Um 12:20 legte Luo Shuang das Netz.
Und sie legte es mit Kreide und nicht mit Schnur, weil eine Schnur an einem Rand hängt und Kreide an nichts.
Die achte Insel war neunundzwanzig Meter sechs in der einen Richtung und siebenundzwanzig Meter eins in der anderen.
Und sie teilte das in Felder von zwei Metern, und das gab zweihundertzehn Felder, und sie schrieb die Zahl auf, bevor sie das erste betrat.
Aiko Taira stand daneben und schrieb mit, und sie schrieb es auf Lu Chens Blatt und danach auf ihr eigenes.
„Frau Taira, wie lange brauche ich?"
„Und das weiß ich nicht", sagte Aiko Taira.
„Ich auch nicht. Ich sage es trotzdem: bis heute Abend."
Sie fing im Norden an, bei den Stangen, und sie fing dort an, weil dort das Einzige lag, von dem sie schon wusste.
Und sie ging auf den Knien, so wie sie am fünften Januar den Ruinenboden abgegangen war, und im vierten Feld fand sie den ersten Ring.
Er lag im Stein, und er war ein Ring und kein Kreis.
Und er war außen sechsunddreißig Zentimeter breit, und die Rille darin war einen Finger breit und unterschiedlich tief, und Luo Shuang maß die Tiefe an acht Stellen.
Null Komma vier bis zwei Komma eins Millimeter, und am tiefsten im Süden.
„Herr Lu."
„Fräulein Luo?"
„Hier ist etwas in den Stein gegangen."
„Ein Bruch?"
„Nein", sagte Luo Shuang. „Ein Bruch hat Kanten. Das hier hat keine."
Sie fuhr mit dem Nagel hinein und sah sich den Nagel an.
Und der Grund der Rille war nicht rau, sondern glatt und wie abgesackt, und der Stein daneben war der Stein, der überall war.
Und sie schrieb es in die erste Spalte. Der Stein ist an dieser Stelle weggenommen worden, und nicht abgeschlagen.
Im sechsten Feld lag der zweite Ring, und im sechsten Feld lagen auch der dritte und der vierte.
Und bis 13:40 hatte sie einundvierzig, und bis 15:10 hatte sie siebenundachtzig, und danach kam keiner mehr dazu.
„Siebenundachtzig", sagte Lu Chen.
„Mindestens siebenundachtzig", sagte Luo Shuang.
„Der Unterschied?"
„Ein Ring kann in einem Ring liegen. Dann sehe ich einen."
Sie schrieb mindestens dazu und schrieb es an den Anfang der Zeile und nicht ans Ende.
Und Vierundachtzig Ringe waren sechsunddreißig Zentimeter breit, und drei waren einundvierzig, und die drei lagen nicht beieinander, sondern verteilt.
Und sie schrieb zwei Durchmesser und schrieb nicht zwei Hersteller.
„Warum nicht?"
„Weil ein Durchmesser ein Durchmesser ist", sagte sie. „Und weil ich keinen Behälter habe, den ich danebenstellen kann."
Um 15:20 hatte sie einen.
An der Ostseite ging die Insel eine Stufe hinunter, und die Stufe war ein Meter zehn hoch und lief über elf Meter.
Und von den Stangen im Norden aus sah man sie nicht, weil eine halbe Mauer davorstand, und deshalb hatte sie am Vormittag niemand gesehen.
Herr Cai ging als Erster hinunter und blieb unten stehen und hob die Hand.
Warten.
Unter der Stufe lag eine Wanne im Stein.
Und sie war elf Meter zwei lang und vier Meter sechs breit, und sie war vierzig Zentimeter tief, und ihre Kanten waren gerade.
Und in der Wanne standen vierzehn Behälter, und fünf lagen.
Luo Shuang zählte sie zweimal und ließ sie danach von Deng Yuxian zählen.
Neunzehn.
„Niemand fasst etwas an", sagte Lu Chen, und er sagte es, bevor jemand einen Schritt hineingetan hatte.
Sie maß zuerst von außen: achtundfünfzig Zentimeter hoch, vierunddreißig im Durchmesser, zwei Griffe an den Seiten, angeschweißt und nicht angeschraubt.
Und vierunddreißig ist nicht sechsunddreißig.
