Aufstieg des Ewigen Dao-Clans · Band 4 · Arc 06
Kapitel 493Die Welt sieht zu

Abflug

4.032 Wörter · Band 4 — Vorhänge vor dem Himmel

Der einunddreißigste Dezember 2136 war ein Donnerstag.

Und donnerstags fuhr der Wagen um 06:00, und daran änderte Lu Chen auch an diesem Morgen nichts, obwohl es vier Wagen waren und nicht einer.

Er war um 04:30 im Haus.

Und er ging zuerst die Wachliste durch und danach die Fahrzeuge, und die Wachliste dauerte so lange wie an jedem anderen Donnerstag.

Und die Fahrzeuge dauerten länger, weil zwei davon nicht ihm gehörten.

Chen Ruolan kam um 05:05 mit zwei halben Blättern.

„Herr Lu, die Nachtmeldung."

„Etwas?"

„Nichts."

Sie legte das zweite halbe Blatt daneben und drehte es nicht um.

„Und der Januarplan hängt seit dem sechsundzwanzigsten", sagte sie.

„Geändert?"

„Zweimal, und beide Male nicht wegen heute."

„Frau Chen."

„Herr Lu?"

„Ändern Sie ihn auch heute nicht."

„Und wenn wir um zehn eine Anfrage aus Jinshan bekommen?"

„Dann fahren die, die hier sind", sagte Lu Chen.

Im Hof standen seit 04:00 die Kisten.

Und sie standen in drei Reihen und nicht in einer, und Han Da hatte die Reihen am Vorabend mit Kreide auf das Pflaster gezogen, ohne dass ihn jemand darum gebeten hatte.

In der ersten Reihe stand das Messgut.

Und in der zweiten stand das medizinische Gut, und es waren zwölf Kisten und ein flacher Kasten.

In der dritten stand alles, was keiner der beiden Reihen gehörte, und darin stand auch die Kiste aus der Werkstatt.

Lu Chen ging an der dritten Reihe entlang und blieb bei der Kiste stehen.

Und darin lagen zwei Rollen Kabel, ein Kasten mit einer Klemme und ein Schalter, den Han Da am siebenundzwanzigsten Dezember auf ein Brett geschraubt hatte.

Der Schalter war immer noch an nichts angeschlossen.

Xu Anping kam um 05:20 über den Hof, und sie kam den langen Weg an der Mauer entlang.

„Herr Lu."

„Fräulein Xu?"

„Die Meldewege."

Sie gab ihm ein Blatt, und auf dem Blatt standen elf Zeilen und in jeder Zeile eine Nummer und ein Name und eine Uhrzeit.

„Elf?"

„Neun, die abnehmen, und zwei, die man zweimal anrufen muss", sagte Xu Anping.

„Woher wissen Sie das?"

„Weil ich es ausprobiert habe."

„Wann?"

„Gestern zwischen 21:00 und 23:00", sagte sie.

„Und?"

„Und beim zweiten Durchgang war es dieselbe Reihenfolge", sagte Xu Anping.

„Was haben Sie gesagt, als jemand abgenommen hat?"

„Dass ich prüfe, ob jemand abnimmt."

Lu Chen faltete das Blatt einmal und steckte es ein.

„Fräulein Xu, das kommt in kein Aktenzeichen."

„Ich weiß."

„Und?"

„Und deswegen habe ich es auch nicht in eines geschrieben", sagte sie.

Um 06:00 fuhren die vier Wagen.

Und im ersten saß niemand von den vierzehn, weil im ersten die Papiere fuhren, und Lu Chen fuhr im zweiten.

Das Feld lag westlich von Shanghai, und sie waren um 07:20 dort.

Und es war ein Feld mit zwei Hallen und einer Startbahn, und es war seit dem vierundzwanzigsten Dezember gesperrt, und die Sperrung stand in einer Meldung, die niemand gelesen hatte.

Draußen vor der Sperre standen um 07:20 sieben Fahrzeuge, die nicht zur Sperrung gehörten.

Und um 08:10 waren es einundzwanzig.

Die Maschine stand mit offener Heckrampe in der westlichen Halle.

Und sie war grau und hatte keine Aufschrift außer einer Nummer, und die Nummer stand an zwei Stellen und war an beiden dieselbe.

