Aufstieg des Ewigen Dao-Clans · Band 4 · Arc 04
Kapitel 475Der erste Vorhang

S

3.988 Wörter · Band 4 — Vorhänge vor dem Himmel

Lu Chen war am siebenundzwanzigsten November 2136 um 05:40 im Haus, und das war für ihn nicht früh.

Und er ging zuerst die Wachliste durch und danach die Fahrzeuge, und beides dauerte so lange wie an jedem anderen Freitag.

Eine Frist ist der Tag, an dem etwas kommt.

Sie ist nicht der Tag, an dem etwas Bestimmtes kommt.

Und das stand seit dem achtzehnten November so in einem Beschluss, den Lu Chen seitdem nicht wieder aufgeschlagen hatte.

Chen Ruolan kam um 06:20 mit zwei halben Blättern, weil sie seit dem Oktober alles auf halbe Blätter schrieb.

„Herr Lu, die Nachtmeldung."

„Etwas?"

„Nichts."

Sie legte das zweite halbe Blatt daneben.

„Und der Dienstplan für Dezember geht heute hinaus", sagte sie.

„Frau Chen."

„Herr Lu?"

„Ändern Sie nichts daran."

„Woran?"

„Und nichts wegen heute", sagte er.

Sie ging und ließ die beiden Blätter liegen.

Im Dienstplan für Dezember standen zwölf Namen.

Und im Plan für September waren es vierzehn gewesen.

Um 07:10 ging Xu Anping mit dem Stock durch den Hof, und sie ging den langen Weg an der Mauer entlang und nicht den kurzen über das Pflaster.

Und sie brauchte dafür an diesem Morgen sechs Minuten weniger als am Montag, und niemand hatte sie darum gebeten, und niemand hatte es angeordnet.

Lu Chen sah es vom Fenster aus und ging nicht hinunter.

Bis 09:00 kam nichts.

Und bis 11:00 kam nichts.

„Herr Lu, und wenn es A bleibt?"

„Dann bleibt es A."

„Und?"

Lu Chen legte die Wachliste auf den Stapel und nicht daneben.

„Und dann hängt am Montag derselbe Dienstplan an derselben Wand", sagte er.

Chen Ruolan schrieb es nicht auf, weil es nichts zum Aufschreiben war.

Und sie ging danach in die Halle hinunter und sagte dort niemandem, worauf an diesem Tag gewartet wurde.

Es wartete deshalb auch niemand.

Um 11:40 rief die Kreisstelle Jinshan an und wollte zwei Leute für eine Begehung am zweiten Dezember.

Der Mann am anderen Ende wusste nichts von diesem Tag, und er wusste deshalb nichts davon, weil es nichts zu wissen gab.

Und er sagte am Ende, dass er sonst niemanden habe, den er anrufen könne.

„Zwei Leute", sagte Lu Chen. „Am zweiten, um 08:00."

„Herr Lu, ich habe kein Aktenzeichen."

„Dann rufen Sie ohne eines an."

„Und wenn Sie nicht können?"

„Dann sage ich es Ihnen am Montag", sagte er.

Zixuan war um 09:00 gekommen und hatte zwei Vorgänge dabei, und keiner davon hatte mit diesem Tag zu tun.

Der eine war die Antwort der Provinzstelle Fujian auf eine Messkorrektur aus dem Jahr 2133, und der andere war eine Liste von elf Stationen.

Und sie legte beide auf den Tisch, weil sie am Vormittag hinausgehen sollten.

„Fräulein Gu, heute?"

„Heute."

„Und wenn heute noch etwas anderes kommt?"

Zixuan zog das obere Blatt gerade und ließ die Hand darauf liegen.

„Und dann kommt es nach diesen beiden", sagte sie.

Der Wagen kam um 12:52 an das Tor.

Und es war kein Wagen der Zentralbehörde, sondern der einer Zustellstelle, und der Mann, der ausstieg, hatte ein Buch dabei und wollte eine Unterschrift und sonst nichts.

Gu Zixuan gab sie ihm und trug den Eingang ein, bevor sie den Umschlag hochtrug.

Und sie legte ihn auf den Tisch und nahm die Hand weg.

„Fräulein Gu, machen Sie ihn auf."

„Nein."

„Warum nicht?"

