Aufstieg des Ewigen Dao-Clans · Band 4 · Arc 08
Kapitel 522Der dämonische Brückenkopf

Wasserlinien

4.542 Wörter · Band 4 — Vorhänge vor dem Himmel

Der zweiundzwanzigste Januar 2137 war ein Freitag.

Und Aiko Taira wusste es, weil Fräulein Ma es um 04:50 an den oberen Rand des Tagesblattes schrieb, so wie sie es an jedem Morgen schrieb, an dem es draußen keinen Morgen gab.

Der Ozean lag ohne Horizont, und über ihm stand dieselbe Helligkeit wie um Mitternacht.

Und unter jedem Menschen auf dem Stein lagen zwei Schatten, und der zweite lief über den ersten hinweg und kam nicht zurück.

Und Aiko Taira saß seit 04:20 am Westrand des vierten Ankers und hatte die Klinge über den Knien.

Die Schneide war auf neun Handbreit weg, und der Rest war da.

Um 05:40 las Luo Shuang das Lot ab.

„Sechzehn."

„Und?"

„Sechsundzwanzig", sagte Luo Shuang. „Der Spalt. Und beides steht seit dem fünfzehnten Januar so."

Aiko Taira stand auf und sah über die einhundertvierzig Meter Wasser nach Süden.

Gu Tian stand am Nordrand der mittleren Schale, und seine linke Hand war auf Brusthöhe, und sie war es seit dem Morgen des neunzehnten.

Und sie fragte nichts hinüber.

Sie ging stattdessen zu Luo Shuang, die auf den Knien lag und ein Band über den Stein zog.

„Fräulein Luo."

„Frau Taira."

„Sieben Stellen", sagte Aiko Taira. „Und eine Reihenfolge, und an jeder Stelle ein Schnitt."

„Ja."

„Und an jeder Stelle komme ich einen halben Meter neben dem heraus, was ich sehe."

Luo Shuang setzte sich auf die Fersen und legte das Band hin.

„Herr Gu steht am Nordrand", sagte sie.

„Ich weiß, wo er steht."

„Und er kann heute nicht sieben Mal hinsehen."

„Nein", sagte Aiko Taira. „Das ist nicht meine Frage."

„Was ist Ihre Frage?"

„Womit arbeiten Sie, wenn Sie eine Ader nicht sehen können."

Luo Shuang stand auf, und sie brauchte dafür länger als am fünften Januar, und niemand sagte etwas dazu.

„Am fünften Januar habe ich eine gesehen", sagte sie. „Und ich habe sie nicht im Stein gesehen."

„Sondern?"

„Im Bild. Ein Streifen, in dem das mittlere Wolkenband tiefer liegt. Zwei Meter vier breit."

„Liegt er heute da?"

„Nein."

„Warum nicht?"

„Und weil da unten nichts zieht", sagte Luo Shuang. „Am fünften hat etwas gezogen. Ein Streifen zeigt sich, wenn er arbeitet."

Aiko Taira sah zu den Ruinenblöcken hinüber, die seit dem Vorabend an ihren Stellen lagen und auf die Reihenfolge warteten.

„Und die Blöcke arbeiten heute."

„Ja."

„Wann?"

„Vor jedem Schnitt", sagte Luo Shuang. „Ein Gewicht wiegt hier nichts, Frau Taira. Es verdrängt. Und was verdrängt wird, geht in die Ader, und die Ader antwortet."

„Wie lange sehen Sie den Streifen?"

„Und das weiß ich nicht."

„Schätzen Sie."

„Nein", sagte Luo Shuang.

Und sie holte stattdessen zwei Kreiden aus dem Kasten und legte eine davon vor Aiko Taira hin.

„Wir arbeiten mit zwei Linien", sagte sie. „Sie ziehen Ihre, bevor der Block geht. Ich ziehe meine, wenn der Streifen steht."

„Und dann?"

„Dann lese ich den Abstand ab, und Sie schneiden auf meine."

Aiko Taira nahm die Kreide und drehte sie einmal zwischen den Fingern.

„Und wenn Ihre Linie falsch ist."

„Dann sitzt Ihr Schnitt falsch", sagte Luo Shuang. „Und ich habe kein Wort, das das besser macht."

Um 06:04 kam Lu Chen von der Ostseite herüber, und Fräulein Ma kam mit ihm und schrieb im Gehen.

