Aufstieg des Ewigen Dao-Clans · Band 4 · Arc 07
Kapitel 509Himmlische See

Die Zellen draußen

4.211 Wörter · Band 4 — Vorhänge vor dem Himmel

Der elfte Januar 2137 war ein Montag.

Und in der langen Halle am Ostufer des Nordbeckens standen einundneunzig Plätze, und um 06:00 lagen einundsiebzig Leute darin.

Song Meifeng ging die vierhundert Meter um 05:50.

Sie ging sie seit dem zweiten Januar jeden Morgen, und am Wasser stand weiterhin keine Kamera.

Und der Kies war gefroren, und gefrorener Kies gibt nicht nach, und deshalb war sie vier Minuten früher an der Tür als an einem gewöhnlichen Morgen.

Auf dem Bord neben der Tür lagen zwei Kerne.

Und es waren die letzten zwei von den acht, die dem Januar zustanden.

Und nach diesem Montag hatte der Januar noch zwanzig Tage.

Daneben stand nichts, was man eine Schale nennen konnte.

Morita Kazue war seit 04:40 da und stand an ihrem zu hohen Tisch.

„Frau Song."

„Frau Morita."

In der zweiten und dritten Reihe lagen zehn Leinen, und acht davon liefen.

Und neun waren in Otsu genäht worden, und eines war aus Songjiang und hatte seit dem Winter 2133 in einer Halle gelegen, in der es nicht gebraucht wurde.

Und Meifeng hatte es in ihrer eigenen Kiste mitgebracht und nicht auf die Ladeliste gesetzt, weil ein Stück Leinen auf keine Ladeliste gehört.

Das aus Songjiang hielt die Hälfte.

Und die genähten hielten ein Drittel, und Meifeng hatte beide Zahlen an dieselbe Wand geschrieben, an der die Liste hing.

Sie hatte seit dem zweiten Januar elf Heiler angelernt, den Kreis anzuschlagen und loszulassen.

Und sieben von den elfen taten es richtig, und vier hielten die Hand zu lange auf dem dritten Punkt, und einer von den vieren war der junge Mann mit der Binde.

Und sie hatte ihn deswegen nicht von der Liste genommen, sondern neben seinen Namen einen zweiten geschrieben.

Um 07:30 kam die zweite Zeile des Tages von der Nummer herein.

Und das Bild und der Ton waren um 08:12 des Vortages ausgefallen und nicht wiedergekommen, weil die japanische Einsatzleitung seit dem zehnten Januar um 20:00 auf demselben Weg arbeitete.

Gefragt hatte die Einsatzleitung dafür niemanden, und sie hatte auch niemanden fragen müssen, weil operative Kanäle Vorrang haben.

Was blieb, war Schrift.

Und achtzig Zeichen in einer Zeile, ungefähr eine Zeile in zwanzig Minuten, in beide Richtungen und nie gleichzeitig.

Und wer etwas hinausgeben wollte, schrieb es vorher auf Papier und zählte die Zeichen.

Der zweite Schalter an der Wand des Kontrollraums war seit 08:12 aus.

Und es hatte ihn niemand ausgeschaltet.

Um 09:20 hielten zwei Wagen vor der Nordseite.

Sie hielten nicht an der Rampe, sondern zwanzig Meter davor.

Der Mann, der als Erster ausstieg, war klein und trug keine Uniform, und er hatte eine Mappe unter dem Arm und keine Waffe daran.

Und er blieb an der Tür stehen, bis Morita Kazue ihn ansah.

Und er wartete dabei nicht höflich, sondern so, wie jemand wartet, der weiß, dass ihm dieses Haus nicht gehört.

„Sakai Tetsuo. Ermittlungsstelle Kansai."

Er sprach Chinesisch, und er sprach es langsam und ohne Fehler, und er sagte, er könne es nicht gut.

Das stimmte nicht.

„Ich bringe sechs Leute", sagte er. „Vier davon sind verletzt."

„Woran?"

„Zwei an der Festnahme. Zwei vorher."

Und Meifeng zählte die Leute in den beiden Wagen, bevor jemand sie herausholte, und es waren sechs.

Morita Kazue sah nicht auf die Wagen.

„Dieses Haus nimmt Verletzte auf", sagte sie.

„Und ich habe zwei Kerne."

„Herr Sakai, gehören sie zu einer Einheit?"

„Nein."

„Zu einer Verbandsstelle?"

