Der sechsundzwanzigste Februar 2137 war ein Freitag.
Und im Archiv von Songjiang war es an diesem Morgen kalt, weil der Ofen im Nebenraum stand und die Tür zum Nebenraum seit dem Dezember offen blieb.
Gu Zixuan schrieb um 06:10 das Datum über das erste Blatt, und darunter schrieb sie nichts, weil an einem Freitagmorgen um 06:10 noch nichts geschehen war.
Um 06:20 schrieb sie eine Regel darüber, weil dieser Freitag eine Regel brauchte.
Ich frage nur, was in eine Spalte geht.
Und darunter schrieb sie, was das an diesem Freitag hieß.
Wer mehr fragt, bekommt mehr. Und was er bekommt, muss er danach irgendwohin schreiben.
Das Beziehungsverzeichnis war älter als sie.
Und sie führte es seit dem zehnten Dezember zweitausendeinhundertvierunddreißig um 14:24, und das war die Minute, in der sie selbst hineingekommen war.
Es hatte an diesem Freitag zweiunddreißig Zeilen, und keine von den zweiunddreißig war je gestrichen worden.
Und es hatte acht Spalten: Nummer, erste Person, zweite Person, Art, Ausprägung, Stand, Beleg, Folge.
Die achte Spalte war die schmalste, und sie war die einzige, die etwas verlangte.
In ihr stand, was aus einer Beziehung folgt: ein Name, ein Platz, eine Pflicht, ein Erbe.
Gu Tian kam um 07:20 und blieb an der Tür stehen.
„Zixuan.“
„Bruder.“
„Fräulein Shen und ich haben miteinander gesprochen.“
Zixuan legte den Stift hin.
„Wann?“
„Am fünfundzwanzigsten“, sagte er.
Und sie zog ein leeres Blatt heran und schrieb die Uhrzeit an den linken Rand.
„Ich frage dich vier Sachen“, sagte sie. „Drei davon sind Spalten.“
„Frag.“
„Wie soll es heißen?“
„Nenn es, wie es ist.“
„Dafür habe ich kein Wort in der Spalte“, sagte Zixuan.
„Und?“
„Und dann nehme ich deins.“
Er sagte es, und sie schrieb es mit, und sie schrieb es so mit, wie er es gesagt hatte.
„Was gilt und was nicht?“
Und Gu Tian nannte drei Sachen, und alle drei waren Verneinungen: keine politische Hochzeit, keine Verpflichtung gegenüber dem Haus Shen, keine Aufgabe ihres eigenen Willens.
Zixuan schrieb die drei untereinander und nicht nebeneinander.
Und sie schrieb die Reihenfolge dazu, in der er sie genannt hatte.
„Und in dieser Reihenfolge hast du sie gesagt?“
„Ja.“
„Dann steht sie so drin“, sagte Zixuan.
„Was folgt daraus?“
Und Gu Tian sah sie an.
„Nichts“, sagte er.
„Bruder, das ist eine Spalte.“
„Ich weiß.“
„Und?“
„Und da steht nichts“, sagte er.
Zixuan zog die vierte Frage nach, und die vierte war keine Spalte.
„Eine gespiegelte Zeile braucht zwei Auskünfte. Ich nehme keine von einem für zwei.“
„Sie kommt heute Nachmittag.“
Und er ging um 07:22, und er hatte sich nicht gesetzt.
Und Zixuan schrieb 07:20 und 07:22 an den Rand und dazwischen nichts.
Um 08:20 machte sie den unteren Schrank auf.
Und darin lagen die Vordrucke für eine Verbindung zwischen zwei Häusern und neun ausgefüllte Stücke davon, und der Vordruck war von zweitausendeinhundertacht.
Das älteste von den neunen war von zweitausendeinhundertelf und das jüngste von zweitausendeinhundertsechsundzwanzig.
Und dazwischen lagen fünfzehn Jahre und neun Verbindungen.
Und er hatte elf Felder.
Häuser. Personen. Anlass. Gegenleistung. Übertragung. Vertretung. Klauseln. Vollzug mit Datum. Auflösung. Zeugen. Zwei Siegel.