„Fräulein Luo, an wie vielen der sieben steht ein Block, der etwas verdrängen kann?"

„An fünf."

„Und an zweien nicht."

„An zweien nicht", sagte Luo Shuang.

Und Lu Chen sah auf das Blatt, auf dem die Reihenfolge stand, und er sah lange genug darauf, dass Fräulein Ma die Uhrzeit zweimal schrieb.

„Welche zwei?"

„Die sechste und die siebente."

„Frau Taira."

„Herr Lu."

„An der sechsten und der siebenten haben Sie nichts."

„Ich habe meine eigene Linie", sagte Aiko Taira.

„Und die liegt einen halben Meter daneben."

„Ja."

„Und?"

„Und ich weiß nicht, auf welcher Seite", sagte sie.

Es blieb einen Moment still auf dem Stein, und im Wasser darunter blieb es ein Drittel einer Sekunde länger still.

Luo Shuang schlug ihr Heft auf und blätterte zurück, und sie blätterte bis zum fünften Januar.

„An fünf Stellen bekommen Sie von mir eine Zahl und eine Richtung", sagte sie. „Fünf Zahlen sind keine Reihe."

„Ich habe Sie nicht nach einer Reihe gefragt."

„Und Sie bekommen trotzdem keine."

Aiko Taira schrieb sich die fünf leeren Felder in ihr eigenes Heft, untereinander, auf ihr eigenes Papier.

Und darunter schrieb sie zwei weitere und ließ sie leer.

Um 06:30 stellte Lu Chen die Frage, wegen der er seit vier Uhr wach war.

„Fräulein Luo, wie viel Zeit liegt zwischen dem Schnitt und der Last?"

„Neun Sekunden."

„Woher?"

„Und aus dem, was wir am neunzehnten unter dem dritten gemessen haben", sagte Luo Shuang. „Neun bis elf. Nicht genauer."

Lu Chen sah zu Aiko Taira hin.

„Neun bis elf."

„Ja."

„Und Sie stehen elf."

„Ich stehe elf", sagte Aiko Taira.

„Dann kommt die Last, während Sie stehen."

„Ja."

„Und?"

„Und in diesen elf Sekunden weiche ich niemandem aus", sagte sie. „Daran ändert die Last nichts."

Lu Chen sagte nichts dazu und rechnete es sofort in Leute um, wie er es am achtzehnten Januar sofort in Leute umgerechnet hatte.

„Zwei je Stelle", sagte er. „Und beide vor ihr und keiner hinter ihr."

„Herr Lu, wir sind vierzehn."

Das sagte Fräulein Ma, und sie sagte es, weil sie die Liste führte.

„Ich zähle laut", sagte Lu Chen. „Fräulein Luo liest die Streifen. Fräulein Deng liest ab. Sie schreiben."

„Das sind vier."

„Und neun gehen an die Blöcke."

„Das sind dreizehn."

„Ja."

„Und zwei je Stelle sind zwei."

„Und ich habe einen", sagte Lu Chen.

Zhou Liangchen stand am Rand der Gruppe und hatte die rechte Hand seit dem neunzehnten in einem Tuch.

Und Kang Zhiyuan saß, weil er mit drei gebrochenen Rippen nicht anders stehen konnte, als es weh tat.

„Herr Zhou. Herr Kang."

„Herr Lu."

„Sie heben heute nichts."

„Nein", sagte Zhou Liangchen.

„Sie stehen", sagte Lu Chen. „An jeder Stelle vor ihr, und ihr Weg nach vorn bleibt frei, und wenn die elf Sekunden herum sind, dürfen Sie hinter sie."

„Und vorher nicht."

„Vorher nicht."

Kang Zhiyuan stand auf, und er brauchte dafür zwei Anläufe, und niemand half ihm dabei, weil er es am neunzehnten so verlangt hatte.

„Herr Lu."

„Frau Taira."

„Die dritte und die vierte liegen dreiunddreißig Meter auseinander."

„Ich weiß."

„Wie kommen Sie hin?"

„Mit Mondschritten", sagte Aiko Taira. „Und ich benutze sie heute für nichts anderes, als rechtzeitig irgendwo zu stehen."

„Und die beiden schaffen die dreiunddreißig Meter nicht in vier Sekunden."

