Aufstieg des Ewigen Dao-Clans · Band 4 · Arc 06
Kapitel 503Die Welt sieht zu

Die erste Spur

4.118 Wörter · Band 4 — Vorhänge vor dem Himmel

Der Korridor bestand aus sieben Platten, und keine davon berührte die nächste.

Und sie lagen in einer Reihe von Süden nach Norden, jede ungefähr vier Meter lang und zwei Meter vier breit, und zwischen je zweien stand eine Handbreit Luft.

Und unter jeder hing ihr eigenes Bild.

Aiko Taira ging am sechsten Januar um 10:51 als Erste hinauf.

Sie ging als Erste, weil sie am fünften die Ader getrennt hatte und weil sie wusste, wo sie sie getrennt hatte.

Die Ruine hing nordöstlich der ersten Scheibe, und Luo Shuang hatte ihre Höhe ohne ein Gerät dafür bestimmt.

„Einundvierzig Meter", hatte sie am fünften gesagt. „Und das ist der halbe Spalt, und mehr ist es nicht."

Über der Lücke zwischen der Scheibe und der Ruine lag eine Leiter.

Und sie lag dort seit dem fünften Januar um 13:20, aus der einen Stunde, in der der Abstand gleich geblieben war.

Eine Leiter ist kein Verfahren, stand daneben in Luo Shuangs Heft.

Lu Chen ließ an diesem Morgen sechs Leute auf den Korridor und die anderen nicht.

Und er sagte den Grund in vier Wörtern.

„Sechs sind sechs Ausstöße."

Seit dem fünften Januar galt auf dieser Ruine eine Regel, und sie stand gegen alles, was ein Jäger gelernt hatte.

Nicht das Gewicht zog die Schale hinunter, sondern der Ausstoß.

Und ein Mann, der stillstand und arbeitete, wog auf diesem Stein mehr als zwei, die gingen.

Luo Shuang hatte am fünften alle vierzehn gemessen und eine Reihenfolge aufgeschrieben.

Und die Reihenfolge hatte mit dem Rang nichts zu tun, und sie hatte auch mit der Größe nichts zu tun, und das war der Grund, warum Lu Chen sie zweimal vorlesen ließ.

Guo Meixin stand am unteren Ende dieser Reihe.

Und sie stand dort mit Abstand, und Luo Shuang hatte den Abstand dazugeschrieben, weil er größer war als der zwischen der Ersten und der Elften.

„Ich bin die Leichteste", hatte Guo Meixin dazu gesagt.

„Nein."

„Und?"

„Und Sie sind die Leiseste", hatte Luo Shuang gesagt. „Das ist nicht dasselbe. Auf diesem Stein ist es besser."

Guo Meixin trug an diesem Tag nichts als die Leine.

Und sie hatte sie an ihrem eigenen Gurt, und der Knoten ging mit einer Hand auf, und sie hatte ihn seit dem vierten Januar sechsmal neu gelegt.

Sie trug keine Koffer, sie trug kein Gerät, und sie hatte am fünften darum gebeten, auch die Trinkflasche abgeben zu dürfen.

Auf beiden Seiten des Korridors standen Mauerstümpfe.

Und sie waren verschieden hoch, und der höchste reichte einer stehenden Person an die Schulter, und der niedrigste ans Knie.

Sie standen nicht auf den Platten. Die Platten waren an ihnen abgebrochen.

Und deshalb war der Korridor kein Korridor, sondern der Rest von einem.

Was ihn zusammenhielt, war die Reihe, in der die Stücke hingen, und sonst hielt ihn nichts zusammen.

Luo Shuang hängte auf der zweiten Platte ein Lot auf.

Und um 10:58 wanderte es um drei Grad.

„Frau Taira, auf der Scheibe waren es elf, bevor Sie geschnitten haben."

„Ja."

„Und hier sind es drei", sagte Luo Shuang. „Gestern um 16:04 waren es neun."

„Was liegt dazwischen?"

„Ein Berg", sagte Luo Shuang.

Sie hatte es am fünften zweimal gemessen und schrieb es trotzdem nicht in die erste Spalte.

Und in der zweiten Spalte stand seit dem Abend ein Satz.