Aber ein Behälter hat einen Fuß, der breiter ist als seine Wand, und der Fuß war sechsunddreißig, und Luo Shuang legte das Maßband zweimal an, bevor sie es hinschrieb.
„Passt?"
„Passt", sagte sie. „Und drei passen nicht."
Denn keiner der neunzehn hatte einundvierzig.
Und sie schrieb es in die Spalte Was ich nicht weiß und schrieb drei Wörter dazu. Drei fehlen hier.
Elf der Behälter waren offen, und acht waren geschlossen, und die Verschlüsse waren Schraubringe mit einem Dichtring, und die Dichtringe waren aufgequollen und hart.
Lu Chen ließ um 15:50 den ersten öffnen und ließ es Ren Congzhi tun, weil Ren Congzhi Handschuhe hatte, die bis über den Ellbogen gingen.
„Erst messen, dann anfassen", sagte Lu Chen. „Und dann anfassen."
Innen war der Behälter beschichtet.
Und die Beschichtung war hellgrau, und sie war vom Boden bis neun Zentimeter unter den Rand nicht mehr da, und über der Linie war sie da.
Und die Linie lief einmal ganz herum, und sie lief waagerecht.
„Frau Taira, was sehen Sie?"
„Eine Standlinie", sagte Aiko Taira. „Etwas hat darin gestanden und ist nicht bis oben gegangen."
Unter der fehlenden Beschichtung war das Metall angefressen.
Und es war nicht gleichmäßig angefressen, sondern in Löchern von der Größe eines Stecknadelkopfes, und die Löcher standen dichter, je tiefer sie lagen, und an der Bodennaht waren sie ineinandergelaufen.
Luo Shuang maß das tiefste Loch an der Naht: ein Komma sieben Millimeter, bei einer Wand von drei.
„Wie lange braucht so etwas?"
„Und dafür habe ich keine Grundlinie", sagte Luo Shuang. „Hier kommt kein Wetter, und ich weiß nicht, was das ist."
Am Boden lag ein Rest.
Er war dunkel und nicht rot, und er war fast schwarz, und wenn man ihn in das Licht kippte, ging ein brauner Ton hindurch und darunter ein zweiter, der nicht braun war.
Und er hatte eine Kruste, und die Kruste war trocken, und einen Millimeter darunter war er es nicht.
Ren Congzhi stach mit dem Probestab hinein und zog ihn heraus, und der Stab kam nass wieder.
„Hier ist nichts, was trocknet", sagte Luo Shuang. „Und das hier ist nicht trocken."
Außen, unter dem Rand, lief eine dunkle Linie über die Wand hinab, und sie lief auf einer Seite und nicht rundherum.
Und unter der Linie war die äußere Beschichtung ebenfalls weg, und über ihr nicht.
„Er ist gekippt worden", sagte Aiko Taira.
„Auf welche Seite?"
„Auf die, auf der es hinuntergelaufen ist."
Luo Shuang drehte den nächsten und den übernächsten, ohne sie anzuheben.
Und Siebzehn von neunzehn hatten die Linie, und zwei hatten sie nicht, und sie schrieb die zwei auf und schrieb nicht dazu, was sie bedeuteten.
Um 16:12 holte Aiko Taira den Kernprüfstift.
„Frau Taira."
„Fräulein Luo?"
„Gibt der etwas hinaus?"
„Am sechsten Januar nicht", sagte Aiko Taira. „Und ich weiß nicht, ob das hier dasselbe ist."
Also sah Deng Yuxian den Spalt an, während sie ihn ansetzte, und der Spalt stand vorher auf dreiundsechzig und nachher auf dreiundsechzig.
Der Stift schlug an.
Und er schlug in weniger als einer Sekunde an, und Aiko Taira zog ihn zurück und sah ihn an und setzte ihn ein zweites Mal an.
Wieder unter einer Sekunde.
„Frau Taira, was sind Ihre Vergleichswerte?"
„Zwölf Sekunden nichts", sagte sie. „Das war menschliches Blut, am sechsten Januar, an der vierten Platte."
„Und?"
„Neun Sekunden an dem Rest aus Otsu, am dritten Januar. Drei Jahre alt, ein Tier von der Größe eines Hundes."
„Und das hier ist unter einer."
„Das hier ist unter einer, und ich habe das noch nie gesehen."
Luo Shuang schrieb die drei Zahlen nebeneinander und schrieb daneben, was der Stift sagt.