Im jüngsten las Zixuan die Felder vier und sieben, weil sie sie seit dem Herbst nicht gelesen hatte.
In Feld vier stand, wer wem wie viel wovon stellt und in welchen Jahren.
In Feld sieben standen vier Klauseln.
Und die dritte hieß, dass die Verbindung endet, wenn eines der beiden Häuser aus dem Kreis austritt, und dass in diesem Fall zurückgeht, was in Feld fünf steht.
In Feld fünf stand ein Mensch.
Und daneben stand das Datum, an dem der Mensch angekommen war.
Und in vier von den neun Stücken stand dort ein Mensch.
Zixuan las es zweimal und legte das Stück zurück, und sie legte es an dieselbe Stelle, an der es gelegen hatte, weil sie es nicht wegen dieser Sache herausgeholt hatte.
Und danach ging sie den leeren Vordruck durch, und sie ging ihn ganz durch, weil man einen Vordruck nicht danach beurteilt, wie er heißt.
Zwei Felder hätten etwas bekommen: die Personen und die Häuser.
Neun wären leer geblieben.
Und ein Vordruck mit neun leeren Feldern ist kein Vertrag.
Er ist ein Vordruck.
Um 08:40 lag er wieder im unteren Schrank, und sie ließ ihn nicht auf dem Tisch liegen, weil ein Papier, das liegen bleibt, gelesen wird.
Shen Zhaoxi kam um 15:40 und setzte sich auf den Stuhl an der schmalen Seite.
„Fräulein Gu.“
„Fräulein Shen.“
„Er hat gesagt, dass Sie es von mir noch einmal brauchen.“
„Ich brauche es von Ihnen zum ersten Mal“, sagte Zixuan.
„Und was ist der Unterschied?“
„Der Unterschied ist, dass ich nicht weiß, was Sie sagen werden.“
Shen Zhaoxi nannte drei Sachen, und es waren dieselben drei.
„Fräulein Shen, in welcher Reihenfolge?“
„Warum?“
„Weil ich seine auch aufgeschrieben habe.“
Und sie nannte die Reihenfolge, und die Reihenfolge war dieselbe.
Und Zixuan schrieb an den Rand, dass sie die beiden Auskünfte nicht zusammen aufgenommen hatte, und schrieb die zwei Uhrzeiten daneben, und eine Folgerung schrieb sie nicht darunter.
„Wollen Sie wissen, wie es dazu gekommen ist?“
„Nein.“
Shen Zhaoxi sah auf die acht Spalten.
„Und warum nicht?“
„Weil ich dafür keine Spalte habe“, sagte Zixuan.
„Es gäbe einen Vordruck, der eine hätte.“
„Den gibt es. Er liegt im unteren Schrank.“
„Und?“
„Und er hat elf Felder“, sagte Zixuan. „Für Sie beide wären neun davon leer.“
Shen Zhaoxi sagte eine Weile nichts.
„Ich habe geglaubt, dass Sie ihn holen.“
„Ich habe ihn geholt“, sagte Zixuan. „Und dann habe ich ihn zurückgelegt.“
„Mein Haus würde ihn nehmen.“
„Das glaube ich.“
„Und?“
„Und Ihr Haus hat mir nichts gesagt“, sagte Zixuan. „Sie haben mir etwas gesagt.“
„Fräulein Gu, das ist ein Unterschied, den mein Vater nicht macht.“
„Ich mache ihn“, sagte Zixuan.
„Fräulein Shen, eine Frage habe ich doch.“
„Ja.“
„Bleiben Sie in Ihrer Geburtsfamilie?“
„Ja“, sagte Shen Zhaoxi.
„Und was sagt Fujian dazu?“
Sie sah auf ihre Hände.
„Das weiß ich noch nicht.“
Zixuan schrieb es hin, so wie sie es gesagt hatte, und sie schrieb es auf das lose Blatt und nicht ins Buch.
Denn was Fujian sagt, steht auf keinem Blatt, und was auf keinem Blatt steht, geht in keine Spalte.
Am Abend saßen neunzehn Leute am langen Tisch.
Und Gu Tian sagte es zwischen dem zweiten und dem dritten Gang, und er brauchte dafür zwei Sätze.
Xuan Ling legte die Kelle hin.
