Aufstieg des Ewigen Dao-Clans · Band 4 · Arc 06
Kapitel 499Die Welt sieht zu

Instabile Bilder

4.356 Wörter · Band 4 — Vorhänge vor dem Himmel

Der dritte Januar 2137 war ein Sonntag, und in Songjiang fing er eine Stunde später an als am Biwa-See.

Und Gu Zixuan schrieb das als Erstes auf das erste Blatt, weil sie an diesem Tag mit zwei Uhren arbeiten musste.

Alle Uhrzeiten Songjiang. Japan eine Stunde vor.

Der Raum im Ostflügel, in dem seit dem zwölften Dezember der Rechner stand, hatte vier Schlüssel.

Und an diesem Sonntag arbeitete niemand darin außer ihr, und trotzdem schrieb sie die Vier auf, weil eine Tür, die vier Schlüssel hat, keine Tür ist, sondern vier.

Um 05:40 setzte sie eine Regel über das Blatt und schrieb sie in derselben Form, in der sie am dreiundzwanzigsten November in Fujian eine geschrieben hatte.

Ich benutze nur, was jeder empfangen kann.

Darunter schrieb sie, was das an diesem Tag hieß, und es war ein Satz, den außer ihr niemand las.

Ich greife eine Wand an, hinter der meine Leute sitzen, und ich greife sie an, als säßen dort keine.

Die Leitung nach Japan stand um 06:00, und am Ostufer war es 07:00.

Und sie stand schlechter als am zweiten Januar, und das lag am Sonntag nicht und an der Fläche auch nicht.

Um 06:10 kam der Sendeplan der japanischen Pressestelle, und er hatte zwei Seiten und war auf beiden Seiten sauber.

Drei Fenster am vierten Januar: Ankunft an der Rampe, Eintritt, Rückkehr. Dazwischen kurze Ausschnitte, so wie sie kommen.

Auf der zweiten Seite stand der Satz, an dem Zixuan den ganzen Tag arbeiten würde.

Zwischen den Fenstern wird gesendet, was aus der Fläche kommt, ohne Auswahl und ohne Verzug.

Sie las ihn dreimal und legte ihn nicht weg.

Denn ohne Auswahl ist ein Versprechen an die Zuschauer, und ohne Verzug ist ein Versprechen an niemanden, und beides zusammen heißt, dass zwischen den Fenstern eine Leitung offen steht, in die jeder hineinsieht.

Um 06:30 fing sie mit der Liste an, und die Liste hieß, was ein fremder Sender hat.

Und sie brauchte dafür neun Zeilen.

Das öffentliche Bild. Den Ton dazu. Die Ansagen der Pressestelle. Die vier Zeilen vom siebenundzwanzigsten Dezember. Die Wörterliste in zwei Sprachen. Die Minuten der drei Fenster. Die Stellen, an denen das Bild stockt. Die Stellen, an denen es aufhört.

Und die neunte Zeile war die kürzeste.

Die Uhr.

Um 07:00 rief sie die Pressestelle an, und es war 08:00 am See, und es dauerte vier Minuten, bis auf der anderen Seite jemand saß, der antworten durfte.

Und auf der anderen Seite saßen zwei Leute und ein Dolmetscher, und es sprach nur einer der beiden.

„Fräulein Gu."

„Ich möchte heute drei Probeläufe."

Der Dolmetscher brauchte dafür sechs Sekunden, und die Antwort brauchte danach elf.

„Wir haben zwei geplant."

„Und ich möchte drei", sagte Zixuan.

„Warum drei?"

„Weil ich beim ersten sehe, was Sie mir zeigen, und beim zweiten, was Sie mir nicht zeigen."

„Beim dritten?"

„Beim dritten nehmen wir ab", sagte sie.

Und es blieb länger still als die Verzögerung.

„Neun Uhr Ihrer Zeit, vierzehn Uhr Ihrer Zeit, siebzehn Uhr Ihrer Zeit", sagte die Pressestelle. „Bei uns eine Stunde später."

„Und noch etwas."

„Ja?"