Da war ein Kern darin. Wie stark, dafür ist der Stift nicht gemacht.
Und danach setzte Aiko Taira ihn an den unberührten Stein handbreit neben der Wanne, und nach sechzig Sekunden stand er noch immer auf nichts.
Und dann tat Luo Shuang etwas, wofür sie seit dem neunten Januar sechs Gefäße mit sich trug.
Das erste Gefäß war die Probe aus der mittleren Rille bei einem Meter, genommen am neunten Januar um 16:52 im Korridor der dritten Scheibe.
Und auf dem Gefäß standen Datum, Uhrzeit, Abstand und ein Name, und kein Wort, das eine Deutung gewesen wäre.
Der Stift schlug in weniger als einer Sekunde an.
Das sechste Gefäß war die Probe aus unberührtem Stein, handbreit neben der Rille, und der Stift stand sechzig Sekunden lang still.
„Herr Lu."
„Fräulein Luo?"
„Und für diese eine Sache habe ich eine Grundlinie."
Lu Chen sah sie an und wartete, und sie sagte es in drei Teilen.
„Was im Korridor durch den Stein gelaufen ist, verhält sich am Stift wie das, was in diesen Behältern gestanden hat."
„Und?"
„Und der Stift unterscheidet nicht zwei Sachen, die beide einen Kern hatten. Das ist keine Gleichheit. Das ist eine Klasse."
„Was fehlt Ihnen?"
„Der letzte Schritt", sagte sie. „Am zweiten Januar hat Herr Gu am Portal gesagt, im Kern sei Dämonenblut. Zwischen dem Kern und der Rille steht bei mir nichts als eine Richtung."
Und sie schrieb die Kette auf, und sie schrieb sie mit drei Gliedern und einer Lücke, und sie zeichnete die Lücke ein und ließ sie so breit, wie sie war.
Deng Ruozhi rechnete um 16:40 laut vor, weil er den linken Arm angebunden hatte und die Hände nicht brauchte.
„Innen zweiunddreißig Durchmesser, Standlinie neunundvierzig hoch."
„Und?"
„Vierzig Liter", sagte Deng Ruozhi. „Rund."
„Und siebenundachtzig Ringe."
„Dreitausendvierhundertachtzig."
„Nein", sagte Luo Shuang.
„Ich habe es richtig gerechnet."
„Sie haben es richtig gerechnet", sagte sie. „Und siebenundachtzig Ringe sind nicht siebenundachtzig Füllungen."
„Herr Lu, wohin?"
„In die dritte Spalte", sagte Lu Chen. „Und Fräulein Luos Satz daneben."
Ihr Satz daneben war einer.
Ein Ring ist ein Ausleeren. Ein Ausleeren ist nicht ein Behälter.
Und trotzdem stand die Zahl da, und trotzdem stand daneben, dass sie unten und nicht oben lag.
Denn wo zwei Ringe einander schnitten, sah man, welcher später gekommen war.
Und Luo Shuang ging alle Schnittstellen ab und legte sie in eine Reihenfolge, und die längste Kette, die sie fand, war neun tief.
„Neun", sagte Lu Chen.
„Mindestens neun Male", sagte Luo Shuang. „Und ich sage kein Datum. Ich habe eine Reihenfolge und keine Uhr."
Und sie schrieb es in die erste Spalte, weil es keine Vermutung war.
Neun getrennte Male. Reihenfolge belegt. Abstände unbekannt.
Und um 17:00 schrieb Guo Meixin die Stundenzeile, und in der Stundenzeile stand, was in allen Stundenzeilen seit dem achten Januar stand.
Gu Tian stand seit 15:20 am Westrand der Insel und hatte nichts gesagt.
„Herr Gu."
„Herr Lu?"
„Können Sie hinsehen?"
„Nein", sagte Gu Tian.
Er sagte es, während Lu Chen die Hand noch an der Tasche hatte.
„Warum nicht?"
„Weil danach niemand mehr hier steht."
„Fräulein Luo."
„Dreiundsechzig", sagte Luo Shuang. „Und ein Blick kostet einundsechzig."
Und Dreiundsechzig weniger einundsechzig sind zwei, und die Grenze war siebenundvierzig.
Lu Chen schrieb kein Blick und schrieb keinen Grund dahinter, weil der Grund zwei Zeilen darüber stand, und Gu Tian ging an den Westrand zurück.