Vor der Rampe war eine Linie gezogen.

Und sie war mit gelbem Band auf den Beton geklebt, und sie lief in einem Bogen von der westlichen Hallenwand bis zur östlichen, und ein Mann mit einer Rolle kniete am östlichen Ende und klebte das letzte Stück fest.

„Wie weit?", sagte Lu Chen.

„Elf Meter."

„Von wo gemessen?"

„Und zwar von der Rampenkante", sagte der Mann.

Lu Chen ging die Linie ab, und er ging sie von innen ab und nicht von außen.

„Wer hat sie gezogen?"

„Ich."

„Wer hat sie abgenommen?"

Der Mann sah auf seine Rolle und dann auf das Band.

„Und das steht auf meinem Blatt nicht drauf", sagte er.

„Auf meinem steht es."

„Herr Lu, auf Ihrem steht Japan."

„Und heute steht hier kein Japan."

„Nein."

„Dann nehme ich sie ab", sagte Lu Chen, und danach ging er die Linie ein zweites Mal ab und ließ sie liegen, wo sie lag.

Die Verladung fing um 08:00 an.

Und sie fing damit an, dass Lu Chen vor der Rampe stand und fünf Sätze sagte, und jeder Satz betraf einen Bereich, und in jedem Satz stand genau ein Name.

„Ladeliste und Reihenfolge: Herr Cai. Was nicht auf der Liste steht, geht nicht hinein."

„Messgut: Fräulein Luo. Die erste Reihe macht niemand auf außer ihr."

„Medizinisches Gut: Frau Song. Zwölf Kisten und ein Kasten, und sie zeichnet sie ab."

„Papiere und die Wörterliste: Fräulein Ma. Sechs Wörter in zwei Sprachen, und sie liegen oben."

„Presse: ich."

Es fragte niemand nach.

Und das war keine Zustimmung, sondern nur der Umstand, dass fünf Sätze mit fünf Namen sich nicht missverstehen lassen.

Die zwölf Kisten der zweiten Reihe standen auf der Ladeliste unter einem falschen Buchstaben.

Und Song Meifeng sah es, als der Mann mit der Liste an ihr vorbeiging, und sie sah es, weil sie ihm über die Schulter las und nicht, weil sie danach gefragt hatte.

„Herr Cai."

„Frau Song?"

„Das steht unter dem falschen Buchstaben."

Der Mann drehte das Blatt zu ihr.

„Es steht unter K."

„Ja."

„Und K ist der Kernspezialist", sagte Meifeng.

„Frau Song, das ist nur die Reihenfolge beim Einladen."

„Ich weiß."

„Und?"

„Und in vier Wochen liest das jemand, der nicht dabei war", sagte Meifeng.

Der Mann schrieb die zwölf Kisten unter M und den flachen Kasten dazu.

Und Meifeng zeichnete darunter, und sie schrieb ihren Namen aus und nicht die zwei Zeichen.

Lu Chen sah das von der Rampe aus und ging nicht hin.

Und er brauchte danach eine Weile, bis ihm auffiel, dass er auch dann nicht hingegangen wäre, wenn sie ihn gerufen hätte.

Die Messkoffer kamen um 08:35.

Und es waren neun, und Luo Shuang stand daneben und ließ sie einzeln an sich vorbeitragen und sagte bei sieben davon nichts.

Bei dem achten hob sie die Hand.

„Und der steht auf der Liste als Ersatz."

„Ist er das nicht?"

„Er ist das Gerät", sagte Luo Shuang. „Und das andere ist der Ersatz."

„Ändert das etwas?"

„Am Fliegen nichts."

„Und sonst?"

„Und sonst alles, denn wenn wir dort einen Koffer verlieren, verliere ich lieber den, der auf der Liste als Gerät steht", sagte sie.

Gu Tian kam um 08:40 durch die Halle und ging an der Rampe vorbei und stellte sich an die erste Reihe.

Und er stellte sich an das Ende der Reihe, dorthin, wo der neunte Koffer stand, und er hob ihn nicht an und machte ihn nicht auf.

Lu Chen sah ihn dort stehen und ging weiter zu den Papieren.

Und es sagte darüber niemand etwas, und es war auch nichts zu sagen, weil dort die Arbeit stand.