„Seit wann?“
„Seit gestern.“
„Gut“, sagte sie und nahm die Kelle wieder auf.
Sheilan salzte nach und sagte nichts dazu.
Und das war bei Sheilan nicht dasselbe wie bei anderen, weil Sheilan an diesem Tisch sonst etwas sagte.
Gu Zhong sah zu Zixuan und nicht zu Gu Tian.
Und Zixuan nickte einmal, und das hieß, dass es ein Blatt gab, und mehr hieß es nicht.
Gu Lian aß weiter, und sie aß bis zum Ende weiter, und sie sagte an diesem Abend nichts.
„Meifeng.“
„Shu?“
„Reichen Sie mir das Salz.“
Und Meifeng reichte es ihr.
Und es sah dabei niemand auf.
Gu Lin Aelir hatte das Holz neben dem Teller liegen und sagte zweimal Tor auf.
Und es machte niemand etwas auf.
Um 20:10 stand Tang Shu auf, und sie stand langsamer auf als im Januar, und sie ging um den Tisch herum bis zu der Stelle, an der Shen Zhaoxi saß.
„Fräulein Shen.“
„Frau Tang?“
„Wann sind Sie zurück?“
„Am fünften.“
„Dann sitzen Sie am fünften hier neben mir.“
Shen Zhaoxi sagte eine Weile nichts.
„Ja“, sagte sie.
Es sagte niemand etwas dazu.
Und Zixuan schrieb es nicht auf, weil ein Platz an einem Tisch in keinem Buch steht.
Der siebenundzwanzigste Februar war ein Samstag.
Und Shen Zhaoxi fuhr um 06:40, und Zixuan trug es ein, weil eine Abreise eine Uhrzeit hat und sonst nichts.
Tang Shu ging um 07:20 in die Werkstatt.
„Herr Han, passt noch einer hinein?“
„Frau Tang, ich habe ihn zweimal aufgesägt.“
„Ich weiß.“
„Und wo?“
„Neben mir“, sagte Tang Shu.
Und Han Da sah eine Weile auf nichts.
„Dann säge ich ihn nicht auf.“
„Und?“
„Und dann rücken zwei“, sagte er.
Gu Zhong kam um 09:00 ins Archiv und blieb stehen, bis sie ihm den Stuhl zeigte.
„Fräulein Gu.“
„Herr Gu Zhong.“
„Ich frage es einmal, und danach frage ich es nicht wieder.“
„Fragen Sie.“
„Nehmen Sie den Vordruck aus dem unteren Schrank?“
„Nein.“
„Und warum nicht?“
Zixuan zog das Verzeichnis heran und drehte es zu ihm.
„Weil neun von elf Feldern leer blieben.“
„Neun leere Felder sind kein Grund.“
„Neun leere Felder sind kein Vertrag“, sagte Zixuan.
Er nahm es nicht sofort an, und das war seine Aufgabe.
„Fujian ist ein Wächterhaus.“
„Ja.“
„Und in vier Jahren fragt jemand, was zwischen den Häusern gilt.“
„Dann liest er nach“, sagte Zixuan. „Und dann steht da, dass zwischen den Häusern nichts gilt.“
„Und das reicht?“
„Das ist richtig. Ob es reicht, ist eine andere Spalte, und die führe ich nicht.“
„Und wenn Fujian in vier Jahren etwas anderes schreibt als Sie?“
„Dann stehen zwei Blätter da“, sagte Zixuan. „Und meines trägt drei Belege mit Uhrzeit.“
„Ihres?“
„Ihres kenne ich nicht.“
Er saß eine Weile.
„Wer hat es entschieden?“
„Die beiden“, sagte Zixuan. „Und ich habe zwei Auskünfte, und ich habe sie einzeln aufgenommen.“
„Und Sie haben nicht nachgefragt.“
„Ich habe gefragt, was in die Spalten gehört.“
„Und der Rest?“
„Der Rest gehört nicht zu meiner Sache“, sagte sie.
Herr Gu Zhong stand auf.
„Ich habe es einmal gefragt.“
„Ja.“
„Und ich frage es nicht wieder“, sagte er.