„Weil Ihr Name darauf steht", sagte sie.

Es waren drei Blätter, und das erste war das kürzeste.

Und oben stand ein Aktenzeichen, und es war dasselbe wie am achtzehnten November, und dahinter stand eine Zwei.

Der Verband Nightfall wird mit Wirkung vom siebenundzwanzigsten November 2136 in der Stufe S geführt.

Lu Chen las den Satz und legte das Blatt nicht hin.

Und er las ihn ein zweites Mal, und beim zweiten Mal las er ihn von hinten nach vorn, so wie er es mit Meldungen tat, in denen etwas fehlen konnte.

Zixuan stand am Tisch und sagte nichts.

Und sie sagte deshalb nichts, weil sie an diesem Vormittag zwei Vorgänge in der Mappe hatte und keiner davon dieser war.

Unter dem Satz stand der Sachverhalt, und der Sachverhalt bestand aus zwei Sätzen.

Der Verband Nightfall hat die Erdseite gehalten.

Herr Gu Tian hat den Kern getrennt.

Die Reihenfolge war die aus dem Blatt vom achtzehnten November.

Und sie war nicht umgedreht worden, obwohl er es an diesem Tag ausdrücklich erlaubt hatte.

„Fräulein Gu."

„Herr Lu?"

„Sie haben am achtzehnten in der zweiten Reihe gesessen."

„Ja."

„Und Sie haben gehört, dass ich gesagt habe, es sei mir gleich."

„Ich habe es gehört."

„Und?"

Zixuan sah auf die beiden Zeilen und nicht auf ihn.

„Und jemand dort hat sich entschieden, es nicht umzudrehen", sagte sie.

Auf dem zweiten Blatt stand die Begründung.

Und sie hatte drei Nummern, und jede Nummer hatte eine Überschrift, und unter jeder Überschrift standen zwischen zwei und fünf Sätzen.

Lu Chen las sie Wort für Wort, und er brauchte dafür zwanzig Minuten.

1. Führung. Die Einsatzführung lag vom dritten Oktober 2136, 08:12 Uhr, bis zum sechsten Oktober 2136, 07:31 Uhr, durchgehend beim Verband. Sie wurde zu keinem Zeitpunkt abgegeben und zu keinem Zeitpunkt auf eine Einzelkraft übertragen.

2. Teamleistung. Am sechsten Oktober 2136 um 03:47 Uhr brachen drei Ringe auf einer Länge von sechzehn Komma zwei Kilometern innerhalb von einundneunzig Sekunden gleichzeitig auf. Der Verband verfügte über vierzehn Personen. Er teilte sich nicht auf, gab Ring eins auf und holte neun von elf Kräften der Provinzstelle Fujian aus Ring eins heraus. Er verlor dabei einen Angehörigen.

3. Eigenständige Stabilisierung hochrangiger Einsätze. Der Verband hielt die Erdseite vom fünften Oktober 2136, 09:12 Uhr, bis zum sechsten Oktober 2136, 08:01 Uhr, ohne Verbindung zu der jenseits eingesetzten Einzelkraft. Vergleichbares ist für die vier bestehenden Verbände oberhalb der Stufe A nicht aktenkundig.

Lu Chen ging danach zurück auf das erste Blatt und suchte den Namen.

Er fand ihn einmal.

„Fräulein Gu, in der Begründung steht er nicht."

„Nein."

„Nirgends."

„Nein", sagte sie.

Es blieb einen Moment still am Tisch.

„Das ist nicht dasselbe wie am achtzehnten."

„Nein."

„Was ist es?"

Zixuan legte das zweite Blatt neben das erste und nicht darauf.

„Und es ist das, was Sie hingeschrieben haben, nur von jemand anderem", sagte sie.

Er las die zweite Nummer noch einmal, und beim dritten Mal blieb er an einem Wort hängen.

Er verlor dabei einen Angehörigen.

„Fräulein Gu."

„Herr Lu?"

„Auf Blatt zwei steht das Wort dabei."

Und Zixuan sah nicht auf das Blatt, weil sie wusste, welches Wort er meinte.

„Am achtzehnten haben Sie es abgelehnt."

„Ja."

„Und heute?"

Lu Chen las den Satz ein viertes Mal.

„Und heute steht es an der richtigen Stelle", sagte er.