„Ich empfange nicht über Ihre Leitung", sagte Zixuan. „Ich empfange über die Empfangsstelle in Jinshan, so wie jedes andere Haus."

Und der Dolmetscher fragte zweimal nach, bevor er es übersetzte.

„Fräulein Gu, das ist ein schlechteres Bild."

„Das ist der Sinn", sagte sie.

Der erste Probelauf lief um 09:00 und dauerte zweiundzwanzig Minuten.

Und Zixuan sah ihn nicht an, sondern schrieb mit.

Sie schrieb die Sekunde auf, in der etwas anfing, und die Sekunde, in der es aufhörte, und dazwischen nichts.

Denn ein Bild kann man erzählen, und ein Takt kann man nur aufschreiben.

Um 09:24 hatte sie drei Sachen, und zwei davon waren einfach.

Die erste war der Raumton.

Und im Kontrollraum am Ostufer stand ein Lautsprecher, und auf dem Lautsprecher lag der gemeinsame Kanal, und die Kamera stand vier Meter daneben und hörte mit.

„Das ist in fünf Minuten weg", sagte die Pressestelle um 09:40.

„Ich weiß."

„Und?"

„Und es war in fünf Minuten da", sagte Zixuan.

Die zweite war die Namenseinblendung.

Und vier von vierzehn hatten bis zum dreißigsten Dezember um 16:20 ein Ja bei ihr hinterlegt, und die Pressestelle hatte die vier Namen und wollte sie unter die vier Leute schreiben.

Und Zixuan sah eine Weile auf den Plan.

„Dann sieht man vier Namen und zehn Leute ohne."

„Ja."

„Und?"

„Und dann weiß jeder, dass zehn Leute Nein gesagt haben", sagte sie.

Der Dolmetscher übersetzte es, und danach kam eine Frage zurück, die Zixuan gefiel.

„Fräulein Gu, ist ein Nein etwas Schlimmes?"

„Nein", sagte sie. „Und deshalb muss es auch nicht zu sehen sein."

Sie einigten sich in sieben Minuten.

Und die vier Namen laufen einmal, in der Reihenfolge, in der die vier Ja eingegangen sind, an einer festen Stelle und über keinem Menschen.

„Wenn jemand fragt, welcher Name zu welchem Gesicht gehört?"

„Dann fragt er mich", sagte Zixuan. „Und dann bekommt er von mir dieselbe Antwort wie der davor."

Die dritte Sache war nicht einfach, und sie stand um 09:24 noch nicht als Fund da, sondern als eine Reihe von Zahlen, die ihr nicht gefiel.

Und das Bild war in zweiundzwanzig Minuten neunmal dünner geworden.

Nicht weg. Dünner.

Und dünner ist etwas anderes als weg, denn was weggeht, kommt wieder, und was dünner wird, hat einen Grund, der noch da ist.

Sie legte die neun Stellen nebeneinander und suchte den Abstand.

Zwölf Sekunden, zwei Minuten vierzig, sechs Sekunden, eine Minute elf, drei Minuten, achtzehn Sekunden, vier Sekunden, zwei Minuten neun, sieben Sekunden.

Es war keine Ordnung darin, und das war das Erste, was ihr auffiel.

Und das Zweite war, dass es an den Ausschlägen an der Fläche nicht liegen konnte, weil an diesem Vormittag niemand an der Fläche stand.

Um 10:15 kam die Verteilerliste, und sie kam nicht, weil Zixuan sie verlangt hatte.

Und sie kam, weil jedes Haus im Pool sie bekommt, damit es weiß, welche Nummer das Bild ist.

Es war ein einzelnes Blatt mit vierzehn Zeilen, und in jeder Zeile standen drei Sachen.

Eine Nummer. Eine Richtung. Die Uhrzeit der ersten Benutzung.

Kein Name. Kein Inhalt. Kein Wort, das etwas bedeutete.

Und Zixuan brauchte für die ersten sechs Zeilen zwei Minuten und für die siebte länger.

Sieben. Nach China. Erste Benutzung 1. Januar, 21:40.

Darunter, in derselben Zeile, weil die Pressestelle die Liste fortschrieb: 2. Januar, 21:38.

