Der erste Januar 2137 war ein Freitag, und um 09:20 hatte es Bilder gegeben, und um 09:52 war die Leitung dafür wieder aus.
Und danach sagte drei Stunden lang niemand etwas, das hinausging.
Der gemeinsame Kommandoraum lag im Nordteil der Feldstelle und war vorher eine Werkstatt gewesen.
An der Ostwand hing ein Plan des Nordbeckens, in den jemand mit zwei Farben von Hand hineingezeichnet hatte.
Und Lu Chen kannte ihn, weil er ihn am neunzehnten Dezember auf einem schlechten Bild gesehen hatte.
In der Mitte standen zwei Tische.
Sie waren aneinandergeschoben und passten nicht ganz, und zwischen den Platten lief eine Fuge von zwei Fingern Breite von einem Ende zum anderen.
Und es machte sie an diesem Tag niemand zu.
Um 13:00 waren im Raum elf Leute und ein Bildschirm.
Auf dem Bildschirm saß die Portalaufsicht in Tokio, und im Raum saßen die Verbindungsstelle, die Präfektur, die Messstelle und Aiko Taira.
Und Aiko Taira saß nicht am Kopfende, sondern an der Längsseite, dort, wo sie den Plan im Rücken hatte.
Auf der chinesischen Seite saßen vier.
Lu Chen, Luo Shuang, Fräulein Ma mit den Papieren und Gu Tian am unteren Ende.
Lu Chen fing um 13:02 an und fing mit einem Satz an, den er am Vorabend geschrieben hatte.
Und er las ihn nicht ab.
„Bevor jemand spricht, sagt er seinen Namen und wofür er da ist."
„Herr Lu, das haben wir am neunzehnten Dezember gemacht."
„Und heute machen wir es wieder", sagte er.
Es dauerte vier Minuten, und die Präfektur brauchte davon am längsten, weil sie zu zweit war.
Und Lu Chen schrieb wieder die Funktionen auf und die Namen nicht.
„Wir lesen die vier Nummern nicht vor."
Die Verbindungsstelle hob den Kopf.
„Sie stehen im Protokoll vom siebenundzwanzigsten."
„Sie stehen darin, und sie sind unterschrieben", sagte Lu Chen.
Und er machte die Mappe nicht auf, in der sie lagen.
„Was tun wir dann?"
„Wir gehen den Tag durch, an dem der Erste durch das Tor geht."
„Welchen Tag?"
„Das weiß ich heute nicht", sagte Lu Chen. „Wir gehen ihn trotzdem durch, Stunde für Stunde."
Die Präfektur fragte als Erste nach einem Datum, und sie fragte es in der ersten Viertelstunde.
Und sie fragte es nicht ungeduldig.
„Wir brauchen neunzehn Stunden für die Räumung."
„Nach Ihrem Plan."
„Nach unserem Plan", sagte die Frau.
„Und den Plan haben Sie im September geübt."
„Für elftausend."
„Und für vierundsechzigtausend?"
„Noch nie", sagte sie, und sie sagte es genauso wie am neunzehnten Dezember.
Dann sagte Aiko Taira ihren Namen und danach einen Satz gegen den Plan.
Und der Plan an der Wand hinter ihr zeigte beide Straßen.
„Die neunzehn Stunden setzen zwei Straßen auf der Westseite voraus."
„Und?"
„Und eine davon ist seit dem vierzehnten Dezember zu."
„Warum?"
„Weil der Boden nachgegeben hat", sagte Aiko Taira. „An derselben Kante wie bei Messpunkt vier, nur weiter nördlich."
„Und in unserem Plan steht sie noch."
„Wie lange dann?"
„Das weiß ich nicht."
„Schätzen Sie."
„Nein", sagte sie.
„Und ich sage Ihnen lieber nichts als etwas Rundes."
Die Verbindungsstelle sagte, das werde geprüft, und Lu Chen ließ es stehen.