„Sagen Sie es genauer."

„Am achtzehnten stand es zwischen uns und dem, was wir getan haben."

„Und hier?"

„Hier steht es zwischen dem, was wir getan haben, und dem, was es gekostet hat", sagte er.

Zixuan schrieb es auf ihr eigenes Blatt, mit Datum und mit Uhrzeit.

Und sie schrieb den Satz vollständig hin, obwohl er lang war, weil ein halb aufgeschriebener Satz in vierzig Jahren ein anderer ist.

Das dritte Blatt war das kürzeste nach dem ersten.

Und oben standen drei Nebenbestimmungen, und darunter stand die Rechtsbehelfsbelehrung, und die Rechtsbehelfsbelehrung war der längste Absatz des ganzen Bescheids.

Lu Chen las auch die, und er las sie zuerst.

1. Einsätze ab Stufe drei sind innerhalb von vierundzwanzig Stunden zu melden.

2. Der Verband stellt sicher, dass die ihm zugeordnete Einzelkraft der Stufe SS im Anforderungsfall zur Verfügung steht.

3. Die Einstufung wird in die zwischen den Staaten getauschte Verbandsliste aufgenommen.

In der Rechtsbehelfsbelehrung stand, dass gegen den Bescheid binnen eines Monats Widerspruch erhoben werden könne.

Und darunter stand, wo, und daneben stand, dass die Frist mit der Zustellung beginne.

Die Zustellung war um 12:52 gewesen.

„Nein", sagte Lu Chen.

Und Zixuan nahm das Blatt und las die drei Nummern.

„Nummer zwei."

„Ja."

„Sie steht ganz hinten."

„Und sie steht trotzdem drin", sagte er.

„Was steht darin, Fräulein Gu?"

„Dass Sie ihn liefern."

„Ja."

Es blieb einen Moment still.

„Und dass Sie ihn liefern können", sagte sie.

Er rief um 13:40 die Zentralbehörde an, und es ging die Frau mit den zwei Mappen an den Apparat.

Und sie war nicht überrascht, dass er anrief, und sie war überrascht, weswegen.

„Herr Lu, Sie haben die Einstufung."

„Ich habe sie gelesen."

„Und?"

„Nebenbestimmung zwei."

„Das ist keine Bewertung."

„Ich weiß."

„Sie steht seit 2129 in jedem Bescheid oberhalb von A."

„In allen vier?"

„In allen vier."

Und sie sagte den Rest, ohne dass er nachfragen musste.

„Und in allen vier hat nie jemand widersprochen", sagte sie.

„Was genau stört Sie?"

„Zwei Wörter."

„Wieder zwei?"

„Zugeordnete und sicherstellt", sagte er.

„Herr Gu gehört Ihrem Verband an."

„Ja."

„Dann ist er ihm zugeordnet."

„Nein."

„Erklären Sie das."

„Ein Rang steht auf einer Liste, und ein Mensch steht nicht auf einer Liste."

„Herr Lu."

„Und ich kann für keinen Menschen zusagen, dass er Ja sagt", sagte er.

„Auch nicht für die anderen dreizehn?"

„Auch nicht."

Es blieb länger still in der Leitung, als es bis dahin still gewesen war.

„Herr Lu, die Einstufung wird von einem Widerspruch nicht berührt."

„Das weiß ich."

„Sie könnten ihn im Januar einlegen."

„Und ich lege ihn heute ein", sagte er.

„Warum heute?"

„Weil der Bescheid heute hinausgeht."

„Sie geben ihn heraus?"

Und Lu Chen sah dabei auf das dritte Blatt und nicht auf das erste.

„Ganz", sagte er.

Und sie blieb an dieser Stelle einen Moment bei der Sache und nicht bei der Form.

„Herr Lu, Sie geben eine Klausel heraus, gegen die Sie selbst widersprechen."

„Ja."

„Und?"

„Und dann steht sie draußen, und niemand muss sie in vier Jahren erst suchen", sagte er.

Er diktierte den Widerspruch um 14:04, und er hatte zwei Zeilen, und Zixuan schrieb sie mit.

Gegen Nebenbestimmung Nummer zwei des Bescheids wird Widerspruch eingelegt.

Der Verband Nightfall kann die Entscheidung eines Menschen nicht zusagen.