Zixuan schlug das Verzeichnis danach auf und schrieb an diesem Samstag nichts hinein.
Denn sie hatte zwei Auskünfte, und in der fünften Spalte stand eine Sache, die von zwei anderen Frauen abhing, und die zwei hatten ihr nichts gesagt.
Sie legte den Stift quer über die Seite und ließ ihn dort liegen.
Und am Sonntag lag er noch so.
Der achtundzwanzigste Februar war ein Sonntag, und am Sonntag kam die Helferin, die seit dem Herbst am Sonntag kam.
Und Zixuan legte ihr den Vordruck aus dem unteren Schrank hin.
„Fräulein Gu, warum nehmen wir den nicht?“
„Zähl die Felder.“
„Elf.“
„Und jetzt zähl, wie viele du davon ausfüllen könntest.“
Und sie brauchte vier Minuten dafür, und sie brauchte sie, weil sie jedes Feld einzeln las.
„Zwei.“
„Die anderen neun?“
„Die weiß ich nicht.“
„Du weißt sie nicht, oder es gibt sie nicht?“
Und die Helferin las noch einmal, und beim zweiten Mal las sie von unten nach oben.
„Es gibt sie nicht“, sagte sie.
„Dann schreib das auf“, sagte Zixuan. „Und schreib es so auf, dass in vier Wochen jemand den Unterschied noch sieht.“
Denn ein leeres Feld und ein nicht ausgefülltes Feld sehen auf einem Vordruck gleich aus, und sie sind nicht dasselbe.
Und Zixuan hatte das nicht selbst gefunden: Fräulein Ma hatte es im Januar auf einem japanischen Vordruck getan, und Zixuan schrieb daneben, von wem sie es hatte.
„Fräulein Gu, und was steht dann in unserem Buch?“
„Acht Spalten“, sagte Zixuan. „Und in sieben davon steht etwas.“
„Und in der achten?“
„In der achten steht, dass da nichts steht.“
Sheilan kam um 14:00 in den Hof und ging zweimal an der Archivtür vorbei und einmal hinein.
„Fräulein Gu, steht sie in der Familienakte des Kindes?“
„Nein.“
„Und?“
„Und dafür gibt es keinen Grund, der auf einem Blatt steht“, sagte Zixuan.
Sheilan nahm es an.
Und sie fragte nicht, ob es später anders werde, und darauf hätte Zixuan auch nichts gesagt.
Der erste März 2137 war ein Montag.
Und um 09:10 kamen Song Meifeng und Tang Shu zusammen ins Archiv, und sie kamen zusammen, weil sie es zusammen sagen wollten.
„Fräulein Gu.“
„Frau Song. Frau Tang.“
„Wir haben am zweiundzwanzigsten mit Fräulein Shen gesprochen“, sagte Meifeng.
„Beide?“
„Beide.“
„Und was haben Sie gesagt?“
Und Tang Shu sagte es zuerst.
„Ich habe drei Fragen gestellt. Danach habe ich ja gesagt.“
„Und Sie, Frau Song?“
„Ich habe sofort ja gesagt“, sagte Meifeng. „Und ich habe eine Bedingung genannt.“
„Welche?“
„Dass sie aus eigenem Willen handelt.“
Und Zixuan schrieb es hin und schrieb die Uhrzeit dazu.
„Ich nehme Auskünfte einzeln auf“, sagte sie. „Diese beiden nehme ich zusammen auf.“
„Und?“
„Und ich schreibe daneben, dass ich es getan habe.“
Sie schrieb es daneben.
„Meifeng, sie schreibt alles auf.“
„Shu, das ist ihre Arbeit.“
Und Zixuan schrieb auch das nicht daneben.
Um 11:00 schlug sie das Verzeichnis auf der Seite mit der siebenundzwanzigsten Zeile auf, und die siebenundzwanzigste Zeile stand seit zweitausendeinhundertsechsunddreißig.
Siebenundzwanzig. Gu Tian. Shen Zhaoxi. Gegenseitig ausgesprochenes Interesse. Keine Verbindung und kein Versprechen. Eins, offen. Eigene Auskünfte.
Und in der achten Spalte stand ein Strich, und der Strich hieß, dass jemand hingesehen und nichts gefunden hatte.