„Nein", sagte Lu Chen.

„Und?"

„Und an der vierten stehen Sie allein, und an der siebenten auch."

Aiko Taira schrieb die zwei Stellen in ihr Heft, und sie schrieb sie in dieselbe Spalte wie die zwei leeren Felder, und es war Zufall, dass die siebente in beiden stand, und sie schrieb daneben, dass es Zufall war.

Um 06:41 kam der Takt.

Und Lu Chen stellte sich in die Mitte des Feldes, dorthin, wo man ihn von fünf der sieben Stellen aus hörte, und er sagte ein Wort.

„Eins."

Und ein Drittel einer Sekunde später sagte das Wasser dasselbe Wort.

„Eins."

Fang Weilin ging bei der ersten los, und Guo Meixin ging bei der zweiten los, und sie standen danach nebeneinander und sahen einander an.

„So geht es nicht", sagte Lu Chen.

„Nein", sagte Luo Shuang.

Er ging drei Schritte zurück und stand still, und er stand ungefähr eine Minute, und Fräulein Ma schrieb die Minute auf, weil sie jede Minute aufschrieb.

„Fräulein Luo, das Drittel ist immer gleich."

„Ja."

„Bei jedem Wort."

„Bei jedem Wort", sagte Luo Shuang. „Und bei jedem Menschen, und an jeder Stelle auf diesem Stein."

„Dann nehme ich es."

„Wie?"

„Ich sage die nächste Zahl, wenn das Wasser mit der letzten fertig ist", sagte Lu Chen.

Und er fing wieder an, und diesmal ließ er nach jedem Wort Platz.

„Eins." — „Eins." — „Zwei." — „Zwei." — „Drei." — „Drei."

Und danach lief eine Reihe über den Stein, die keine Lücke hatte, und in der jede Zahl zweimal stand, und in der niemand mehr entscheiden musste, welche von zwei Stimmen seine war.

„Was ist eine Zahl?"

„Zwei Drittel einer Sekunde", sagte Luo Shuang. „Und drei Zahlen sind zwei Sekunden."

Und Aiko Taira rechnete es an dieser Stelle selbst und rechnete es einmal.

„Elf Sekunden sind sechzehneinhalb Zahlen."

„Ja."

„Dann stehe ich siebzehn."

„Sechzehneinhalb reichen."

„Siebzehn", sagte Aiko Taira. „Ich mache meine eigene Zahl nicht kleiner, weil sie unbequem liegt."

Und Lu Chen legte die Reihe für jede Stelle gleich an, damit niemand zweimal etwas Neues lernen musste.

„Block auf sechs. Schnitt auf elf. Last zwischen vierundzwanzig und achtundzwanzig. Und sie steht bis achtundzwanzig."

„Und wenn eine Zahl nur einmal kommt?"

„Dann steht jeder", sagte Lu Chen. „Und die Zahl, die nur einmal kommt, ist der Fehler und nicht das, was danach passiert."

„Herr Lu, Sie können dann nichts anderes sagen."

„Nein."

„Und wenn etwas zu sagen ist?"

„Dann sagt es Fräulein Ma", sagte Lu Chen.

Fräulein Ma sah von ihrem Blatt auf und schrieb es hin, bevor sie antwortete, und antwortete danach nicht mehr.

Um 07:00 standen alle.

Und Aiko Taira stand sechs Meter nordnordöstlich des Ankers auf der ersten Stelle, und die Kreide lag in ihrer linken Hand.

Sie zog ihre Linie um 07:04.

Und sie zog sie dort, wo sie die Ader sah, und sie sah sie so deutlich, wie sie am fünften Januar eine gesehen hatte, und das war der ganze Ärger daran.

„Eins." — „Eins." — „Zwei." — „Zwei."

Auf sechs ging der erste Block, und drei Leute schoben ihn, und es waren Herr Cai, Ren Congzhi und Bai Suqing.

Und das Wasser unter dem Stein gab etwas her.

Ein Streifen stand im Bild, von Südwesten nach Nordosten, und in ihm lag das mittlere Wolkenband tiefer.

Und Luo Shuang zog ihre Linie auf acht.

„Vierundfünfzig Zentimeter", sagte sie. „Nach Norden."

