Aufstieg des Ewigen Dao-Clans · Band 4 · Arc 06
Kapitel 501Die Welt sieht zu

Der spiegelnde Ozean

4.092 Wörter · Band 4 — Vorhänge vor dem Himmel

Der Berg stand um 10:20, und Lu Chens Wort fiel um 10:39.

Und danach gab es eine Vorhut, und vorher hatte es keine gegeben.

Gu Tian ging um 10:40 als Vierter hindurch.

Und er tat dabei einen Schritt mit dem rechten Fuß zuerst, weil man das so macht.

In einem Dungeon merkt man den Wechsel an der Haut.

Und hier merkte man ihn am Knie, denn der Stein kam zwei Zentimeter zu früh.

Er ging drei Schritte nach vorn und ließ die anderen hinter sich durch.

Und zwei gingen dabei in die Hocke.

Einer setzte sich hin und stand nach vier Sekunden wieder auf, und niemand sah zu ihm hin.

Die zweite Sache war der Ton.

Und Lu Chen sagte hinter ihm ein Wort, und das Wort kam von unten zurück.

Es kam nach ungefähr einem Drittel einer Sekunde.

Es kam nicht leiser zurück, sondern genauso laut, und es kam aus der Richtung, in der die Füße standen.

Lu Chen sagte danach nichts mehr, bis alle siebzehn drin waren.

Und dann sagte er ein Wort und wartete, und dann das nächste.

„Stehen."

„Leinen."

„Mitte."

Und daraus wurde die Regel dieses Tages, und sie hatte vier Wörter.

Ein Wort. Dann warten.

Die dritte Sache war das, wofür sie gekommen waren.

Über ihm stand ein Himmel mit drei Wolkenbändern.

Und sie standen übereinander und nicht nebeneinander, und das oberste war das schmalste.

Und tief darin stand eine Lichtquelle, und sie war kein Punkt, sondern ein Fleck von der Breite einer Hand.

Unter ihm stand derselbe Himmel noch einmal.

Und er stand verkehrt herum darin, und das schmalste Band lag unten, und der Fleck stand genauso tief.

Dazwischen lag Wasser.

Man sah nicht, wo es anfing.

Ein Horizont ist eine Linie, an der etwas aufhört.

Und hier hörte nichts auf.

Das Wasser gab den Himmel zurück, und es gab ihn ohne Fehler zurück.

Es gab ihn bis dorthin zurück, wo das Auge aufhörte, und weiter reichte das Auge nicht.

Luo Shuang war seit einer halben Minute drin und sagte den ersten Satz, den jemand aufschrieb.

„Und oben ist nichts anderes als unten", sagte sie.

Sie maß um 10:44 den Winkel, und sie maß ihn mit demselben Gerät, mit dem sie ihn am zweiten Januar durch die Fläche gemessen hatte.

Vierzehn.

„Frau Taira, draußen waren es auch vierzehn."

„Ja."

„Und dann war die Unterkante das Wasser."

Jeder auf dem Stein hatte zwei Schatten.

Und der eine lief vom Licht weg und der andere vom Wasser weg, und beide waren schwach, und keiner von beiden war länger als der andere.

„Frau Taira, welcher ist meiner?"

„Beide."

„Und welcher sagt mir, wo oben ist?"

„Keiner", sagte Aiko Taira.

Sie standen auf einer Scheibe aus hellem Stein.

Und sie war fast rund, und Luo Shuang maß sie später mit dem Band: neunzehn Meter zwei in der einen Richtung, achtzehn Meter neun in der anderen.

Die Scheibe lag nicht auf dem Wasser.

Und sie hing zwei Handbreit darüber, und darunter hing ihr eigenes Bild, und zwischen dem Stein und dem Stein im Wasser lagen vier Handbreit.

„Vier sind zwei mal zwei", sagte Luo Shuang.

Und das war der einzige Satz, den sie an diesem Tag zweimal aufschrieb, weil sie ihn später brauchte.

Die Fläche stand am Südrand der Scheibe.

Neun Meter vier breit, fünf Meter zwei hoch, und die Unterkante vierzehn Zentimeter über dem Stein.

Darin stand Schotter.

