Der zwölfte Januar 2137 war ein Dienstag.
Und auf dem Bord neben der Tür lag ein Kern, und es war der letzte von den acht, die dem Januar zustanden.
Und der Januar hatte an diesem Morgen noch zwanzig Tage.
Song Meifeng ging die vierhundert Meter um 05:50.
Der Kies war gefroren, und am Wasser stand weiterhin keine Kamera, und sie war um 05:58 an der Tür.
In der langen Halle am Ostufer des Nordbeckens standen einundneunzig Plätze.
Und um 06:00 lagen neunundsiebzig Leute darin, und in der dritten Reihe war kein Platz mehr frei.
Und Morita Kazue war seit 04:40 da und stand an ihrem zu hohen Tisch.
„Frau Song."
„Frau Morita."
Zehn Leinen lagen aus, und neun davon liefen.
Und neun waren in Otsu genäht und hielten ein Drittel, und eines war aus Songjiang und hielt die Hälfte.
Beide Zahlen standen seit dem neunten Januar an der Wand, an der die Liste hing, und niemand hatte je erklärt, warum sie verschieden waren.
Meifeng hatte am Abend zuvor gerechnet, und die Rechnung war kurz gewesen.
Neun Leinen halten neun Leute.
Und in der langen Halle lagen neunundsiebzig.
Ein Haltekreis hat vier Punkte und einen Liegenden.
Und das war der Satz, an dem sie seit dem neunten Januar hing, und sie hing nicht an dem Wort Punkte, sondern an dem Wort einen.
Um 08:10 legte sie vier Leinen zu einem Ring.
Und sie legte sie so, dass der Fußpunkt des einen auf dem Kopfpunkt des nächsten lag, und der vierte lag auf dem ersten, und damit war der Ring zu.
Darauf lagen vier Leute aus der zweiten Reihe.
Und links stand bei ihnen eine Fünf, eine Vier, eine Drei und eine Zwei, und die Zwei lag seit dem elften Januar dort und war am elften Januar aufgenommen worden.
Der junge Mann mit der Binde schlug den Ring an einem einzigen Punkt an.
Dann ging er vier Schritte weg und setzte sich auf den Hocker, und das war das Ganze, und es hatte ihn elf Sekunden gekostet.
Vier Kreise mit einem Anschlag.
Es lief.
Und es lief neun Minuten.
In der neunten Minute ging Morita Kazue die vier ab und legte jedem die Hand auf und zählte.
Und dann schrieb sie vier Zahlen auf ein Blatt, und die vier Zahlen waren dieselbe Zahl.
Es war die Zahl der Zwei.
„Frau Song, viermal dieselbe."
„Ich sehe es."
„Welche?"
„Die vom vierten Leinen", sagte Meifeng.
Meifeng nahm das vierte Leinen aus dem Ring.
Sie nahm es mit der Hand und nicht anders, und sie war dabei zu schnell, und der Ring war danach kein Ring mehr.
Es sagte eine Weile niemand etwas.
Am zweiten Januar war ein Rhythmus durch vier Punkte gegangen und in einem Mann angekommen, und es war der Rhythmus eines jungen Heilers gewesen.
Und es war damals nicht gefährlich gewesen und falsch.
Hier war es der Rhythmus eines Mannes mit einer Zwei.
Ein Ring gleicht aus.
Er hat keine Stelle, an der der Unterschied hinkann, und deswegen läuft der Unterschied im Kreis, bis es keinen mehr gibt.
Und wenn es keinen mehr gibt, liegen alle vier so tief wie der Unterste.
Meifeng saß danach eine Stunde und vierzig Minuten an dem Tisch, der zu hoch war.
Und sie zeichnete den Ring viermal und strich ihn viermal durch, und beim vierten Mal drehte sie das Blatt um.
„Frau Song, was fehlt?"
„Eine Stelle, an die der Unterschied hingeht", sagte Meifeng.
„Und?"
„Und ein Ring hat keine."
„Was war es am zweiten Januar?"
„Am zweiten Januar war es ein Heiler, der zu lange dranblieb", sagte Meifeng. „Heute war es niemand, der dranblieb."
„Und trotzdem dasselbe."
„Und trotzdem dasselbe, ja.
Um 10:20 ging der letzte Kern in die erste Reihe.