Zixuan hätte eine neue Nummer nehmen können.
Sie nahm keine, und sie schrieb sich den Grund auf, weil ein Grund, den man nur denkt, in vier Jahren nicht mehr da ist.
Eine Nummer gehört zu zwei Personen und nicht zu einem Stand.
Also schrieb sie unter die siebenundzwanzigste Zeile eine zweite und setzte davor zweiter Stand und das Datum.
Und dann füllte sie acht Spalten.
Erste Person: Gu Tian. Zweite Person: Shen Zhaoxi.
Art: Gegenseitig ausgesprochene Liebe.
Und sie schrieb ausgesprochen und nicht bestehend, weil sie nicht eintrug, dass die beiden einander liebten.
Sie trug ein, dass die beiden es gesagt hatten.
In den zweiunddreißig Zeilen des Verzeichnisses kam das Wort Liebe an diesem Montag zum ersten Mal vor.
Und Zixuan schrieb es nicht größer als die anderen Wörter.
Ausprägung: Frei gewählt. Keine Ehe. Kein Versprechen. Kein Datum. Keine politische Verbindung. Keine Verpflichtung gegenüber dem Haus Shen. Shen Zhaoxi bleibt Teil ihrer Geburtsfamilie und behält ihren eigenen Willen.
Sieben Sachen, und fünf davon waren Verneinungen.
Und Zixuan zählte sie und schrieb die Zahl nicht dazu.
Stand: Eins. Und offen.
Eins hieß, dass die Beteiligten es selbst gesagt hatten. Offen hieß, dass daraus nichts feststand.
Beleg: Eigene Auskunft Gu Tian, sechsundzwanzigster Februar 2137, 07:20. Eigene Auskunft Shen Zhaoxi, sechsundzwanzigster Februar 2137, 15:40. Song Meifeng und Tang Shu, erster März 2137, 09:10, zusammen aufgenommen.
Folge: —
Und daneben, klein und in derselben Tinte: ausdrücklich leer.
Denn eine leere achte Spalte und eine noch nicht ausgefüllte achte Spalte sehen gleich aus, und sie sind nicht dasselbe.
Und in die achte Spalte der ersten Zeile schrieb sie nichts.
Und sie strich die erste Zeile nicht, weil sie richtig gewesen war, als sie geschrieben worden war.
Sie brauchte für die zweite Zeile achtundzwanzig Minuten, und einundzwanzig davon gingen für die fünfte Spalte drauf.
Und in der fünften Spalte stand kein Wort, das sie selbst erfunden hatte.
Xuan Ling kam um 16:00 und las die zwei Zeilen im Stehen.
„Da steht nichts über eine Hochzeit.“
„Nein.“
„Und?“
„Und es hat mir auch niemand etwas darüber gesagt“, sagte Zixuan.
Xuan Ling legte das Buch wieder hin, und sie legte es so hin, wie es gelegen hatte.
„Kind.“
„Ja?“
„Lass die achte Spalte leer“, sagte sie und ging.
Der zweite März 2137 war ein Dienstag, und Gu Lin Aelir wurde an diesem Dienstag zwei Jahre alt.
Fang Xiuying kochte zu viel, und sie kochte zu viel, weil sie an keinem zweiten März gefragt hatte, wie viele kommen.
Zixuan schlug die Familienakte des Kindes auf, weil darin eine Zeile stand, die einmal im Jahr geändert wurde.
Und sie strich eins und schrieb zwei.
Und es war das einzige Wort, das sie an diesem Vormittag in ein Buch schrieb.
Die Helferin sah dabei zu und blätterte danach vorn im Personenverzeichnis, und vorn lag das Blatt, auf dem Zixuan selbst stand.
„Fräulein Gu, hier fehlt etwas.“
„Wo?“
„Bei Ihnen. Das Geburtsdatum.“
„Da fehlt nichts“, sagte Zixuan.
„Es ist leer.“
„Es ist leer, ja.“
„Und warum tragen Sie es nicht nach?“
„Weil es nichts gibt, das ich nachtragen könnte.“
Und die Helferin sah sie an.