Und darin stand ein Stück Absperrung und ein Messpfosten und ein grauer Morgen, und es war das Ufer, und es bewegte sich nichts darin.

Herr Cai ging um 10:47 hindurch und war um 10:48 wieder da.

Und Lu Chen hatte ihn hingeschickt und ihm zwei Wörter mitgegeben, und Herr Cai brachte zwei andere zurück.

„Und?"

„Draußen ist es 10:47", sagte Herr Cai.

„Nach welcher Uhr?"

„Und nach der japanischen am Rückkehrbereich."

Luo Shuang schrieb es als einzigen Uhrenvergleich des Tages auf.

Und sie schrieb daneben, dass zwei Uhren aus demselben Schrank eine Uhr sind und dass eine dritte noch keine Reihe ist.

Und Fräulein Ma hatte währenddessen in die Fläche gesehen.

„Herr Lu, er war nicht drin."

„Wer?"

„Herr Cai", sagte Fräulein Ma. „Und er ist draußen an der Absperrung vorbeigegangen, und in der Fläche ist niemand vorbeigegangen."

Luo Shuang ging zwei Schritte näher heran und sah es sich lange an.

„Draußen stand ein Himmel darin, der nicht unserer war", sagte sie.

„Und hier steht unser Ufer darin, und darin ist es zehn Uhr vierzig geblieben."

Um 10:50 hängte sie ein Lot auf.

Und ein Lot ist eine Schnur mit einem Gewicht daran, und es hat keine Vorschrift und keinen Schrank, und deshalb hängte sie es vor allem anderen auf.

Es hing nicht still.

Und es hing auch nicht so, wie eine Schnur im Wind hängt, sondern es wanderte, und es brauchte für den Weg hin und zurück ungefähr vierzig Sekunden.

Sie maß den Ausschlag gegen die Kante des Koffers.

Zwei Grad nach der einen Seite, neun nach der anderen.

Und die Mitte lag nicht in der Mitte.

„Frau Taira, kippt der Stein?"

„Nein."

„Woran sehen Sie das?"

Aiko Taira zeigte auf den Rand und auf das Bild des Randes im Wasser.

„Der Spalt bleibt gleich", sagte sie.

Und Luo Shuang schrieb den Satz um 10:53 auf und gab ihn nicht in den Kanal.

Nicht der Boden kippt. Das Unten kippt.

Ein Schritt auf dieser Scheibe war deshalb keine Sache der Beine.

Und man setzte den Fuß auf, und der Stein war da, und das Gewicht war woanders, und beides zusammen ergab einen Schritt, den niemand geübt hatte.

Um 10:52 zog Luo Shuang mit Kreide einen Strich auf den Stein, genau unter die Unterkante der Fläche.

Und um 11:31 lag der Strich nicht mehr darunter.

„Fräulein Luo, dreht sich die Fläche?"

„Nein", sagte Luo Shuang. „Die Scheibe dreht sich."

Neun Grad in neununddreißig Minuten.

Und sie waren nicht gleichmäßig gekommen, und das schrieb sie dazu, bevor sie die neun schrieb.

Und bei elf bis zwölf Grad zur Fläche war die Fläche nicht mehr da, so wie am Ufer.

Eine Scheibe, die sich dreht, nimmt jeden irgendwann auf diese elf Grad mit.

Lu Chen ließ um 11:05 die Leinen ziehen.

Und es waren drei Gruppen, in jeder eine Leine über der Schulter, niemand allein.

Und in jeder Gruppe hielt einer nichts als die Leine.

Er verbot danach zwei Sachen, und er verbot jede in zwei Wörtern.

„Nicht hinuntersehen."

„Nicht hinaussehen."

Guo Meixin setzte sich um 11:07 hin, bevor jemand sie darum bat.

Und sie saß danach vier Stunden und schrieb mit, was Deng Yuxian ihr zurief, und sie hielt das Blatt mit beiden Händen, weil es auf diesem Stein nicht liegen blieb.

„Fräulein Guo, wollen Sie einen Platz?"

„Ich habe einen", sagte Guo Meixin.

„Weiter innen?"

„Und weiter innen kippt es genauso, und von hier aus sehe ich alle vierzehn."

Deng Ruozhi ließ um 11:08 einen Stift fallen.