Wei Dianchen kam um 09:00 und hatte zwei Blätter.

„Herr Lu, der Widerspruch."

„Was ist damit?"

„Er ist am neunundzwanzigsten eingegangen und bestätigt worden."

„Entschieden?"

„Nein."

„Und?"

„Das steht auf keinem der beiden Blätter", sagte Wei Dianchen.

„Dann läuft er."

„Er läuft."

„Herr Wei, dann brauche ich das zweite Blatt nicht."

„Das zweite Blatt ist von meinem Haus", sagte Wei Dianchen. „Und darauf steht, was Sie heute nicht sagen sollen."

Lu Chen nahm es und las es und gab es zurück.

„Ich sage heute gar nichts."

„Auch das steht darauf."

„Und?"

„Und dann sind wir uns einmal einig, ohne dass es jemandem gefällt", sagte Wei Dianchen.

Um 09:30 kamen die Kameras auf das Feld.

Und es waren vier, und drei davon standen um 09:40 hinter der gelben Linie, und die vierte suchte einen anderen Platz und fand keinen.

Eine Frau mit einem Kopfhörer kam bis an die Linie und blieb davor stehen, weil sie nicht darüber wollte.

„Herr Lu."

„Ja?"

„Wir haben elf Meter und ein sehr breites Bild."

„Und?"

„Und wenn Ihre Leute zwei Schritte vorgehen, sind sie im Bild und die Halle nicht."

„Sie gehen nicht vor."

Die Frau sah auf ihr eigenes Blatt und wieder hoch.

„Und es sind zwei Schritte."

„Ich weiß."

„Und es ändert an Ihrem Einsatz nichts."

„Nein", sagte Lu Chen.

„Warum dann nicht?"

„Weil es heute zwei Schritte sind."

„Morgen?"

„Und am achten Januar steht jemand an einer anderen Rampe und geht zwei Schritte vor, und dann ist es kein Bild mehr", sagte Lu Chen.

Sie verstand ihn nicht, und sie sagte es auch.

„Und das ist nicht dasselbe."

„Nein."

„Warum reden Sie dann davon?"

„Weil es dieselben Leute sind", sagte er.

Sie ging zurück hinter die Linie und stellte die vierte Kamera dorthin, wo die dritte schon stand.

Und das Bild wurde dadurch schlechter, und niemand ging deswegen einen Schritt weiter nach vorn.

Um 09:55 kam die Leitung nach Songjiang, und Zixuan war am anderen Ende, und die Verbindung war gut, weil sie über Land ging.

„Herr Lu."

„Fräulein Gu, die Namen."

„Vier", sagte Zixuan.

„Von vierzehn?"

„Von vierzehn."

„Seit wann?"

„Seit gestern 16:20."

„Und?"

„Und danach ist keiner mehr gekommen", sagte sie.

„Schriftlich?"

„Vier Zeilen, vier Unterschriften, mit Datum."

„Die zehn?"

„Die zehn stehen nirgends", sagte Zixuan. „Und ich habe auch nicht aufgeschrieben, dass sie nirgends stehen."

„Was heißt das für die Bilder?"

„Es heißt, dass vier Namen eingeblendet werden dürfen und zehn nicht."

„Und wenn sie es trotzdem tun?"

„Dann liegen hier vier Blätter und zehn Löcher", sagte Zixuan.

Lu Chen gab die vier Zeilen an die Frau mit dem Kopfhörer weiter, und zwar auf Papier.

Und sie las sie und fragte nach den anderen zehn, und er sagte ihr, dass es die anderen zehn nicht gebe, und sie hielt das für eine Auskunft und nicht für eine Grenze.

Um 10:10 stellte er die vierzehn vor die westliche Hallenwand.

Und er stellte sie nicht in einer Reihe auf, sondern so, wie sie am achten Januar an der Rampe stehen würden, und das war der einzige Grund dafür.

Dann sagte er drei Sätze, und er sagte sie so laut, dass sie hinter der Linie zu hören waren.

„Keine Auskünfte an Kameras. Keine an Mikrofone. Keine im Vorbeigehen."

„Und der Grund ist nicht, dass ich Ihnen nicht traue."

„Der Grund steht auf Fräulein Mas Blatt, und es sind sechs Wörter in zwei Sprachen."