Am Ostufer 21:40 und 21:38.

In Songjiang 20:40 und 20:38.

Zixuan saß ungefähr eine Minute lang still und stand danach nicht auf.

Denn auf dem Blatt stand nicht, was Kanal sieben ist, und auf dem Blatt musste es auch nicht stehen.

Zwei Abende hintereinander, dieselbe Richtung, zwei Minuten Unterschied.

Und ein Kanal, der an zwei Abenden hintereinander um dieselbe Zeit benutzt wird, wird am dritten Abend wieder benutzt, und das weiß jeder, der zählen kann.

Und sie schrieb es auf und schrieb den Satz darunter, den sie sich schuldete.

Der Kanal ist nicht geschützt. Er ist unbeachtet. Das ist keine Eigenschaft des Kanals, sondern eine Eigenschaft der anderen.

Und um 10:40 rief sie Fräulein Ma an, die in Japan das chinesische Blatt führte, und stellte eine einzige Frage.

„Wer hat Kanal sieben angelegt?"

„Niemand", sagte Fräulein Ma. „Es legt sie keiner an. Der Verteiler gibt eine Nummer, sobald etwas zum ersten Mal darüber geht."

„Wer entscheidet die Reihenfolge?"

„Die Reihenfolge ist die Reihenfolge", sagte sie.

„Und?"

„Und sie steht auf dem Blatt, weil sie auf dem Blatt stehen muss."

Zixuan schrieb es wörtlich hin.

Denn das war der Satz, an dem alles hing: Der Verteiler hatte nichts falsch gemacht. Er hatte getan, was ein Verteiler tut, und dabei ein Verzeichnis geschrieben, das niemand bestellt hatte.

Um 11:00 sprach sie die Pressestelle darauf an, und sie sprach es als Bitte aus und nicht als Vorwurf.

„Geben Sie die Liste nicht mehr an den Pool."

Es dauerte vierzig Sekunden.

„Fräulein Gu, dann fragen elf Häuser, welche Nummer das Bild ist."

„Sagen Sie ihnen die Nummer des Bildes."

„Die anderen dreizehn?"

„Die brauchen sie nicht."

„Wir können das machen", sagte die Pressestelle. „Und ich sage Ihnen dazu etwas, das mein Haus nicht gern hört."

„Sagen Sie es."

„Wir haben am siebenundzwanzigsten Dezember um 19:40 drei Fenster angekündigt", sagte der Mann. „Wir haben es nicht entschieden, und zurücknehmen können wir es auch nicht."

Und Zixuan schrieb nicht entschieden auf und schrieb es ohne Anführungszeichen.

Um 11:20 kam die zweite Antwort aus Japan, und sie kam von einem Techniker über Fräulein Ma und war drei Zeilen lang.

Und in der zweiten Zeile stand das Wort Vorrang.

Die operativen Kanäle hatten Vorrang vor dem Bild.

Und das war seit dem zweiten Januar um 11:10 so eingerichtet, und eingerichtet hatte es jemand, der etwas richtig gemacht hatte.

Zixuan legte die neun dünnen Stellen aus dem Probelauf neben die vierzehn Zeilen der Verteilerliste und rechnete nicht.

Und sie sah nur hin.

Denn wenn ein Kanal Vorrang hat, nimmt er sich den Platz, den er braucht.

Und der Platz, den er sich nimmt, fehlt danach im Bild, und ein Bild, in dem etwas fehlt, ist dünner.

Und um 11:35 schrieb sie den Fund hin, und sie schrieb ihn in zwei Sätzen, weil er in zwei Sätzen fertig war.

Das Bild wird dünn, wenn ein anderer Kanal sendet.

Also erzählt das Bild, wann ein anderer Kanal sendet.

Sie nahm sich danach eine halbe Stunde, um es kaputtzumachen, weil sie es seit dem vierundzwanzigsten November so machte.

Und es ging nicht kaputt.

Um 12:10 rief sie die Pressestelle noch einmal an, und diesmal fragte sie nach etwas, das sie nicht wissen wollte.