In den zwei Stunden nach einem Berg wandert es weniger.

Lu Chen legte die Arbeit auf dem Korridor daraufhin in diese zwei Stunden.

Und er legte sie nicht dorthin, weil er der Zahl glaubte, sondern weil er nichts Besseres hatte, und er sagte beides und in dieser Reihenfolge.

Aiko Taira schrieb an diesem Morgen zwei Zeilen auf ihr eigenes Papier, und beide waren kurz.

Und in der ersten stand, dass sie an einundneunzig Tagen vor der Fläche gestanden hatte, und in der zweiten stand, dass sie an keinem einzigen davon gewusst hatte, wie der Boden dahinter heißt.

Um 11:26 blieb sie auf der vierten Platte stehen.

Und sie blieb nicht wegen des Bodens stehen, sondern wegen der Mauer links.

Dort war etwas an den Stein gekommen.

Und es war dunkel und schmal und lief in einem Streifen abwärts, und daneben lagen Tropfen, und die Tropfen lagen nicht rund.

Sie fasste es nicht an.

Und sie ging zwei Schritte zurück und sagte den Satz, den man an so einer Stelle sagt.

„Herr Lu."

„Frau Taira?"

„Hier ist Blut."

Es war getrocknet.

Und getrocknet heißt auf Stein nicht gestern, und es heißt auch nicht im Herbst, und Aiko Taira sagte deshalb nur das erste Wort und keines von den beiden anderen.

Der Streifen war ungefähr einen halben Meter lang und lief von Schulterhöhe abwärts.

Und an seinem oberen Ende war er breiter, und dort war er keine Spur, sondern eine Hand.

Fünf Finger.

Und der Daumen stand ab, die vier anderen lagen nebeneinander, und die Hand hatte sich beim Abwärtsgehen gedreht.

Kein Handschuh.

Es war der bloße Handteller, und man sah, wo er hohl gewesen war und wo nicht.

Lu Chen kam von der dritten Platte herüber und ging die letzten zwei Schritte langsamer.

Und er stellte sich nicht davor, sondern daneben, so wie man sich neben etwas stellt, das noch niemandem gehört.

Aiko Taira nahm den Stift aus der linken Tasche.

Und die japanische Portalaufsicht führte ihn seit 2133, und er hatte ein Fenster, und in dem Fenster stand entweder nichts oder ein Strich.

Sie hielt ihn an das untere Ende des Streifens, wo der Stein am dunkelsten war.

Und sie hielt ihn zwölf Sekunden hin.

Im Fenster stand nichts.

„Frau Taira, was heißt das?"

„Dass kein Kernrest darin ist."

„Und?"

„Und Blut von etwas, das aus einem Tor kommt, hat welchen", sagte Aiko Taira.

Sie sagte danach, worauf der Stift bei ihr selbst schon angeschlagen hatte.

„An einem E-Tor im Süden der Präfektur, an einer Wand, drei Jahre alt", sagte sie. „Und das Tier war kleiner als ein Hund."

Luo Shuang schrieb es mit und stellte die Frage, die sie stellen musste.

„Ist der Stift geprüft?"

„Und am dritten Januar, an einem Rest aus Otsu."

„Von wem?"

„Von mir", sagte Aiko Taira. „Und deshalb ist es eine Auskunft und kein Beweis."

Und Luo Shuang schrieb auch das mit, und sie schrieb es in dieselbe Zeile und nicht darunter.

Danach fragte sie nichts mehr, weil eine Frau, die ihre eigene Prüfung selbst kleinredet, keine zweite Frage braucht.

Lu Chen sah auf die Hand an der Mauer und nicht auf den Stift.

„Und das da braucht keinen Stift", sagte er.

„Nein."

„Portalbestien wischen nicht."

„Nein", sagte Aiko Taira.

Und sie sagte den Rest dazu, weil auf dieser Platte zwei Leute standen, die noch nie ein Tor in Japan von innen gesehen hatten.

„Was hier herauskommt, hat Klauen oder Hufe oder gar nichts", sagte sie. „Und was eine Hand hat, hat sie in dieser Präfektur seit 2131 nicht gehabt."