Aiko Taira setzte den Fuß um, und sie setzte ihn um, ohne dabei etwas anderes zu tun, und sie stand auf der zweiten Linie, bevor die Neun kam.

„Elf." — „Elf."

Der Schnitt kam auf die zweite Elf.

Er saß.

Und das Wolkenband unter der Stelle kam eine Handbreit herauf, und der Streifen war weg, und im Wasser stand ein Himmel ohne Naht.

Danach stand sie.

Und Zhou Liangchen stand sechs Schritte vor ihr, und Kang Zhiyuan stand vier Schritte links davon, und hinter ihr stand der Ozean.

„Neunzehn." — „Neunzehn." — „Zwanzig." — „Zwanzig."

Auf sechsundzwanzig kam die Last.

Und sie kam nicht dorthin, wo geschnitten worden war, sondern in den Block, und der Block ging vier Zentimeter tiefer und blieb dort, und neun Leute hielten ihn nicht, sondern ließen ihn.

„Achtundzwanzig." — „Achtundzwanzig."

Aiko Taira ging.

„Sitzt", sagte Deng Yuxian. „Und der Abstand zu Ihrer eigenen Linie war vierundfünfzig."

„Ich weiß."

„Und?"

„Und ich sage es trotzdem", sagte Deng Yuxian.

Die zweite Stelle lag einundzwanzig Meter nördlich.

Und Aiko Taira ging sie in einer Folge Mondschritte, und die Folge dauerte etwas mehr als eine Sekunde, und danach hielt sie sich am Kreidekasten fest und nahm die Hand nach zwei Atemzügen wieder weg.

Es sah niemand hin.

Und das war keine Höflichkeit, sondern die Reihenfolge, weil an der zweiten Stelle vier Leute einen Block schoben und keiner von ihnen etwas anderes tun durfte.

Der Schnitt an der zweiten kam um 08:04.

Und Luo Shuangs Abstand war einundsechzig Zentimeter, wieder nach Norden, und der Schnitt saß.

„Zwei Zahlen", sagte Luo Shuang danach. „Vierundfünfzig und einundsechzig."

„Und beide nach Norden."

„Und beide nach Norden", sagte Luo Shuang. „Und zwei sind nicht mehr als zwei."

Die dritte Stelle lag neun Meter nordnordwestlich des Ankers, und sie war die kürzeste des Tages, und sie war die einzige, an der Aiko Taira ging wie ein Mensch, der von einer Stelle zur anderen geht.

Der Schnitt kam um 08:51.

Abstand achtundvierzig, nach Norden, und er saß.

„Herr Lu."

„Frau Taira."

„Der dritte ist durch, und ich mache weiter."

„Und wie weit?"

„Und das sage ich Ihnen wieder, wenn es sich ändert", sagte Aiko Taira.

Und die Reihe hörte danach nicht auf.

Und Lu Chen zählte weiter, weil die Last der dritten auf den Blöcken der vierten liegen musste, bevor an der vierten geschnitten wurde, und weil dazwischen kein Platz für ein Anhalten war.

„Achtundzwanzig." — „Achtundzwanzig."

Sie ging bei achtundzwanzig, und bei vierunddreißig musste sie stehen, und zwischen den beiden Stellen lagen dreiunddreißig Meter.

Sie brauchte zwei Folgen dafür.

Und am dritten Januar hätte sie eine gebraucht, auf einem Fahrzeughof in Japan, und niemand auf diesem Stein wusste das außer ihr.

Sie stand auf vierunddreißig.

Und Zhou Liangchen und Kang Zhiyuan standen nicht dort, weil dreiunddreißig Meter für sie dreiunddreißig Meter waren, und das war so eingeteilt und nicht schiefgegangen.

„Vierundvierzig." — „Vierundvierzig."

Der Block ging, und Deng Ruozhi schob ihn mit dem rechten Arm, weil der linke seit dem sechsten Januar gebrochen war.

Und der Streifen kam schwächer als an den ersten dreien, und Luo Shuang ging drei Schritte nach Süden, bevor sie ihre Linie zog, und sagte die Zahl später als sonst.

„Neununddreißig. Nach Norden."

Der Schnitt kam um 09:47, und er saß.

Und danach stand Aiko Taira siebzehn Zahlen lang allein auf einem Stein, der einunddreißig Meter breit war, und vor ihr lag Wasser, und hinter ihr lag Wasser.