„Beim zweiten Probelauf senden Sie mir nichts über die Kanäle."

„Gar nichts?"

„Sie senden vier Sachen", sagte Zixuan. „Und Sie sagen mir nicht, wann."

„Wer legt die Zeiten fest?"

„Sie."

„Wenn wir es Ihnen hinterher sagen?"

„Dann sagen Sie es hinterher", sagte sie.

Der zweite Probelauf lief um 14:00 und dauerte fünfundzwanzig Minuten, und Zixuan sah in dieser Zeit auf ein Blatt und nicht auf ein Bild.

Und sie schrieb vier Zeitfenster auf, bevor sie irgendetwas erfuhr, und sie schrieb zu jedem eine Dauer.

Um 14:32 kam die Aufstellung der Pressestelle.

Drei Sendungen: 14:06 und siebzehn Sekunden, 14:11 und vier Sekunden, 14:23 und einunddreißig Sekunden.

Zixuans Blatt: 14:06, 14:11, 14:23.

Und ihre vierte Zeile stand um 14:19, und dazu hatte die Pressestelle nichts.

„Wir haben drei geschickt", sagte der Mann.

„Ich habe vier."

„Dann irren Sie sich."

Sie irrte sich nicht, und es dauerte bis 15:05, bis jemand in Japan nachsah, wer um 14:19 gesendet hatte.

Es war die Basis.

Aus der medizinischen Basis kommt kein Bild, und zwar auch nicht von außen und auch nicht durch ein Fenster, und das steht seit dem siebenundzwanzigsten Dezember in der zweiten Zeile auf einem halben Blatt.

Und die Basis hatte um 14:19 einundzwanzig Sekunden lang eine Rückmeldung nach Songjiang geschickt.

Zixuan las die Uhrzeit zweimal und legte den Stift quer über das Blatt.

Ein Raum, in den keine Kamera sieht, hat trotzdem eine Uhr.

Und sie rief Lu Chen um 15:30 an, und in Japan war es 16:30, und er kam nach zwei Minuten an die Leitung.

„Fräulein Gu."

„Herr Lu, ich habe das Bild kaputtgemacht."

„Sagen Sie es der Reihe nach."

Und sie sagte es der Reihe nach und brauchte vier Minuten, und er unterbrach sie kein einziges Mal.

„Fräulein Gu, wie viele von den vier haben Sie geraten?"

„Keinen."

„Wie viele haben Sie gesehen?"

„Alle vier", sagte Zixuan. „Und drei davon hatte mir niemand angekündigt, und der vierte war der, den ich nicht suchen sollte."

Und es blieb kurz still in der Leitung, und das lag nicht an der Leitung.

„Und?", sagte Lu Chen.

„Ihr Satz."

„Welcher?"

Kameras haben keine Einsatzpriorität", sagte Zixuan. „Sie haben ihn am siebenundzwanzigsten Dezember in einer Halle gesagt, und am zweiten Januar um 11:10 hat ihn jemand in ein Gerät geschrieben."

Lu Chen sagte eine Weile nichts.

„Und der Satz bleibt drin", sagte er dann.

„Ja", sagte Zixuan.

„Sie widersprechen nicht."

„Nein, Herr Lu. Und deshalb muss das Bild nicht manchmal schlecht sein, sondern immer."

„Erklären Sie das."

„Ein Bild, das manchmal schlecht ist, zeigt an, wann etwas passiert", sagte sie. „Ein Bild, das immer gleich schlecht ist, zeigt gar nichts an."

„Wie machen Sie es immer gleich schlecht?"

„Ich teile die Leitung, und ich lasse den geteilten Anteil nicht mehr in Ruhe."

Und sie hatte es um 15:52 in drei Zeilen, und die drei Zeilen standen untereinander und in dieser Reihenfolge.

Eine Nummer für alles, was nicht Bild und nicht Ton ist. Darunter keine Liste, die das Haus verlässt.

Diese Nummer ist immer voll, Tag und Nacht, ob jemand etwas sendet oder nicht.

Das Bild bekommt den Rest und nie mehr als den Rest.