„Dann Ihre Leute."

„Nein."

„Frau Taira, das ist die nächstliegende Antwort."

„Es ist die nächstliegende", sagte Aiko Taira. „Und sie ist falsch."

Sie führte die Verlustlisten dieses Tores selbst, und sie führte sie seit 2131.

Und in diesen Listen standen vier Namen als vermisst, und drei davon waren im Jahr 2133 wieder aufgetaucht.

Der vierte war am dritten Dezember gefunden worden.

Und er lag zweihundert Meter südlich der Absperrung im Schilf, und Aiko Taira hatte an diesem Tag die Zeile selbst gestrichen.

Sie hatte sie gestrichen und den Namen daneben stehen lassen, weil man einen Namen nicht streicht.

„Es ist kein Name mehr offen", sagte sie. „Und das ist der erste Grund."

„Der zweite?"

„Und der zweite ist der Weg", sagte Aiko Taira.

Sie zeigte nach Süden, dorthin, wo die Leiter lag, und danach nach unten auf das Wasser.

Bis zum fünften Januar um 13:20 hatte zwischen der ersten Scheibe und dieser Ruine nichts gelegen.

Und davor hatte unter der ersten Scheibe eine Ader gestanden, und die hatte sie am vierten Januar um 12:54 getrennt.

„Wer hier heraufwollte, hätte beides gebraucht", sagte sie. „Und beides ist zwei Tage alt."

„Und beides haben Sie gemacht."

„Ich habe beides gemacht."

Lu Chen schrieb den Satz auf und las ihn nicht laut vor.

Und danach sah er noch einmal auf die Hand, und die Hand war höher als seine eigene Schulter.

„Frau Taira, wem gehört es dann?"

„Das weiß ich nicht."

„Raten Sie."

„Nein", sagte Aiko Taira.

Und sie sagte auch nicht, dass sie es herausfinden werde, und sie setzte kein Wort davor, mit dem man eine offene Zeile zumacht.

Sie schrieb unbekannt und einen Strich dahinter, und der Strich war die halbe Zeile lang.

Luo Shuang stand seit einer Minute daneben und hatte in dieser Minute nichts gesagt.

Und dann sagte sie, was sie am fünften Januar in den tragenden Linien der zweiten Platte gesehen hatte.

„Die Schnitte sind nicht gewachsen."

„Und?"

„Und ich habe am fünften geschrieben, dass sie von einer Hand kommen", sagte Luo Shuang. „Heute steht hier eine Hand an der Mauer."

„Dann ist es dieselbe."

„Nein, Herr Lu."

„Warum nicht?"

„Weil zwei Sachen, die nebeneinanderliegen, keine dritte ergeben", sagte Luo Shuang. „Und ich schreibe sie in dieselbe Spalte und nicht in dieselbe Zeile."

Hu Jinglan trug die Schulterkamera und stand die ganze Zeit auf der dritten Platte.

Und die Lampe an Aiko Tairas Handgerät ging an diesem Vormittag nicht ein einziges Mal an.

Was an der Mauer stand, blieb deshalb an diesem Tag auf dieser Ruine.

Gu Tian sah sich die Mauer um 11:50 an.

Und der violette Rand um seine goldenen Augen lief dabei schneller, und das Gold blieb Gold, und er sah nicht lange hin.

„Herr Gu?"

„Es ist kein Dämonenblut", sagte er.

„Sicher?"

„Ja."

Er setzte nichts dahinter.

Und Aiko Taira schrieb es auf ihr eigenes Papier und nicht in das Formblatt, weil das Formblatt für eine solche Zeile kein Feld hatte.

Guo Meixin hatte sich während der ganzen Sache nicht bewegt.

Und sie stand auf der fünften Platte, weil man dort stand, wenn die vierte gebraucht wurde, und sie hielt die Leine, und sie sah nicht zur Mauer.

Um 11:44 stellte sie eine Frage.

„Frau Taira, was mache ich, wenn es kippt?"

„Nichts."

„Und?"

„Und Sie halten die Leine, und Sie tun nichts", sagte Aiko Taira. „Alles, was Sie tun, ist Ausstoß."

Guo Meixin nahm das an und fragte nicht weiter.