Und er schrieb Räumung, Straße West, seit 14. Dezember auf sein Blatt und daneben ein Fragezeichen und nichts sonst.
„Frau Taira, die Räumung wird entschieden, bevor wir kommen."
„Sie ist entschieden."
„Und sie wird nicht kleiner, weil wir da sind."
„Das steht auf meinem Blatt seit dem neunzehnten Dezember", sagte Aiko Taira.
„Und es steht dort in Ihren Worten."
Um 13:40 kam die Verbindungsstelle auf die Absperrung.
Und sie kam darauf, nachdem die Präfektur zwei Minuten lang nichts gesagt hatte.
„Herr Lu, wir haben eine Bitte, und sie ist praktisch."
„Sagen Sie sie."
„Am Tag des Eintritts stehen unsere eigenen Kräfte dünn. Zwei Ihrer Leute an der äußeren Linie würden uns vierzig Mann sparen."
„Nein."
„Sie lehnen ab, bevor Sie die Zahl geprüft haben."
„Die Zahl stimmt vermutlich", sagte Lu Chen.
„Und?"
„Und sie ändert nichts."
„Herr Lu, es sind zwei Leute an einem Seil."
„Es sind zwei Leute an Ihrem Seil."
„Ist das ein Unterschied?"
„Und zwar der einzige, den ich in diesem Punkt kenne", sagte Lu Chen.
Die Verbindungsstelle sagte, in einer Notlage frage niemand nach dem Seil.
„Doch", sagte Lu Chen. „Im Februar."
Und die Dolmetscherin brauchte für die zwei Wörter länger als für den Satz davor.
Dann sagte Aiko Taira ihren Namen und stellte die Zahl richtig, und sie stellte sie nach unten richtig.
„Es sind nicht vierzig Mann. Es sind einundzwanzig."
„Woher?"
„Weil an der äußeren Linie die Schichten sechs Stunden gehen und nicht acht, seit dem elften Dezember."
„Und?"
„Ich bin dafür, dass Herr Lu Nein sagt", sagte Aiko Taira.
„Und mein Haus wird das anders aufschreiben."
„Frau Taira", sagte die Verbindungsstelle.
„Wenn dort jemand stirbt, steht in Ihrer Meldung ein fremder Verband und in seiner unsere Absperrung", sagte sie. „Und dann streiten zwei Häuser über einen Toten, den keines von beiden gekannt hat."
Es blieb einen Moment still, und Lu Chen ließ es still bleiben.
„Was schlagen Sie stattdessen vor?", sagte die Verbindungsstelle danach.
„Nichts", sagte Lu Chen.
„Nichts?"
„Machen Sie den Ring kleiner oder die Räumung größer", sagte er. „Und beides ist Ihre Entscheidung und nicht meine."
„Und ich schreibe Ihnen dazu keinen Satz auf."
Fräulein Ma schrieb es mit, und sie schrieb es in zwei Zeilen.
Und die zweite Zeile lautete, dass kein Mitglied des Verbandes an einer Absperrung oder an einer Straße stehen wird, und sie stand schon einmal auf einem Blatt vom neunzehnten Dezember.
Um 14:05 fing der Durchgang an, und Lu Chen fing ihn am Ufer an und nicht am Tor.
„Der Tag beginnt um 06:00. Wer steht dann am Wasser?"
„Unsere Vorhut", sagte Aiko Taira. „Bei erstem Licht."
Lu Chen legte den Stift hin.
„Halt."
„Herr Lu?"
„Sagen Sie das Wort noch einmal."
„Vorhut."
„Fräulein Ma, die Liste."
Und Fräulein Ma legte sie hin, und es waren sechs Wörter in zwei Sprachen und zu jedem zwei Zeilen.
Aiko Taira schlug ihr Heft auf und legte es daneben, und in ihrem Heft standen dieselben sechs.
„Frau Taira, Sie haben etwas danebengeschrieben."
„Ich habe hinter fünf davon geschrieben, dass sie in unseren Formblättern anders stehen."