Die Last kam auf sechsundzwanzig in den Block, und der Block ging sieben Zentimeter tiefer.

Sieben war die größte Zahl des Vormittags.

„Frau Taira."

„Fräulein Deng."

„Es sitzt", sagte Deng Yuxian. „Und Ihre Schneide ist auf dreizehn Handbreit."

Um 10:20 gab es zwölf Minuten Pause, und Lu Chen sagte in diesen zwölf Minuten kein Wort, sondern trank und saß.

Aiko Taira setzte sich nicht.

Und sie schrieb die vier Zahlen in ihr Heft, vierundfünfzig, einundsechzig, achtundvierzig, neununddreißig, und daneben viermal dasselbe Wort.

Norden.

Und Luo Shuang sah es und sagte, was sie dazu zu sagen hatte.

„Vier sind keine Reihe."

„Nein."

„Und?"

„Und ich habe kein anderes Papier", sagte Aiko Taira.

Die fünfte Stelle lag elf Meter ostnordöstlich, und an ihr ging es schief.

Und der Block der fünften war der schwerste, und an ihm standen vier: Hu Jinglan, Fang Weilin, Duan Yuhe und Yao Dexin, und Yao Dexin schob mit dem rechten Arm, weil der linke seit dem fünfzehnten im Hemd hing.

Hu Jinglan hatte die Handflächen seit dem fünfzehnten Januar offen.

Und auf sechs rutschte ihre linke Hand ab, und der Block ging auf sieben und nicht auf sechs.

Eine Zahl kam nur einmal.

Und es war die Elf, und sie kam von Lu Chen und nicht aus dem Wasser, weil er sie abbrach, als der Block spät ging.

Und alles auf dem Stein stand.

Aiko Taira stand auf der zweiten Linie, die Luo Shuang noch nicht gezogen hatte.

Und sie schnitt nicht.

„Stehen", sagte Fräulein Ma, und sie sagte es einmal und laut, und danach kam es aus dem Wasser noch einmal.

Und was gegangen war, ging weiter.

Der Block hatte auf sieben verdrängt, und die Ader hatte geantwortet, und die Antwort lief in eine Ader, die noch stand.

Und der Stein unter der fünften Stelle ging um dreiundzwanzig Zentimeter hinunter.

Bai Suqing hielt zwei Leinen und ging dabei einen Schritt nach vorn und nicht zwei, und Ren Congzhi hielt die dritte.

Aiko Taira ging nicht aus dem Weg.

Und sie stand in ihren siebzehn Zahlen, und die siebzehn Zahlen liefen nicht, weil Lu Chen nicht zählte, und sie stand trotzdem.

Der Block kam nach elf Sekunden zurück.

Und er kam nicht ganz zurück, und Luo Shuang las neun Zentimeter, die stehen blieben, und schrieb sie auf.

„Neun", sagte sie. „Und die kommen nicht zurück."

Lu Chen zählte um 10:31 neu von eins.

Und Hu Jinglan stand wieder am Block, und sie stand dort, weil sie es verlangt hatte und weil Lu Chen es zugelassen hatte, und Fräulein Ma schrieb beides.

Der Schnitt an der fünften kam um 10:39.

Abstand einundfünfzig, nach Norden, und er saß.

Und danach standen fünf Adern nicht mehr, und zwei standen noch, und an beiden stand kein Block.

Die sechste Stelle lag siebzehn Meter westnordwestlich, unter der Kante eines Ruinenblocks, der nicht zu bewegen war, weil er auf zwei Steinen gleichzeitig lag.

„Fräulein Luo."

„Frau Taira."

„Sagen Sie mir, was Sie sehen."

„Nichts", sagte Luo Shuang.

„Und?"

„Und näher sehe ich auch nichts."

Aiko Taira zog ihre Kreidelinie und trat einen Schritt zurück und sah sie an.

Und die Linie lag da, wo sie die Ader sah, und die Ader lag nicht dort, und sie hatte nichts an sich, woran man das merken konnte.

„Fräulein Luo, fünf Zahlen und fünfmal nach Norden."

„Ja."

„Wohin zeigt das Unten hier?"

Und Luo Shuang ging an ihr vorbei zum Rand und hielt das Lot über die Kante und wartete, bis es stand.