Er ging an eine Drei, die um 09:55 aufgenommen worden war, und rechts stand bei ihr eine Zwei mit dem Datum August 2136.
Und es lag an diesem Vormittag nichts daneben, was hätte danebenliegen können.
Danach war das Bord neben der Tür leer.
Morita Kazue schrieb es in die Spalte, in der stand, was sie nicht hatte, und in dieser Spalte standen an diesem Morgen fünfzehn Zeilen.
„Frau Morita, wie viele haben Sie im Februar?"
„Fünf", sagte Morita Kazue. „Und der Februar fängt in zwanzig Tagen an."
Meifeng fragte danach nichts mehr.
Und sie fragte nichts mehr, weil in ihren zwölf Kisten sechsunddreißig lagen und weil die sechsunddreißig siebzehn Leuten gehörten, die an diesem Dienstag in einer Portalwelt standen.
Und weil Morita Kazue am neunten Januar Nein gesagt hatte und am elften wieder.
Um 10:55 legte sie die vier Leinen neu.
Und sie legte sie nicht hintereinander, sondern nebeneinander, mit den Kopfpunkten zur selben Stelle hin, und die vier Kopfpunkte lagen dort aufeinander wie vier Finger einer Hand.
In der Mitte blieb ein Punkt übrig.
Und der Punkt gehörte keinem Leinen.
Ein Stern und kein Ring.
Und ein Ring hat kein Ende, und ein Stern hat eines, und das Ende ist die Mitte.
„Frau Morita, jemand muss dort sitzen."
„Wie lange?"
„Immer", sagte Meifeng.
„Wenn niemand dort sitzt?"
„Dann ist es wieder ein Ring.
Und Morita Kazue sah dabei nicht auf die vier Leinen, sondern auf die Stelle, an der kein Leinen lag.
Der junge Mann mit der Binde setzte sich um 11:05 in die Mitte und legte zwei Finger auf den Punkt.
Und er hielt ihn elf Minuten.
Und in der elften Minute nahm Morita Kazue seine Hand vom Punkt, und diesmal war es Morita, die zu schnell war.
„Wie ist es?"
„Voll", sagte er.
„Wo?"
„In den Armen."
Meifeng nickte einmal und sagte nichts dazu.
Meifeng ging um 11:20 in die Mitte.
Der Stern hielt von 11:20 bis 12:05.
Und die Zwei fiel nicht weiter, und die Fünf blieb eine Fünf, und dazwischen lief etwas, das Meifeng nicht sah und in den Händen hatte.
Um 12:05 nahm sie die Hände vom Punkt.
Die Leinen blieben liegen, und die Anschläge liefen weiter, und Morita Kazue zählte alle fünf Minuten und schrieb jede Zahl auf.
Um 12:20 legte Meifeng die Hände wieder auf.
Und in diesen fünfzehn Minuten war drei Viertel von dem weg, was die Stunde davor gehalten hatte.
„Frau Morita, wie viel?"
„Drei Viertel", sagte Morita Kazue.
„In einer Viertelstunde?"
„In einer Viertelstunde."
Damit stand die Zahl.
Die vier Anschläge trugen ein Viertel.
Und die Mitte trug drei Viertel.
Meifeng schrieb das auf, und zwar als Erstes.
Denn wer ein Verfahren weggibt und den Preis nicht dazuschreibt, gibt kein Verfahren weg, sondern ein Versprechen.
Am zweiten Januar war der Fehler gewesen, dass der Mensch dranblieb.
Und die Lösung war gewesen, ihn anzuschlagen und wegzunehmen, weil ein Kern gleichmäßig abgibt und ein Mensch nicht.
In der Mitte ging das nicht.
Denn die Mitte war keine Quelle, sondern ein Gefälle, und ein Gefälle kann man nicht anschlagen und loslassen.
Und sobald die Hand wegging, war der Stern wieder ein Ring.
Das war der Fehler in der Bauart, und er war seit dem zweiten Januar nicht kleiner geworden, sondern größer.
Und vier Leute in einem Kreislauf brauchen etwas, das nicht aufhört.
Und das Einzige in dieser Halle, was nicht aufhörte, war ein Mensch, der dabeiblieb.
Um 13:10 ließ Meifeng den fragen, bei dem links die Fünf stand.