Und sie legte den Knoten an ihrem Gurt danach ein siebtes Mal neu.

Yao Dexin stand auf der vierten Platte und hatte an diesem Vormittag zweimal etwas sagen wollen.

Und beide Male hatte er es nicht gesagt, und beim zweiten Mal sah Lu Chen ihn an.

„Herr Yao."

„Herr Lu, ich stehe am falschen Ende."

„Nein."

„Und die Leine geht von mir zu ihr."

„Und die Leine geht von Ihnen zu ihr", sagte Lu Chen. „Und Sie sind der Einzige hier, der sie halten kann, ohne dabei zu drücken."

Yao Dexin nahm das an, und er nahm es nicht gern an.

Sie gingen um 15:31 zurück.

Und der Rückkehranker der zweiten Zone stand auf der dritten Platte, Deng Yuxian las ihn ab, und die Nadel war in vier Stunden um sechs Grad gewandert.

„Sechs Grad sind kein Grad", sagte Luo Shuang.

Und Lu Chen fragte nicht, was das heiße, weil er es am vierten Januar gehört hatte.

Am Abend des sechsten Januar schrieb Aiko Taira drei Zeilen auf ihr eigenes Papier.

Kein Kernrest.

Eine Hand ohne Handschuh.

Kein Weg, der älter ist als zwei Tage.

Darunter schrieb sie einen vierten Satz und danach an diesem Abend nichts mehr.

Ich weiß nicht, wem es gehört.

Der Berg stand am siebten Januar um 22:20.

Und Lu Chen setzte den Eintritt auf 22:40, so wie am vierten, und aus demselben Grund.

Drinnen gab es keine Nacht.

Und das Licht stand vierzehn Grad über der Unterkante und hatte sich seit dem zweiten Januar nicht bewegt, und um 22:40 war es so hell wie um 10:40.

Aiko Taira hatte das seit dem vierten Januar zweimal aufgeschrieben, und beim zweiten Mal hatte sie einen Satz dazugeschrieben.

Der einzige Ort, an dem eine Nachtschicht nichts kostet außer Schlaf.

Es gingen zehn hinein und sechs auf den Korridor.

Und auf den Korridor gingen Aiko Taira, Guo Meixin, Yao Dexin, Lu Chen, Luo Shuang und Gu Tian.

Die anderen blieben auf der Ruine und hielten die Leiter.

Und Hu Jinglan stand an ihrem Fuß und trug die Kamera, und die Kamera lief, und niemand sah in sie hinein.

Luo Shuang arbeitete an den tragenden Linien.

Und sie legte ihre Schnur an jede Platte und suchte die Stellen, an denen die Schnur nicht abhob, so wie am vierten Januar am Rand der ersten Scheibe.

Auf der ersten fand sie vier.

Und auf der zweiten fand sie drei, und die dritte lag nicht dort, wo sie sie gesucht hatte.

Auf der fünften fand sie eine.

Und sie sagte es sofort, und sie sagte es laut, und sie sagte es zweimal.

„Herr Lu, die Fünfte hat eine."

„Von wie vielen?"

„Und das weiß ich nicht", sagte Luo Shuang. „Ich weiß nur, dass drei fehlen, wo ich drei erwarte."

Lu Chen sperrte die fünfte Platte für alle bis auf einen.

Und der eine war Guo Meixin, weil sie am unteren Ende der Reihe stand und weil jemand hinüber musste, wenn die sechste und die siebte gemessen werden sollten.

Er sagte es ihr ins Gesicht und machte es nicht kleiner.

„Fräulein Guo, ich schicke Sie, weil Sie die Leiseste sind."

„Ja."

„Und nicht, weil es sicher ist."

„Ich weiß", sagte Guo Meixin.

Gu Tian ging in dieser Zeit mit Luo Shuangs zweitem Lot den Korridor ab.

Und er hängte es auf jeder Platte auf und las ab und ging weiter, und nach jeder Platte sagte er eine Zahl.

Neun. Sieben. Elf. Sechs.

Er nannte keine Zahl, die er nicht abgelesen hatte.

Und Luo Shuang schrieb alle vier auf und schrieb dahinter, mit welchem Gerät und in welcher Minute.