„Nach Süden", sagte sie. „Und es steht, und es wandert nicht."

„An den ersten fünf auch?"

„An den ersten fünf auch."

„Dann liegt mein halber Meter gegen das Unten."

„Das haben Sie gerade gesagt", sagte Luo Shuang. „Ich habe es nicht gesagt."

„Warum nicht?"

„Weil fünf Punkte fünf Punkte sind", sagte Luo Shuang. „Und weil ich nicht weiß, ob es an dem Unten liegt oder an etwas, das heute zufällig daneben steht."

Aiko Taira nahm die Kreide und zog die zweite Linie selbst.

Und sie zog sie einen halben Meter nördlich der ersten, und danach schrieb sie in ihr Heft, dass sie nicht wusste, ob sie richtig lag.

„Herr Lu."

„Frau Taira."

„An der sechsten habe ich keine zweite Linie von außen."

„Ich weiß."

„Und ich weiß nicht, ob meine sitzt."

„Und?"

„Und ich schneide sie", sagte Aiko Taira.

Lu Chen sah sie zwei Sekunden an und fing danach an zu zählen.

Der Schnitt an der sechsten kam um 11:33.

Er saß.

Und das Wolkenband kam eine Handbreit herauf, und Deng Yuxian las es ab und sagte es laut, weil das ihre Aufgabe war und weil eine Aufgabe nicht davon abhängt, ob jemand die Auskunft gern hört.

„Sitzt."

„Und?"

„Und ich habe nicht gemessen, wie knapp", sagte Deng Yuxian. „Dazu habe ich keine Linie."

Danach stand eine.

Und Lu Chen zählte weiter, weil die Last der sechsten in die Blöcke unter dem Anker musste und nicht in die der siebenten, an der keine standen.

Die siebente Stelle lag sechsundzwanzig Meter östlich des Ankers.

Und Aiko Taira ging die einundvierzig Meter nicht in einer Folge und nicht in zweien, sondern in dreien, und die dritte war kürzer als die beiden davor.

Sie stand um 12:36 auf der Stelle.

Und die Reihe war bei siebenundvierzig, und sie hätte bei einundvierzig dort stehen sollen.

Und Fräulein Ma sagte es, weil Lu Chen nicht durfte.

„Sechs Zahlen."

„Ich weiß", sagte Aiko Taira.

„Frau Taira, brauchen Sie eine Pause?"

„Ich weiß es nicht."

Es blieb einen Moment still, und ein Drittel einer Sekunde später blieb es unten noch einmal still.

„Und was heißt das für die Liste?", sagte Fräulein Ma.

„Es heißt, dass Sie weiß nicht hinschreiben", sagte Aiko Taira. „Und nicht nein."

Fräulein Ma schrieb es hin.

Und sie schrieb es in die Spalte, in der an diesem Tag sonst nichts stand.

Und an der siebenten zog Aiko Taira ihre Linie und daneben die zweite, wieder einen halben Meter gegen das Unten.

Diesmal stand sie länger davor.

„Herr Lu."

„Frau Taira."

„An der siebenten steht niemand vor mir."

„Nein."

„Ich sage es nur, damit es auf dem Blatt steht", sagte sie.

Kang Zhiyuan ging trotzdem los.

Und er kam bis auf neunzehn Meter, und dann war die Elf da, und er blieb stehen, wo er stand, weil neunzehn Meter nicht sechs Schritte sind.

Der Schnitt kam um 12:41.

Er saß.

Und er saß elf Zentimeter von der Kante der Ader entfernt, und Luo Shuang konnte das erst zwanzig Minuten später sagen, als der Streifen der achten Stelle den Rand der siebenten mit hergab.

„Elf Zentimeter", sagte sie.

„Wie breit ist die Ader?"

„Ein Meter neun."

„Dann waren es fünfundneunzig", sagte Aiko Taira.

„Nein", sagte Luo Shuang. „Es waren elf. Der Rest war Glück, und Glück schreibe ich nicht in dieselbe Spalte."

Luo Shuang legte um 12:52 das Lineal quer über den Punkt, so wie sie es nach jedem Schnitt an diesem Tag getan hatte.

Und sie las den Grad ab, und sie las ihn doppelt ab, und danach stand sie auf.

„Herr Lu."

„Fräulein Luo?"