Darunter stand kein Nebensatz und keine Begründung.

Und darunter stand ein Name, und der Name lautete Lu Chen.

Zixuan trug ihn um 14:10 ein, und es war Blatt einhundertfünfundsiebzig.

Einhundertvierundsiebzig war das mit dem leeren Feld gewesen, und das lag seit dem fünfundzwanzigsten November abends in Fujian in einer Mappe.

Und die beiden Blätter hatten miteinander nichts zu tun und standen trotzdem untereinander.

Im Westflügel stand um 15:40 die Kiste offen, die Song Meifeng jeden Freitag durchsah.

Und darin lagen Binden und zwei Scheren und die kleinen Gläser mit den Deckeln aus Kork, und sie legte alles in Reihen auf das Tuch.

Tang Shu kam herein, weil im Hof zu viele Leute standen.

Und sie setzte sich auf den Stuhl mit der Lehne, den seit dem achten November niemand mehr weggestellt hatte.

Meifeng hatte ein Glas in der linken Hand und einen Deckel in der rechten.

„Shu, halten Sie das."

Und Tang Shu nahm das Glas.

Es blieb einen Moment still im Raum.

Und Meifeng setzte den Deckel auf ein anderes Glas und stellte es an das Ende der Reihe zurück.

„Es sind noch vier."

„Vier Gläser?"

„Vier von den kleinen", sagte sie.

Tang Shu gab ihr das Glas zurück, ohne dass jemand danach fragte.

Und Meifeng nahm es und stellte es neben die anderen, und ihre Hände waren an diesem Nachmittag warm, weil sie seit dem Morgen niemanden angesehen hatte.

Die Kiste war um 16:00 durchgesehen.

„Danke, Frau Tang."

„Frau Song."

Und sie gingen danach beide in den Hof hinunter, und im Hof stand zu diesem Zeitpunkt das halbe Haus.

Gu Tian war um 15:10 gekommen und hatte den Bescheid im Stehen gelesen, alle drei Blätter, in der Reihenfolge, in der sie lagen.

Und er las nicht schneller als Lu Chen und nicht langsamer.

„Herr Gu."

„Herr Lu?"

„Ihr Name kommt einmal vor."

„Wo?"

„Auf Blatt eins, im Sachverhalt."

Gu Tian las den Satz und legte das Blatt zurück auf den Tisch.

„Und in der Begründung nicht", sagte er.

„Nein."

„Gut."

Lu Chen schob ihm das dritte Blatt hin und zeigte auf die zweite Nummer.

„Ich habe um 14:04 widersprochen."

„Ich habe gelesen, was da steht."

„Und?"

Gu Tian gab das Blatt zurück, ohne es festzuhalten.

„Und Sie hätten es auch dann tun müssen, wenn ich immer Ja sage", sagte er.

„Sagen Sie immer Ja?"

„Nein."

„Wann nicht?"

„Das entscheide ich jedes Mal neu."

„Und ich erfahre es vorher?"

„Nein."

Es blieb einen Moment still am Tisch.

„Und das ist der Grund, warum Nummer zwei nicht stehen bleiben darf", sagte Gu Tian.

Zixuan las den Bescheid um 16:04 im Hof laut vor.

Und sie las ihn ganz, mit dem Aktenzeichen, mit dem Sachverhalt, mit den drei Nummern und mit den drei Nebenbestimmungen, und danach las sie die zwei Zeilen des Widerspruchs.

Sie las nichts weg und sie las nichts dazu.

Und danach klappte sie die Mappe zu und sah auf ihr Blatt.

„Ich brauche die Dauer für den Eintrag."

Und niemand im Hof hatte eine Uhr laufen lassen.

„Eine Minute achtundfünfzig", sagte Gu Tian.

Zixuan schrieb es auf.

Sie ging um 16:12 nach oben und legte die Empfängerliste neben die Mappe.

Und auf der Liste standen die Zentralbehörde, die Provinzstelle Fujian, die Stadtstelle Nantong, das Archiv des Clans, elf Kreisstellen und die staatliche Nachrichtenagentur, und die Nachrichtenagentur stand ganz unten und nicht ganz oben.

„Fräulein Gu, geht Nummer zwei mit hinaus?"

„Ja."

„Auch der Widerspruch?"

„Der auch."