„Herr Gu, warum messen Sie?"

„Ich suche etwas, das steht."

„Und?"

„Und hier steht nichts", sagte er.

Er sagte es um 23:04.

Und Aiko Taira hörte es und schrieb es nicht auf, weil sie nicht wusste, wofür er es brauchte.

Um 23:11 kam sie auf die siebte Platte.

Und dort war es zum zweiten Mal.

Es lag nicht an der Mauer, sondern auf dem Boden, in der Ecke, in der die Mauer und die Platte zusammenkamen.

Und es war mehr, und es war älter, und es war eine Fläche und keine Spur.

So groß wie zwei Hände.

Und daneben war der Stein an einer Stelle heller, und die Stelle war rund, und sie war so groß, wie jemand ist, der sitzt.

Aiko Taira hielt den Stift auch hier hin.

Im Fenster stand nichts.

„Frau Taira?"

„Dasselbe."

„Und weiter nördlich?"

„Weiter nördlich ist die Platte zu Ende", sagte Aiko Taira.

Danach kam eine Lücke, und hinter der Lücke hing die nächste Ruine, und zwischen beiden lagen achtzig Meter Wasser.

Und niemand hatte eine Leiter, die achtzig Meter lang war.

Sie stand eine halbe Minute an dieser Ecke und sah auf den helleren Stein.

Und sie dachte an keinen Namen dabei, weil sie keinen hatte, und sie ging danach zurück, ohne etwas mitzunehmen.

Um 23:33 ging die fünfte Platte hinunter.

Sie ging nicht schnell hinunter, und sie ging auch nicht gerade.

Und sie ging an der Ostkante zuerst, und die Westkante kam dabei herauf, und das ist keine Bewegung, die ein Boden macht.

Luo Shuang sah als Erste, was darunter lag.

Und im Bild unter der Platte lag das mittlere Wolkenband eine Handbreit tiefer, und der Streifen war breiter als der am vierten Januar.

„Eine Ader", sagte sie. „Und um 23:04 war sie nicht da."

Guo Meixin stand auf der fünften Platte.

Und sie tat nichts.

Sie tat genau das, was ihr gesagt worden war, und sie hielt die Leine, und sie ging mit der Kante mit, weil ein Mensch, der nichts tut, mit der Kante mitgeht.

Yao Dexin hatte das andere Ende der Leine auf der vierten Platte.

Und er zog daran, und er zog richtig, und eine Leine zieht zur Seite.

Zur Seite war das Wasser.

Aiko Taira stand auf der sechsten Platte, zwei Meter und eine Handbreit entfernt.

Und sie wusste seit dem fünften Januar um 09:40, was ein Schritt hier kostet, und sie hatte es selbst mitgeschrieben.

Es gab zwei Möglichkeiten, und die eine war die Leine.

Und die Leine zog nach Westen, und die Kante ging nach Osten hinunter, und dazwischen lag nichts, woran ein Mensch sich hält.

Sie ging.

Es war ein Schritt.

Und vor dem Schritt drehte sich die Scheide um wenige Grad, und die Klinge blieb darin.

Sie kam nicht daneben heraus.

Und sie kam an der Ostkante heraus, dort, wo Guo Meixin war, und das war die einzige Stelle, an der sie herauskommen durfte.

Sie nahm Guo Meixin am Gurt und nicht am Arm.

Und danach stand die fünfte Platte um vier Grad schief, und sechs Sekunden später um elf.

Am vierten Januar war eine Scheibe eine Handbreit hinuntergegangen und in sechs Sekunden zurückgekommen.

Diese kam nicht zurück.

Und was sie hinunterzog, war nicht das Gewicht von zwei Menschen, denn zwei Menschen hatten am vierten Januar nichts bewegt.

Es war der eine Schritt.

Luo Shuang sagte an dieser Stelle einen Satz und danach eine Stunde lang keinen zweiten dazu.

„Und die Leine war zu langsam."

Und niemand antwortete ihr, und Aiko Taira am wenigsten.

Das Wasser stand danach nicht mehr unter der Platte.

Und es stand um sie herum, und es stand aufrecht, und es kam von innen nach oben.