Um 17:30 fand Luo Shuang die Marken.
Und sie saßen auf der Schulter der Behälter, vier Zentimeter unter dem Schraubring, und sie saßen auf allen neunzehn an derselben Stelle.
Es war kein Aufdruck und keine Schrift.
Und es war ein Feld von vierundvierzig Millimetern auf zwölf, und es war von innen nach außen gedrückt, sodass es unter dem Finger stand und nicht lag.
Um das Feld lief ein Rahmen, und in der linken kurzen Seite des Rahmens saß eine Kerbe, und die Kerbe saß auf allen neunzehn links.
Im Feld standen drei Reihen: die obere hatte elf Stellen, die mittlere sechs, die untere vier.
Und Einundzwanzig Stellen, neunzehn Behälter, keine Ausnahme.
Luo Shuang zeichnete alle neunzehn ab, bevor sie eine einzige davon ansah.
Und Aiko Taira zeichnete sie danach ein zweites Mal auf ihr eigenes Papier, und sie sahen die Blätter erst an, als beide fertig waren.
„Gleich?"
„Gleich", sagte Aiko Taira.
Dann legte Luo Shuang die neunzehn Zeichnungen nebeneinander auf den Stein und beschwerte sie mit dem Maßband.
„Herr Lu, ich fange mit dem an, was gleich ist."
„Die Länge ist gleich. Einundzwanzig Stellen, jedes Mal."
„Und die Reihenfolge ist gleich. Elf, sechs, vier, immer in dieser Folge, und die Kerbe immer links."
„Und die dreizehnte Stelle ist leer. Auf allen neunzehn."
Lu Chen sah eine Weile auf die Blätter.
„Und?"
„Das heißt, dass jemand eine Stelle vorgesehen hat, die niemand ausgefüllt hat", sagte Luo Shuang.
„Das ist kein Fehler?"
„Ein Fehler wäre einmal. Das hier ist neunzehnmal."
„Ein leeres Feld?"
„Ein leeres Feld füllt niemand aus. Aber vorgesehen hat es einer, und der war nicht der, der es leer gelassen hat."
Und sie ging weiter und ging nach unten, weil unten weniger stand.
„Die untere Reihe ist auf vierzehn Blättern dieselbe. Auf den anderen fünf stehen drei andere Muster, und keines davon kommt nur einmal vor."
„Die obere?"
„Die obere ist auf siebzehn Blättern in den ersten drei Stellen dieselbe und danach verschieden. Auf zwei ist sie es nicht."
„Was steht darauf?"
„Das weiß ich nicht", sagte Luo Shuang.
Und Lu Chen wartete, und sie sagte den Rest.
„Ich kann sagen, dass es dasselbe Formular ist. Ich kann nicht sagen, was darauf steht."
„Eine Vermutung?"
„Die obere Reihe hat elf Stellen. Ein Datum hat elf Stellen, eine Menge hat elf Stellen, und ein Name hat elf Stellen. Ich habe keinen Schlüssel, und ich rate nicht."
Und sie schrieb es in die Spalte Was ich nicht weiß und schrieb es in einem Wort.
Inhalt.
Um 18:05 fand Herr Cai die zweiten Marken, und sie standen nicht auf der Schulter, sondern am Fußring.
Und es waren kleine geschlagene Stempel, und sie waren nicht gedrückt, sondern eingeschlagen, und sie hatten Formen.
Fünf verschiedene Formen auf neunzehn Behältern.
Aiko Taira las eine davon.
„Das ist ein japanischer Prüfstempel für Druckbehälter. Ich habe zwei davon im Gerätehaus in Otsu stehen."
Luo Shuang las eine zweite.
„Und das ist ein chinesischer."
Lu Chen schrieb beide auf und schrieb sie hin, wie sie gesagt worden waren, und er machte um keine von beiden einen Bogen.
„Die anderen drei?"
„Die kenne ich nicht", sagte Aiko Taira.
„Ich auch nicht", sagte Luo Shuang. „Und ich schreibe keine Namen von Ländern hin, deren Stempel ich nicht kenne."
Also standen drei Zeichnungen auf dem Blatt und daneben dreimal ein leeres Feld.
„Fräulein Luo, was sagt so ein Stempel?"
„Er sagt, wo der Behälter geprüft worden ist", sagte sie. „Und er sagt nicht, wer ihn gefüllt hat, und er sagt nicht, wer ihn hergebracht hat."