„Und wenn jemand daraus liest, dass wir uns streiten?"

Zixuan schrieb die Nummer an den oberen Rand.

„Dann liest er richtig", sagte sie.

Es war Blatt einhundertsechsundsiebzig.

Und es ging um 16:20 hinaus, vollständig, in einer Fassung, ohne Vorspann und ohne Erläuterung.

Bis 16:20 wusste außerhalb dieses Hauses niemand etwas.

Und das war keine Vorsicht gewesen, sondern nur die Tatsache, dass ein Bescheid an einen Empfänger geht und nicht an eine Zeitung.

Um 16:41 stand es bei der staatlichen Agentur, und es waren vier Zeilen und der volle Wortlaut als Anhang.

Und um 17:05 lief es im Abendprogramm, und der Sprecher las die beiden Sätze des Sachverhalts vor und ließ die Reihenfolge stehen.

Um 17:15 fragte ein Sender an, ob Lu Chen am Abend eine halbe Stunde habe.

Und Zixuan nahm die Anfrage auf und trug sie ein und legte sie ihm um 17:20 hin.

„Fräulein Gu, was wollen die?"

„Sie wollen, dass Sie es erklären."

„Es steht da."

„Und?"

„Und wer es erklärt, hat es geändert", sagte er.

Sie schrieb die Absage in eine Zeile und gab sie um 17:25 hinaus.

Und die Zeile lautete, dass der Wortlaut vollständig vorliege und der Verband ihm nichts hinzufüge.

Wei Dianchen rief um 17:30 an, und er rief bei Lu Chen an und nicht im Archiv.

Er hatte den Wortlaut seit 16:40, weil die Provinzstelle Fujian auf der Empfängerliste an vierter Stelle stand.

Und er fing nicht mit einem Glückwunsch an.

„Herr Lu, Nummer zwei geht nicht."

„Nein."

„Und Sie haben es hinausgegeben."

„Ja."

„Warum?"

„Weil sonst niemand weiß, dass es sie gibt."

„Herr Lu."

Und Wei Dianchen sagte den Rest so, wie er am achtzehnten November unterschrieben hatte, nämlich ohne dass ihn jemand darum gebeten hatte.

„Und ich schreibe Ihnen dazu ein Blatt", sagte er.

„Das müssen Sie nicht."

„Nein."

„Und?"

„Und im August hätte ich es nicht getan", sagte er.

Cao Xun rief um 18:10 an, und er hielt sich nicht auf.

„Herr Lu, ich habe eine Frage, und sie hat mit dem Papier nichts zu tun."

„Bitte."

„Ändert sich Ihre Nummer?"

„Nein."

„Die Leitung auch nicht?"

„Die auch nicht."

Und Cao Xun schrieb dabei etwas mit, und man hörte es in der Leitung.

„Und dann trage ich hinter der Nummer den Buchstaben ein und sonst nichts", sagte er.

„Herr Cao, warum tragen Sie überhaupt etwas ein?"

„Weil eine Kreisstelle um 03:12 nicht nachschlägt, wen sie fragen darf."

„Und?"

„Und weil sie ab heute eine Nummer hat, bei der sie nicht erst fragen muss", sagte er.

Bis 21:00 hatten es elf Länder aufgenommen.

Und in vier davon stand in der Überschrift ein Name, der in der Begründung des Bescheids nicht vorkam, und in sieben stand er nicht.

Zixuan legte alle elf in eine Mappe und schrieb auf den Deckel, welche vier es waren.

Sie schrieb dabei keinen Kommentar dazu, sondern nur die vier Namen der Häuser und die Uhrzeiten.

Und sie legte die Mappe nicht ins Archiv, sondern auf die Ecke ihres Tisches, weil sie am achtundzwanzigsten wieder gebraucht werden würde.

Lu Chen sah nichts davon.

Und er war um 17:00 in der Werkstatt und danach bei den Fahrzeugen, und er kam um 18:40 zurück und roch nach Öl.

„Frau Chen."

„Herr Lu?"

„Ist der Dienstplan hinausgegangen?"

„Um 17:00."

„Geändert?"

„Nein."

Und Chen Ruolan legte das halbe Blatt auf den Tisch, auf dem die zwölf Namen standen.

„Und es sind immer noch zwölf", sagte sie.