„Abbruch. Einsatzleitung. Zuständig. Kern. Freigabe. Vorhut."

„Und sie stehen dort, weil eines davon im Dezember zweimal verschieden übersetzt worden ist, und weil wir vier Tage gebraucht haben, um zu merken, welches."

„Wer heute in eine Kamera einen Satz sagt, sagt eines dieser Wörter."

„Und wer eines dieser Wörter außerhalb der Liste sagt, hat es übersetzt, und das ist er nicht."

„Fragen gehen an mich."

„Und ich beantworte sie heute nicht."

Es hob niemand die Hand.

Und Lu Chen wusste, dass das nichts hieß, weil es am siebenundzwanzigsten Dezember in der Halle genauso still gewesen war.

Ein Mann vom Feld kam um 10:20 mit einer Liste und einem Stift.

„Herr Lu, der zweite Schalter."

„Was ist damit?"

„Er ist an Bord, und er ist an nichts angeschlossen."

„Das ist richtig so."

„Und ich brauche einen Namen."

„Wofür?"

„Für die Spalte", sagte der Mann. „Wer hält ihn."

Lu Chen sah auf die Liste und auf die leere Spalte.

„Der, der danebensteht."

„Und das ist kein Name."

„Nein", sagte Lu Chen.

„Herr Lu, ich kann eine Spalte nicht mit einem Umstand füllen."

„Dann lassen Sie sie leer."

„Und wenn jemand fragt, wer abgeschaltet hat?"

„Dann hat abgeschaltet, wer danebenstand", sagte Lu Chen. „Und er musste dafür niemanden fragen."

„Und wer wieder einschaltet?"

„Und der muss fragen."

Der Mann schrieb offen in die Spalte und war damit unzufrieden.

Und er war es sichtbar, und er sagte es nicht, und Lu Chen erklärte es ihm nicht ein zweites Mal.

Um 10:35 fragte jemand hinter der Linie nach den medizinischen Kisten.

„Herr Lu, dürfen wir die filmen?"

Und Lu Chen sah auf die zweite Reihe, in der zwölf Kisten und ein flacher Kasten standen.

„Ja."

„Und auf Ihrem Blatt steht, dass in der medizinischen Basis nicht gefilmt wird."

„Das steht darauf."

„Und?"

„Und das hier ist keine Basis", sagte Lu Chen. „Das sind Kisten auf einem Beton."

„Wo ist der Unterschied?"

„In den Kisten liegt niemand."

Song Meifeng stand in diesem Augenblick zwei Meter neben der zweiten Reihe und hatte den flachen Kasten in der Hand.

Und sie stellte ihn nicht ab und drehte sich nicht weg, und sie ging auch nicht in das Bild hinein.

Um 10:40 kam die Frau mit dem Kopfhörer noch einmal an die Linie.

„Herr Lu, eine Zahl."

„Welche?"

„Siebzehn."

„Ja."

„Und ich zähle einundzwanzig, die die Rampe hochgehen."

Lu Chen zählte nicht nach.

„Und auf diesem Feld stehen mehr Leute als siebzehn", sagte er.

„Die Zahl ist falsch?"

„Und die Zahl ist keine Zahl von diesem Feld."

„Wovon dann?"

„Von einer Rampe in Japan, durch die am selben Tag siebzehn gehen", sagte Lu Chen. „Vierzehn und drei."

„Die anderen vier?"

„Und die fliegen die Maschine, und die fliegen sie auch wieder zurück."

Sie schrieb es auf, und sie schrieb es sich in zwei Zeilen auf, und Lu Chen sah, dass sie in der zweiten Zeile 17 vs 21 stehen ließ.

Und er sagte dazu nichts mehr, weil er ihr die zweite Zeile nicht wegnehmen konnte.

Um 10:50 gingen sie hinein.

Und sie gingen in der Reihenfolge, in der sie auf Herrn Cais Blatt standen, und das war eine Reihenfolge nach Gewicht und nicht nach Rang, und deswegen ging Luo Shuang als Vierte und Gu Tian als Elfter.

Die Bilder von diesem Vormittag zeigten vierzehn Leute in derselben Jacke.

Und in vier von ihnen stand ein Name, und in zehn stand keiner, und man sah in den Bildern nicht, welche vier es waren, weil sie in der Reihe nicht nebeneinander gingen.