Und sie schrieb den Satz zweimal, einmal in die erste Spalte und einmal quer über die Zeichnungen der drei fremden Stempel.
Und damit stand nebeneinander, was den ganzen Nachmittag getrennt gestanden hatte: fünf Formen am Fuß, ein einziges Formular auf der Schulter.
„Herr Lu, das ist der Fund."
„Die Behälter?"
„Nein", sagte Luo Shuang. „Das Gleiche auf verschiedenen Behältern."
„Sagen Sie es einfacher."
„Das ist dieselbe Vorlage, und sie ist an mehr als einer Stelle ausgefüllt worden."
„Und wo ist die Stelle darüber?"
„Auf diesen neunzehn Behältern ist sie nicht."
Zwischen 18:30 und 19:40 ging Luo Shuang den Stein zwischen der Wanne und den Rändern ab, und ab da ging Fräulein Ma mit ihr, weil zwei Augenpaare bei flachem Licht zwei sind.
Und sie fanden Schleifspuren, und eine Schleifspur war ein Band von der Breite eines Fußrings, in dem die Fraßspur verschmiert war statt rund.
Sechsundzwanzig Bänder liefen von der Südkante zur Wanne.
Und Neunzehn liefen von der Wanne zur Ostkante.
An sieben Stellen kreuzten sie einander, und an allen sieben lag das Band von Süden unten und das Band nach Osten oben.
„Siebenmal dieselbe Reihenfolge", sagte Lu Chen.
„Siebenmal", sagte Luo Shuang. „Und keinmal andersherum."
An der Südkante hörten die Bänder auf.
Und an der Ostkante hörten sie auf, und unter beiden Kanten lag Wasser, und dazwischen lag nichts, was eine Brücke gewesen wäre.
Sie schrieb es hin, wie es dastand. Zwei Richtungen. Keine davon endet an einem Ort, den ich sehen kann.
Und dazu schrieb sie, was Fräulein Ma am Mittag gesagt hatte und was seitdem nicht anders geworden war.
Nichts zum Schlafen. Nichts zum Essen.
„Herr Lu, ich habe genug für einen Satz."
„Dann sagen Sie ihn."
„Etwas ist von Süden hergebracht worden, und es hat hier gestanden, und etwas ist nach Osten weggegangen. Und beides ist nie in derselben Bewegung passiert."
„Und niemand hat hier gewartet", sagte Fräulein Ma.
„Niemand hat hier gewartet", sagte Luo Shuang.
Und Lu Chen schrieb das Wort auf, das seit dem Mittag im Raum stand und noch nicht auf einem Blatt.
Übergabepunkt.
Dann sah er auf.
„Fräulein Luo, was belegt der?"
„Er belegt, dass zweimal jemand hier war und nicht gleichzeitig", sagte Luo Shuang.
„Und?"
„Und er belegt ein Verfahren. Neun Male hintereinander, in derselben Ordnung, an derselben Stelle. Das denkt sich niemand jedes Mal neu aus."
„Was belegt er nicht?"
„Er belegt nicht, wer die beiden waren."
„Er belegt nicht, wer ihnen gesagt hat, dass sie herkommen sollen."
„Und er belegt nicht, dass es jemanden gibt, der es gesagt hat."
„Das Letzte noch einmal."
„Ein Verfahren belegt keine Person, und keine Person belegt eine Führung", sagte Luo Shuang. „Ich habe eine Ordnung. Ich habe kein Oben."
Und Lu Chen schrieb es ab, und in das Feld Zuordnung schrieb er nichts und zog keinen Strich hindurch.
Um 19:52 sagte Aiko Taira etwas, und niemand hatte sie gefragt.
„Drei von den neunzehn tragen noch etwas."
Und sie stand an dem dritten von links, und sie hatte die Hand nicht daran.
„Am Fußring, neben dem Prüfstempel. Ein Oval mit einer Zahl darin."
„Und was ist das?"
„Eine Durchlassmarke", sagte Aiko Taira. „Die presse ich."
Und es wurde still, und das Stillsein kam nach einem Drittel einer Sekunde von unten zurück.
„Sagen Sie es ganz", sagte Lu Chen.
„Seit dem vierzehnten September bekommt am Biwa-See nichts eine Durchlassmarke, das nicht durch die Absperrung geht. Es gibt vier Pressen. Eine davon ist meine."
