dass es keine zwei Sachen sind."
Sie legte den Finger auf den siebten hellen Streifen, den, unter dem noch sechs weitere lagen.
„Und die früheste Portion liegt vor dem vierzehnten September. Da hat noch niemand hingesehen."
„Wir?"
„Wir sind am vierten Januar hineingegangen", sagte Luo Shuang. „Das sind einhundertvierundsechzig Tage in Herrn Dengs Rechnung."
Lu Chen schrieb den Satz, den er den ganzen Tag nicht geschrieben hatte.
Das Tor ist nicht von selbst zum SS-Rang gewachsen.
Und darunter schrieb er, wer was dazu beigetragen hatte, und er schrieb es in zwei Zeilen und nicht in einer.
Was er nicht schrieb, stand daneben in Luo Shuangs Spalte, und es stand dort in vier Wörtern.
Wer. Woher. Womit. Wohin.
Um 12:14 nach Fräulein Mas Zeile war die Lampe an Aiko Tairas Handgerät angegangen.
Und niemand hatte es gesehen, weil alle auf eine Bruchfläche gesehen hatten.
Hu Jinglan hatte es gesehen.
Und sie hatte einmal an der Leine gezogen und danach zweimal, und Fräulein Ma hatte oben 12:14 und einmal zwei geschrieben, und mehr hatte sie nicht schreiben können, weil mehr nicht verabredet war.
Sie sagte es um 13:30, als Luo Shuang den Stift weglegte.
„Herr Lu. Die Lampe war an."
„Und wie lange?"
„Elf Sekunden", sagte Hu Jinglan. „Und ich habe elf gezählt, und ich habe keine Uhr."
„Wohin sah die Kamera?"
Hu Jinglan drehte sich so, wie sie um 12:14 gestanden hatte, und sie drehte sich langsam, weil sie es zweimal zeigen wollte.
Die Schulter zeigte nach oben.
Und über ihr stand die Decke, und in der Decke lagen die roten Linien, und die vierte kam schräg heraus und ging bis auf den Boden.
„Frau Taira, geht das Gerät?"
„Nein", sagte Aiko Taira. „Es zeigt seit 08:21 nichts an. Ich habe es zweimal angesehen."
„Und?"
„Die Lampe sagt nicht, dass es geht", sagte sie. „Die Lampe sagt, dass etwas hinausgegangen ist."
„Was ist hinausgegangen?"
„Und das weiß ich nicht."
Lu Chen sah auf die Decke und danach auf Hu Jinglan.
„Haben Sie es gemacht?"
„Nein", sagte Hu Jinglan. „Ich habe nichts angefasst. Ich habe unter etwas gestanden."
„Dann schreiben wir es so."
Und Guo Meixin schrieb es so, und in der Zeile stand nicht angeschaltet und daneben elf Sekunden und daneben Blickrichtung oben.
Um 14:00 gingen sie zurück, und sie gingen die einhundertvierzig Meter und die zweihundert und die vierhundert wieder ab, und Herr Cai zählte sie ein zweites Mal.
Und beim zweiten Mal kamen dieselben Zahlen heraus, und das war das Einzige an diesem Ort, was sich zweimal gleich verhielt.
Sie stiegen zwischen 14:31 und 14:52 hinauf.
Und Deng Yuxian sah als Erstes auf das Blatt, das oben lag.
Die achte Insel hatte den ganzen Tag auf dreiundsechzig gestanden.
Und Fräulein Ma hatte sie jede Stunde abgelesen, und dreiundsechzig stand elfmal untereinander.
„Herr Gu hat unten hingesehen", sagte Deng Yuxian.
„Ja", sagte Fräulein Ma.
„Und hier ist nichts passiert."
Luo Shuang schrieb es in die Spalte Was ich nicht weiß und schrieb es in einem Satz.
Unten wiegt er, und oben nicht. Ich weiß nicht, ob das zwei Waagen sind oder eine.
Die erste Zeile ging um 15:20 hinaus, und sie ging in achtzig Zeichen, und Guo Meixin zählte sie laut.
Und die zweite ging um 15:40, und die dritte um 16:00.
Um 16:38 kam eine Zeile herein.
Bild aus 12:14 angekommen. Elf Sekunden. Rote Linien im Wasser. Nicht über unseren Kanal.
Lu Chen las sie zweimal und legte sie hin.
„Frau Taira."
„Herr Lu?"
„Über wessen Kanal?"
„Über den der Kamera", sagte Aiko Taira. „Das ist japanisches Gerät, und die Empfängerliste dazu ist nicht meine, und ich weiß nicht, wer darauf steht."
Und sie sagte es vor sieben Leuten, und sie sagte den zweiten Teil nicht leiser als den ersten.
„Können Sie es abstellen?"
„Von hier nicht", sagte sie. „Und ich würde es auch nicht abstellen. Es hat elf Sekunden lang das Einzige gezeigt, was man von oben nicht sehen kann."
Lu Chen schrieb beides mit und schrieb danach eine dritte Zeile.
Wir wissen nicht, wer es hat.
Und in die vierte Zeile schrieb er, was in dem Bild gewesen war, und er schrieb es so, wie Hu Jinglan gestanden hatte, und nicht so, wie es klang.
Wasser von unten. Rote Linien darin. Eine davon geht bis auf den Boden.
Um 17:10 stand Gu Tian am Ostrand, dort, wo das Loch im Bild lag.
Und die Leine hing noch, und der elfte Knoten hing im Nichts, und niemand hatte sie abgenommen.
„Herr Gu."
„Fräulein Luo?"
„Und die Lücke in meiner Kette."
„Ja."
„Sie ist nicht mehr leer", sagte Luo Shuang. „Und was jetzt darinsteht, ist nicht von mir."
„Schreiben Sie es so hin."
„Das habe ich."
Sie ging zurück zu ihrem Blatt und schrieb die Kette am Abend noch einmal ganz ab.
Und diesmal hatte sie vier Glieder, und die Lücke war eingezeichnet und schmaler geworden, und daneben stand ein Name.
Um 18:00 schrieb Guo Meixin die Stundenzeile.
Und in ihr stand dasselbe wie in allen Stundenzeilen seit dem achten Januar, und darunter stand nichts herein seit 16:38.
Die achte Insel hing auf dreiundsechzig.
Und unter ihr lag das Loch im Bild, und unter dem Loch lag die Decke, und in der Decke liefen vierzehn rote Linien in eine Richtung, in die an diesem Tag niemand gegangen war.