Und der Dolmetscher war im Kommandoraum, und deswegen ging es über zwei Leute und dauerte länger, und sie ließ nichts weg und nichts abschwächen.
„Sie liegen mit dreien auf demselben Leinen. Was Sie nicht brauchen, geht dorthin, wo es fehlt."
„Und?"
„Und Sie können Nein sagen. Dann nehme ich Sie heraus, und es steht nichts darüber auf Ihrem Blatt."
„Er fragt, ob es die anderen drei erfahren."
„Nein", sagte Meifeng.
„Wenn er Nein sagt?"
„Dann auch nicht."
Er sagte Ja.
Und er sagte es nach ungefähr zehn Sekunden, und in diesen zehn Sekunden sah er nicht auf die anderen drei.
Meifeng saß bis 16:40 in der Mitte.
Und sie stand dreimal auf, und jedes Mal zählte Morita Kazue vorher und nachher, und beim dritten Mal schrieb sie die Zahl nicht mehr auf, weil sie dieselbe war.
Um 16:40 nahm der junge Mann mit der Binde die Mitte, weil der Abstand zwischen der Fünf und der Zwei kleiner geworden war.
Und er hielt sie eine Stunde und zwanzig Minuten, und danach löste ihn die Heilerin aus der vierten Reihe ab.
Meifeng maß am Abend die Leinen.
Und sie maß Punkt eins zu Punkt drei, quer über das Quadrat, mit einem Faden und nicht mit einem Gerät.
Das Leinen aus Songjiang: ein Meter zwei.
Und die neun aus Otsu: ein Meter fünfundzwanzig.
Damit hatte sie eine Zahl und wusste nicht, was sie war.
Denn ein Meter zwei konnte ein Maß sein, und ein Meter zwei konnte auch einfach die Größe eines Stücks Stoff sein, das im Winter 2133 auf einem Tisch gelegen hatte.
Um 18:00 lasen zwei Heiler die linke Spalte der Zwei neu, getrennt und ohne miteinander zu reden.
Beide schrieben zwei.
Das war keine Entscheidung.
Und das war Rechnen.
Meifeng schrieb den Tagesbericht in neunzehn Zeilen.
Und in Zeile drei stand letzter Kern, 10:20, und in Zeile vier stand Bord leer, und in Zeile fünf stand Februar in zwanzig Tagen.
Und in Zeile elf stand Ring gleicht an, Stern nicht, und in Zeile zwölf stand Mitte trägt drei Viertel.
Zeile neunzehn gehörte nicht zum Bericht.
Die Mitte war heute ich, und morgen ist sie auch ich.
Sie strich sie nicht.
Der dreizehnte Januar 2137 war ein Mittwoch.
Und auf dem Bord neben der Tür lag nichts, und um 06:00 lagen achtzig Leute in der langen Halle.
Um 08:05 kam eine Zeile herein, die für die Einsatzleitung war und nicht für dieses Haus.
Und sie stand um 08:11 trotzdem an der Tür der langen Halle, weil ein Verbindungsmann sie im Vorbeigehen gesagt hatte.
Die Vorhut steht an der mittleren Schale.
Die Ufergruppe hielt ab diesem Vormittag zwölf Plätze frei.
Und zwölf Plätze in dieser Halle waren an diesem Mittwoch keine Plätze, weil kein Kern mehr auf dem Bord lag.
Und was an diesem Tag einen Menschen aus einer Zwei heraushalten konnte, war ein anderer Mensch.
Um 08:20 schrieb Morita Kazue eine Zeile.
Und sie schrieb sie einmal und brauchte dafür vier Minuten.
Wer heute anfängt, muss um zwölf Uhr noch eine haben.
Darunter schrieb sie ihren Namen aus und kürzte ihn nicht ab, und darunter stand das Datum.
Und sie hängte eine Abschrift dorthin, wo die Bogen lagen, und sie hängte sie so, dass man sie im Liegen lesen konnte.
„Frau Morita, gilt das auch für Sie?"
„Ich habe seit dem einundzwanzigsten November keinen eigenen Patienten", sagte Morita Kazue.
„Und?"
„Und deswegen gilt es nicht für mich, und deswegen habe ich es geschrieben."
„Frau Morita, wie viele hat einer?"
„Das weiß jeder von sich selbst", sagte Morita Kazue. „Es steht nirgends, und ich frage es nicht ab."