„Nein."

Und damit stand die rechte Spalte fest, bevor jemand sie ausgefüllt hatte.

Es blieb kurz still an der Tür.

Und dann ließ Morita Kazue die vier hereintragen und sagte dazu nichts weiter.

Die vier wurden zwischen 09:38 und 09:47 hereingetragen, und für jeden schrieb jemand einen Bogen.

Und oben stand ein Name, wenn es einen gab, und darunter stand eine Uhrzeit auf die Minute, und die Uhrzeit stand auf allen vieren.

Und es stand kein Ort darauf und kein Haus, und es stand nicht darauf, warum sie gekommen waren.

Zwei Heiler schrieben die linke Spalte getrennt, ohne miteinander zu reden.

Und bei dreien stimmten sie überein, und bei einem stand einmal zwei und einmal drei, und Morita Kazue trug die drei ein.

09:38: eine Fünf.

09:41: eine Drei.

09:44: eine Vier.

09:47: eine Fünf.

Und das war die ganze linke Spalte an diesem Vormittag.

Die rechte Spalte blieb auf allen vier Bogen leer.

Und sie blieb nicht leer, weil jemand vergessen hätte, sie auszufüllen.

Herr Sakai sah es und sagte es, bevor jemand ihn fragte.

„Sie haben kein Einsatzbuch."

„Ich weiß", sagte Morita Kazue.

Und er sagte es auf Chinesisch, und im Raum stand eine einzige Person, für die er das tun musste.

„Ich kann Ihnen eine Zahl geben."

„Sie dürfen nicht", sagte sie. „Und ich auch nicht."

Und sie sagte es, ohne den Stift hinzulegen.

„Dann schreiben Sie eine Null."

„Null steht nicht auf der Skala."

Und darauf sagte Herr Sakai eine Weile nichts.

Meifeng stand vier Meter entfernt und hatte die Hände vor sich.

Und sie sah dabei nicht auf die Wagen und nicht auf die Tür, sondern auf den Stapel am Kopfende der ersten Reihe, weil die Arbeit dieses Hauses auf einem Blatt von der Größe einer Hand stattfand.

Um 09:55 wurde der Dolmetscher in den Kommandoraum abgezogen.

Er sagte es Meifeng vorher, so wie er es am zweiten Januar gesagt hatte, und danach waren in der Halle drei Sprachen und ein Mann, der eine davon langsam konnte.

Und danach verständigten sich die beiden Frauen so, wie sie sich seit dem zweiten Januar verständigten, nämlich über Zahlen.

Morita Kazue arbeitete von 11:00 bis 11:18 an einer Zeile.

Und sie schrieb sie zweimal, und beim zweiten Mal war sie kürzer.

Und dazwischen ging sie zweimal die erste Reihe entlang und blieb bei niemandem stehen.

Ein Bogen ohne rechte Spalte wird nach der linken Spalte geordnet und danach nach der Aufnahmeminute.

Liegt er neben einem Bogen mit rechter Spalte, wird die rechte Spalte bei beiden nicht benutzt.

Darunter schrieb sie einen zweiten Satz und setzte kein Zeichen dahinter.

Das heißt, dass heute eine Vier hinter einer leeren Stelle steht.

Und dann schrieb sie ihren Namen aus und kürzte ihn nicht ab.

Und darunter stand das Datum, und daneben stand keine zweite Unterschrift.

„Frau Morita."

„Frau Song?"

„Es gäbe einen anderen Weg."

„Es gibt drei", sagte Morita Kazue. „Und ich könnte das Feld streichen und den Bogen ans Ende legen."

„Und?"

„Und dann wäre der Strich die Entscheidung, und ich hätte sie getroffen, ohne sie aufzuschreiben."

„Sie haben achtzehn Minuten gebraucht."

„Im Dezember hatte ich für eine solche Zeile zwei Wochen", sagte sie.

„Heute habe ich achtzehn Minuten, und das ist der ganze Unterschied zwischen den beiden Zeilen."

Und sie sagte es ohne Betonung, so wie sie achtzehn sagte.

Sie hängte eine Abschrift dorthin, wo die Bogen lagen.

Und sie hängte sie so, dass man sie im Liegen lesen konnte, und das hatte sie am zweiten Januar aufgeschrieben, und sie schrieb es an diesem Tag nicht noch einmal auf.

Und die drei, die es von ihrem Platz aus lesen konnten, lasen es, und keiner von ihnen sagte etwas dazu.