Und er kam einen halben Meter neben dem Fuß auf, und beim zweiten Mal kam er dreißig Zentimeter auf der anderen Seite auf, und beim dritten Mal ließ er es sein.

Der Magen war das Dritte.

Und ein Magen rechnet mit, ohne dass man ihn fragt, und er rechnet aus dem, was das Auge sagt, und das Auge sagte hier zweimal dasselbe in zwei Richtungen.

Zwei von vierzehn mussten sich übergeben.

Und sie taten es in der Mitte der Scheibe, weil am Rand an diesem Tag niemand stand, der nicht musste.

Gu Tian sah um 11:09 zum ersten Mal hin.

Und der violette Rand um seine goldenen Augen lief dabei schneller, und das Gold blieb Gold.

Er sah in das Wasser.

Dao-Sicht läuft in etwas hinein, wenn etwas da ist.

Und hier lief sie nicht hinein.

Sie kam zurück.

Und sie kam vollständig zurück und in derselben Form, so wie ein Wort von unten zurückkam, und sie brauchte dafür genauso lange.

„Herr Lu."

„Herr Gu?"

„Es gibt alles zurück", sagte Gu Tian. „Und nicht nur das Bild."

„Was noch?"

„Alles, womit man hinsieht."

Und Lu Chen gab die zweite Regel daraufhin ein zweites Mal aus, und diesmal mit einem Grund dahinter.

„Wer hinuntersieht, sieht sich selbst und richtet sich danach", sagte er. „Und dann steht er falsch."

Luo Shuang hielt um 11:12 den Tiefenmesser über den Rand.

Und er gab null Komma null aus, und sie hielt ihn zwei Meter höher, und er gab wieder null Komma null aus.

„Fräulein Luo, wie tief ist es?"

„Und das steht nicht in dieser Zahl."

„Was steht darin?"

„Und darin steht, dass etwas sofort zurückkommt", sagte Luo Shuang.

Und sie schrieb es in die dritte Spalte, und es war der zweite Eintrag dort.

Über dem Wasser hing anderes.

Und es hing in allen Höhen, und es hing ohne etwas darüber und ohne etwas darunter, und unter jedem Stück hing sein eigenes Bild.

Es waren Scheiben.

Und die meisten waren flach und rund oder fast rund, und auf einigen stand Mauerwerk, und auf zweien stand mehr als Mauerwerk.

Und sie hingen so, wie Waagschalen hängen.

Dieser Satz stand am Abend in drei Heften, und drei Leute hatten ihn unabhängig voneinander aufgeschrieben, und keiner von ihnen konnte ihn erklären.

„Herr Gu, hält so etwas?"

„Das weiß ich nicht."

„Und sehen Sie, woran es hängt?"

„Es hängt an nichts", sagte Gu Tian.

Er sagte es sofort, und Lu Chen hatte die Hand noch auf dem Blatt.

Hu Jinglan trug die Schulterkamera der japanischen Portalaufsicht.

Und sie trug sie, weil jemand sie tragen musste, und sie ging deshalb an diesem Tag nirgends nach vorn.

Um 11:16 bat Luo Shuang sie, stillzustehen.

Und sie brauchte einen Bildausschnitt, der sich nicht ändert, und sie brauchte ihn nach Nordosten, und sie brauchte ihn neun Sekunden lang.

Aiko Taira hatte ein japanisches Handgerät mit einer einzigen Lampe.

Und die Lampe war seit 10:40 aus gewesen, und sie ging um 11:16 an.

„Sie sehen uns", sagte Aiko Taira.

Und in diesen neun Sekunden stand dreierlei im Bild.

Oben standen drei Wolkenbänder übereinander, und unten standen dieselben drei verkehrt herum, und dazwischen lag kein Strich.

In der Mitte hing eine Scheibe aus Stein mit einer halben Mauer darauf.

Und darunter hing dieselbe Scheibe mit derselben halben Mauer, und zwischen beiden war Luft.

Und am unteren Rand des Bildes stand eine helle Scheibe mit siebzehn Leuten darauf.

Die Leute waren klein, und keiner von ihnen sah in die Kamera.

Die Lampe ging aus.