„Und?"
„Und wer sich verzählt, merkt es um halb sechs."
„Wie viele erwarten Sie?"
„Ich erwarte keine Zahl", sagte sie. „Ich halte zwölf frei, und zwölf ist keine Erwartung, sondern das, was ich habe."
Und sie sagte es genauso, wie sie achtzehn sagte.
Um 09:19 fing die Heilerin aus der vierten Reihe bei Platz elf in der dritten Reihe an.
Und es war ihre dritte an diesem Vormittag, und sie hatte um 06:40 und um 07:55 angefangen und beide zu Ende gebracht.
Der Mann auf Platz elf war um 07:12 aufgenommen worden, und links stand bei ihm eine Drei.
Und rechts stand eine Zwei mit dem Datum Mai 2135.
Um 09:41 nahm sie die Hand weg.
Sie nahm sie nicht schnell weg und nicht langsam.
Sie ging von der Stelle fort und hörte in der Bewegung auf, und die Hand war schon zwei Handbreit über dem Arm, bevor sie stand.
Meifeng stand vier Meter entfernt und hatte die Hände vor sich.
Und sie kannte diese Bewegung, weil sie sie am zweiten Januar gezeichnet hatte.
Es war Bild zwei.
Eine Hand, die weggeht.
Sie hatte vier Bilder gezeichnet und keinen einzigen Satz dazu, weil das Wort loslassen zweimal verschieden übersetzt worden war.
Und Bild zwei hatte geheißen, dass ein Kreis den Menschen nicht mitnehmen darf.
Die Bewegung war dieselbe.
Und der Grund war nicht derselbe.
Die Heilerin schrieb 09:41 auf den Bogen und sagte dem Mann ein Wort.
Dann ging sie zum Becken und wusch sich die Hände und ging in die vierte Reihe und sortierte dort Binden.
Sie sah dabei nicht zur dritten Reihe.
Und sie sah auch nicht auf ihre eigene Hand, weil sie diese Bewegung oft machte.
Der Mann auf Platz elf drehte den Kopf nicht.
Und er sagte an diesem Vormittag nichts, und er sagte auch am Nachmittag nichts, und niemand fragte ihn.
Um 09:50 ging Meifeng an den Tisch.
„Frau Morita, wie viel hat gefehlt?"
Und Morita Kazue las den Bogen, bevor sie antwortete, und sie hatte die Zahl gewusst.
„Neun Minuten", sagte sie.
„Was passiert jetzt mit ihm?"
„Nichts", sagte Morita Kazue. „Und um achtzehn Uhr lesen zwei Heiler seine linke Spalte neu."
„Sie hat es entschieden."
„Sie hat gerechnet", sagte Morita Kazue. „Die Zeile an der Wand ist meine, und die Rechnung ist ihre."
„Und wenn sie sich verrechnet hat?"
„Dann steht es um halb sechs auf keinem Blatt", sagte sie.
Um 10:10 ging Meifeng die dritte Reihe entlang und blieb bei Platz elf ungefähr eine Minute stehen.
Und sie legte ihm die Hand nicht auf, und sie sah nicht hin.
Das Hinsehen dauert zwölf Minuten.
Und danach zwei Stunden Hände, die nichts halten, und danach elf Tage nichts, und die elf Tage stehen datiert auf einem Blatt in Songjiang, und sie hatte sie am vierten Dezember selbst gesetzt.
Es fehlten neun Minuten.
Und sie hatte zwölf, und sie hatte sie einmal.
Sie ging weiter und blieb bei niemandem stehen.
Der Stern lief seit 07:30 mit vier Armen, und in der Mitte saßen abwechselnd zwei Heiler.
Und sie lösten sich alle zwanzig Minuten ab, und es ging, weil zwischen der höchsten und der niedrigsten Zahl auf den vier Leinen ein Abstand von eins lag.
Was in der Mitte hängt, ist nicht der Zustand, sondern der Unterschied.
Und ein kleiner Unterschied ist ein Heiler, und ein großer Unterschied ist etwas anderes.
Um 12:00 ging Morita Kazue die Halle einmal ab.
Sie fragte niemanden etwas, sondern blieb bei jedem Heiler zwei Sekunden stehen, und jeder sagte ihr eine Zahl oder nickte, und sie schrieb nichts auf.