„Und?"
„Und dann hat jemand mit Zugang zur Sicherheitszone dabei geholfen. Wer, weiß ich nicht."
Sie sagte es in dieser Reihenfolge, und sie sagte den zweiten Teil nicht leiser als den ersten.
„Frau Taira, kann man eine Presse nachmachen?"
„Ja", sagte sie. „Und eine Zahl kann man erfinden."
„Und dann?"
„Und dann steht die erfundene Zahl im Buch neben einem anderen Gegenstand oder neben nichts. Das steht im Buch an der Absperrung Nord drei, und das Buch liegt draußen."
Luo Shuang schrieb die drei Zahlen ab, und sie schrieb sie ab, ohne den Behälter zu drehen, und Aiko Taira las sie ihr zweimal vor.
Vierhundertzwei. Vierhundertdrei. Vierhundertneun.
„Und die liegen nahe beieinander."
„Sieben auseinander", sagte Aiko Taira. „Das heißt bei uns: an einem Tag oder an zweien."
„An welchem?"
„Das weiß ich ohne das Buch nicht."
Sie schrieb es auf ihr eigenes Papier und zeichnete darunter mit Taira Aiko, so wie sie es am zweiten Januar getan hatte.
Und danach sagte sie noch einen Satz, und der Satz ging gegen ihr eigenes Haus, und sie sagte ihn vor elf Leuten.
„Die Stelle, die das Buch führt, steht am Wasser. Ich weiß nicht, wer dort seit September Dienst hatte."
Niemand antwortete darauf, und Lu Chen schrieb es mit.
Um 20:10 stand die Frage, die den ganzen Tag hinter allen anderen gestanden hatte.
„Herr Lu, das muss hinaus", sagte Aiko Taira.
„Ja."
„Und es darf am Ufer niemand lesen."
Denn der Schreibkanal ging über das Ufer.
Und er trug keine Bilder und keinen Ton, und er trug ungefähr eine Zeile in zwanzig Minuten, und er trug sie fast nur nach außen.
Hu Jinglan sagte die Grenze an, und sie sagte sie kurz.
„Achtzig Zeichen. Mehr geht nicht in eine Zeile."
„Und wie viele Zeilen bis Mitternacht?"
„Zwölf", sagte Hu Jinglan. „Wenn keine ausfällt."
Und Lu Chen rechnete es einmal durch und sagte danach, was nicht ginge.
„Wir schicken keinen Beweis. Ein Beweis wiegt vierzig Liter."
„Und was schicken wir?"
„Eine Stelle, an der einer liegt."
Und Aiko Taira legte die Hand auf ihr Blatt und nahm sie wieder weg.
„Und wenn wir schreiben, welche Stelle, weiß es der, der es nicht wissen darf."
Luo Shuang stellte die Bedingungen auf, weil Bedingungen aufstellen ihre Arbeit war.
„Erstens: Songjiang muss es lesen können."
„Zweitens: das Ufer darf es nicht lesen können."
„Und drittens: es muss in Zeilen von achtzig Zeichen passen."
„Was haben Songjiang und wir, das das Ufer nicht hat?"
Aiko Taira antwortete sofort.
„Mein zweites Blatt."
Und es war das Blatt mit einundsechzig Namen, die wieder stehen, und es lag seit dem ersten Januar unter dem ersten.
Und Lu Chen hatte am ersten Januar eine Abschrift beider Blätter verlangt, und die Abschrift lag seit dem zweiten Januar in Songjiang.
„Wer hat sonst eine?"
„Niemand", sagte Aiko Taira. „Seit dem fünfzehnten Dezember hat es keiner verlangt."
Und Lu Chen sah auf das Blatt und danach auf Luo Shuang.
„Fräulein Luo, geht das?"
„Das geht", sagte sie. „Wir schreiben keine Wörter, sondern Stellen."
Und sie erklärte es in vier Sätzen, weil sie es selbst erst beim Erklären zu Ende dachte.
„Blatt, Zeile, Wort. Drei Zahlen für ein Wort. Die Kopfzeile ist Zeile null. Und in der Kopfzeile stehen Name, Stelle und Tag."
„Und die Ortsangaben?"
„Die stehen in der Spalte Stelle", sagte Aiko Taira. „Absperrung Nord drei steht fünfmal darauf."