„Und zwar am einunddreißigsten Dezember."
„Hinter Vorhut auch?"
„Nein", sagte sie.
„Warum nicht?"
„Weil Vorhut in beiden Sprachen dasselbe heißt."
„Und?"
„Und ich habe erst eben gemerkt, dass es zwei verschiedene Gruppen sind", sagte Aiko Taira.
Lu Chen las beide Zeilen unter dem Wort, und er las sie zweimal.
Und sie waren beide richtig, und sie standen untereinander, und keine von beiden schloss die andere aus.
„Ihre Vorhut geht bei erstem Licht ans Wasser."
„Seit 2131."
„Wie viele?"
„Neun", sagte Aiko Taira. „Sie stellen die Linie am Wasser und die Anker und sie gehen nirgendwo hinein."
„Und zwei von den neun Plätzen sind seit dem achtundzwanzigsten November neu besetzt."
„Und unsere Vorhut ist die gemeinsame Gruppe, die durch das Tor geht."
„Ja."
„Und die führt ab der Minute des Eintritts Nightfall."
„Das steht in Nummer zwei", sagte sie.
„Und davor?"
„Davor führen wir."
Lu Chen sah auf die Fuge zwischen den beiden Tischen und nicht auf den Plan.
Und sie lief unter allen Papieren durch, die auf beiden Platten lagen.
„Frau Taira, dann stehen meine Leute am Morgen des Eintritts unter Ihrer Führung."
„In der Stunde davor, ja."
„Und das steht so auf dem Blatt."
„Und niemand hat es am neunzehnten Dezember gelesen", sagte Aiko Taira.
Die Verbindungsstelle sagte, das seien Minuten.
Und sie sagte es, als wäre es eine Auskunft.
„Wie viele?"
„Vierzig, fünfzig."
„In wie vielen davon passiert nichts?", sagte Lu Chen.
„In allen."
„Das wissen Sie am Abend."
„Herr Lu, das ist eine sehr harte Auslegung."
„Es ist dieselbe wie am neunzehnten Dezember", sagte Lu Chen. „Und damals haben Sie sie mir bei der gemeinsamen Leitung geglaubt."
Er stand auf und ging bis zum Plan und blieb davor stehen und drehte sich nicht um.
Und die beiden Farben auf dem Plan waren am Ufer dieselbe Farbe.
„Nehmen Sie an, um 07:20 bricht am Ufer etwas durch, und meine Leute stehen schon in der Gruppe."
„Dann führt die Feldstelle", sagte die Verbindungsstelle.
„Und dann gibt Frau Taira vierzehn Leuten aus Songjiang einen Befehl."
„In einer Notlage."
„Und im Februar liest das jemand, der nicht dabei war", sagte Lu Chen.
Aiko Taira sagte an dieser Stelle etwas, das ihr Haus nicht gern gehört hätte, und sie sagte es ohne Anlauf.
„Ich will es nicht."
„Was wollen Sie nicht?"
„Ihre Leute", sagte sie. „Nicht um 07:20 und nicht um 07:50."
„Und?"
„Weil ich am Ufer in halben Sekunden rufe und weil sie mich in halben Sekunden nicht verstehen", sagte Aiko Taira.
„Und das liegt nicht an der Sprache."
„Und Ihre neun?"
„Meine neun stehen seit 2131 an diesem Wasser."
„Und die verstehen Sie."
„Und die wissen, was ich meine, wenn ich nur die Richtung rufe", sagte sie.
Lu Chen kam zurück an den Tisch und setzte sich nicht sofort.
Und er stand hinter seinem Stuhl, bis er den Satz fertig hatte.
„Dann schreiben wir es auf, und zwar so, dass es keine Stunde ohne Namen gibt."
„Herr Lu, was soll dastehen?"
„Die Vorhut beginnt mit dem Eintritt."
„Davor?"
„Und davor gibt es sie nicht", sagte Lu Chen.
Es sagte einen Moment lang niemand etwas, und dann sagte es die Messstelle, weil sie es aufschreiben musste.