Um 11:07 kam ein Jäger von der Außensicherung herein.

Und er war um 10:40 am Rand des inneren Rings verletzt worden, und er kam ohne Wagen, weil ihn zwei Leute aus seiner eigenen Gruppe trugen.

Und die beiden trugen ihn bis an den Platz und gingen danach nicht hinaus.

Zwei Heiler schrieben getrennt.

Einmal zwei, einmal drei.

Und Morita Kazue trug die drei ein.

Rechts stand bei ihm eine Vier, und daneben stand Juli 2136.

Und vier hieß, dass es in seinem Verband sonst niemand konnte.

Und daneben stand nicht, wer die drei anderen waren, weil es keine drei anderen gab.

Damit lagen an diesem Vormittag zwei Dreien in der Halle.

Und die eine war um 09:41 aufgenommen worden, und die andere um 11:07.

Und beide waren eine Drei, weil bei beiden zwei Heiler getrennt geschrieben hatten und weil seit dem siebzehnten Dezember die höhere gilt.

Morita Kazue las beide Blätter ganz und schnell.

Und dann schrieb sie unten auf das eine ihren Namen und legte das andere daneben und nicht darunter.

Und sie las das zweite Blatt nicht schneller als das erste.

Der Kern ging um 11:22 in die erste Reihe.

Er ging an die Drei von 09:41.

Und die rechte Spalte lag dabei auf dem Tisch, und sie war bei beiden Bogen nicht benutzt worden.

Einer von den beiden, die den Jäger getragen hatten, stand noch an der dritten Reihe.

„Der da?"

„09:41", sagte Morita Kazue.

Er sah sie an und ging hinaus, und er nahm den anderen mit, und keiner von beiden sagte an diesem Tag noch etwas dazu.

Und Morita Kazue schrieb auch das nicht auf, weil auf dem Bogen kein Feld dafür stand.

Meifeng holte das Leinen aus Songjiang aus der zweiten Reihe und ließ es unter den Jäger legen.

Und der junge Mann mit der Binde schlug es um 11:31 an.

Es hielt die Hälfte.

Auf dem Bord neben der Tür lag ein Kern.

Um 12:00 lagen sechsundsiebzig Leute in der langen Halle.

Und im Vorraum saßen zwei Männer auf der Bank an der Wand, und vor ihnen standen zwei Leute von der Außensicherung, und die beiden auf der Bank standen auf keinem Bogen.

Und sie sahen nicht auf, als Meifeng vorbeiging, und das taten sie seit 09:20 nicht.

In Meifengs Zahl standen sie.

Sie hatte sie nicht dazugezählt.

Sie hatte nur nicht aufgehört zu zählen, als sie an der Bank vorbeiging.

Und das war der Unterschied zwischen ihr und den beiden anderen Frauen, mit denen sie in Songjiang gearbeitet hatte.

Die Drei von 09:41 hatte am linken Unterarm eine Haut, die Meifeng in vierzehn Jahren zweimal gesehen hatte.

Und sie sah sie an, und sie sah sie mit den Augen an und nicht anders.

Und sie sah sie zwölf Sekunden lang an, und zwölf Sekunden kosteten nichts.

Kleine Löcher, innen, vom Ellenbogen zum Handgelenk hin dichter stehend.

Und am Handgelenk liefen sie in der Falte ineinander.

Bei der Fünf von 09:38 stand dasselbe, ebenfalls links und ebenfalls innen, und es war älter.

Und Meifeng schrieb dasselbe nicht hin, sondern beschrieb es zweimal und ganz.

Meifeng schrieb es auf ein Blatt.

Und sie schrieb die Seite, die Richtung, den Abstand und das Wort innen, und sie schrieb keine Folgerung darunter.

Und sie schrieb auch nicht Behälter, weil auf dieses Blatt nur gehörte, was auf dem Arm stand.

„Frau Song, was heißt das?"

„Herr Sakai, das steht nicht auf dem Blatt."

„Was steht darauf?"

„Was ich sehe", sagte Meifeng. „Was daraus folgt, folgt bei Ihnen."

Er las es zweimal und faltete es nicht.

„Fräulein Luo hat siebzehn von neunzehn Behältern beschrieben", sagte er. „Und sie hat geschrieben, dass sie gekippt worden sind."

„Das weiß ich."

„Und?"

„Und ich schreibe trotzdem nur die Seite", sagte Meifeng.