Von vierzehn Heilern hatten dreizehn noch eine.
Und der vierzehnte hatte an diesem Vormittag gar nicht angefangen.
Um 14:20 hielt ein Wagen an der Rampe und nicht zwanzig Meter davor.
Und es waren zwei, und sie kamen vom Rand des inneren Rings, und sie kamen nicht aus dem Portal, weil an diesem Mittwoch aus dem Portal niemand herauskam.
Aufnahme 14:22 und 14:24.
Und zwei Heiler schrieben die linke Spalte getrennt, ohne miteinander zu reden, und es standen dort danach eine Zwei und eine Drei.
Um 14:26 fingen zwei Heiler an.
Und beide hatten um zwölf Uhr noch eine gehabt, und beide hatten sie bis dahin nicht angefangen, und eine von den beiden war die Heilerin aus der vierten Reihe.
Damit war die Zeile von 08:20 zu Ende geschrieben.
Und sie hatte sechs Stunden an der Wand gehangen, und man konnte sie im Liegen lesen.
Und ob der Mann auf Platz elf sie gelesen hatte, wusste an diesem Nachmittag niemand in dieser Halle.
Um 14:29 legte Meifeng zwei Leinen dazu.
Und der Stern hatte danach sechs Arme, und in der Mitte lag weiterhin ein Punkt, der keinem Leinen gehörte.
Sie ließ alle sechs fragen, und sie ließ jeden einzeln fragen.
Fünf sagten Ja.
Der Sechste lag auf dem Leinen aus Otsu, das am weitesten außen lag, und links stand bei ihm eine Vier.
Er sagte Nein.
Meifeng nahm ihn heraus.
Und sie schrieb nichts auf seinen Bogen, und Morita Kazue schrieb auch nichts, und es fragte ihn an diesem Tag niemand danach.
Der Stern hatte danach fünf Arme.
Um 14:31 ging Meifeng in die Mitte.
Auf den fünf Armen lagen jetzt eine Fünf, eine Vier, eine Drei, eine Drei und eine Zwei.
Und der Abstand zwischen der höchsten und der niedrigsten Zahl war drei.
Von den fünf Leinen war eines aus Songjiang und vier waren aus Otsu.
Und eines hielt die Hälfte und vier hielten ein Drittel.
Und der Unterschied zwischen einem Drittel und einer Hälfte lief in einem Stern nicht ins Leere, sondern in die Mitte.
Um 14:44 zählte Morita Kazue zum ersten Mal.
Und sie legte auch Meifeng die Hand auf und zählte bei ihr, und dann schrieb sie zwei Zahlen untereinander und keine Folgerung darunter.
„Frau Song."
„Ja."
„Wie lange?"
„Bis es leichter wird", sagte Meifeng.
„Ihre Zahl ist höher als heute Morgen."
„Ich weiß."
„Und um wie viel höher war sie gestern um diese Zeit?"
„Fragen Sie mich um sechs", sagte Meifeng.
Die Leinen waren das Leichteste an der ganzen Sache.
Und es waren vier Stücke Stoff, ein Meter fünfundzwanzig quer, genäht in Otsu von jemandem, der eine Zeichnung bekommen hatte und keinen einzigen Satz dazu.
Wenn ein Meter zwei ein Maß war, dann konnte man vier Stücke Stoff in zehn Minuten anders legen.
Und wenn ein Meter zwei kein Maß war, dann saß sie bis zum Abend dort.
Meifeng gab die Zeile um 14:52 hinaus.
Sie schrieb sie auf Papier vor, und der junge Mann mit der Binde zählte die Zeichen nach, und einer lief damit die siebenhundert Meter.
Frau Tang, an den acht Leinen: Punkt eins zu Punkt drei. Song Meifeng.
Im Kontrollraum schrieb ein Verbindungsmann eine zweite Abschrift, und der Schalter an der Wand war weiterhin aus.
Und die Zeile ging so hinaus, wie sie dastand.
Um 15:33 kam die Antwort.
Frau Song, ein Meter zwei. Bei allen acht. Tang Shu.
Damit war ein Meter zwei ein Maß.
Um 15:40 legten zwei Leute zwei Leinen aus Otsu neu.
Sie falteten den Rand ein und steckten ihn und brachten Punkt eins zu Punkt drei auf ein Meter zwei, und sie brauchten dafür sieben Minuten.