„Und wenn jemand fragt?“
„Dann steht da nichts“, sagte Zixuan. „Und das ist richtig.“
Und sie schrieb an den Rand des Blattes leer, kein Beleg und die Uhrzeit dazu.
Und sie schrieb es zum vierten Mal seit zweitausendeinhundertvierunddreißig.
Gu Lin Aelir trug das Holz durch den Hof, und er trug es seit dem sechzehnten Januar, und er legte es an diesem Dienstag neben seinen Teller wie an jedem anderen Tag.
Am Nachmittag saß er zwischen Xuan Ling und Sheilan, und die beiden stritten über die Menge.
„Frau Sheilan, das ist zu viel für ihn.“
„Frau Xuan, er isst es oder er isst es nicht.“
„Und?“
„Und dann isst es jemand anderes“, sagte Sheilan.
Um 17:00 kam ein Bogen aus Shanghai, und er betraf den sechsten März.
Und Zixuan legte ihn ungeöffnet auf den rechten Tisch, weil er nicht an sie gerichtet war.
Um 19:00 sagte das Kind Tor auf, und um 19:40 sagte es das noch einmal.
Und beide Male stand das Hoftor offen.
Am Tisch wurde über den sechsten März gesprochen, und zwar über die Fahrt und nicht über das, was am sechsten März geprüft wurde.
Und Song Meifeng sagte dazu nichts.
„Meifeng.“
„Shu?“
„Am sechsten – fahren Sie früh?“
„Früh“, sagte Meifeng.
Der dritte März war ein Mittwoch, und Gu Lian kam um 11:30 ins Archiv, und sie kam zum ersten Mal seit dem Januar.
„Kleine Schwester.“
„Schwester.“
„Was hast du eingetragen?“
Und Zixuan drehte das Buch zu ihr und drehte es ganz herum.
Und Gu Lian las die zweite Zeile, und sie las sie zweimal.
„Mehr steht da nicht?“
„Nein.“
„Kein Vertrag.“
„Kein Vertrag“, sagte Zixuan.
Gu Lian sah auf die achte Spalte, in der ausdrücklich leer stand.
„Was heißt das?“
„Dass ich hingesehen habe.“
Und Gu Lian sagte etwa vier Sekunden lang nichts.
„Gut“, sagte sie.
„Schwester.“
„Ja?“
„Du hast am Freitag nichts gesagt.“
„Nein. Ich habe am Freitag gegessen.“
„Und?“
„Und heute ist Mittwoch“, sagte sie und ging.
Der vierte März war ein Donnerstag, und Gu Zhong brachte um 08:00 einen Schlüssel und legte ihn auf den linken Tisch.
„Ostzimmer, oben, zweite Tür.“
„Das ist dasselbe Zimmer“, sagte Zixuan.
„Es ist dasselbe Zimmer, ja.“
Das Schlüsselbuch hatte zwei Teile.
Vorn standen die Schlüssel des Hauses, und hinten standen die Schlüssel für Gäste, und hinten hatte jede Zeile eine letzte Spalte, und die hieß zurück am.
Shen Zhaoxi hatte hinten elf Zeilen seit dem Juni zweitausendeinhundertsechsunddreißig.
Und in allen elfen stand ein Datum.
Hinten stand nur, wer einen Schlüssel bekommen hatte, und nicht, wer da gewesen war.
Und Zixuan schrieb die zwölfte Zeile nicht hinten.
Sie schrieb sie vorn.
„Und wann trage ich das Rückgabedatum ein?“, sagte Herr Gu Zhong.
„Vorn gibt es diese Spalte nicht“, sagte Zixuan.
Er sah eine Weile auf die Seite.
„Und wer entscheidet, welcher Teil es ist?“
„Das Buch“, sagte Zixuan. „Vorn steht, wer einen Schlüssel behält.“
„Und behält sie ihn?“
„Sie hat ihn seit dem vierten März, acht Uhr“, sagte Zixuan. „Mehr steht da nicht.“
Herr Gu Zhong sah noch einmal hin.
„Und schreiben Sie daneben, warum sie vorn steht.“
Und Zixuan schrieb daneben, dass Gu Zhong den Schlüssel am vierten März um 08:00 gebracht hatte, und sonst nichts.