Er hatte der Küche um 15:30 eine Zahl gegeben.

„Vierzehn Plätze."

„Herr Lu, wir sind zwölf."

„Vierzehn."

Der lange Tisch im Ostflügel wurde um 18:30 gedeckt, und es wurden vierzehn Plätze gedeckt, und es wurde bei jedem eine Schale hingestellt und ein Paar Stäbchen daneben gelegt.

Und niemand fragte, wer wo sitzt.

Um 19:00 setzten sich zwölf.

Und zwei von den vierzehn Plätzen blieben leer, und der eine war seit dem sechsten Oktober leer, und der andere gehörte einem Mann, der an diesem Abend bei Han Meiyu lag und seit dem dreißigsten Oktober nicht wieder im Dienst war.

Es rückte niemand eine Schale weg.

Chen Ruolan holte sich einen Stuhl von der Wand und setzte sich an die Ecke.

Und Xu Anping kam um 19:40 mit dem Stock herein und blieb kurz an dem Platz stehen, der seit dem sechsten Oktober leer war, und setzte sich nicht dorthin.

Sie holte sich ebenfalls einen Stuhl von der Wand.

Damit saßen vierzehn Leute an dem Tisch, und zwei der vierzehn Plätze waren gedeckt und leer.

„Fräulein Xu, Sie sitzen an der Ecke."

„Ja."

„Und?"

Xu Anping stellte den Stock an die Wand, wo er nicht umfallen konnte.

„Und an der Ecke steht mein Bein besser", sagte sie.

Es gab Reis und zweierlei Gemüse und eine Suppe mit Rippe, und es gab davon so viel, dass zweimal nachgelegt wurde.

Und es gab keine Fahne, kein Schild und kein Papier auf dem Tisch.

Der Bescheid lag drei Räume weiter in einer Mappe.

„Herr Lu, sagen Sie etwas?"

„Nein."

„Gar nichts?"

„Und es ist warm", sagte er.

Die Küche hatte am Nachmittag zweimal nachgefragt, ob es etwas Besonderes geben solle.

Und Lu Chen hatte beide Male dasselbe gesagt, nämlich das, was am Freitag ohnehin auf dem Zettel stand.

Beim zweiten Mal hatte er dazu noch etwas gesagt.

„Und stellen Sie es auf den Tisch und nicht auf ein Brett."

„Herr Lu?"

„Auf den Tisch."

„Und warum?"

„Weil man von einem Brett nimmt und von einem Tisch isst", sagte er.

Deng Yuxian aß und redete nicht, und das war bei ihr nichts Neues.

Sie hatte zwischen dem fünften und dem sechsten Oktober vierhundertsechsundsiebzig Ankerschläge mitgezählt, auch die, die andere geschlagen hatten.

Und sie hatte seitdem an keinem Tisch etwas darüber gesagt.

„Fräulein Deng."

„Fräulein Xu?"

„Und Sie sitzen auf dem Platz, auf dem Sie im September gesessen haben."

Deng Yuxian sah auf die Schale und nicht auf den Platz.

„Ja", sagte sie.

Gu Tian kam um 19:20 und blieb an der Tür stehen.

Und Zixuan brachte ihm eine Schale, und er nahm sie und setzte sich auf die Stufe neben der Tür, mit den Unterarmen auf den Knien.

Niemand am Tisch fand daran etwas.

Um 20:10 stand der Mann auf, der seit dem dreißigsten Oktober wieder im Dienst war.

Und er hatte ein Glas in der Hand, und er hob es, und er hob es in die Richtung der Tür.

„Herr Gu."

„Nein", sagte Gu Tian.

Es wurde still an dem langen Tisch, und es wurde still, wie es an Tischen still wird: von einem Ende her.

Und der Mann setzte das Glas nicht ab und setzte sich auch nicht hin.

„Herr Gu, ohne Sie —"

„Das wissen Sie nicht."

„Ich war dabei."

„Und ich war nicht dabei", sagte Gu Tian.

Er stand von der Stufe auf und stellte die Schale ab.

„Ich war vom fünften Oktober um 09:12 bis zum sechsten Oktober um 08:01 nicht auf dieser Seite."

„Ja."

„Und was in diesen zweiundzwanzig Stunden hier passiert ist, ist ohne mich passiert."