Die Maschine rollte um 11:12 und war um 11:20 in der Luft.

Innen war es laut, und es war die Art von laut, bei der man sich nach vier Stunden nicht mehr anstrengt.

Und die Sitze standen an den Wänden, und in der Mitte stand die Ladung in drei Blöcken, und die Blöcke waren dieselben drei Reihen wie im Hof.

Lu Chen saß am vorderen Block, weil dort die Papiere lagen.

Und Song Meifeng saß am zweiten Block bei ihren zwölf Kisten, und sie saß dort allein und arbeitete an einem Blatt, das sie nicht herumzeigte.

Luo Shuang saß am ersten Block.

Und neben ihr, auf dem Platz zwischen dem achten und dem neunten Koffer, saß Gu Tian.

Er hatte einen Koffer offen und den Deckel gegen das Knie gestellt, und Luo Shuang las ihm Werte vor, und er schrieb sie nicht mit.

Und er hielt den Deckel, damit er nicht zufiel.

Um 12:05 ging Lu Chen mit der Wörterliste nach hinten.

Und er ging nicht wegen Gu Tian nach hinten, sondern weil Fräulein Ma die Liste am ersten Block hatte liegen lassen.

„Fräulein Luo."

„Herr Lu?"

„Sechs Wörter."

„Ich habe sie gelesen."

„Und?"

„Und Kern ist das einzige, bei dem beide Seiten dasselbe meinen", sagte Luo Shuang. „Die anderen fünf meinen zweimal fast dasselbe."

„Reicht fast?"

„Bei einem Wort ja. Bei fünfen nein."

Lu Chen setzte sich auf die Kante des dritten Blocks und legte die Liste auf das Knie.

Und dann stellte er die Frage, die er sich am Vorabend aufgeschrieben und für die er sich Zeit eingeplant hatte.

„Herr Gu."

„Herr Lu?"

„Wenn sie uns morgen sagen, sechs seien zu viele und wir sollen eines streichen – welches hält am wenigsten?"

Und Lu Chen sah dabei auf die Liste hinunter, weil er ihm die Zeit geben wollte.

Zuständig", sagte Gu Tian.

Er hatte noch nicht wieder hochgesehen.

Und Lu Chen schrieb es an den Rand der Liste und ging damit nach vorn.

Um 12:40 kam die Meldung, dass sie über Wasser waren.

Und sie kam nicht als Meldung, sondern als Satz eines Mannes, der nach hinten ging und ihn im Vorbeigehen sagte.

Lu Chen ging die elf Zeilen von Xu Anpings Blatt durch und strich zwei davon an.

Und er strich die zwei an, die zweimal angerufen werden mussten, und er schrieb daneben, wer sie anrief, wenn er selbst nicht konnte.

Song Meifeng kam um 13:15 nach vorn.

„Herr Lu."

„Frau Song?"

„Zwei Sachen, und beide betreffen die Basis."

„Die erste?"

„Ich weiß nicht, nach welcher Regel dort behandelt wird", sagte sie.

„Steht das nicht in Anlage sechs?"

„Und in Anlage sechs stehen Messpunkte."

„Wann wissen Sie es?"

„Wenn ich davorstehe."

„Und bis dahin?"

„Und bis dahin habe ich eine Frage mitbekommen, und die stelle ich am ersten Abend", sagte Meifeng.

„Die zweite Sache?"

Und sie legte ein Blatt auf die Kiste zwischen ihnen und drehte es nicht zu ihm.

„Und meine Grenze steht auf einem Blatt mit Datum, und das Blatt liegt in Songjiang."

„Bei wem?"

„Bei Frau Tang."

„Warum sagen Sie mir das?"

„Damit Sie sich nicht darauf verlassen, dass ich es Ihnen dort sage", sagte Meifeng.

Lu Chen sah eine Weile auf das Blatt, das sie nicht zu ihm gedreht hatte.

„Frau Song, ich führe die Basis nicht."

„Nein."

„Und?"

„Und Sie schicken mir die Leute", sagte sie.

Sie ging danach zu ihren zwölf Kisten zurück.

Und sie ging langsam, weil in dieser Maschine alle langsam gingen, und sie hielt sich dabei an keiner Strebe fest.