Und für jedes Leinen mussten drei Leute den Liegenden einmal anheben.
Um 15:52 zählte Morita Kazue wieder.
Und die Zahl war dieselbe wie um 15:33.
Es half nicht.
Meifeng saß seit einer Stunde und einundzwanzig Minuten in der Mitte, und in der langen Halle lagen zweiundachtzig Leute, und auf dem Bord neben der Tür lag nichts.
Und sie konnte die Hände nicht wegnehmen, und sie konnte nicht schreiben.
Also sagte sie die Zeile.
Und der junge Mann mit der Binde schrieb sie auf Papier, und Morita Kazue zählte die Zeichen.
„Shu, läuft der Faden bei allen acht zu Punkt eins oder quer? Song Meifeng."
„Vierundsiebzig", sagte Morita Kazue.
Der junge Mann mit der Binde trug das Blatt zur Tür, und draußen nahm es einer und lief.
Und die Zeile ging um 15:58 hinaus, und der Verbindungsmann schrieb sie ab, und in Songjiang stand sie danach im Eingangsbuch.
Und Gu Zixuan schrieb sie hin, wie sie dastand, und schrieb nichts daneben.
In der langen Halle sah niemand auf.
Um 16:41 kam die Antwort.
Frau Song, bei allen acht quer. Tang Shu.
Meifeng ließ sie sich zweimal vorlesen.
„Quer", sagte sie. „Dann nicht falten. Drehen."
Ein Faden, der quer läuft, läuft nach dem Drehen längs.
Und ein Leinen, das in Otsu genäht worden war, war nach der Zeichnung genäht worden und nicht nach dem Faden, weil auf der Zeichnung kein Faden gestanden hatte.
Und es hatte auf der Zeichnung keiner gestanden, weil vier Bilder ohne einen einzigen Satz nur zeigen, was man zeichnen kann.
Um 16:50 fingen zwei Leute an, die vier Leinen aus Otsu zu drehen und neu zu legen.
Und es waren die Heilerin aus der vierten Reihe und einer von der Außensicherung, der an der Tür gestanden hatte.
„Wie herum?"
„Punkt eins nach Norden", sagte Meifeng. „Und der Faden nach der Tür."
„Der Rand?"
„Der Rand bleibt, wie er ist."
Sie brauchten dafür dreizehn Minuten, und einer von den dreien, die anhoben, zählte dabei jedes Mal laut bis drei.
Und beim dritten Leinen lag der Boden zwei Zentimeter tiefer, und jemand schob ein Stück Pappe darunter.
Um 17:03 lag der Stern neu.
Um 17:20 zählte Morita Kazue.
Und was in der Mitte hing, war nicht mehr drei Viertel, sondern zwei Drittel.
Zwei Drittel sind nichts, was man einen Erfolg nennt.
Und es hieß nur, dass ab 17:20 zwei Heiler die Mitte halten konnten, wenn sie sich alle zwanzig Minuten ablösten.
Und es hieß, dass in der Mitte weiterhin ein Mensch saß, der nicht losließ.
Um 17:26 stand Meifeng auf.
Und sie stand in zwei Bewegungen auf und hielt sich dabei an nichts fest, weil neben ihr nichts stand.
Sie ging zum Becken und wusch sich die Hände, und dann nahm sie den Becher mit beiden Händen.
Und ihre Hände waren kalt.
Sie hatte an diesem Mittwoch nicht hingesehen.
Um 18:00 lasen zwei Heiler die linke Spalte des Mannes auf Platz elf neu, getrennt und ohne miteinander zu reden.
Beide schrieben drei.
Er stand genau da, wo er um 09:19 gestanden hatte.
Und es fehlten neun Minuten.
Um 18:12 kam eine Zeile herein, die niemand bestellt hatte.
Frau Song, das Blatt vom vierten Dezember liegt hier. Tang Shu.
Meifeng gab die Antwort um 18:50 hinaus, und sie schrieb sie selbst vor und zählte selbst.
Frau Tang, ich habe heute nicht hingesehen. Song Meifeng.
Und keine von beiden schrieb etwas dazu.
Um 19:30 stand Morita Kazue an ihrem zu hohen Tisch und schrieb den Tag ab.
Und Meifeng stellte sich neben sie.