Dann fand Luo Shuang die Grenze des Verfahrens, und sie sagte sie, bevor jemand anders sie fand.
„Auf dem Blatt stehen keine Zeitwörter. Und es steht kein nicht darauf."
„Dann schreiben wir keinen Satz", sagte Lu Chen.
„Vier Wörter und drei Zahlen", sagte Luo Shuang. „Mehr gibt das Blatt nicht her."
„Reicht das?"
„Fräulein Gu führt zwei Bücher", sagte Lu Chen. „Ihr reicht es."
Die drei Zahlen konnten nicht als Stellen gehen, weil sie auf keinem Blatt standen.
Also gingen sie als Zahlen, vermindert um die Zeilenzahl des zweiten Blattes, und die Zeilenzahl des zweiten Blattes war einundsechzig.
Und Vierhundertzwei weniger einundsechzig sind dreihunderteinundvierzig, und dreihundertzweiundvierzig und dreihundertachtundvierzig standen daneben, und Deng Ruozhi rechnete alle drei laut nach.
Und Guo Meixin zählte die Zeichen jeder Zeile, bevor sie hinausging, und sie zählte laut, und zweimal musste ein Wort weg.
Die erste Zeile ging um 20:20 hinaus.
Und in ihr stand, welches Blatt gemeint war, und sie nannte es nicht beim Namen, sondern beim Tag, an dem es zuletzt jemand verlangt hatte.
Die zweite ging um 20:40, und die dritte um 21:00, und in der zweiten und der dritten standen die Stellen.
Die vierte ging um 21:20, und sie trug die drei Zahlen in Ziffern, weil Ziffern kürzer sind als Wörter und weil achtzig Zeichen achtzig Zeichen sind.
Die fünfte ging um 21:40, und in ihr stand ein einziges Wort aus der Kopfzeile. Tag.
Und danach standen sie herum und warteten, und Warten war an diesem Ort dasselbe wie Stehen, und die Insel hing weiter auf dreiundsechzig.
Um 22:00 schrieb Guo Meixin die Stundenzeile.
Und in ihr stand dasselbe wie in allen Stundenzeilen, und darunter stand nichts herein.
Und um 22:41 kam die erste Zeile von außen, und sie kam neunundfünfzig Minuten nach der letzten hinaus.
Verstanden. Nicht über das Ufer.
Lu Chen las sie zweimal und legte sie hin.
„Und jetzt tun wir hier weiter, was hier zu tun ist."
Also maß Luo Shuang bis 23:10 die acht geschlossenen Behälter von außen und öffnete keinen davon, weil Lu Chen einen Tag hatte und nicht zwei.
Um 23:24 kam die zweite Zeile.
Vier seit 20:10 Ortszeit. Nicht am Wasser. Mehr nicht über diesen Kanal.
Niemand sagte etwas.
Und Herr Cai sah auf, und Deng Yuxian sah nicht auf, und Aiko Taira schrieb die Zeile ab, so wie sie dastand, und legte den Stift daneben.
„Frau Taira?"
„Vier ist eine Zahl", sagte sie. „Und ich weiß nicht, welche vier."
Und Lu Chen schrieb sie in die Stundenzeile für dreiundzwanzig Uhr und schrieb nichts dahinter.
Um 23:40 schrieb Luo Shuang die letzte Zeile des Tages, und sie schrieb sie in die dritte Spalte.
Hier hat jemand etwas abgestellt, und jemand anderes hat es abgeholt. Und über den beiden steht nichts, was ich sehen kann.
Daneben stand die Spalte Was ich nicht weiß, und an diesem Abend standen elf Zeilen darin.
Und die erste war die kürzeste.
Wer.
Und die neunzehn Behälter standen und lagen, wie sie gestanden und gelegen hatten.
Und die drei Ringe von einundvierzig Zentimetern lagen im Stein und hatten keinen Behälter, und die Stangen im Norden standen sieben Meter von dem nächsten Ring, und Luo Shuang schrieb sie nicht in dieselbe Zeile.
Die achte Insel hing auf dreiundsechzig.
Und sie hing dort seit dem Morgen, und niemand hatte an diesem Tag etwas hinausgegeben, und deshalb hing sie dort noch.
Draußen lief das handbreite Band über das Wasser.
Und es lief acht Mal in der Minute, und über der Insel standen drei Wolkenbänder, und darunter standen dieselben drei.