„Die Zweihundertdrei liegt nördlich der Linie."

„Seit wann?"

„Seit dem siebenten Schnitt", sagte Luo Shuang. „Ich habe am einundzwanzigsten hingeschrieben, dass eine von den beiden später nördlich liegen kann. Es ist diese."

„Und wenn sie stehen bleibt?"

„Dann steht der Rest über Nacht auf einer Ader, die gegen ihn zieht", sagte sie. „Und ich habe keine Zahl dafür, was er morgen früh tut."

Lu Chen sah auf das Blatt, auf dem sieben Zeilen standen und keine achte.

Und danach sah er zu Aiko Taira hinüber, die an diesem Tag sieben Mal geschnitten hatte.

„Frau Taira."

„Herr Lu."

„Es ist eine mehr. Sie stand gestern nicht auf dem Blatt."

„Ich habe es gehört."

„Und?"

„Und ich schneide sie", sagte Aiko Taira.

Fräulein Ma schrieb es auf und schrieb die Uhrzeit daneben, und in der Spalte für die Einteilung ließ sie das Feld leer, weil dort nichts eingeteilt worden war.

Und Lu Chen ließ einen Block an eine Stelle bringen, an der bis dahin keiner gelegen hatte.

Die achte Stelle lag unter dem Anker selbst, und man kam von Westen an sie heran, und drei Meter davor hörte der Stein auf.

Um 13:02 standen alle an ihren Plätzen.

Acht an vier Blöcken, zwei vor ihr, eine mit dem Band, eine mit dem Heft, eine mit den Zahlen, und einer in der Mitte, der seit sechs Stunden nichts anderes gesagt hatte als Zahlen.

Und Aiko Taira ging die letzten sechsundzwanzig Meter, und sie ging sie zu Fuß.

Und sie ging sie langsam, und niemand sagte etwas dazu, und Fräulein Ma schrieb die Zeit auf, die sie dafür brauchte, weil sie jede Zeit aufschrieb.

Sie zog ihre Linie um 13:09.

Der Block ging auf sechs, und es war der erste Block des Tages, den vier Leute allein nicht bewegten, und Herr Cai ging als Fünfter dazu.

Der Streifen kam, und er war breiter als alle vorher.

Und er lief nicht von Südwesten nach Nordosten, sondern quer durch die anderen sieben Linien hindurch, an den Stellen vorbei, an denen sie den ganzen Tag geschnitten hatte.

Luo Shuang zog ihre Linie und stand danach auf und sagte die Zahl über den Stein.

„Achtundsiebzig. Nach Norden."

„Achtundsiebzig?"

„Achtundsiebzig", sagte Luo Shuang. „Und ich lese sie zweimal ab, bevor ich sie hergebe."

Sie las sie zweimal ab.

Und es waren zweimal achtundsiebzig.

Aiko Taira setzte den Fuß um.

Und sie setzte ihn auf die zweite Linie, und sie tat es auf neun, und sie stand still, als die Zehn kam.

„Elf." — „Elf."

Der Schnitt kam auf die zweite Elf.

Er saß.

Danach stand sie.

Und in der zwölften Zahl ging etwas in ihr weg, und sie sagte nichts, weil Sagen in diesen siebzehn Zahlen niemandem etwas nützte.

„Neunzehn." — „Neunzehn." — „Zwanzig." — „Zwanzig."

Die Last kam auf fünfundzwanzig.

Und sie kam nicht in einen Block, sondern in alles, was übrig war, weil nichts mehr übrig war, in das sie hätte gehen können.

„Sechsundzwanzig." — „Sechsundzwanzig." — „Siebenundzwanzig." — „Siebenundzwanzig."

„Achtundzwanzig."

Und das Wasser sagte achtundzwanzig, und danach hörte Aiko Taira nichts mehr.

Sie ging auf achtundzwanzig zu Boden und nicht auf siebenundzwanzig.

Und Zhou Liangchen fing sie mit der linken Hand und mit der Schulter, weil er die rechte nicht hatte.

Und Kang Zhiyuan kam von links dazu und nahm das Gewicht mit den Armen und nicht mit dem Rumpf, und er sagte dabei nichts.

Es waren die zwei, die an diesem Tag nichts anderes getan hatten als stehen.

Niemand rief nach Süden.