„Was steht davor am Wasser?"
„Zwei Gruppen", sagte Lu Chen. „Nebeneinander. Jede unter ihrer eigenen."
„Wenn um 07:20 etwas durchbricht?"
„Dann geht Frau Tairas Gruppe darauf zu und meine nicht, und wenn ich sie schicke, schicke ich sie."
Aiko Taira schrieb es auf ihr eigenes Papier, und sie schrieb länger als er gesprochen hatte.
„Und das ist langsamer", sagte sie danach.
„Ja."
„Und es ist mir lieber."
„Bleibt das Wort", sagte Lu Chen.
„Welches?"
„Vorhut. Es steht auf der Liste, und es bezeichnet zwei Sachen, und eine Liste, die das tut, ist keine Liste."
„Wir sagen es seit elf Jahren", sagte die Verbindungsstelle.
„Auf Ihrem eigenen Kanal sagen Sie, was Sie wollen."
„Auf dem gemeinsamen?"
„Und auf dem gemeinsamen heißt Vorhut die Gruppe, die durch das Tor geht", sagte Lu Chen. „Und sonst nichts."
„Und meine neun?"
Und Lu Chen sah Aiko Taira an und danach auf den Plan.
„Wie heißt bei Ihnen das Wasser am Ostufer?"
„Der Uferstreifen."
„Dann heißen sie die Ufergruppe", sagte er.
Und sie schrieb es auf, und sie schrieb es in beiden Sprachen auf, und danach schrieb sie es ein zweites Mal in ihr Heft.
„Herr Lu, meine neun werden es nicht sagen."
„Untereinander nicht."
„Auf dem gemeinsamen Kanal?"
„Und da sagen sie es, oder es geht keiner ans Wasser", sagte Lu Chen.
„Herr Lu."
„Fräulein Ma?"
„Sind es jetzt sieben Wörter?"
„Sechs Wörter", sagte Lu Chen. „Und sieben Zeilen."
Und Fräulein Ma zog die siebte Zeile mit dem Lineal und schrieb sie unter das Wort, zu dem sie gehörte, und nicht ans Ende.
Um 14:50 kam die zweite Hälfte davon, und sie kam von der Messstelle und war eine Frage nach einer Uhr.
„Herr Lu, wann ist die Minute des Eintritts?"
„Wenn der Erste durch das Tor geht."
„Wer sieht das?"
„Vom Ufer aus?"
„Vom Ufer aus sieht das niemand", sagte die Messstelle. „Die Fläche steht senkrecht, und wer hineingeht, ist weg, und wir sehen nicht, ob er drüben angekommen ist."
„Und wir haben es im Dezember mit einem Stab versucht."
Luo Shuang sagte an dieser Stelle zum ersten Mal etwas.
Und sie sagte es zu niemandem im Besonderen.
„Und man sieht auch nicht, ob er der Erste war."
Lu Chen strich den Satz auf seinem Blatt durch und schrieb einen neuen darunter.
„Dann ist die Minute nicht der Schritt."
„Sondern?"
„Sondern mein Wort", sagte er. „Ich sage es am Wasser, und ich sage es, bevor der Erste geht, und nicht danach."
„Und die Sekunden dazwischen?"
„Die gehören mir."
Und Aiko Taira schrieb auch das auf und sagte dazu nur, dass sie es genauso brauche, weil sie sonst nicht wisse, wann sie aufhöre.
Um 15:10 legte Luo Shuang drei Blätter auf ihre Seite des Tisches und stand dabei auf.
Und sie stand auf, weil sie in dieser Sache immer stand.
„Herr Lu, ich brauche etwas, und ich brauche es ab morgen."
„Sagen Sie es der Messstelle."
„Und das tue ich gerade", sagte sie.
„Ich will die elf Messpunkte täglich, und ich will sie unverändert."
„Das steht in Nummer vier", sagte die Messstelle.