„Herr Gu, das ist nicht dasselbe wie —"

„Doch."

Und Gu Tian sagte den Rest nicht lauter, sondern nur genauer.

„Auf dem Blatt stehen drei Nummern, und in keiner von den dreien steht mein Name", sagte er.

„Und das ist ein Versehen."

„Nein."

„Woher wissen Sie das?"

„Weil es an vier Stellen leicht gewesen wäre, ihn hinzuschreiben, und niemand hat es getan", sagte er.

Es blieb einen Moment still an der Tür.

„Der Rang gehört Ihnen."

„Herr Gu."

„Und er gehört Ihnen zusammen, und einzeln gehört er keinem von Ihnen, und das ist der Unterschied zwischen einem Verband und einer Person", sagte er.

Der Mann setzte sich hin und stellte das Glas vor sich.

Und er trank es nicht aus und schob es nicht weg.

„Herr Gu, und wenn wir Sie rufen?"

„Dann komme ich, oder ich komme nicht."

„Wonach?"

Gu Tian nahm die Schale wieder auf.

„Und nach dem, was ich dann sehe", sagte er.

Lu Chen hatte während der ganzen Sache nichts gesagt.

Er hatte die Hand um die Schale gelegt und war sitzen geblieben, und er hatte auf die zwei leeren Plätze gesehen und nicht zur Tür.

Und danach aß er weiter.

„Herr Lu."

„Fräulein Xu?"

„Und Sie halten wirklich keine Rede."

„Nein."

„Warum nicht?"

„Weil ich am sechsten Oktober um 06:50 vier Zeilen geschrieben habe."

„Und?"

Lu Chen legte die Stäbchen quer über die Schale.

„Und die reichen", sagte er.

Um 21:20 wurde abgeräumt, und die zwei gedeckten Plätze wurden als Letztes abgeräumt.

Und es tat es niemand von den vierzehn, sondern zwei Leute aus der Küche, und sie taten es, ohne dass jemand es ihnen gesagt hatte.

Chen Ruolan blieb bis 21:40 und ging danach die Wachliste für die Nacht durch.

Und die Nachtwache war dieselbe wie am Donnerstag, und sie stand seit Dienstag auf dem Blatt, und Chen Ruolan änderte an ihr nichts.

„Frau Chen."

„Herr Lu?"

„Und morgen?"

„Morgen ist Samstag."

„Und?"

„Und samstags fährt der Wagen um 06:00", sagte sie.

Zixuan kam um 22:10 mit einer Frage, die keine Mappe brauchte.

„Herr Lu, das Schild am Tor."

„Was ist damit?"

„Darauf steht seit 2134 ein A."

„Ja."

„Und ich kann morgen früh jemanden holen."

„Nein."

„Wann dann?"

„Am Montag", sagte er.

„Warum am Montag?"

„Weil am Montag der Dienstplan anfängt."

„Herr Lu."

Und Lu Chen nahm die drei Blätter vom Tisch und richtete sie an der Kante aus.

„Und weil ein Buchstabe am Tor bis dahin niemandem nützt", sagte er.

Zixuan trug an diesem Abend noch zwei Vorgänge nach und legte danach das Abgangsbuch weg.

Und sie hatte in vier Tagen drei Blätter hinausgegeben, und auf einem davon war ein Feld leer geblieben.

Über das, was sie am Nachmittag im Hof aufgeschrieben hatte, sagte sie an diesem Tag zu niemandem etwas.

Lu Chen ging um 22:40 in sein Zimmer und nahm den dünnen Ordner aus dem Schrank.

Darin lagen die vier Zeilen vom sechsten Oktober um 06:50 und die dritte Ausfertigung des Berichts, für die es keinen Empfänger gab.

Und er legte den Bescheid dazu, und zwar hinter beides und nicht davor.

Er schrieb nichts darunter.

Denn die vier Zeilen waren am sechsten Oktober um 06:50 fertig gewesen.

Auf dem Rücken des Ordners stand nichts, weil er ihn nie beschriftet hatte.

Und im Haus war es um 23:00 still, und im Hof stand ein Wagen mit laufendem Motor, weil zwei Leute am zweiten Dezember um 08:00 in Jinshan sein mussten und einer von ihnen an diesem Abend noch das Öl prüfte.

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