Es war ein Ring.

Und er hatte oben ungefähr vier Meter im Durchmesser, und in der ersten halben Minute wurde er enger.

Von außen sah man drei Wolkenbänder darin, und sie standen nicht still.

Und ein Bild, das nicht stillsteht, ist Wasser, das sich bewegt, und diesen Satz hatte Luo Shuang am zwanzigsten Dezember an eine Tafel in Songjiang geschrieben.

Innen war es anders.

Aiko Taira sagte ein Wort, und das Wort kam nicht zurück.

Seit dem vierten Januar kam in dieser Welt jedes Wort nach einem Drittel einer Sekunde von unten zurück.

Und hier kam keines.

Sie sagte es, weil es das Erste war, was jemand draußen gebrauchen konnte.

„Es kommt nichts zurück."

Luo Shuang schrieb es auf, bevor sie antwortete.

„Dann steht es nicht", sagte sie. „Und dann ist es eine Strömung."

Aiko Taira sagte danach, was sie sah, und sie sagte es in der Reihenfolge, in der es zu sehen war.

„Die Platte steht um dreißig Grad."

„Das Wasser steht an meinem Knöchel."

„Und an der Wand steigt es schneller als in der Mitte."

„Fräulein Guo steht über mir, an der Westkante."

„Und sie hat die Leine noch."

„Und sie tut nichts."

Es gab einen Weg heraus, und sie rechnete ihn in den ersten zehn Sekunden durch.

Und er war ein Schritt nach oben und über den Rand, und sie war die Einzige hier, die ihn gehen konnte.

Am vierten Januar war sie einen halben Meter zu weit im Süden herausgekommen.

Und sie hatte es nicht gemerkt, und sie hatte gesagt, dass sie es beim nächsten Mal auch nicht merken werde, und Luo Shuang hatte beides bestätigt.

Dafür brauchte es jemanden, der danebensteht, und eine Uhr, die läuft.

Und danebenstehen hieß hier: auf der fünften Platte stehen.

Sie fragte nicht danach.

Und sie sagte auch nicht, dass sie nicht danach fragte, denn ein halber Meter war hier das Wasser, und das Wasser gab alles zurück.

Gu Tian hatte das Lot in der Hand gehabt, als die Platte hinunterging.

Und er legte es hin, und danach stand er nicht mehr dort, wo er gestanden hatte.

Er ging bis an die Kante der vierten Platte und blieb stehen und sah nicht in das Wasser.

Denn Dao-Sicht kommt hier zurück, und sie kommt vollständig zurück, und er hatte das am vierten Januar um 11:09 selbst gesagt.

Er sah stattdessen auf das Bild unter dem Ring.

Und dort lag das mittlere Wolkenband tiefer, und es lag von Nordosten nach Südwesten tiefer, und er sagte, wo es aufhörte.

„Sie läuft unter der sechsten durch und kommt hinter der siebten heraus."

„Und dann?"

„Dann geht sie weiter", sagte Gu Tian.

„Herr Gu."

„Herr Lu?"

„Können Sie schneiden?"

„Ja."

„Wie breit?"

„So breit, wie ein Mensch ist", sagte Gu Tian. „Und nicht breiter, sonst nimmt die Platte es mit."

„Dann schneiden Sie."

„Ich kann noch nicht."

Lu Chen fragte nicht, ob er sicher sei.

„Was fehlt?"

„Ein Senkrecht", sagte Gu Tian. „Ein Schnitt steht gegen etwas. Und hier steht nichts."

Er sagte es in derselben Sekunde, in der gefragt wurde.

Und er sagte es laut, lauter als alles, was er an diesem Abend gesagt hatte, und der Grund dafür stand vier Meter tiefer im Ring.

Luo Shuang hatte am vierten Januar um 12:20 dieselben Wörter benutzt und dabei eine Klammer wieder hingelegt.

Und heute sagte sie die Zahl, die sie hatte.

„Neun Grad", sagte sie. „Auf der dritten sechs."

„Wie viel brauchen Sie?"

„Eins."

„Und wenn es zwei sind?"

„Dann kommt der Weg einen halben Meter neben ihr heraus", sagte Gu Tian.