Herr Sakai nahm das an und legte das Blatt zu seinen eigenen, ohne etwas daran zu ändern.

Sie ließ es dem Mann übersetzen, der auf Platz vier lag, und sie ließ es ihm ganz übersetzen.

Und er hörte es zu Ende und fragte danach eine Sache, und die Sache betraf nicht das Blatt.

Und der Dolmetscher war nicht da, und deswegen übersetzte es einer von den Leuten an der Tür, und es dauerte länger.

„Er fragt, ob der Arm so bleibt."

„Das weiß ich nicht", sagte Meifeng.

Und sie ließ auch das übersetzen und nicht abschwächen.

Um 12:10 ging sie die siebenhundert Meter zum Kontrollraum.

Und sie ging sie, weil an diesem Nachmittag alles, was Songjiang sagte, durch einen Raum ging, in dem ein Mensch vor einem Schalter stand.

Im Kontrollraum standen an diesem Tag fünf Leute.

Einer saß an der Nummer und schrieb jede Zeile ab, und ein japanischer Verbindungsmann schrieb eine zweite Abschrift, und eine Zeile ohne Namen war eine Zeile ohne Absender.

Und der Schalter an der Wand war weiterhin aus.

Um 12:31 kam die erste Zeile aus Songjiang.

Ich habe die vier unteren Reihen. Gu Zixuan.

Und das war die erste Zeile des Tages, in der etwas stand, was am Morgen noch niemand gewusst hatte.

Herr Sakai hatte am Vormittag entschieden, was hinausging.

Und er hatte vier Begleitpapiere gehabt und einundzwanzig Stellen auf jedem, und er hatte die untere Reihe geschickt und die obere nicht.

Er hatte dafür vier Minuten gebraucht und niemanden gefragt.

„Warum die untere?", sagte Meifeng.

„Weil Fräulein Luo geschrieben hat, dass die untere auf vierzehn von neunzehn dieselbe ist", sagte er.

„Und weil ich heute nicht vierzig Zeilen habe, sondern zwölf."

Um 12:52 kam die zweite.

Vier Papiere, vier Betriebe, vier Orte. Untere Reihe viermal gleich. Gu Zixuan.

Und um 13:11 die dritte.

Dieselbe untere Reihe steht in meinem Eingangsbuch an elf Punkten. Gu Zixuan.

Herr Sakai schrieb elf auf sein eigenes Papier und schrieb kein Land daneben.

„Frau Song, fragen Sie sie, wo."

Meifeng zählte die Zeichen, bevor sie die Zeile hinausgab, und sie zählte sie laut.

Fräulein Gu, wo stehen die elf? Song Meifeng.

Um 13:52 kam die Antwort.

In sechs Ländern. Die Namen sage ich nicht über diesen Kanal. Gu Zixuan.

Meifeng las die Zeile zweimal vor, so wie sie dastand.

Der Mann an der Nummer sah auf und sah wieder auf sein Gerät.

Und Herr Sakai sagte nichts dazu, und er strich elf nicht durch.

Und im Buch der Ermittlungsstelle stand danach eine Zahl ohne Ort, und das war mehr, als am Morgen darin gestanden hatte.

Um 13:20 hatte Meifeng eine andere Zeile hinausgegeben, und die gehörte nicht zu Herrn Sakais zwölf.

Und sie hatte sie selbst vorgeschrieben und selbst gezählt, und der Mann an der Nummer hatte sie nachgezählt.

Frau Tang, ich habe eine Bitte nach dem sechsten Punkt. Song Meifeng.

Um 13:41 kam die Antwort.

Frau Song, stellen Sie sie. Tang Shu.

Meifeng schrieb die zweite Zeile auf Papier vor und zählte die Zeichen.

Und sie hatte neunzig geschrieben, und in eine Zeile gingen achtzig.

Und sie strich nicht die Anrede.

Also strich sie zwei Wörter und gab den Rest um 14:01 hinaus.

Frau Tang, zwei von den neun Leinen aus dem Winter 2133, hierher. Song Meifeng.

Um 14:22 kam die Rückfrage.

Frau Song, mit was in der Mitte? Tang Shu.

Und danach schrieb Meifeng die nächste Zeile vor und zählte wieder die Zeichen.

Mit nichts. Und bis die siebzehn heraus sind. Song Meifeng.

Das ging um 14:40 hinaus.