Um 13:52 stand Gu Tian auf.

Und er stand nicht schnell auf, und er ging drei Schritte in die Mitte des ersten Blocks und blieb dort stehen, mit dem Gesicht zur Bordwand.

Lu Chen sah es vom vorderen Block aus.

Und er sah es, weil in dieser Maschine seit zwei Stunden niemand aufgestanden war, für den es nichts zu tun gab.

„Fräulein Luo", sagte Gu Tian.

„Herr Gu?"

„Da ist eine Schwingung."

Luo Shuang legte den Stift hin und griff nicht nach einem Koffer.

„Wo?"

„Das weiß ich nicht."

„In welcher Richtung?"

„Das weiß ich auch nicht", sagte Gu Tian.

„Wie weit?"

„Nein."

Lu Chen war inzwischen bei ihnen.

„Herr Gu, was wissen Sie?"

„Sie ist schwach. Sie ist fremd. Und sie schwingt wie ein Tor."

„Wie ein Tor oder ein Tor?"

„Wie ein Tor", sagte Gu Tian.

„Gehört sie zum Biwa-See?"

„Ich kann sie nicht trennen."

„Von was?"

„Von allem anderen, was unter uns liegt", sagte er.

Luo Shuang nahm ein Blatt und schrieb die Uhrzeit an den Rand.

„Herr Gu, ich schreibe es auf, und ich schreibe es als Angabe."

„Nicht als Befund?"

„Für einen Befund bräuchte ich eine Grundlinie", sagte sie. „Und ich habe hier für gar nichts eine."

Sie schrieb vier Zeilen, und sie schrieb sie in seinen Worten.

13:52. Über Wasser. Schwach. Fremd. Nicht trennbar. Richtung und Entfernung: keine Angabe. Zuordnung zum Biwa-See: nicht möglich.

Und darunter schrieb sie, dass sie keine Grundlinie hat.

„Ist das alles?"

„Das ist alles", sagte Gu Tian.

„Und wenn sie stärker wird?"

„Dann sage ich es wieder."

Lu Chen stand noch eine Weile in der Mitte des ersten Blocks.

„Fräulein Luo."

„Herr Lu?"

„Woran erinnert Sie das?"

Luo Shuang sah nicht auf.

„Fragen Sie mich das nicht."

„Warum nicht?"

„Weil ich darauf eine Antwort hätte", sagte sie. „Und keine Grundlinie."

„Und deswegen?"

„Und deswegen schreibe ich neben diese vier Zeilen nichts", sagte Luo Shuang. „Nichts über etwas anderes, nichts über einen Ort, und keinen Vergleich."

Sie legte das Blatt in die Mappe und nicht in einen Koffer.

Und sie legte es als oberstes hinein, mit der beschriebenen Seite nach oben, weil es am Abend abgeschrieben werden musste.

Gu Tian setzte sich wieder auf den Platz zwischen dem achten und dem neunten Koffer.

Und er hielt den Deckel danach weiter, und Luo Shuang las weiter vor.

Lu Chen ging nach vorn und schrieb es auf sein eigenes Blatt.

Und er schrieb es kürzer als sie, weil sein Blatt kein Messblatt war, und darunter schrieb er die Uhrzeit ein zweites Mal.

Er dachte um 14:10 darüber nach, was er damit machen sollte.

Und er kam zu dem Ergebnis, dass es an diesem Nachmittag nichts gab, was man damit machen konnte, und dass genau das der Grund war, es aufzuschreiben.

Um 15:00 schlief die Hälfte.

Und es schliefen die, die es gelernt hatten, und es waren mehr, als Lu Chen im Oktober noch gehabt hätte.

Er ging um 15:20 die vierzehn durch, ohne aufzustehen.

Und er ging sie durch, wie er die Wachliste durchging, und bei zwei Namen blieb er hängen, und beide waren die, die am achtundzwanzigsten Dezember noch einmal gefragt worden waren.

Und sie hatten beide zum zweiten Mal Ja gesagt, und sie saßen beide am dritten Block.

Die Maschine setzte um 16:10 japanischer Zeit auf.

Und draußen war es hell und niedrig, und es regnete nicht, und auf dem Feld standen zwei Busse und vier Wagen und niemand mit einer Kamera.