„Und es steht seit dem einundzwanzigsten Dezember in einer Anlage, und ich habe bis heute geglaubt, dass ich es habe."
„Sie haben es."
„Nein", sagte Luo Shuang.
Und sie legte das mittlere Blatt hin und zeigte auf keine Stelle.
„Auf Ihren Zeilen steht bei jedem Wert eine Gerätenummer, und hinter neun der elf Nummern steht ein Buchstabe."
„Der Buchstabe ist die Tafel."
„Welche Tafel?"
„Die Korrekturtafel des Gerätes", sagte die Messstelle.
Es blieb einen Moment still auf der chinesischen Seite des Tisches.
„Wann wird sie angewendet?"
„Beim Auslesen."
„Vom Menschen oder vom Gerät?"
„Vom Gerät", sagte die Messstelle.
„Und auf dem Ausdruck steht nicht, dass es passiert ist."
„Dann ist das, was Sie uns geschickt haben, kein Rohwert."
„Es ist der Wert."
„Und es ist nicht die Ablesung", sagte Luo Shuang.
Die Messstelle nahm ein eigenes Blatt und legte es vor sich hin und drehte es nicht um.
„Fräulein Luo, eine unkorrigierte Ablesung ist bei uns kein Wert."
„Ich weiß."
„Und?"
„Und ich will keine Werte", sagte Luo Shuang. „Ich will Ablesungen."
„Das kann ich nicht herausgeben."
„Und?"
„Weil unsere Prüfstelle 2129 aufgeschrieben hat, dass eine Ablesung ohne Tafel kein Messergebnis ist", sagte die Messstelle. „Und wer sie herausgibt, steht dafür ein."
„Wofür?"
„Dafür, dass eine fremde Stelle daraus etwas rechnet, das mein Haus nicht gerechnet hat."
„Und das ist zweimal vorgekommen."
Und Lu Chen schrieb Haftung an den Rand und unterstrich es nicht.
„Wer hat die Tafel gerechnet?", sagte Luo Shuang.
Die Messstelle sah in ihre Unterlage, und sie sah eine Weile hinein.
„Das steht nicht dabei."
„Seit wann steht sie im Gerät?"
„Seit 2129."
„Und in den acht Jahren hat sie niemand nachgerechnet."
„Sie ist geprüft worden", sagte die Messstelle.
„Von wem?"
„Von der Prüfstelle."
„Und die prüft, ob die Tafel angewendet worden ist."
Luo Shuang setzte sich hin und legte beide Hände flach auf ihre drei Blätter.
Und sie sagte danach etwas, das mit dem Biwa-See nichts zu tun hatte.
„In Fujian hat eine Stelle seit 2129 einen Faktor auf jede Tiefenmessung gelegt."
„Und?"
„Und im Oktober hat niemand mehr sagen können, woher er kommt", sagte sie. „Und er stand auf allem, was wir aus zwei Jahren verglichen haben."
„War er falsch?"
„Das weiß ich bis heute nicht, und genau das ist der Punkt."
Dann sagte Aiko Taira ihren Namen und sagte etwas gegen ihre eigene Messstelle.
„Die Ablesungen gibt es."
„Wo?"
„Bei mir", sagte sie. „Messpunkt vier schreibe ich seit dem dreißigsten November von Hand ab, bevor das Gerät ausliest."
„Warum?"
„Weil ich den Punkt an diesem Tag selbst versetzt habe und weil ich sehen wollte, ob er sich nur bei mir anders benimmt."
„Und ich habe es niemandem gesagt, weil es niemanden etwas anging."
„Und?"
„Und ich habe es nicht sagen können, weil ich nur einen von elf habe", sagte Aiko Taira.
Luo Shuang sah zum ersten Mal an diesem Nachmittag von ihren Blättern hoch.
„Frau Taira, wie viele Tage?"
„Dreiunddreißig."
„Jeden Tag?"
„Jeden Tag, viermal", sagte sie.
„Und Sie geben mir das Heft."