„Jetzt nicht mehr", sagte Aiko Taira.

„Frau Taira."

„Herr Lu?"

„Wie heißt dieser Ort in Ihrer Akte?"

Aiko Taira sah nicht in ihr Heft, weil sie es wusste.

„Seit dem achtzehnten September steht dort Himmlische See", sagte sie. „Und es steht vorläufig dort, und es hat es nie jemand benutzt."

„Wer hat es geschrieben?"

„Und das steht nicht dabei."

Luo Shuang sah auf die Lampe, die aus war.

„Und dann heißt es jetzt so", sagte sie.

Lu Chen sagte nichts dazu.

Und er sagte an diesem ganzen Nachmittag nichts über Bilder.

Um 11:24 lief ein Band über das Wasser.

Und es war eine Handbreit breit, und es lief von Norden nach Süden, und es lief über die Scheibe hinweg wie über alles andere.

Luo Shuang zählte in der ersten Minute acht.

„Frau Taira, sieben bis neun."

„Draußen auch", sagte Aiko Taira.

Das Bild zerbrach dabei nicht.

Und die drei Wolkenbänder standen im Wasser an derselben Stelle wie vorher, und nicht ungefähr, sondern an derselben.

Luo Shuang schrieb danach den Satz auf, den sie am zweiten Januar nicht hatte schreiben können.

Es ist Wasser. Und es zerbricht sein Bild nicht.

Luo Shuang maß die Höhe der Scheibe im Nordosten, ohne ein Gerät dafür zu haben.

Und sie maß den Spalt zwischen der Scheibe und ihrem Bild und teilte ihn durch zwei, und das war die ganze Rechnung.

„Fräulein Luo, wie hoch hängt die?"

„Einundsechzig Meter."

„Und die dahinter?"

„Die dahinter messe ich nicht", sagte Luo Shuang. „Dort hört mein Bild auf."

Um 11:35 rutschte Deng Yuxian einen halben Schritt, und Yao Dexin hielt sie fest.

Und er hielt sie nicht mit der Hand allein, sondern er stellte sich dabei ab, so wie man sich abstellt, wenn es schnell gehen muss.

Die Scheibe ging an dieser Seite eine Handbreit hinunter.

Sie kam wieder herauf, und sie brauchte für beides ungefähr sechs Sekunden.

Das Lot hatte sich dabei nicht bewegt.

„Fräulein Luo, das war er."

„Nein, Herr Lu."

„Warum nicht?"

Luo Shuang zeigte auf Herrn Cai, der zwei Schritte weiter stand.

„Und Herr Cai ist schwerer", sagte sie.

Es blieb einen Moment still auf der Scheibe.

„Was war es dann?"

„Und das schreibe ich in die dritte Spalte", sagte Luo Shuang.

Um 11:52 sahen vier Leute gleichzeitig nach Nordosten.

Und dort sank eine Scheibe, und sie sank langsam, und sie sank ungefähr eine Minute lang.

Und in derselben Minute kam eine andere herauf.

Sie lag weiter weg und war kleiner, und sie kam genau so weit herauf, wie die erste hinunterging.

Danach standen beide still.

Und niemand sagte etwas dazu, und Fräulein Ma schrieb es auf, und in ihrem Satz stand das Wort Waagschalen zum zweiten Mal an diesem Tag.

Der Anker war das Einzige an diesem Tag, das nicht warten konnte.

Und Luo Shuang sagte, warum, und sie sagte es in zwei Sätzen, und Lu Chen schrieb beide mit.

„Die Scheibe dreht sich, und dann ist die Tür nicht da", sagte sie. „Und ein Weg zurück, den man nur sieht, ist keiner."

Sie zog dafür keinen Kreis.

Und sie zog seit Qinghai keine Kreise mehr, wenn ein Rand schon da war, und hier war einer da, und er lief einmal um die Scheibe herum.

Sie ging ihn ab und legte dabei eine Schnur an den Stein.

Und sie suchte die Stellen, an denen die Schnur nicht abhob, und sie fand vier, und sie fand sie nicht dort, wo sie sie gesucht hatte.

An jede der vier kam eine Klammer.