„Was heißt immer voll?", sagte Lu Chen.

„Dass auf der Leitung auch dann etwas läuft, wenn niemand etwas zu sagen hat."

„Was läuft dann?"

„Nichts", sagte Zixuan. „Und zwar so viel Nichts, wie an einem vollen Abend Etwas laufen würde."

Und sie hörte, dass er auf seiner Seite etwas hinschrieb.

„Das kostet."

„Es kostet das Bild", sagte sie.

„Und?"

„Und es kostet es an allen drei Fenstern gleich viel."

„Fräulein Gu."

„Herr Lu?"

„Und wenn die Pressestelle Nein sagt?"

„Dann sagt sie Nein zu einer Leitung, die uns gehört", sagte Zixuan. „Und dann bekommt sie ab morgen früh gar nichts von uns, und ihre drei Fenster bleiben trotzdem angekündigt."

„Sagen Sie ihr das nicht so."

„Ich sage es ihr gar nicht", sagte sie.

Und um 16:20 kam Gu Tian an die Leitung, weil sie eine Frage hatte und weil die Frage ihm gehörte.

„Zixuan."

„Bruder, dein Kanal wird morgen anders aussehen."

„Wie anders?"

„Er geht in eine Nummer mit den anderen, und die Nummer ist immer voll", sagte sie. „Und von außen sieht niemand mehr, wann du etwas schickst."

„Gut."

„Ich bin noch nicht fertig."

„Und du brauchst etwas von mir", sagte er.

„Der Kanal ist ab heute Abend so voll, wenn nichts kommt, wie wenn etwas kommt", sagte Zixuan. „Das heißt, ich sehe nicht mehr, ob etwas gekommen ist."

„Musst du das sehen?"

„Nein."

„Dann ist es richtig."

Er sagte nichts weiter, und Zixuan hatte mit einer Rückfrage gerechnet und sie nicht bekommen.

Der dritte Probelauf lief um 17:00, und diesmal saß auf der japanischen Seite auch der Techniker mit, und die Verhandlung dauerte bis 17:50.

Und sie hing an einem einzigen Wort.

Der Dolmetscher übersetzte abschalten zweimal, und beim zweiten Mal kam auf der anderen Seite unterbrechen an.

Und Zixuan hörte es an der Antwort und nicht an der Übersetzung.

„Halt", sagte sie. „Sie haben eben unterbrechen verstanden."

„Ja."

„Und ich habe abschalten gesagt, und das ist nicht dasselbe."

„Kommt das Wort auf die Liste?", fragte Fräulein Ma dazwischen.

„Nein", sagte Zixuan. „Die Liste hat sechs Wörter, und die Liste gehört dem Einsatz."

Sie schrieb das Wort stattdessen auf ihr eigenes Blatt und schrieb beide Bedeutungen daneben.

Und darunter schrieb sie, wer es wann falsch verstanden hatte, und nicht, dass es jemand falsch gesagt hatte.

Und um 17:35 legte die Pressestelle ihre eigene Rechnung hin, und sie legte sie offen hin.

„Fräulein Gu, wir haben elf Häuser an dieser Leitung, und alle elf haben Werbezeit verkauft."

„Ich weiß."

„Und Sie geben uns ein Bild, das den ganzen Tag schlecht ist."

„Ich gebe Ihnen ein Bild, das nie schwarz wird", sagte Zixuan.

Und es dauerte länger als die Leitung.

„Sagen Sie das noch einmal."

„Ihre Sorge ist nicht ein schlechtes Bild", sagte sie. „Ihre Sorge ist die Minute des Eintritts und ein schwarzer Schirm, und dann elf Häuser, die anrufen."

„Ja."

„Ein Rest, der festliegt, wird nicht kleiner, wenn jemand anderes sendet", sagte Zixuan. „Und deshalb bekommen Sie in den drei Fenstern ein schlechtes Bild und keinen schwarzen Schirm."

„Und zwischen den Fenstern?"

„Zwischen den Fenstern kommt, was aus der Fläche kommt", sagte sie. „Und das ist kurz und verzerrt, und das liegt nicht an mir."