Ein Mann von der japanischen Portalaufsicht kam als Erster an die Rampe, und er hatte ein Blatt und einen Dolmetscher.

„Herr Lu."

„Ja."

„Wir fahren heute nur bis zur Unterkunft."

„Morgen?"

„Und morgen um 08:40 zum Nordbecken", sagte er. „Die Bilder sind für 09:20 angesetzt."

„Wer hat das angesetzt?"

„Nicht Frau Taira", sagte der Mann.

Und Lu Chen sah ihn an und nickte einmal.

„Dann bis 09:20."

„Und es gibt noch etwas, Herr Lu."

„Ja?"

„Ihre Wörterliste."

„Sechs Wörter."

„Und?"

„Frau Taira hat sie in ihr Heft geschrieben", sagte er. „Und sie hat daneben geschrieben, welche fünf davon in unseren Formblättern anders stehen."

„Fünf?"

„Fünf."

Und Lu Chen schrieb es an den Rand derselben Liste, an deren Rand seit 12:15 ein Wort stand.

Die Unterkunft war ein Gebäude aus drei Teilen, und der mittlere Teil war neu.

Und die zwölf Kisten kamen in den westlichen Teil, und Song Meifeng ging mit ihnen und kam an diesem Abend nicht wieder heraus.

Um 19:00 hing ein Blatt an der Tür des mittleren Teils.

Und darauf standen die Zeiten für den ersten Januar, und darunter stand ein Satz, den Lu Chen selbst geschrieben hatte.

Wer morgen früh nicht weiß, wo er steht, fragt heute Abend.

Es fragten drei.

Und zwei davon fragten dasselbe, und der dritte fragte, ob er seinen Namen einblenden lassen dürfe, obwohl er es gestern nicht getan hatte.

„Fräulein Gu hat es um 16:20 geschlossen."

„Herr Lu, es ist erst der einunddreißigste."

„Und geschlossen ist geschlossen", sagte Lu Chen.

„Und wenn ich es morgen früh sage?"

„Dann sagen Sie es Fräulein Gu, und Fräulein Gu entscheidet, ob es rechtzeitig ist."

„Nicht Sie?"

„Nein", sagte Lu Chen. „Und das ist der ganze Punkt daran."

Um 21:40 kam Luo Shuang mit dem abgeschriebenen Blatt.

Und es war dasselbe in Reinschrift, und darunter stand die Uhrzeit der Abschrift und ihr Name.

„Und das geht heute Abend nach Songjiang, Herr Lu."

„An Fräulein Gu?"

„An Fräulein Gu."

„Was schreiben Sie in die Betreffzeile?"

Angabe. Ohne Grundlinie."

„Fräulein Luo, das wird jemand für nichts halten."

„Ja."

„Und?"

„Und in sechs Wochen ist es das Erste, was ich wieder herausziehe", sagte sie.

Lu Chen ging um 22:30 noch einmal durch den mittleren Teil.

Und in dem Raum am Ende saß Gu Tian an einem Tisch mit einem Blatt, und auf dem Blatt standen drei oder vier Zeilen, und er schrieb an einer fünften.

Er sah nicht auf, und Lu Chen fragte nicht.

Und er hätte an einem anderen Abend gefragt, und an diesem nicht, weil das Blatt zu keinem der fünf Bereiche gehörte, die er am Morgen vor der Rampe verteilt hatte.

Und um 23:00 stand draußen der Regen an, den es am Nachmittag nicht gegeben hatte.

Lu Chen schrieb den Tag auf ein halbes Blatt, weil Chen Ruolan es seit Oktober so machte und weil es reichte.

Vier Wagen. Ein Feld. Elf Meter. Vier Namen von vierzehn. Abflug 11:20, Landung 16:10.

Und darunter schrieb er die vier Zeilen von Luo Shuang ab und danach ein Wort, das keine Zeile brauchte.

Läuft.

Er machte das Licht um 23:20 aus.

Und irgendwo auf der Welt sahen sie in diesen Stunden vierzehn Leute in derselben Jacke eine Rampe hochgehen, in einer Reihenfolge nach Gewicht, und keiner von ihnen ging dabei zwei Schritte vor.

Um Mitternacht wurde es das Jahr 2137, und in dem Gebäude aus drei Teilen sagte das niemand.

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