Und zwischen die Klammern kam die Schnur, und in die Mitte der Scheibe kam der Anker selbst, und der Anker war handgroß und hatte eine Nadel und sonst nichts.

Und dann brauchte sie ein Senkrecht.

Denn ein Anker steht in einer Richtung, und die Richtung, in der er steht, ist die, in der er hängt.

Um 12:20 legte sie die vierte Klammer wieder hin.

„Herr Lu, ich kann ihn nicht setzen."

„Warum nicht?"

„Und weil ich kein Senkrecht habe", sagte Luo Shuang. „Mein Lot wandert um elf Grad."

„Was heißt das?"

„Und dass er morgen auf eine Tür zeigt, die dort nicht ist."

Aiko Taira hockte seit 12:04 am Südwestrand.

Und sie hatte in dieser Zeit nichts gesagt und dreimal die Stelle gewechselt, und sie hatte jedes Mal auf dieselbe Sache gesehen.

„Fräulein Luo."

„Frau Taira?"

„Da ist eine Ader."

Sie zeigte nicht auf das Wasser, sondern auf das Bild darin.

Und dort, wo sie hinzeigte, lag das mittlere der drei Wolkenbänder eine Handbreit tiefer als daneben, und der Streifen, in dem es tiefer lag, war ungefähr zwei Meter breit.

„Er läuft von dort nach dort", sagte sie und zeigte zweimal.

„Unter uns durch?"

„Unter uns durch."

Luo Shuang legte den Kopf schräg und sah es nach vier Sekunden auch.

Und dann sagte sie den Satz, den sie am zwanzigsten Dezember an eine Tafel in Songjiang geschrieben hatte, und sie sagte ihn ohne Genugtuung.

„Wasser, das sich bewegt, zerbricht sein Bild."

„Und dieses zerbricht es ein wenig", sagte Aiko Taira.

Gu Tian sah zum zweiten Mal hin.

Und das Violett lief schneller, und das Gold blieb Gold, und er sah zwei Sachen und sagte beide in einem Zug.

„Sie endet nicht, und sie geht unter der nächsten Scheibe weiter."

„Wie weit?"

„Das weiß ich nicht."

Er setzte nichts dahinter und stellte auch nichts davor.

Und Luo Shuang schrieb beide Hälften in dieselbe Zeile, weil sie in derselben Zeile gesagt worden waren.

„Frau Taira, was tun Sie damit?"

„Ich trenne sie von der Scheibe."

„Und?"

„Und dann läuft sie außen herum", sagte Aiko Taira.

„Können Sie das?"

„Ja."

„Woran liegt es?"

Und darauf antwortete Aiko Taira nicht.

Und Luo Shuang stellte sich vorher dorthin, wo sie stehen musste, und sie legte zwei Marken auf den Stein und nahm die Uhr in die andere Hand.

„Frau Taira, ich stehe hier mit zwei Marken und einer Uhr."

„Ja."

„Und wenn Sie danebenkommen, sage ich Ihnen, wie weit."

„Und dann sagen Sie es", sagte Aiko Taira.

Sie fragte nicht, warum.

Und sie sagte auch nicht, dass sie nicht danebenkommen werde.

Sie ging um 12:48 an den Rand.

Und vor der Schrittfolge drehte sich die Scheide um wenige Grad, und die Klinge blieb darin, und Luo Shuang sah es und fragte nicht danach.

Der erste Schnitt kam um 12:50.

Und er kam schnell, und er kam sauber, und er kam einen halben Meter zu weit im Süden.

Das Bild in der Ader stand danach so, wie es vorher gestanden hatte.

„Einen halben Meter", sagte Luo Shuang. „Nach Süden."

Aiko Taira richtete sich auf.

„Sicher?"

„An der zweiten Marke", sagte Luo Shuang. „Und Sie sind an der richtigen Stelle abgesprungen und an der falschen herausgekommen."

Aiko Taira sah zwei Sekunden auf das Wasser und danach nicht mehr.

„Ich habe es nicht gemerkt", sagte sie.

„Nein."

„Und ich merke es beim nächsten Mal auch nicht."

„Nein", sagte Luo Shuang.

Aiko Taira nahm das an und setzte keinen zweiten Satz darauf.

Der zweite Schnitt kam um 12:54.