Der Mann von der Pressestelle stellte danach die einzige Frage, die Zixuan an diesem Tag zweimal beantworten musste.

„Woher wissen Sie, dass es an der Fläche liegt und nicht an Ihrer Leitung?"

„Weil beides passiert ist und nicht zusammen", sagte Zixuan. „Am zweiten Januar war niemand in der Fläche, und die Blöcke waren trotzdem zweimal über vier Minuten unterwegs."

„Und?"

„Und die Fläche macht die Bilder kaputt. Die Leitung macht sie spät. Das eine ist ein Befund, und das andere ist ein Weg über zweitausend Kilometer."

„Frau Taira hat gesagt, es sei kein Gerätefehler."

„Frau Taira hat recht, und ihr Satz gilt für die Fläche", sagte Zixuan. „Ich hänge nur dazu, dass man ihn morgen nicht auf jedes Ruckeln legen darf, das über meine Leitung kommt."

Und sie schrieb es hin und schrieb es in die Form, in der es die Pressestelle sagen konnte.

Die Leitung ist geteilt, und der geteilte Anteil ändert sich nicht.

„Das ist wenig", sagte der Mann.

„Es ist wahr."

„Und?"

„Und es ist alles, was ich Ihnen geben kann, ohne etwas zu sagen, was jemanden angeht", sagte Zixuan.

Um 17:58 nahmen sie ab, und die Pressestelle unterschrieb auf ihrer Seite und Zixuan auf ihrer.

Und ab 18:00 war die Nummer voll, und sie blieb es.

Danach war die Sache mit dem Schalter noch offen, und sie war seit dem siebenundzwanzigsten Dezember offen.

Und die Werkstattkiste war am einunddreißigsten mitgereist, und darin lagen zwei Rollen Kabel, ein Kasten mit einer Klemme und ein Schalter, den Han Da auf ein Brett geschraubt hatte.

Er war bis zu diesem Abend an nichts angeschlossen gewesen.

Und um 19:10 Ortszeit, das war 18:10 in Songjiang, schraubte ihn jemand im Kontrollraum am Ostufer an die Wand, drei Schritte von der Stelle entfernt, an der das Bild von Nightfall in die japanische Leitung geht.

„Vor der Übergabe oder danach?", sagte Zixuan über die Leitung.

„Davor", sagte Fräulein Ma.

„Sagen Sie es genauer."

„Er trennt, was wir hineingeben. Er trennt nicht, was Japan sendet."

„Und das ist richtig so", sagte Zixuan. „Der Feed ist ihrer, und daran ändert kein Blatt etwas."

Und danach kam die Frage, die den ganzen Tag auf dem Blatt gestanden hatte, und sie stand dort seit 06:00 mit einem leeren Feld daneben.

Wer sitzt daneben?

Team eins geht am vierten Januar um 10:40 hinein, und es sind vierzehn.

Und Lu Chen geht mit, und Luo Shuang geht mit, und Frau Taira geht mit, und wer hineingeht, sitzt nicht neben einem Schalter.

Lu Chen sagte den Namen um 18:25, und er sagte ihn ohne Anlauf.

„Frau Song."

Zixuan schrieb ihn hin und fragte trotzdem.

„Warum sie?"

„Weil sie draußen bleibt und weil aus ihrer Basis kein Bild kommt", sagte Lu Chen. „Und weil sie am vierten Dezember eine Grenze aufgeschrieben hat und sich seitdem daran hält."

„Sie leitet die Basis."

„Der Schalter ist an der Wand des Kontrollraums, und die Basis ist vierzig Schritte weiter", sagte er.

Und Zixuan trug es ein und schrieb danach einen Satz auf ihr eigenes Blatt.

Die Wand, die ich heute gebaut habe, hat einen Menschen darin, und sie heißt Song Meifeng.

Sie schrieb nicht daneben, dass sie ihr nicht traue.

Und sie schrieb daneben, dass es sie gibt, weil ein Archiv aufschreibt, was da ist, und nicht, was es davon hält.