„Ich habe es Herrn Lu am neunzehnten Dezember schon einmal geschickt."
„Und das war das andere Heft", sagte Luo Shuang.
„Es ist dasselbe", sagte Aiko Taira. „Ich führe nur eines."
Die Verbindungsstelle sagte, das Heft sei keine amtliche Unterlage.
„Nein", sagte Aiko Taira. „Es ist meine Handschrift, und darunter steht mein Name, und beides ist mehr, als bei der Tafel dabeisteht."
Und es sagte darauf niemand etwas.
Und Lu Chen ließ es zwölf Minuten laufen und griff dann in einen Satz hinein.
„Wir machen es anders."
„Wie anders?"
„Sie geben uns keine Werte", sagte Lu Chen. „Sie geben uns Ablesungen, und Sie schreiben über die Spalte, dass es keine Werte sind."
Die Messstelle sah ihn an.
„Das ist derselbe Vorgang."
„Nein", sagte Lu Chen. „Sie haften für ein Wort, und das Wort nehmen wir weg."
„Wenn Sie daraus etwas rechnen?"
„Dann rechnen wir aus etwas, von dem auf jedem Blatt steht, dass es nichts ist."
„Und Sie unterschreiben das."
„Fräulein Luo unterschreibt es", sagte Lu Chen.
„Und ich schreibe darunter, dass ich Ablesungen bekommen habe und keine Werte", sagte Luo Shuang. „Und dass mein Haus nichts anderes behauptet."
„In die andere Richtung?"
„In die andere Richtung dasselbe", sagte Lu Chen. „Nummer vier steht in beiden Richtungen, und wir haben eigene Tafeln."
Luo Shuang nickte einmal und sagte danach den Satz, den sie sagen musste.
„Meine gehen ab morgen ohne Tafel hinaus, und daneben steht, welche ich abgezogen habe."
Die Messstelle brauchte eine Unterschrift, und die Unterschrift saß auf dem Bildschirm.
Und die Portalaufsicht in Tokio gab sie um 15:47, und sie gab sie, ohne den Raum zu unterbrechen.
„Ab wann?"
„Ab morgen 06:00, zwei Spalten", sagte die Messstelle. „Ablesung und Wert."
„Und rückwärts?"
„Rückwärts nicht."
„Für wie viele Punkte?"
„Für drei", sagte die Messstelle. „Bei acht Geräten wird die Ablesung nicht abgelegt. Sie steht nur, solange sie auf der Anzeige steht."
„Und wer sie will, muss danebenstehen."
Luo Shuang schrieb es auf ihr drittes Blatt und schrieb es in deren Worten.
Und darunter schrieb sie, dass sie für den Biwa-See keine Grundlinie hat und dass dreiunddreißig Tage aus einem Heft keine sind.
„Fräulein Luo, reicht das?"
„Nein", sagte sie.
„Und?"
„Und es ist das erste Mal, dass ich weiß, was mir fehlt", sagte Luo Shuang.
Um 16:20 kam Nummer drei, und Lu Chen las sie vor, weil sie zwei Zeilen hatte.
Am Kern entscheidet ein zusätzlicher Kernspezialist. Die Erlaubnis kann von der Einsatzleitung vor Ort ab der ersten Minute zurückgenommen werden.
„Herr Lu, wir hätten dazu eine Frage", sagte die Verbindungsstelle.
„Stellen Sie sie."
„Wie weit reicht das Wort am Kern?"
„Es reicht bis an den Kern."
„Und einen Schritt davor?"
„Und einen Schritt davor führe ich", sagte Lu Chen.
„Wenn zwischen dem Tor und dem Kern etwas liegt, das niemand von Ihnen beurteilen kann?"
„Dann liegt es zwischen dem Tor und dem Kern."
„Wer entscheidet dann?"
„Ich", sagte Lu Chen.
Er sah dabei nicht zum unteren Ende des Tisches, weil er es an diesem Punkt nicht wollte.
Und Gu Tian sah auch nicht auf.