Niemand sagte etwas dazu.

Und niemand sagte ihm, er solle es trotzdem versuchen, und er sagte auch nicht, dass er es nicht könne.

Er sagte, was er brauchte, und dann holte er es.

„Fräulein Luo, die zweite Leiter."

Die zweite Leiter lag seit dem fünften Januar auf der Ruine, und sie war nicht gelegt worden, weil sie bis zum siebten niemand gebraucht hatte.

Und sie war vier Meter lang, und der Abstand nach Nordwesten war drei Meter sechs, wenn er drei Meter sechs war.

Was er dort suchte, sagte er in einem Satz, während er schon ging.

„Und ich brauche einen Stein, der nicht an dieser Reihe hängt."

Gu Tian holte die Leiter selbst.

Und er ging dabei nicht über die fünfte Platte, sondern um sie herum, über die Ruine, und das war der längere Weg.

Er nahm ihn, weil der kürzere durch den Ring gegangen wäre.

Luo Shuang ging mit, weil das Lot bei ihr war.

Und Lu Chen blieb, weil einer bleiben musste, und er blieb auf der vierten Platte, wo man Aiko Taira hörte.

Um 23:38 hatte sie vierzig Minuten gesagt.

Und um 23:49 sagte sie zwanzig.

„Frau Taira, vorhin waren es vierzig."

„Ja."

„Was hat sich geändert?"

„Ich halte dagegen", sagte Aiko Taira. „Das Dagegenhalten ist Ausstoß, und der Ausstoß zieht die Platte, und die Platte holt das Wasser."

„Sagen Sie es noch einmal."

„Und was ich tue, damit es aufbleibt, macht, dass es zugeht", sagte sie.

Lu Chen schrieb den Satz mit, und er schrieb ihn zweimal.

Und beim zweiten Mal schrieb er ihn an den Rand des Blattes, auf dem die Reihenfolge der vierzehn Ausstöße stand.

Sie bat um nichts.

Und sie sagte nicht, dass es schnell gehen solle, und sie rief niemanden, und sie nannte keinen Namen.

Guo Meixin fragte einmal, ob sie etwas tun solle.

„Nein."

„Und?"

„Und halten Sie die Leine", sagte Aiko Taira. „Wenn sie sich spannt, lassen Sie los."

Guo Meixin ließ nicht los, und die Leine spannte sich auch nicht.

Und sie stand an der Westkante und sah nach oben, weil oben das Einzige war, was nicht kleiner wurde.

Die Klinge stand in der Naht, an der der Ring nicht ganz zusammenging.

Und die Naht lag dort, wo Aiko Taira sie am Anfang gefunden hatte, und sie hatte sie nicht gemacht, sondern gefunden, und darüber sagte sie nichts.

Ein Schnitt ist kurz, und das Offenhalten ist es nicht.

Und ein Arm, der einen Schnitt hält, wird nicht müde wie ein Arm, der schlägt, sondern langsam und von der Schulter her.

Zuerst geht die Hand, und die Hand geht nicht auf einmal.

Und danach geht der Ellbogen, und zuletzt geht die Stelle unter dem Schulterblatt, und wenn die geht, geht die Klinge mit.

Um 23:51 wechselte sie die Hand nicht.

Und sie hätte es tun können, und sie tat es nicht, weil ein Wechsel eine Bewegung ist und weil sie nicht wusste, wie breit die Naht während einer Bewegung ist.

Das Wasser stand um 23:52 an der Wade.

Und es stand an der Wand der Platte höher als in der Mitte, und der Unterschied war größer geworden, und sie sagte auch das.

Draußen, auf der Ruine, lag die zweite Leiter um 23:54 noch nicht.

Und Luo Shuangs Lot wanderte an der Stelle, an der es liegen sollte, um neun Grad.

Über allem standen drei Wolkenbänder übereinander, und das oberste war das schmalste.

Unter dem Ring standen dieselben drei, und sie standen nicht still.

Der Spalt war so breit wie die Klinge.

Aiko Taira hielt ihn offen.

Und das Wasser kam an der Schneide entlang herauf, ohne Eile, und es gab nichts zurück.

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