Um 15:02 kam die Antwort, und sie war ein Wort und ein Name.

Nein. Tang Shu.

Sie war zweiundzwanzig Minuten unterwegs gewesen.

Es waren sechs Zeilen gewesen, und es waren eine Stunde und zweiundvierzig Minuten gewesen.

Und es waren vier Sätze gewesen und eine Rückfrage, und die Antwort war ein Wort.

Die Anrede stand in vier von den sechs Zeilen.

Und sie war vierundvierzig Zeichen lang, und in der dritten Zeile hatten deswegen zwei Wörter keinen Platz.

Die zwei Wörter waren ohne Kern.

Und die Rückfrage um 14:22 war die Rückfrage nach ihnen.

Keine von beiden schrieb etwas dazu.

Meifeng trug das Wort in ihre Liste ein und schrieb das Datum daneben, weil an dieser Wand so etwas mit einem Datum daneben stand.

Danach arbeitete sie weiter an Herrn Sakais zwölf Zeilen, und es waren noch sieben übrig.

Und die sieben gingen zwischen 15:24 und 17:44 hinaus und herein.

Um 15:24 kam etwas herein, wonach niemand gefragt hatte.

Es folgen zwei Zeilen. Die zweite gehört zur ersten. Nicht ohne sie lesen. Gu Zixuan.

Und Zixuan hatte dafür eine ganze Zeile ausgegeben, und eine Zeile waren zwanzig Minuten.

Um 15:47 kam die erste.

Kein Absender. Keine Anschrift. Keine Stelle, an der zwei dasselbe nennen. Gu Zixuan.

Der Verbindungsmann las sie ab und legte den Stift hin.

Und einer von den fünfen im Raum sagte einen Satz auf Japanisch, und Meifeng verstand ihn nicht, und sie brauchte ihn nicht zu verstehen, weil zwei Leute daraufhin nickten.

Und der Verbindungsmann strich nichts, sondern ließ die Zeile stehen, so wie sie dastand.

„Fräulein Gu hat geschrieben, dass zwei Zeilen kommen", sagte Meifeng.

Danach sagte im Kontrollraum ungefähr zwanzig Minuten lang niemand etwas.

Um 16:08 kam die zweite.

Und ich habe auch nicht gefunden, dass nichts zusammenläuft. Gu Zixuan.

Herr Sakai las beide Zeilen nebeneinander und schrieb sie beide ab.

„Frau Song, was ist der Unterschied?"

„Sie hat gesucht und keine Spitze gefunden", sagte Meifeng. „Sie hat nicht gefunden, dass es keine gibt."

„Und das ist etwas anderes."

„Das ist etwas anderes, ja."

Um 16:31 kam eine Zeile, die Herr Sakai nicht bestellt hatte.

Ein Formblatt braucht keinen, der es führt. Es braucht einen, der es aufgesetzt hat. Gu Zixuan.

Und Meifeng gab die Zeile weiter, ohne etwas dazuzuschreiben.

Er sah lange darauf.

„Das habe ich schon einmal gelesen."

„Am siebenundzwanzigsten Dezember", sagte Meifeng. „In einer Anlage aus Songjiang."

Um 16:50 legte Herr Sakai seine eigenen Blätter auf den Tisch, und es waren elf.

Elf Läufe in elf Monaten, jeder mit acht Anschriftenfeldern.

Und es waren nicht Abschriften, sondern die Blätter selbst, und er legte sie in der Reihenfolge der Monate hin.

„Sieben von den acht wiederholen sich", sagte er.

„Und das achte?"

„Das achte ist elfmal ein anderes."

„Und keines davon zweimal?"

„Keines zweimal", sagte er. „Und hinter keinem steht ein Betrieb, den es gibt."

Meifeng sah auf die elf Blätter und zählte nicht die Felder, sondern die Läufe.

„Also war jedes Mal einer mehr dabei."

„Jedes Mal einer mehr", sagte Herr Sakai.

Und elf Läufe hatten elf achte Felder, und Meifeng rechnete das nicht nach, weil es daran nichts zu rechnen gab.

„Herr Sakai, wozu?"

Und er antwortete darauf sofort, weil er die Antwort seit dem Morgen mit sich herumtrug.

„Weil jemand gesagt haben muss, wer wann kommt."

„Steht das auf den Blättern?"

„Nein", sagte er. „Auf den Blättern steht, dass elf Läufe in derselben Reihenfolge angekommen sind, und das siebenmal innerhalb einer Stunde."