Und sie setzte ihn einen halben Meter nördlich von der Stelle, auf die sie sah, und sie setzte ihn genauso schnell wie den ersten.

Er saß.

Was danach geschah, geschah langsam.

Und es dauerte ungefähr zwei Minuten, und es sah aus wie nichts.

Das mittlere Wolkenband unter der Scheibe kam eine Handbreit herauf.

Danach lag es dort, wo es daneben lag, und der Streifen war weg, und im Wasser stand wieder ein Himmel ohne Naht.

Das Lot hörte um 12:57 auf zu wandern.

Und es stand danach nicht still, sondern es lief noch um etwa ein Grad, und ein Grad ist etwas anderes als elf.

Luo Shuang sah es sich sieben Minuten an, bevor sie es aufschrieb.

Und dann schrieb sie es in zwei Spalten, weil sie alles in zwei Spalten schrieb.

Vorher: kein Senkrecht. Kein Gerät, das steht. Kein Anker. Kein Schritt, den man vorher weiß.

Jetzt: elf Grad sind ein Grad.

„Fräulein Luo, was geht jetzt, was vorher nicht ging?"

„Und alles, was stehen muss."

„Nennen Sie es."

„Und ein Gerät, ein Anker und ein Schritt, den man vorher weiß", sagte Luo Shuang.

„Frau Taira, gibt es mehr davon?"

„Ja."

„Wie viele?"

„Und das sehe ich erst, wenn ich davorstehe", sagte Aiko Taira.

Die Leute standen danach anders.

Und keiner sagte es, und man sah es an den Schultern, und man sah es zuerst bei denen, die den ganzen Vormittag an einer Leine gehangen hatten.

Lu Chen ließ die Leinen trotzdem auf den Schultern.

Und er ließ sie dort, weil ein Grad nicht null ist und weil er diese Scheibe an diesem Tag zum ersten Mal sah.

Um 13:02 rutschte Hu Jinglans zweiter Koffer über den Rand.

Und der Rand lag zwei Handbreit über dem Wasser, und darunter stand das Bild des Randes, und dazwischen war nichts.

Der Koffer kam nicht ins Wasser.

Gu Tian stellte ihn auf den Stein zurück und ging danach dorthin, wo er vorher gestanden hatte.

Niemand sagte etwas dazu.

Und Luo Shuang schrieb über diesen Koffer an diesem Nachmittag genau ein Wort, und das Wort war trocken.

Zwischen 13:04 und 13:11 war die Fläche zum ersten Mal an diesem Tag nicht da.

Und Luo Shuang sah in diesen sieben Minuten kein einziges Mal hin, weil sie an einem Rand arbeitete und nicht an einer Tür.

Sie setzte den Anker zwischen 13:20 und 14:11.

Und in Songjiang dauert das neunzehn Minuten, und sie hatte es vorher gesagt und sagte es hinterher nicht noch einmal.

Die vier Klammern saßen an den vier Stellen, an denen die Schnur nicht abgehoben hatte.

Und die Schnur lag zwischen ihnen auf dem Rand, der Anker stand in der Mitte, und die Nadel stand auf der Fläche.

Sie prüfte ihn nicht mit ihrem zweiten Gerät.

Und sie prüfte ihn deshalb nicht damit, weil beide am neunten Dezember im selben Raum von derselben Hand justiert worden waren.

„Frau Taira, haben Sie ein Gerät?"

„Eines."

„Aus welchem Schrank?"

„Aus Otsu", sagte Aiko Taira.

Luo Shuang stellte es dreißig Zentimeter neben ihres, so wie am zweiten Januar an Messpunkt neun.

Beide zeigten dasselbe.

Das war nicht viel, und es war mehr als am Vormittag.

Und sie schrieb es in die zweite Spalte und nicht in die erste.

Um 14:20 war die Fläche zum zweiten Mal an diesem Tag nicht da.

Und die Scheibe hatte sich weitergedreht, und wer am Nordrand stand, sah an der Stelle, an der eine Tür sein musste, Wasser und Himmel und keinen Unterschied zwischen beidem.

Deng Yuxian las den Anker ab, weil sie an diesem Tag die Ableserin war.

„Zweihundertneun Grad", sagte sie.