„Frau Morita, am zweiten Januar haben Sie mir gesagt, hier sei der Mensch das Einzige, was nicht knapp ist."
„Das habe ich gesagt."
„Und?"
„Und heute war er es nicht", sagte Morita Kazue.
Sie schrieb weiter, und sie schrieb es nicht in ihr Buch, weil es dafür keine Spalte gab.
Und dann schrieb sie es doch auf, in der letzten Zeile, und zwar in die Spalte für Verfahren.
„Wie viele Abbrüche hatten Sie heute?"
„Zwei", sagte Morita Kazue.
„Ich habe einen gesehen."
„Der andere war um 15:10 in der ersten Reihe", sagte sie. „Und Sie saßen in der Mitte und standen mit dem Rücken dazu."
„Und war es dieselbe Rechnung?"
„Es war dieselbe Zeile", sagte Morita Kazue. „Die Rechnung war eine andere, und sie war auch richtig."
Meifeng schrieb sich die Uhrzeit auf.
Und sie schrieb keinen Namen daneben und keine Reihe und keinen Platz, weil sie ihn nicht gesehen hatte.
Um 20:00 hörte Morita Kazue auf, keinen eigenen Patienten zu haben.
Und der Erste, den sie an diesem Abend ansah, lag auf Platz elf in der dritten Reihe.
Meifeng ging um 20:40 durch die zweite Reihe und blieb bei niemandem stehen.
Auf den fünf Armen des Sterns lagen weiterhin eine Fünf, eine Vier, eine Drei, eine Drei und eine Zwei.
Und keine der fünf Zahlen war an diesem Tag größer geworden, und keine war kleiner geworden.
Und das war alles, was ein Stern kann.
Sie ging die vierhundert Meter langsam.
Und über dem Nordbecken stand kein Licht mehr, das man Tag nennen konnte, und der Kies war noch gefroren.
Sie schrieb den Tagesbericht in einundzwanzig Zeilen.
Und in Zeile zwei stand kein Kern, und in Zeile drei stand achtzehn Tage, und in Zeile sechs stand der Wortlaut von Morita Kazues Zeile, abgeschrieben und ohne Anmerkung.
In Zeile neun stand Stern, fünf Arme, ab 14:31.
Und in Zeile zehn stand Mitte drei Viertel, nach dem Drehen zwei Drittel, und in Zeile elf stand Punkt eins zu Punkt drei, ein Meter zwei, Faden quer.
In Zeile fünfzehn stand ein Abbruch gesehen, 09:41, neun Minuten.
Und in Zeile sechzehn stand ein zweiter Abbruch, 15:10, nicht gesehen.
Über den Sechsten, der Nein gesagt hatte, stand nichts.
Und das war das Einzige, was sie an diesem Abend absichtlich wegließ.
Zeile einundzwanzig gehörte nicht zum Bericht.
Am dreizehnten Januar war hier auch der Mensch knapp.
Sie strich sie nicht.
Und sie schickte den Bericht so, wie er war.
Die Zahlen kannte sie seit dem zweiten Januar.
Achtzehn im Monat, acht im Januar, fünf im Februar, einundneunzig Plätze, und ein Kern für einen, wenn es an der Wurzel liegt, und für neun, wenn nicht.
Und sie hatte sie alle mitgeschrieben, und sie hatte an keiner davon nachts wachgelegen.
Eine Hand, die weggeht, war etwas anderes.
Und es war ihre eigene Zeichnung gewesen, und sie hatte sie gezeichnet, damit ein Kreis den Menschen nicht mitnimmt.
Und an diesem Mittwoch hatte jemand dieselbe Bewegung gemacht, um etwas aufzuheben, und es hatte gestimmt, und um 14:26 hatte man gesehen, dass es gestimmt hatte.
Meifeng saß danach noch eine Weile an dem Tisch in der chinesischen Basis, an dem die Liste hing.
Und an der Wand hing das Blatt mit der Elf-Tage-Regel, und darunter stand, wer sie aufgeschrieben hatte.
Und dann schrieb sie eine Zeile, die in keinen Bericht ging.
Kann man Heilung so tragen und verteilen, dass sie den nicht aufbraucht, der sie trägt?
Sie schrieb keine Antwort darunter.
Und sie schrieb auch nicht, dass es eine gäbe.