„Herr Lu, das ist ungewöhnlich."
„Warum?"
„Weil er der Stärkere ist."
„Und weil er der Stärkere ist, hat er das Wort ausschließlich selbst hineinschreiben lassen", sagte Lu Chen.
„In welches Blatt?"
„In seines", sagte Lu Chen. „Zwei Zeilen, vierundzwanzigster Dezember."
„Und sie sind nicht von mir."
Die Verbindungsstelle sah auf den Bildschirm und danach wieder in den Raum.
„Dann fragen wir ihn."
„Fragen Sie ihn."
„Herr Gu, Sie entscheiden am Kern und nirgends sonst, und bis dahin stehen Sie unter Herrn Lu."
„Ja."
„Eine Bedingung", sagte Gu Tian.
„Nennen Sie sie."
„Das Wort drinnen hält auch mich an."
Lu Chen legte den Stift quer über sein Blatt.
„Herr Gu, das steht so nicht da."
„Dann schreiben Sie es hin."
„Warum?"
Gu Tian sagte darauf nichts.
„Herr Gu, warum?"
„Schreiben Sie es hin", sagte er.
Fräulein Ma schrieb es hin, und sie schrieb es in seinen Worten, und sie schrieb die Uhrzeit dazu.
Und Aiko Taira schrieb es auf ihr eigenes Papier und sah dabei einmal hoch.
„Wer hält das Wort drinnen?", sagte die Messstelle danach.
„Ich", sagte Lu Chen.
„Und am Ufer?"
„Frau Taira."
„Und die beiden Wörter sind eines."
„Die beiden Wörter sind dasselbe Wort", sagte Lu Chen. „Und es hat zwei Stellen, und beide Stellen halten alles an, sofort, ohne Rückfrage und ohne Begründung."
„Auch den Kern?"
„Auch den Kern", sagte Lu Chen. „Seit sechzehn Uhr sechsundzwanzig."
Die Verbindungsstelle fragte, ob Herr Gu ein drittes Wort bekomme.
„Nein", sagte Lu Chen.
„Er verlangt auch keines", sagte Aiko Taira.
„Und er hat auch nicht gefragt, ob er eines bekommt."
Und danach sagte sie ihren Namen und stellte die Frage, die sie am neunzehnten Dezember schon einmal gestellt bekommen hatte.
„Wenn ich am Ufer abbreche und der Kern ist nicht mehr dort, wo er war?"
„Frau Taira, das war seine Frage."
„Ja."
„Und?"
„Und ich weiß es immer noch nicht", sagte Aiko Taira.
Lu Chen schrieb es auf und schrieb daneben das Wort offen.
Und er schrieb nicht ersetzt und auch nicht geprüft.
„Herr Gu, wie weit ist es vom Kern bis zu dem Punkt, an dem Ihr Recht aufhört?"
„Das weiß ich heute nicht."
„Wann wissen Sie es?"
„Nicht heute", sagte Gu Tian.
„Dann bleibt es offen."
„Herr Lu, das ist ein Loch", sagte die Verbindungsstelle.
„Es ist ein Loch mit einem Rand", sagte Lu Chen. „Und ein Loch ohne Rand hatten wir bis eben."
Um 17:05 kam die Rückkehr, und sie ging schneller, weil in ihr nichts Neues stand.
Und Japan hält den Rückkehrbereich, Japan hält die Absperrung dahinter, und niemand aus Songjiang steht an einer der beiden.
„Wenn einer allein herauskommt?"
„Dann kommt er heraus", sagte Lu Chen.
„Unter wem steht er?"
„Unter mir, wenn er von uns ist."
„Wenn er von uns ist?"
„Und dann unter Frau Taira", sagte Lu Chen. „Und in beiden Fällen geht er in dieselbe Basis, und die Basis entscheidet, wer getragen wird."
„Wer führt die Basis?"
„Der Verband."
„Und die Basis gehört Ihnen."