„Und die vier von Ihnen wussten es nicht voneinander."

„Keiner von ihnen kennt mehr als zwei andere."

„Dann könnte es ein Plan sein."

„Ja", sagte Herr Sakai. „Und deswegen ist es kein Beweis."

Und danach blieb es im Kontrollraum eine Weile still, und draußen fuhr ein Wagen über den Kies.

Er zog ein zwölftes Blatt hervor und legte es quer über die anderen.

„Am sechsten Januar ist ein Lauf um zwei Tage verlegt worden."

Und auf dem zwölften Blatt stand als einzigem ein Datum, das nach dem Anfang dieses Jahres lag.

„Von wem?"

„Jeder von ihnen sagt, er habe es von einem bekommen, den er kennt", sagte er.

„Wenn ich der Reihe nach gehe, komme ich wieder beim Ersten an."

„Und?"

„Und einer von ihnen sagt etwas Falsches, und ich weiß nicht, welcher."

Meifeng sah auf die zwölf Blätter.

„Herr Sakai, wissen Sie, wer es ist?"

„Nein."

„Und wissen Sie, ob es einer ist?"

„Nein", sagte er.

Und er sagte den zweiten Teil nicht leiser als den ersten.

Und Meifeng schrieb sich beides auf, und sie schrieb es untereinander und nicht nebeneinander.

Um 17:05 sagte er die Zahlen des Tages, und er sagte sie, während er seine Blätter einsammelte.

„Wir waren an fünf Stellen. An vier standen Leute."

Und er sagte es in dieser Reihenfolge und nicht in der anderen.

„An der fünften?"

„An der fünften stand nichts, und die Papiere, die dort liegen mussten, liegen nirgends", sagte er.

„Und sie liegen nicht verbrannt, sie liegen weg."

„Wie viele haben Sie?"

„Elf seit gestern 20:10."

Und vier davon waren am zehnten Januar um 20:10 geholt worden, und sieben in der Nacht danach.

„Was ändert sich jetzt?"

„Nichts."

Er sagte es, während er die Mappe zumachte, und er sagte es so, wie Morita Kazue achtzehn sagte.

„Elf Leute an vier Stellen, und keiner von ihnen kennt mehr als zwei andere. So etwas baut niemand, der mit Verlusten nicht gerechnet hat."

„Und?"

„Und die Lieferung für den dreizehnten steht immer noch."

Meifeng fragte danach nichts mehr.

Und sie fragte nichts mehr, weil auf diesen Satz keine Frage von ihr gehört hätte, sondern eine Zeile in einem Buch, das nicht ihres war.

Um 17:20 kam die letzte Zeile aus Songjiang, die an diesem Tag hereinkam.

Die dreizehnte Stelle ist auf allen leer. Sie war vorgesehen. Gu Zixuan.

Herr Sakai schrieb sie ab und fragte eine Sache.

„Fräulein Gu, was gehört dorthin?"

Die Antwort kam um 17:44.

Das weiß ich nicht. Gu Zixuan.

Aus der Portalwelt kamen an diesem Tag vier Zeilen heraus.

Und in keiner davon stand etwas, was die lange Halle betraf.

Meifeng ging um 17:50 die siebenhundert Meter zurück.

Und sie ging sie schneller als am Mittag, weil um 18:00 zwei Heiler eine Spalte neu lasen.

Um 18:00 lasen zwei Heiler die linke Spalte des Jägers neu, getrennt und ohne miteinander zu reden.

Beide schrieben drei.

Das war keine Entscheidung.

Das war Rechnen.

Das Leinen aus Songjiang lag weiter unter ihm, und der junge Mann mit der Binde schlug es um 18:04 wieder an, und es hielt weiter die Hälfte.

Und die Hälfte war nichts, was man einen Erfolg nennt.

Die Drei von 09:41 schlief seit 16:20.

Und über ihm hing an der Wand die Abschrift von Morita Kazues Zeile, und sie hing so, dass man sie im Liegen lesen konnte.

Und ob er sie gelesen hatte, wusste an diesem Abend niemand in dieser Halle.

Um 18:40 kam eine Heilerin aus der vierten Reihe an den Tisch und stellte Meifeng eine Frage, und die Frage war in vier Wörtern gestellt und in einer Sprache, die Meifeng nicht sprach.

Der Mann von der Außensicherung an der Tür übersetzte sie.