Fräulein Ma schrieb 13:26 und schrieb daneben, wer sie gehalten hatte, und sie schrieb die beiden Namen in der Reihenfolge, in der die beiden dagewesen waren.

Um 13:27 hörte Lu Chen auf zu zählen.

Und das Wasser sagte die letzte Zahl noch einmal, und danach war es das erste Mal seit 07:00 still auf dem Stein.

Luo Shuang ging zum vierten Anker und legte das Band an die Kante.

Und sie fand keine Kante.

„Fräulein Luo."

„Herr Lu."

„Wie viel?"

„Ich habe nichts, woran ich das Band legen kann", sagte Luo Shuang.

Der Stein sank nicht.

Er stand, wo er gestanden hatte, und er ging nicht sechsundzwanzig Zentimeter in sechs Sekunden in sein eigenes Bild, so wie der zweite und der dritte gegangen waren.

Und zwischen ihm und dem, was unter ihm lag, stand kein Spalt mehr, und es stand auch keine Fläche mehr, an der man einen Spalt hätte messen können.

Und Luo Shuang hielt das Lot über die Stelle, an der sie es seit dem fünfzehnten Januar gehalten hatte.

Die Schnur hing nicht nach Süden, und sie hing nicht waagerecht, und sie hing überhaupt nicht.

„Sechzehn?"

„Nein", sagte Luo Shuang. „Sechzehn war eine Zahl. Da ist keine Zahl mehr."

Fräulein Ma schrieb um 13:34 auf, dass der General am Südrand der mittleren Schale in diesen acht Minuten den Kopf nicht bewegt und nichts gesagt hatte.

Und sie schrieb es auf, weil es das Einzige war, was an diesem Nachmittag nicht passiert war.

Aiko Taira kam um 14:12 zurück.

Sie lag auf dem Stein, und über ihr stand dieselbe Helligkeit wie um Mitternacht, und ihr zweiter Schatten lag über dem ersten.

Und Deng Yuxian saß neben ihr und las ihr die Zahlen vor, ohne dass jemand sie darum gebeten hatte.

„Acht Schnitte. Acht sitzen. Und Ihre Schneide ist auf siebzehn Handbreit."

„Die siebente?"

„Elf Zentimeter", sagte Deng Yuxian. „Fräulein Luo hat das Wort Glück dazugeschrieben und es nicht wieder gestrichen."

Aiko Taira nahm ihr Heft aus der Innentasche und schrieb die siebzehn Handbreit hinein.

Und darunter schrieb sie die elf Zentimeter, und daneben schrieb sie das Wort, das Luo Shuang benutzt hatte, und sie schrieb es nicht kleiner.

Sie schrieb es auf ihr eigenes Papier.

„Frau Taira, können Sie stehen?"

„Ich weiß es nicht."

Sie stand danach, und es dauerte, und Zhou Liangchen und Kang Zhiyuan standen dabei vor ihr, weil es niemand geändert hatte.

Und Lu Chen kam um 14:20 herüber, und seine Stimme war weg bis auf einen Rest.

„Fräulein Luo, läuft es noch?"

Luo Shuang sah auf das Wasser, in dem acht Nähte nicht mehr standen und in dem etwas anderes stand, das keinen Namen hatte.

„Ja."

„Und?"

„Und wie lange, weiß ich nicht", sagte Luo Shuang. „Dazu habe ich keine Zahl."

Lu Chen sah über die einhundertvierzig Meter nach Süden.

„Herr Gu."

„Noch nicht", sagte Gu Tian.

Und seine linke Hand blieb auf Brusthöhe, und niemand am vierten Anker sagte etwas dazu, und niemand sah länger hin als nötig.

Aiko Taira ging um 14:31 an den Westrand und sah nach unten.

Und dort, wo den ganzen Tag acht Linien gelegen hatten, lag keine mehr, und das Wasser gab einen Himmel zurück, in dem nichts unterbrochen war.

Fräulein Ma trug den Tag in vier Zeilen ein, und in der ersten stand die Reihenfolge, und in der zweiten standen acht Uhrzeiten.

In der dritten standen die neun Zentimeter von 10:39, die nicht zurückgekommen waren.

Und in der vierten stand nur, dass der vierte Anker um 13:26 aufgehört hatte, ein Anker zu sein, und dass niemand ihn hatte fallen sehen.

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