Gu Tian kam um 16:22, und er kam allein.
„Zixuan.“
„Bruder.“
„Fach vier, Blatt neun.“
Und Zixuan stand auf und holte es, und sie fragte nicht, wofür.
Es war der Bogen der zweiten Ehe.
Und sie legte den der ersten dazu, weil beide im selben Fach lagen und weil sie nicht wusste, welchen er meinte.
Und er nahm beide und las sie im Stehen.
Er las sie nicht schnell.
„Wie viele Felder?“
„Sieben.“
„Und wie viele waren ausgefüllt?“
„Sieben“, sagte Zixuan.
Und er legte sie zurück auf den Tisch und schob sie eine Handbreit zu ihr hin.
„Danke.“
Und er ging um 16:29.
Zixuan schrieb ins Ausleihbuch: vierter März, 16:22 bis 16:29, Fach vier, Blatt neun und Blatt zehn, vorgelegt, zurück.
Und daneben schrieb sie nichts.
Denn was ein Mann denkt, der zwei Bögen im Stehen liest und danach nach der Zahl der ausgefüllten Felder fragt, steht auf keinem Blatt.
Um 18:00 machte sie das Licht aus.
Und der Vordruck von zweitausendeinhundertacht lag im unteren Schrank, und er lag dort seit dem sechsundzwanzigsten Februar um 08:40.
Der fünfte März 2137 war ein Freitag, und Han Da stand um 10:00 am langen Tisch und maß ihn ab.
„Herr Han, was messen Sie?“
„Fräulein Gu, ich messe nach, ob ich mich im März zweitausendeinhundertsechsunddreißig verrechnet habe.“
„Und?“
„Und ich habe mich nicht verrechnet“, sagte er. „Er ist lang genug. Er war es damals schon.“
Danach sägte er nichts.
Er holte einen Stuhl aus der Halle, und der Stuhl war einer von den zwölfen, die er im November zweitausendeinhundertdreiunddreißig mitgebaut hatte.
Shen Zhaoxi kam um 15:12 an, und Zixuan trug es ein, weil eine Ankunft eine Uhrzeit hat und sonst nichts.
Um 15:14 schrieb sie nichts ins Schlüsselbuch, weil vorn nichts nachzutragen war.
Am Abend saßen neunzehn Leute am langen Tisch, und es war kein besonderer Tag.
Und Fang Xiuying hatte nicht zu viel gekocht, und das war der Unterschied zum Dienstag.
Tang Shu saß, wo sie immer saß, und links von ihr saßen Gu Lian und Zixuan.
Und beide rückten um einen Platz.
Es dauerte etwa vier Sekunden, und Gu Lian rückte zuerst.
Dann setzte sich Shen Zhaoxi neben Tang Shu.
Nicht gegenüber und nicht ans Ende.
Es sagte niemand etwas dazu, und es sah niemand auf, und Gu Zhong reichte die Schale weiter, wie er sie an jedem Abend weiterreichte.
Gu Lian saß jetzt einen Platz weiter, und von dort aus erreichte sie die Schale mit dem Sprung nicht mehr.
Und sie nahm eine andere.
Song Meifeng saß auf der anderen Seite und aß, und sie sah es sich einmal an.
Und dann sah sie nicht mehr hin.
„Meifeng.“
„Shu?“
„Das Salz.“
Und es ging über drei Hände.
Gu Tian saß, wo er immer saß.
Und er stand an diesem Abend nicht auf.
Gu Lin Aelir legte das Holz neben seinen Teller.
Und er sagte an diesem Abend nichts.
Zixuan schrieb das Tagesblatt um 21:40, und es hatte vier Zeilen.
In Zeile eins stand Fräulein Shen zurück, 15:12. In Zeile zwei stand Schlüssel zwölf, vorn eingetragen.
Und in Zeile drei stand siebenundzwanzig, zweiter Stand, geschrieben am ersten März.
Zeile vier gehörte nicht zum Bericht.
Am fünften März sind zwei um einen Platz gerückt. Es hat niemand darum gebeten, und es hat niemand etwas dazu gesagt.
Sie strich sie nicht.
Und sie schrieb auch nicht darunter, was sie davon hielt.