„Sie fragt, ob Sie wissen, was die Leute getan haben."

Meifeng sah nicht auf die dritte Reihe.

„Der auf Platz vier hat eine Fraktur an der linken Elle und eine Blutung, die seit gestern steht", sagte sie.

„Und mehr weiß ich über ihn nicht."

Die Heilerin nahm es ohne jede Regung an und ging zurück.

Und sie hatte nicht gefragt, um etwas zu hören, sondern um zu wissen, ob man hier fragen durfte.

Es fragte an diesem Abend niemand mehr danach.

Um 19:30 stand Morita Kazue an ihrem zu hohen Tisch und schrieb den Tag ab.

Meifeng stellte sich neben sie.

„Frau Song, wie viele von Ihren sechsunddreißig liegen heute in Japan?"

„Sechsunddreißig."

„Und wie viele davon gehören den siebzehn?"

„Sechsunddreißig."

Morita Kazue schrieb beides auf und schrieb keine Folgerung darunter.

Und sie schrieb es in die Spalte, in der stand, was sie nicht hatte.

Und in dieser Spalte standen an diesem Abend vierzehn Zeilen.

„Ich habe am neunten Nein gesagt."

„Ich weiß", sagte Meifeng.

„Und ich sage es heute wieder, und Sie haben nicht gefragt."

„Nein."

„Das habe ich gesehen."

Es blieb einen Moment still am Kopfende der ersten Reihe.

„Frau Morita, die zwei auf der Bank im Vorraum."

„Sie sind nicht verletzt."

„Nein", sagte Meifeng. „Und sie sitzen seit 09:20 dort."

Morita Kazue legte den Stift hin.

„Dieses Haus hat für sie keine Zeile", sagte sie.

„Und ich schreibe ihnen auch keine, weil eine Zeile für Leute, die auf einer Bank sitzen, aus diesem Haus etwas anderes machen würde."

Sie sagte es leise, weil im Vorraum eine Tür offen stand.

„Und?"

„Und deswegen habe ich um 12:00 zwei Decken auf die Bank legen lassen, und das steht nirgends", sagte sie.

Um 20:00 hörte Morita Kazue auf, keinen eigenen Patienten zu haben.

Das tat sie seit dem einundzwanzigsten November jeden Abend um dieselbe Zeit.

Und der Erste, den sie an diesem Abend ansah, lag in der dritten Reihe.

Meifeng ging um 20:20 durch die zweite Reihe und blieb bei niemandem stehen.

Auf dem Bord neben der Tür lag ein Kern.

Und der Januar hatte noch zwanzig Tage, und in der langen Halle lagen sechsundsiebzig Leute, und draußen fuhren die beiden Wagen um 20:35 wieder ab.

Sie schrieb den Tagesbericht in zweiundzwanzig Zeilen.

Und in Zeile drei stand sechs gebracht, vier aufgenommen, und in Zeile vier stand rechte Spalte leer, und in Zeile fünf stand der Wortlaut von Morita Kazues Zeile, abgeschrieben und ohne Anmerkung.

Und in Zeile elf stand ein Ermittler, Ermittlungsstelle Kansai, Name aufgeschrieben.

In Zeile neunzehn stand ein Kern, 11:22, Aufnahmeminute.

Und in Zeile zwanzig stand ein Kern übrig.

Zeile zweiundzwanzig gehörte nicht zum Bericht.

Am elften Januar hat in dieser Halle die Aufnahmeminute entschieden. Ich habe nichts dagegen gesagt und nichts dafür.

Sie strich sie nicht.

Und sie schrieb auch nicht darunter, dass es richtig gewesen sei, weil sie das an diesem Abend nicht wusste und weil ein Bericht, in dem alles gewusst wird, in vier Wochen von jemandem gelesen wird, der nicht dabei war.

Um 21:40 hing das Blatt mit dem Nein an der Wand neben der Liste.

Darunter stand das Datum, und daneben stand kein zweiter Satz.

Und darunter hing weiterhin das Blatt mit der Elf-Tage-Regel, und darunter stand, wer sie aufgeschrieben hatte.

Und über dem Nordbecken stand kein Licht mehr, das man Tag nennen konnte, und der Kies war noch gefroren, und Meifeng ging die vierhundert Meter langsam.

Ihre Hände waren an diesem Abend warm.

Und das war an diesem elften Januar das Einzige, was sie sich selbst nicht erklären musste.

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