Um 18:40 fand sie die Lücke, und sie fand sie beim Abschreiben der beiden Sätze vom siebenundzwanzigsten Dezember, weil man beim Abschreiben langsamer liest.

Wer abschaltet, muss niemanden fragen. Wer einschaltet, muss fragen.

Sie legte den Stift hin.

Denn morgen um 10:40 geht der, den man fragen müsste, durch eine Fläche, hinter der es keine Leitung gibt.

„Herr Lu, ab 10:40 sind Sie drinnen."

„Ja."

„Und wenn Fräulein Xu um 10:52 abschaltet, wen fragt sie um 10:55, ob sie wieder einschalten darf?"

Und es blieb länger still, als die Leitung brauchte.

„Frau Chen ist in Songjiang", sagte Lu Chen.

„Frau Chen sieht das Bild nicht."

„Und Sie sehen es."

„Ich sehe es zweiundzwanzig Sekunden später als sie, wenn die Leitung gut ist", sagte Zixuan. „Und wenn sie schlecht ist, sehe ich es nach vier Minuten."

„Ist das zu langsam?"

„Für das Abschalten wäre es zu langsam", sagte sie. „Und für das Einschalten ist es genau richtig, und deshalb steht der Satz auch in dieser Reihenfolge."

Und Lu Chen nahm es an, und er nahm es in einem Satz an.

„Dann fragt sie Sie."

„Und wenn die Leitung nach Songjiang nicht steht?", sagte Zixuan.

„Dann fragt sie niemanden."

„Herr Lu, das ist keine Antwort."

„Sagen Sie sie", sagte er.

Und Zixuan sagte den Satz, den sie seit 18:40 im Kopf gehabt hatte, und schrieb ihn hin, während sie ihn sagte.

Wenn niemand zu fragen ist, bleibt er aus.

„Das ist hart gegen die Pressestelle", sagte Lu Chen.

„Das ist hart gegen uns", sagte Zixuan. „Die Pressestelle sendet dann, was Japan sendet, und wir senden gar nichts, und wir sind die, die schweigen."

„Schreiben Sie es auf."

„Es steht schon da."

„Und schreiben Sie darunter, wer es entschieden hat", sagte er.

Sie schrieb Lu Chen, 3. Januar, 18:52 Songjiang darunter und schrieb daneben die Ortszeit am See.

Und dann schrieb sie ihren eigenen Namen unter den seinen, weil sie den Satz gesagt hatte und weil sie ihn morgen anwenden würde.

Um 19:30 ging das Blatt hinaus, und es war Blatt 321.

Und es hatte sechs Zeilen wie das halbe Blatt vom siebenundzwanzigsten Dezember, und das war kein Vorsatz gewesen, sondern fiel ihr erst auf, als sie unterschrieb.

Tang Shu kam um 20:20 herein und setzte sich, ohne zu fragen, ob sie stören würde.

Sie ging seit dem Jahreswechsel langsamer über den Hof, und niemand im Haus sagte etwas dazu, weil sie es selbst nicht sagte.

„Fräulein Gu, arbeiten Sie noch?"

„Ich warte."

„Worauf?"

„Auf nichts", sagte Zixuan. „Und das ist heute wörtlich gemeint."

Und Tang Shu sah auf den Rechner und auf das Blatt und danach auf die Wand mit den zwei Uhren.

„Erklären Sie es mir."

„Bis heute Nachmittag hat man von außen gesehen, wann über die Leitung etwas geht", sagte Zixuan. „Nicht was. Nur wann."

„Und jetzt?"

„Und jetzt geht seit 18:00 durchgehend etwas, und meistens ist es nichts."

Tang Shu brauchte dafür keine Zeit.

„Dann sieht man von außen nicht mehr, ob an einem Abend etwas war."

„Nein."

„Und man sieht auch nicht, dass an einem Abend nichts war", sagte sie.

„Das ist derselbe Satz."

„Es ist nicht derselbe Satz", sagte Tang Shu. „Der zweite ist der, der mich angeht."

Zixuan schrieb es auf, und sie schrieb es wörtlich auf, und sie schrieb daneben, wer es gesagt hatte.