„Die Basis behandelt", sagte Lu Chen. „Und wer sie führt, gehört ihr nicht."
Die Präfektur fragte nach den Bildern am Rückkehrbereich, und sie fragte es vorsichtig.
„Kameras stehen hinter der Linie."
„Und wenn jemand getragen wird?"
„Und dann wird er getragen", sagte Lu Chen.
Um 17:40 sagte die Portalaufsicht vom Bildschirm aus, sie wolle am Ende ein gemeinsames Blatt, in zwei Sprachen, mit beiden Unterschriften.
Und Lu Chen sagte Nein, bevor der Dolmetscher fertig war, und danach entschuldigte er sich für das Hineinreden und nicht für das Nein.
„Warum nicht?"
„Weil ein Blatt, das zwei Häuser trägt, nachher von keinem getragen wird."
„Das ist eine Auslegung."
„Und das ist der ganze Nachmittag", sagte Lu Chen.
„Und?"
„Zwei Blätter", sagte er. „Ihres in Ihrer Form, unseres in unserer. Und was auf beiden steht, muss auf beiden gleich sein."
„Was steht auf beiden?"
„Die sieben Zeilen."
„Sonst nichts?"
„Und sonst nichts", sagte Lu Chen.
Fräulein Ma schrieb das chinesische Blatt bis 18:10, und es hatte neun Punkte und keine Überschrift mit dem Wort gemeinsam.
Und Aiko Taira schrieb ihres auf eigenes Papier, und sie brauchte länger, weil sie in zwei Sprachen schrieb.
Und unter dem japanischen Blatt stand am Ende ein Name in zwei Wörtern.
Taira Aiko.
„Frau Taira, Ihr Haus wird zwei Sachen darin nicht mögen."
„Drei", sagte sie.
„Welche drei?"
„Die Ufergruppe, die einundzwanzig und der Satz, dass ich Ihre Leute nicht will."
„Und den letzten habe ich zuerst geschrieben."
„Streichen Sie etwas?"
„Nein."
„Wenn Ihr Haus es streicht?"
„Dann steht in Ihrem Blatt, was in meinem gestanden hat", sagte Aiko Taira.
Um 18:20 war der Raum leer bis auf vier.
Und der Bildschirm war aus, und der Plan hing noch da, und die Fuge zwischen den beiden Tischplatten lief weiter von einem Ende zum anderen.
Ein Mann kam um 18:40 mit einem Brett und zwei Rollen Kabel und schraubte das Brett neben die Tür.
Und auf dem Brett saß ein Schalter, den Han Da am siebenundzwanzigsten Dezember daraufgeschraubt hatte.
„Herr Lu, wohin geht das Kabel?"
„An unser Ende der Leitung."
„Wer hält ihn?"
„Der, der danebensteht", sagte Lu Chen.
Der Mann schrieb es sich auf und schrieb es sich in andere Worte, und Lu Chen sah es und ließ es.
Und die Spalte auf dem Blatt des Feldes blieb wieder leer.
Luo Shuang ging um 18:50 mit Aiko Tairas Heft aus dem Raum und trug es mit beiden Händen.
Und sie sagte auf dem Weg zur Tür nichts, weil sie noch nichts sagen konnte.
Gu Tian ging als Letzter und blieb an der Tür nicht stehen.
Und Lu Chen fragte ihn nichts, und er fragte ihn auch nicht das, was er sich um 16:26 aufgeschrieben hatte.
Und er schrieb den Tag auf ein halbes Blatt, weil es reichte.
Zwei Tische. Zwei Blätter. Sechs Wörter, sieben Zeilen. Ablesungen ab 06:00, drei von elf.
Darunter schrieb er drei Wörter, und das dritte war eines, das er am Vormittag noch nicht gebraucht hatte.
Vorhut. Kern. Offen.
Und in dem Raum unter dem Plan blieben die beiden Tische stehen, wie sie standen, und es war jetzt einundzwanzig Uhr und niemand mehr da, der sie hätte zusammenschieben können.