Lu Chen ging zweihundertneun Grad.

Und er ging elf Schritte, und dann stand er vor der Fläche, und von dort aus war sie wieder da.

Er kam zurück und sagte ein Wort.

„Gut."

Und das war das ganze Lob, das der Anker an diesem Tag bekam.

„Fräulein Luo, wie lange hält er?"

„Das weiß ich nicht."

„Ungefähr?"

„Und ungefähr wäre eine Zahl, und dann rechnen Sie morgen damit", sagte Luo Shuang.

„Was können Sie sagen?"

„Dass er jetzt steht."

„Und?"

„Und dass ich für alles Weitere eine Grundlinie brauche, und dass ich hier keine habe."

Sie schrieb den Rest selbst dazu, weil sie nicht wollte, dass jemand danach fragen musste.

Ein Anker ist kein Verfahren. In Fujian waren es elf.

Er steht auf einem Rand, den ich nicht gemacht habe, und der Rand dreht sich.

Was ihn hält, hält ihn seit einer Stunde.

Die Lampe an Aiko Tairas Handgerät war um 11:41 für weniger als eine Sekunde angegangen.

Und um 12:07 ging sie noch einmal an, und danach an diesem Tag nicht mehr.

Was blieb, war der Schreibkanal.

Und er trug keine Bilder und keinen Ton, und er trug Zeilen, und er trug ungefähr eine Zeile in zwanzig Minuten, und er trug sie fast nur in eine Richtung.

„Frau Taira, wer hält Ihr Wort?"

„Nicht ich", sagte Aiko Taira. „Seit heute früh."

„Wer?"

„Und der Name steht auf meinem Papier."

Um 14:40 kam die einzige Zeile, die an diesem Nachmittag hereinkam.

Und sie kam aus Songjiang, und sie war mit Gu Zixuans Namen gezeichnet, und sie hatte drei Teile, und niemand konnte ausrechnen, wie lange sie unterwegs gewesen war.

Feld Bezeichnung: Himmlische See.

Fremde Bezeichnung.

Nicht geprüft.

Luo Shuang las es laut vor, weil Lu Chen darum bat.

Und danach sagte eine Weile niemand etwas, und es hörte sich anders an als vorher, weil jedes Wort von unten zurückkam und diesmal keines kam.

Lu Chen setzte um 15:10 die Rückkehr an, und er setzte sie auf 15:40.

Und er setzte sie so an, weil der Berg um 16:20 stand und weil er nicht in einen Anstieg hineingehen wollte, wenn er in einen Abstieg hineingehen konnte.

Niemand ging an diesem Tag nach Nordosten.

Niemand betrat eine zweite Scheibe, und niemand ging weiter als bis an den Rand der ersten.

„Herr Gu."

„Herr Lu?"

„Ist der Kern hier?"

„Nein."

„Und das Dämonenblut?"

„Nicht hier", sagte Gu Tian.

Und er setzte nichts dahinter, und Lu Chen fragte nicht nach.

Und Luo Shuang schrieb beides auf und ließ das Feld daneben leer, so wie sie es am zweiten Januar leer gelassen hatte.

Der Anker blieb stehen.

Und Luo Shuang nahm die vier Klammern nicht ab und die Schnur nicht auf, und sie schrieb den Grund dafür in einem halben Satz.

Ein Anker, den man mitnimmt, ist ein Koffer.

Um 15:40 ging der Erste hindurch.

Und danach ging es schnell, weil sie es am Morgen an der Rampe geübt hatten und weil die Fläche von dieser Seite dieselbe Breite hatte.

Lu Chen ging als Letzter, und Gu Tian ging vor ihm.

Er sah vorher einmal zurück.

Und auf der Scheibe lagen eine Schnur, vier Klammern und ein Gerät mit einer Nadel, und daneben zählte Lu Chen.

Die Scheibe drehte sich weiter.

Und die Nadel drehte sich nicht mit.

Über ihr standen drei Wolkenbänder übereinander, und das oberste war das schmalste.

Und unter ihr standen dieselben drei, und das schmalste lag unten, und dazwischen war kein Strich.

Dann tat er einen Schritt.

Und der Boden kam zwei Zentimeter zu spät.

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