Denn Tang Shu steht in keiner japanischen Unterlage, und wer in keiner Unterlage steht, kann Fragen stellen, die eine Unterlage nicht kennt.

„Frau Tang."

„Ja?"

„Und Sie stehen in dieser Sache nirgends", sagte Zixuan. „In keinem Sendeplan, in keiner Verteilerliste, in keiner der vierzehn Zeilen."

„Ist das gut?"

„Bis heute Mittag war es das", sagte Zixuan.

„Und?"

„Und heute Mittag stand um 21:40 und um 21:38 eine Zeile auf einem Blatt, das elf fremde Häuser bekommen haben."

Tang Shu sah eine Weile auf das Blatt und fragte nicht, welche Zeile es gewesen war.

„Und was stand darin?"

„Eine Nummer, eine Richtung und eine Uhrzeit", sagte Zixuan. „Und mehr braucht niemand."

„Fräulein Gu, dann hat es zwei Abende lang jeder sehen können."

„Ja."

„Und keiner hat hingesehen."

„Und das ist kein Schutz", sagte Zixuan.

Um 20:41 lief die Nummer so voll wie um 20:40 und wie um 20:39.

Und in Songjiang sprang auf dem Gerät neben dem Rechner ein Zeichen an, das nur zwei Leute in diesem Haus sehen konnten, und Zixuan war nicht eine davon.

Und Tang Shu stand auf.

„Es ist etwas gekommen."

„Ich weiß es nicht", sagte Zixuan. „Und das ist heute das Ergebnis."

Sie sah, dass die Leitung um 20:41 genauso voll gewesen war wie um 20:40, und sie sah nichts weiter.

Und sie schrieb es hin, weil es das Einzige war, was sie über diesen Abend aufschreiben durfte.

Ich sehe, dass die Leitung voll war. Ich sehe nicht, ob etwas darin lag.

Tang Shu ging um 20:44 hinaus und nahm nichts mit, was auf dem Tisch lag.

Und an der Tür blieb sie stehen und sagte einen Satz, der nicht zu Zixuan ging und den Zixuan trotzdem hörte.

„Auch wenn nichts war."

Zixuan schrieb ihn nicht auf.

Und dann schrieb sie ihn doch auf, in die zweite Zeile ihrer eigenen Anordnung, dorthin, wo bis 21:05 gestanden hatte, dass die Nummer immer voll ist.

Diese Nummer ist immer voll, Tag und Nacht, auch wenn nichts war.

Sie schrieb nicht daneben, woher sie den Halbsatz hatte.

Und sie schrieb daneben, dass die Zeile ab dem vierten Januar so gilt, und darunter die Uhrzeit in beiden Zeitzonen.

Um 21:20 legte sie den letzten Bogen des Tages hin und zählte, was am vierten Januar von diesem Haus nach außen ging.

Ein Bild. Ein Ton. Vier Namen an einer festen Stelle, über keinem Menschen.

Und was nicht hinausging, füllte drei Zeilen, und sie schrieb die drei Zeilen ohne Wertung untereinander.

Der Kanal aus der Basis. Der Kanal, der jeden Abend nach Songjiang geht. Die Namen der zehn, die kein Ja hinterlegt hatten.

Die vierte Zeile schrieb sie nicht.

Denn was in einem verschlossenen Schrank im Nordbau liegt, hat mit einer Leitung nach Japan nichts zu tun, und genau deshalb schreibt man es nirgends hin, wo eine Leitung nach Japan aufgeschrieben wird.

Sie machte um 21:30 das Licht aus und ließ den Rechner an, weil die Nummer auch nachts voll blieb.

Und die Welt durfte am nächsten Morgen zusehen, und sie durfte es zweiundzwanzig Minuten lang bei Ankunft, und dann in der Minute des Eintritts, und am Ende bei der Rückkehr.

Zwischendurch würde sie kurze, verzerrte Ausschnitte bekommen und daraus etwas machen.

Und daraus würde sie nichts machen können, was stimmte, und das war das Beste, was Zixuan an diesem Sonntag zustande gebracht hatte.

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